AIDAaura Schwarzes Meer zwischen Asien und Europa - Teil 3

Route Thessaloniki, Samos, Rhodos, Antalya.

3. Seetag auf dem Weg nach Thessaloniki

Obwohl wir einen Seetag haben heißt es früh aufstehen, denn unsere Reise geht wieder durch den Bosporus. Der Sonnenaufgang ist einfach toll. Die Landschaft und Istanbul mit ihren vielen Kuppeln und Minaretten ist ein schönes Erlebnis, denn alles glitzert in der aufgehenden Sonne. Dabei frühstücken wir in aller Ruhe und schauen uns die Stadt an.

Sonnenaufgang

Dann machen wir es uns auf dem Pooldeck gemütlich. Etwas später fahren wir auch wieder durch die Dardanellen. Die Dardanellen sind eine Meerenge in der Türkei, Hellespont heißt diese Meerenge in der Antike und sie verbindet die Ägäis mit dem Marmarameer. Die Dardanellen haben eine Länge von etwa 65 Kilometern und sind zwischen 1,4 und 6 Kilometer breit. Die Schiffspassage ist schwierig aber wir müßen durch dieses Nadelöhr. Noch gut zu sehen sind am Ufer die Kleeblatt förmige Festungsanlage Kilitbahir mit ihren hohen geschwungenen Mauern.

So genießen wir den Tag, gehen einkaufen, denn ein paar Souvenirs fehlen uns noch. Den einzigen Termin den wir noch haben ist die Nautische Fragstunde. Fragen alles rund um das Schiff. Fragen wie, haben die beiden großen Kugeln an Deck eine Bedeutung? Oder wie lange ist die Ankerkette? Wann werden die Stabilisatoren ausgefahren? Und was macht der Kapitän und seine Besatzung auf der Brücke? Diese Fragen und vieles mehr beantwortet unser Kapitän mit viel Humor, denn hinter dem Kussmund und den großen Augen ist jede Menge Technik vorhanden. So erfahren wir wieder viel interessantes über die schwimmende Clubstadt. Die Fragestunde ist immer wieder interessant und so haben wir einen schönen Seetag, haben viel gesehen und viel gelacht und auch unser Abend bietet noch jede Menge Spaß und Unterhaltung.

Thessaloniki, Griechenland

Wir laufen in der Hauptstadt Mazedoniens ein. Thessaloniki ist die zweit größte Stadt Griechenlands. Der Hafen ist mitten in der Stadt. So bummeln wir durch zahlreiche malerische, verwinkelte Gassen durch die Stadt. Thessaloniki ist eine bunte Mischung aus Restaurants, Cafes,Taveren und vielen Geschäften und Sehenswürdigkeiten. Aber an allen Ecken und Enden der Stadt ist viel von den alten Traditionen zu sehen uns so lassen wir uns vom Charme der einstigen Kulturhauptstadt einfangen.

Zurück auf dem Schiff können wir auch von dort den runden weißen Turm (Lefkos Pirgos) bewundern. Der Turm stammt aus dem 15.Jahrhundert und ist 30 Meter hoch. Heute ist der Turm ein Museeum, aber immer noch ist er das bekannteste Gebäude der Stadt. So genießen wir den restlichen Tag an Bord.

Samos, Griechenland

Heute legt die Aura in Samos an. Die Insel liegt in der östlichen Ägäis und zählt zu den sonnreichsten Gebieten. Zu den bekanntesten Inselpersönlichkeiten zählt der Mathematiker Pythagoras und der Philosoph Epikur. Wir unternehmen den Ausflug das Beste von Samos. Die Busse warten im Hafen und so fahren wir nach Pythagorion. Der kleine Ort liegt oberhalb am Hang in einer malerischen Bucht. Wir bummeln entlang der Mole und sehen auf der östlichen Seite das Denkmal des antiken Pythagoras. Das malerische Hafenstädtchen ist einfach zauberhaft. Im Fischerhafen liegen viele bunt bemalte Boote und entlang der Uferpromenade laden viele Tavernen und Bars zur Siesta ein.

Weiter geht unsere Fahrt mit dem Bus auf der malerischen und kurvenreichen Strecke hinauf in die Berge. Die Landschaft ist nur schön. Mit ihrer üppigen Vegetation über Edelkastanienbäume, Zypressen, Fichten, Pinien, Tannen, Tamarisken und Weinbergen soweit das Auge reicht, ist die Kulisse einfach toll und der Blick auf das azurblaue Meer wunderschön.

