AIDA-Reise durch das Nordeuropa 5

Super Urlaub mit AIDAluna in Nordeuropa/Nordmeer,unkompliziert von der An,- bis Abreise

Bereits bei der Anreise am 31.07.2011 stellten wir fest, dass es bei AIDA recht unkompliziert zu geht.

Da wir noch keine AIDA-Erfahrung hatten haben wir uns vor Reiseantritt die vielen Reiseberichte durchgelesen. Hierzu kann eingeschätzt werden, dass sich diese Zeit vor dem Computer echt gelohnt hatte.
Am Hauptbahnhof in Hamburg angekommenen wedelte bereits eine freundliche Mitarbeiterin von AIDA mit ihrem Schildchen und wir konnten gleich unser Gepäck abgeben.
Die Shuttelbusse zum Terminal verkehrten vom ZOB (Busbahnhof) lückenlos. Und da dieser vom HBH aus in ca. 5 Minuten zu Fuß erreichbar ist hatten wir noch jede Menge Zeit.
Vor dem einchecken haben wir die ersten AIDAluna-Fotos von der "Jubelplatte" aus machen können.
Als wir gegen 16.00 Uhr das Schiff betraten stand unser Gepäck schon vor der Kabine.
Bereits der Anreisetag und die erste Zeit an Bord waren total entspannt.
Nachdem wir die wichtigsten Anlaufpunkte gefunden und uns im Restaurant "Weite Welt" gestärkt hatten, gingen wir an Deck um das Auslaufen zu genießen. Leider war das Wetter an diesem Tag noch nicht schöööön - aber dann...
1. Seetag in Richtung Bergen
Pünktlich 10.20 Uhr döste alles auf Deck 5. Seenotrettungsübung. Ein Genuß für all diejenigen die schon auf anderen Kreuzfahrten Erfahrungen sammeln konnten. Es wurde durchgezählt und ausgerufen und auch unser entlaufenes Kind, welches sich wahrscheinlich ohne uns retten wollte, fanden wir an Ort und Stelle wieder. Echt beruhigend zu wissen das alles im E-Fall klappen könnte.
03.08.2011 Bergen
In Bergen hatten wir keinen organisierten Ausflug gebucht. Wir packten nach dem Frühstück in aller Ruhe unseren Rucksack und gingen zur Floybahn. Diese erreichte man vom Hafen aus in ca. 30 langsamen Gehminuten.
Die Einzelfahrt kostete 70 NOK + Kind 35 NOK.
In Norwegen kann man mit fast allem, außer vielleicht Steinen, zahlen. Selbst eine Briefmarke, eine Postkarte und paar Schnürsenkel könnte man dort mit EC-Karte zahlen. Wir hatten jedoch vorab 50,-€ bei der Hausbank getauscht und somit etwas Kleingeld in der Tasche.
Vom Berg Floy bot sich ein herrlicher Blick über die Bucht, auf den Hafen mit der AIDA und die Stadt Bergen. Das Wetter war super und somit wanderten wir später in die Hafenstadt zurück (ca. 1 Std.). Alle Wanderwege waren gut gekennzeichnet.
Interessant in Bergen war auch der Stadtteil Bryggen mit seinen Höfen, kleinen Gassen und den darin befindlichen Geschäften. Durch Bryggen gelangt man ja unweigerlich auf dem Weg zur Floybahn.
Bergen Hafeneinfahrt gegen 08.00 Uhr
Nach dem Abendessen und der Show folgte unsere vorerst letzte Nacht in völliger Dunkelheit.
03.08.2011 Geirangerfjord
In Hellesylt haben wir am frühen Morgen, natürlich gut gestärkt versteht sich, das Schiff verlassen um eine Soft-Aktiv-Tour mit dem Mountenbike zu unternehmen. Der Himmel versprach erst nichts gutes. Nach dem Verlassen der Tenderboote kam die Sonne hervor und wir zogen nach und nach alles aus was zu warm war. Die Tour war gut organisiert und die Gruppen nicht zu groß gehalten. Man hatte auch die Chance unterwegs abzusteigen und Gelegenheit zum Luft holen.
Als recht ungeübte Radler haben wir alles überstanden, obwohl es doch recht anstrengend war. Alles was wir in 3 Std. an Höhenmetern überwunden hatten fuhren wir in 20 Minuten retour. Als uns kurz vor Hellesylt die Aktiv-Tour überholt hat waren wir froh, dass wir uns nicht dafür entschieden hatten.
Treffen mit der Costa im Geirangerfjord
Eine Stunde später fuhr die Fähre von Hellesylt nach Geiranger. Diese Fahrt durch den Geirangerfjord ist echt zu empfehlen. Man sieht mit der kleinen Fähre (deutschsprachige Erklärungen) viel mehr als wenn man mit einem Kreuzfahrtschiff das Fjord durchfährt.
