Aidabella-hier ist der Urlauber nichts WERTH!!!

Hallo liebe AIDA Freunde,

unseren ersten Tag im Weihnachtsurlaub auf der Aidabella hatten meine Frau, meine beiden Kinder sowie unsere Bekannten sich ganz anders vorgestellt.

Gelandet in Las Palmas wurden wir von freundlichem Aidapersonal zu den Bussen begleitet, das Gepäck wurde verladen und nach kurzer Fahrt waren wir dann vor dem Schiff. Endlich Urlaub dachten wir alle, aber da ging der Alptraum erst los!
Rechte Hand das Schiff, zur Linken eine knapp einhundert Meter lange Schlange in ein Gebäude. Dies war ungefähr vergleichbar mit dem Sommerschlussverkauf. Wir wurden dann von einer freundlichen Dame wirklich nett begrüßt. Diese entschuldigte sich zugleich für die anstehende Wartezeit. Wir reihten uns also wie das Zuchtvieh auf dem Weg zum Schlachthof ein und warteten. Nach 30 Minuten waren wir ein paar Meter weiter. Während dieser Zeit rannten die freundlichen Damen in weiß auf und ab und informierten uns, spielten ein wenig mit den Kindern und waren auch zu Scherzen aufgelegt. Kurz danach hatten wir dann das erste Zusammentreffen mit dem Hotelmanager. Da meine Tochter auf die Toilette musste und wir kein Schild gesehen haben, sprach ich ihn an (im Nachhinein hätte ich dies lieber lassen sollen. Seine Antwort auf die Richtung zur Toilette war " Sie sehen aber schon die lange Schlange, oder? Toiletten gibt es an Bord. Wenn meine Tochter es nicht aushalten kann solle ich mit Ihr hinter eine Hausecke gehen
---" WO BIN ICH DENN HIER GELANDET????? ---
Meine Frau ist dann in ein nahegelegenes Einkaufszentrum gegangen, um dort die Toilette zu suchen. Auf dem Rückweg, angekommen an der Absperrung, wurde Sie vom Klubdirektor gefragt, ob sie sich nicht hinten in der Schlange anstellen könne. Sie erklärte, dass Ihre Familie bereits weiter vorne in der Schlange sei. Seine Antwort: "Sie glauben gar nicht was ich den ganzen Tag alles an Ausreden höre, um schneller als die anderen Gäste zu sein". Dann ging er weg und überlies meine Frau sich selbst. Die anderen Gäste, die dieses mitgehört hatten, geleiteten meine Frau wieder zu uns weiter vorn in der Schlange. Ein großes DANKE an dieser Stelle.
Nach knapp einer Stunde hatten wir dann zu mindestens das Gebäude erreicht. Die Gäste vor uns fragten nach einer Flasche Wasser, da die ältere Damen Ihre Tabletten nehmen muss. "An Bord können Sie Wasser kaufen! Wir müssen hier erstmal weiterkommen sonst dauert das hier ewig "erfuhren wir von einem Herren in rotem Poloshirt. Ich fragte gar nicht erst nach einem Schluck Saft für unsere Kinder.
Nachdem wir endlich die Bordkarten in der Hand hatten machten wir uns auf den Weg aus dem Gebäude heraus. Wieder wünschte uns eine nette Dame in weiß einen schönen Urlaub - sehr reundlich. Ein Blick nach links verriet uns, dass nach uns noch viele andere Menschen warteten. Auf dem Weg zum Schiff kam uns wieder dieser unfreundliche Schweizer Klubdirektor entgegen." Haben Sie es doch endlich geschafft" lachte er uns an und ging weiter. WO SIND WIR DENN HIER GELANDET? Wird hier jeder wie das Letzte von den männlichen Angestellten behandelt?
Ich stellte fest: NEIN! Man muss nur blonde Haare haben, mit einer Freundin reisen und dann gibt sich auch der Schweizer Direktor dazu herab um mit Gästen freundlich zu sprechen. Wo hier die Prioritäten liegen scheint klar zu sein!
Es sollte heißen: hier ist der Klubdirektor zu Hause und nicht Aida das Clubschiff.
Auf dem Weg zum Schiff trafen wir auch ein paar Offiziere in Gold, die uns freundlich begrüßten. Mein Sohn hatte ein kleines Aida Schiff in der Hand und der Offizier begann sofort mit meinem Sohn zu witzeln. Der hat ganz große Augen bekommen …………
Der Übergang zum Schiff dauerte etwas länger, aber in den heutigen Zeiten ist dies wohl verständlich, dass da auch mal geschaut werden muss. Die Dame von der Sicherheit wirkte kompetent und freundlich. Also für uns kein Problem. Der Empfang auf Deck 5 war sehr freundlich. Dies ist bei so vielen Gästen bestimmt nicht einfach.
Auf der Kabine angekommen kam kaum Urlaubsstimmung auf. Unsere Koffer waren 5 Stunden nach an Bord kommen noch nicht da. Um die Zeit zu überbrücken sind wir lieber noch mal spazieren gegangen statt zu warten. Da die Aidabar von der Crew gut besucht war sind wir nach draußen gegangen.
Alles in allem: Wir wären gern alle wieder abgereist. Gastfreundschaft wird, gerade von der oberen Riege, ganz klein geschrieben.
Wir sind keine Nörgler, aber Freundlichkeit und ein klein wenig Service kann man doch auch von den Herren mit Silberstreifen bei Aida erwarten, oder?
Dieser Service setzte sich leider während der Reise fort. Als Gast kamen wir und unsere Bekannten uns als "zu melkende Kühe" vor. Es gab an Weihnachten keine Messe, die Weihnachtsgala war schlecht moderiert (sollten die Offiziere auf der Bühne nicht ein wenig trainiert sein was Moderation usw. angeht statt sich ständig zu versprechen?!)
Eines habe ich auf der Aidabella gelernt: möchte ich Service und dazu noch als Gast wahrgenommen werden gelingt dies um einiges besser, wenn ich jung, weiblich, single und blond bin.
Der Abschluß der Reise lief reibungslos, Auch hier wurden wir von den Damen an der Rezeption und vor den Bussen freundlich verabschiedet. Leider war auch hier weder der Klubdirektor noch der Hotelmanager anwesend und für den Gast wahrnehmbar.
Als nette Geste für den Gast, liebe Geschäftsführung: wenn die Masse an Passagieren abreisen und zeitglich die neuen anreisen: geben Sie mir als Gast doch bitte das Gefühl jederzeit willkommen zu sein statt ein Passagier der 2. oder gar 3.Klasse zu sein.

NIE WIEDER

Zielgebiet
Kanaren
Schiff
AIDAbella
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