Samos

Bald darauf kommt auch schon die bekannte historische Kultstätte der Göttin Hera in Sicht. Wir besichtigen die Stätte wo einst ein gigantischer Tempel in Auftrag gegeben wurde.150 Säulen 20 Meter hoch umfassten die historische Stätte. Der Tempel wurde allerdings nicht fertig gestellt. Und heute steht nur noch eine einzige Säule die die Jahrhunderte überdauerte und heute das Wahrzeichen dieser Stätte ist. Noch auf dem Gelände vorhanden sind die Überreste des Hekatompedos, einem langen Tempel. Die Ruinen einer römischen Therme, sowie Überleibsel des späteren römischen Hera Tempels. Ein allseits beliebtes Fotomotiv ist ein Lygos-Strauch, der neben der Stelle des Altars wächst. Mit diesem Strauch wurde die Göttin seit Urzeiten verehrt. So spazieren wir durch diese antike Stätte und hören Geschichten von Hera und Zeus.

Danach geht es mit dem Bus in den kleinen Ort Koumaradei. Von dort haben wir wieder den wunderbaren Ausblick auf die weite Landschaft und das Meer. Im Ort ist auch eine Töpferei, wo wir noch einige kleine Mitbringsel einkaufen. Die Attraktion ist allerdings der Gerechtigkeitsbecher, den Pythagoras erfunden haben soll, damit wollte er seinen Schülern die Lehre des richtigen Maßes vermitteln. So war die Zeit wieder sehr schnell vorbei und wir mußten wieder zum Bus.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Potami Strand. Einen malerischen Kieselstrand mit kleiner Strandtaverne. Wir machen Siesta auf Griechisch und verbringen den Rest des Nachmittags am Strand.

Meer, Sonne und Strand

Danach geht es weiter zum Abendessen nach Kokkari. Ein malerisches Fischerdorf etwa 10 Km von Samos Stadt entfernt. Der Ort mit seinen schmalen Gassen, seinen typisch griechischen Tavernen, die direkt am Meer liegen, ist auch wunderschön und ein bisschen romantisch. Für unsere Reisegruppe ist ein gemütlicher Tisch in einer Taverne direkt am Meer reserviert. Dort bekommen wir die landestypischen Spezialitäten und einen guten Samos Wein serviert. Nach dem Essen bummeln wir noch durch das kleine Fischerdorf und gehen dann zum Bus, der uns zurück zum Schiff bringt.

Kokkari

Als wir am Abend ablegen in Samos, haben wir einen tollen Sonnenuntergang der die Insel in ein bezauberndes Licht hüllt und goldgelbe Sonnenstrahlen senken sich über die Berge und das Meer. Wir genießen die Stimmung und lassen die Seele baumeln.

toller Blick auf die Insel mit ihrem wunderschönen Panorama

Rhodos, Griechenland

Schon bald am nächsten Morgen sind wir wieder auf den Beinen, denn die Insel kommt in Sicht. Rhodos ist die Hauptinsel der griechischen Inselgruppe Dodekanes. Ja, Poseidon passte einst auf die Insel auf. Und natürlich ist Rhodos durch den Koloss von Rhodos, der einst über der Hafeneinfahrt stand bekannt. Heute haben wir Mühe, die Statuen Elafos und Elafina einen Hirsch und eine Hirschkuh bei der Einfahrt in den Hafen zu sehen, da die Statuen nicht sehr groß sind. Aber das macht fast gar nichts aus, denn die Anfahrt in den Hafen von Rhodos ist super und der Blick auf die alte Stadt traumhaft schön. Rhodos Stadt ist vom Hafen gut zu sehen. Mit ihrer mittelalterlichen Stadtmauer ist die Altstadt dahinter gut geschützt.

Mit dem Bus fahren wir nach Lindos einem kleinen Fischerdorf das wir nach etwa 1 Std. Fahrt erreichen. Rhodos ist voller Mythen und Legenden und so geht die Busfahrt schnell vorbei. Bald sind wir in Lindos angekommen. Etwas außerhalb des Dorfes gibt es einen großen Parkplatz, da der Ort Autofrei ist. Von dort fährt ein Bus der den Parkplatz mit dem Ort verbindet. Wir gehen zu Fuß auf den ca. 10 Minunten langen Fußweg ins Dorf. Dabei bietet sich uns ein schöner Blick auf die Bucht von Lindos. Im Dorf sind die vielen schmalen Gassen ein Labyrinth, in dem man sich schnell verlaufen kann. Auch sind viele Touristen in der Stadt und so drängen sich viele Menschen durch die engen Gassen, wo sich die traditionellen Souvenirläden aufreihen wie auf einer Perlenschnur. Wir machen uns an den Aufstieg zur Akropolis zu Fuß. Man kann den Aufstieg aber auch ganz gemütlich auf dem Rücken eines Esels genießen. Die kleinen, weißen Häuser schmiegen sich dicht gedrängt den Hang hinauf. Die mittelalterlichen Mauern und die einfache Architektur, mit wunderschönen Kieselsteinmosaiken und den Wandmalereien, geben dem Dorf seinen ganz eigenen Charme.