Unser Sohn (13 J.) hatte übrigens für diesen Tag einen Teens-Ausflug gebucht. Dieser begann jedoch in Geiranger und somit blieb er allein als wir in Hellesylt das Schiff verließen. Die Teens-Ausflüge sind eine super Sache denn er hätte mit dem Mountenbike keine 10 Minuten überstanden.
2. Seetag mit Ziel Honningvág
Es waren 15 `C und Sonne - Sonne - Sonne. Die Kinder tobten bei gefühlten 5`C im beheizten Pool herum. Jedoch im Windschatten ließ es sich herrlich relaxen und die ersten Passagiere hatten sich sichtlich im Gesicht einen Sonnenbrand zugezogen.
Da wir an diesem 04.08.2011 den Polarkreis überquerten fand zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr die Polartaufe statt.
05.08.2011 Nordkap
An diesem Freitag kamen wir gegen 20.00 Uhr am Nordkap an und somit war dies schon fast ein weiterer Seetag. Dieser verlief mit leichten Schaukellein aber recht schnell. Auf solch einem Schiff wird es nun eben mal nie langweilig. Und wenn dann kann man ja auch mal lesen, Hörbuch hören oder einfach faul sein.
Unser Bus zum Nordkap ging erst um 21.45 Uhr. Somit hatten wir genügend Zeit zum Abendessen.
Auf der Fahrt zum Kap sahen wir die faulen Reentiere rumliegen. Denen war es wahrscheinlich schon zu spät um nach Touristenbussen zu schauen. Am Nordkap angekommen hatten wir gute Sicht über das Meer und die Küste.
Für alle, die sich auf den Weg zum Nordkap machen, sei gesagt: "Zieht Euch warm an, die Kälte greift den Darm an!" Es kamen tatsächlich einige Damen im Rock. Für Deck und Ausfüge ist dies auf einer Nordlandtour die denkbar unpassendste Kleidung.
Felsenmassiv Nordkap
3. Seetag mit Kurs Island
Nach einer lichthellen Nacht, in welcher keiner einschätzen konnte ob nicht vielleicht doch schon Mittag war, gingen wir gegen 11.00 Uhr zum Frühstück. Wir hatten geglaubt es sei bestimmt kein Mensch mehr beim Frühstück. Weit gefehlt. Den Gedanken hatten nach dieser langen Nacht viele. An der Bar herrschte ja auch um 02.30 Uhr noch Hochbetrieb. Im Norden schläft es sich halt anders.
Die kommende Nacht schenkte uns nicht nur etwas Seegang sondern auch noch eine Stunde Schlaf hinzu.
4. Seetag
Einfach nur Seetag mit Ziel Island und mit erneut geschenkter Langschläferstunde dank Zeitumstellung
08.08.2011 Akureyri
Island in Sicht. Darauf hatte ich mich persönlich am meisten gefreut. Und, wir sollten nicht entäuscht werden. Die Sonne schien.
Hafen von Akureyri mit Blick auf die AIDAluna
In Akureyri hatten wir den Ausflug AKU 01 gebucht (Godafoss & Myvatn). Zuerst fuhren wir, da die anderen Reisebusse zum Wasserfall abbogen, zum Mückensee. Dort hatten wir schon mal bei der Anfahrt jede Menge Spaß. Viele hatten, so wie wir auch, Mückschutzmittel eingepackt. Dieses lag aber bei jedem, friedlich ruhend, in der Kabine. Aber, man hat es am Mückensee auch nicht gebraucht. Die Mücken stechen nicht. Sie greifen nur an und schwirren einem um den Mund, die Augen und die Nase.
Nachdem wir einen kurzen Halt gemacht hatten ging es weiter zum Lavalabyrint und danach zu den Schlammpfuhlen. Auch dies war interessant und man hatte ausreichend Zeit sich was anzusehen.
Jedem kann man es bei solch einer Tour sowieso nicht recht machen. Geschimpft wird doch immer. Einigen war die Zeit die kurz. Anderseits muß man ja auch nicht in jedes "Blubberloch" schauen. In jedem passiert doch das gleiche.
Am Godafoss analog das selbe Theater.
Es war insgesamt ein wunderschöner Ausflug und man hat innerhalb kürzester Zeit viel geboten bekommen. Am Ende haben sich dann doch alle über ihre schönen Fotos, bei strahlend blauem Himmel, gefreut.
Hafenausfahrt von Akureyri mit Ziel Reykjavik
09.08.2011 Reykjavik
Unser Ausflug REY 02 (Gullfoss, Geysire & Thingvellir) begann nicht so zeitig und somit hatten wir wieder ein entspanntes Frühstück. Viele waren schon zu anderen Ausflügen unterwegs.