Unser Weg zur Akropolis geht steil hinauf, auf über 287 Stufen. Aber Vorsicht, denn es sind viele Kieselsteinmosaiken auf dem Weg, die glatt sind - Rutschgefahr - auch bei trockenem Wetter, sollte man gutes Schuhwerk anziehen. Denn es geht steil hinunter ohne seitliches Geländer, wo man Halt finden könnte. Manchmal war mir schon etwas mulmig, wenn ich ganz am Rand außen laufen mußte. Denn alles drängelte sich an der sicheren Bergseite den Hang hinauf und hinunter. Aber auch beim Aufstieg haben wir den atemberaubenden Blick auf die felsige Küste mit seinem tiefblauen Meer.

Blick von der Akropolis in den Hafen von Lindos

Oben angekommen ist am Tor der Akropolis das Relief eines antiken Schiffs in Stein gemeißelt zu sehen. Weiter oben befinden sich die Überreste des Athena Lindia Tempels und die Säulen des Phsithyos Tempels. Von hier oben ist der Blick super toll auf den einzigartigen Naturhafen von Lindos und die St. Paulus Bucht. Das entschädigt uns für den gewaltigen Aufstieg bei den heißen Temperaturen. So genießen wir den Blick über Lindos und das weite Meer und machen uns wieder auf den Weg ins Dorf hinunter.

Schiffsrelief auf der Akropolis

Mit dem Bus fahren wir zurück nach Rhodos. Dort angkommen machen wir einen Rundgang durch die Altstadt, die von den Rittern des Johanniter-Ordens erbaut wurde. Die Altstadt liegt versteckt hinter der mittelalterlichen bis zu 14 Meter dicken und 20 Meter hohen Stadtmauer. In den engen Gassen ist trotz der vielen Touristen, die Historie des alten Gemäuers noch spürbar. Der Großmeisterpalast und seine Ritterherbergen beherrschen das Stadtviertel bis hinunter zum Mandraki Hafen. Das rege Leben in den kleinen Gassen, die Moscheen aus der Türkenzeit, geben dem Stadtviertel sein besonderes Flair. Seit Jahrhunderten begegnen sich hier Abendland und Orient und trotz allem hat Rhodos seinen Charme behalten, wenn es auch heute ein modernes Rhodos gibt. Zu Fuß gehen wir zum Schiff, aber auch mit dem Bus kann man zurück zum Hafen fahren.

Das Lächeln von Rhodos

Als unser Schiff am Abend ablegt, schauen wir auf die drei Windmühlen und einen uralten Turm. Hier soll einstmals der berühmte Koloss von Rhodos gestanden haben, eines der sieben Weltwunder der Antike. Wir genießen unseren Abend an Bord, denn die letzte Etappe unserer Reise beginnt. Wehmut kommt auf wie immer, wenn wir bald von Bord gehen.

Bei dieser Reise hatten wir wieder jede Menge Highlights und wir lagen in allen Häfen direkt in der Stadt. Wir konnte zu Fuß von Bord gehen ohne daß wir einen Bus zum Stadtbummel in Anspruch nehmen mußten. Das war natürlich eine super Sache.

Antalya, Türkei

Früh am Morgen legen wir in Antalya zu Füßen des Taurus Gebirges an. Die Hektik ist groß auf dem Schiff den es wird An- und Abgereist. Wir haben noch Zeit denn unser Flug geht erst später.

Unsere Reise ins Schwarze Meer hat uns oft zum Träumen gebracht. Das unbekannte Meer hat uns an tolle Reiseziele geführt, an die wir gern denken werden. An manchen Tagen war das Meer etwas dunkler in seiner Farbe, dies geht auf Sulfate im Meeresboden zurück usw. usw. usw. aber natürlich ist es an vielen Tagen auch so Blau in seiner Farbe wie überall.

Wir sagen Ciao Aura bis bald mal wieder und beim Abschied hat sie mir doch wieder einmal zugeblinzelt!

- Ende des Reiseberichtes -

Zielgebiet
Schwarzes Meer
Schiff
AIDAaura
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