Als erstes hatten wir auf der Tour, nachdem wir uns in aller Ruhe einen Bus rausgesucht hatten, eine Panoramafahrt von Reykjavik zum Gullfoss-Wasserfall. Da wieder einmal die Sonne schien konnten wir dort einen herrlichen Regenbogen über dem Wasserfall betrachten. Die Stunde am Wasserfall war zur freien Verfügung.
Godafoss
Nach einer kurzen Rast fuhren wir weiter zum Geysir. Auch dort hatten wir unsere Zeit zur freien Verfügung. Es sieht schon lustig aus wenn die Leute alle mit ihrem Kameras davor stehen um zu warten bis die Fontaine kommt. Wenn es dann soweit ist haben alle ein schönes Foto oder eine super Filmszene aber den Ausbruch in natura haben sie nicht gesehen.
Mein Mann gehört übrigens dazu...
Geysir
Nächstes Ziel des Tages war im Nationalpark Thingvellir. Dieses urige Gelände wo sich die Erdplatten bewegen. Auf der Fahrt dorthin konnte man erkennen, dass Island viele verschiedene Eindrücke bietet. Mal sah es aus wie auf den Kanaren und dann wieder wie in Australien.
Island auf der Panoramafahrt
Wir sahen die Vulkane Eyjafjallajökull und Hekle, die Gletscher und Lavafelder.
Bevor wir noch zu einer kurzen Stadtrundfahrt kamen machten wir an der "Perle" halt. Von dort bot sich ein herrlicher Blick über Reykjavik bevor dann blutrot die Sonne unterging.
Sonnenuntergang im Hafen von Reykjavik
Auffällig in Island war, soweit wie wir es gesehen haben: es war überall sauber. Sogar in den öffentl. Müllbehältern befanden sich Tüten. Es lagen keine Kippen oder Getränkedosen herum (auch keine Obdachlosen). Die Vorgärten waren gepflegt und die Grünanlagen luden zum Verweilen ein.
Vielleicht eben doch noch eine andere Welt.
5. Seetag auf dem Weg nach Schottland
Schlafraub. Die Uhren wurden in dieser Nacht wieder um eine Stunde vor gestellt.
Ist aber humaner als auf einem Langstreckenflug. Im Urlaub sollte alles ganz sachte abgehen.
12.08.2011 Invergordon
Mit unserem Ausflug INV 06 (Panoramafahrt & Wanderung) haben wir uns keinen Gefallen getan. Weil unser Sohn dabei war haben wir auf die Whiskytour verzichtet. Er wollte unbedingt zu "Nessi". Ein blöder Fehler. Die Panoramafahrt führte uns durch den Wald in den Nationalpark Glen Affric. Dort hatten wir eine Wanderung von ca. 1 1/2 Stunden. Das hätte aber auch im Thüringer Wald sein können. Weiter ging es zum See Loch Ness. Dank Linksverkehr hat man sich nicht wie an der Talsperre Kriebstein gefühlt.
An "Nessi", welches da an der Straße in einem Tümpel hinter Zaun sitzen muß, sind wir nur vorbei gefahren. Kein Halt. Zum Glück haben wir ein Foto aus dem Fenster erhascht, denn unser Sohn saß auf der anderen Seite des Busses und hat überhaupt nichts davon gesehen.
Schade das dieser Ausflug nicht die Erfüllung war. Aber.... wir hatten schöööönes Wetter.
Nessi im Parkteich
6. Seetag auf dem Weg nach Hamburg
Kofferpacken war leider auch angesagt.
Totaler Schlafraub in letzter Instanz denn 07.00 Uhr hieß es aufstehen und Schiff ahoi in Hamburg.
Fazit dieser Reise:
Es war alles gut organisiert. Auch bei der Abreise konnten wieder die Shuttels genutzt werden (nur dann halt mit Gepäck).
Es gab überall Informationen und das Personal war freundlich. Es gab ein bombastisches Showprogramm.
Dank der kleinen Bordzeitung und der immer aktuellen Hafeninformation (lag bei der Rezeption) konnte man sich regelmäßig über das Angebot an Bord und die Veranstaltungen informieren. Es konnte auch alles über das iTV nachgelesen werden.
Die öffentlichen Toiletten an Bord wurden stündlich gereinigt und es war allgemein auch immer sauber. Man hat sich einfach überall wohl gefühlt.
Und mehr als Essen ging nun mal nicht. Das das ein oder andere Gericht vielleicht nun nicht jedermanns Geschmack war ist ja verständlich. Aber es war immer abwechslungsreich und man hatte bis "Küchenschluß" alles zu Verfügung.
Jederzeit auch mal wieder AIDA.
Zielgebiet
Nordeuropa
Schiff
AIDAluna
  • 13 Kommentare
  • 9771 Aufrufe
  • 8x positiv bewertet