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Heute möchte ich keinen typischen Reisebericht erstellen, sondern vielmehr die Info's zum Hafen von Muscat / Oman an die Leser der Weblounge weitergeben.
Muscat ist seit 1808 Sitz des Sultans von Oman und verspricht faszinierende Eindrücke. Die große Moschee, eine der größten weltweit, und der lebhafte Markt von Muttrah begeistern die Besucher.
Nachfolgend der Ausflugstipp für Muscat / Oman.
Liegeplatz der AIDAblu:
Muscat / Oman, Berth Nr. 5
Liegezeit am 08.01.2012:
Ankunft 7.30 Uhr - Abfahrt 19.00 Uhr
Shuttle Bus Muscat:
In Muscat ist es nicht gestattet sich auf dem Hafengelände frei zu bewegen. Der Hafen von Muscat bietet daher einen kostenfreien Shuttle Bus vom Schiff zum Hafenausgang an. Die Fahrzeit zum Hafenausgang beträgt max. 5 bis 7 Minuten. Die Shuttle Busse fahren den ganz Tag von Morgens bis Abends. Am Hafenausgang stehen ganz viele Taxen und man kann von dort aus problemlos zur individuellen Tour durch den Oman losziehen.
Die Taxen haben wohl alle einen Festpreis für weitere Wegstrecken. Die Stunde kostet 25,00 Euro. Für Kurzstrecken kann man mit dem Fahrer einen Preis aushandeln. Eine Bezahlung in Dollar war auch möglich, bitte das vor der Preisverhandlung dann aber mit dem Fahrer klären.
Unsere Tour durch den Oman:
Zuerst ging es für uns vom Hafen Mina Qaboos zur Großen Moschee. Die Sultan Qaboos Moschee liegt gut 30 Minuten außerhalb von Muskat und ist über die Autobahn gut zu erreichen und aufgrund der Größe kaum zu übersehen. Achtung, die Moschee schließt um 11.00 Uhr ihre Pforten. Es ist daher empfehlenswert das Schiff spätestens um 9.00 Uhr zu verlassen.
Sultan Qaboos, der amtierende Sultan des Oman, schenkte seinem Volk die 2001 fertiggestellte Moschee, die er auch Nicht-Muslimen zugänglich machte. Die Bauzeit hierfür betrug 6 1/2 Jahre. Die aus 300.000 Tonnen Sandstein errichtete Moschee sprengt alle Dimensionen und fasst knapp 10.000 Gläubige auf ihrem gesamten Gelände. Für die Bethallen sind moderne Schuhboxen, sowie nach Geschlechter getrennte Waschräume eingerichtet.
Am Eingang erfolgt einer strenge Kontrolle durch die Wächter der Moschee. Es werden KEINE Ausnahmen bei der Kleiderordnung gemacht. Für Männer gilt: lange Hosen und maximal kurze Ärmel, am besten aber langärmelige Oberteile. Für Frauen sind die Regeln besonders rigoros: Das Haupt muss verschleiert werden und die Haare dürfen nicht sichtbar sein. Also unbedingt ein Kopftuch in den Koffer mit einpacken. Die Hosen müssen bis zum geschlossenen Schuhwerk hinunterreichen und es darf kein kurzärmeliger Oberteil getragen werden. Auf keinen Fall darf irgendwo dazwischen nackte Haut herausragen.
Nun zum Innenhof, der zunächst durch Spitzbögen zu erreichen ist. Der erste ist mit glänzendem Marmor übersät was in der Sonne schon sehr grell werden kann. Der hinterste ist durch viel Grün gekennzeichnet sowie durch diverse Blumensorten.
Die 75 x 75 m große Musalla (Bethalle), die 50 Meter in die Höhe ragt, verfügt über den größten handgewobenen Teppich der Welt. Hier darf man alles fotografieren, solange man sich auf dem blauen Überleger fortbewegt, der den kostbaren Teppich streckenweise abdeckt. Hier befindet sich auch der mit 8,5 t größte Kronleuchter der Welt, der aus Swarowski - Kristallen besteht.
Nach dem rund 1 stündingen Besuch der Moschee ging es per Taxi weiter zum Bait Al Zubair Museum. Das Bait Al Zubair ist ein kleines Museum im Verwaltungs- und Museumsbereich der Stadt Muscat. Im Gegensatz zum lebendigen Stadtteil Muttrah mit seinem schönen Souk ist dieser Innenstadtbereich wie ausgestorben. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro für Erwachsene. Leider waren soviele Touris vor Ort und das Museum war eigentlich überfüllt und man konnte die schönen Austellungsgegenstände gar nicht wirklich ansehen.
Im Inneren erfährt man in einer kleinen Ausstellung alles über Sitten und Kultur des Omans. Einen Audioguide gibt es nicht, aber alle Gegenstände sind auf arabisch und englisch beschildert. Man erfährt vieles über Kleidung in verschiedenen Regionen, Waffen, etc. Im Außenbereich gibt es einen Bereich in dem die traditionelle Lebensweise dargestellt wird und ein Modell mit den typischen Bewässerungssystemen der Oasen ist ebenfalls ausgestellt.
Öffnungszeiten:
Samstag bis Donnerstag von 9.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 19.00 Uhr
Anschließend ging es zum Fotostopp am Al-Alam-Royal-Palast. Würdig und repräsentativ mit einer Fassade in leuchtendem Blau und Gold zeigt sich der 1972 von einer indischen Baufirma im Auftrag des Sultans errichtete königliche Palast von Muskat seinen Besuchern. Leider ist am großen Eingangstor zum Palastgelände für Touristen Schluss, so das man seine Fotos notgedrungen durch die Gitterstäbe hindurch schießen muss. Bewohnt wird das Gebäude kaum, auch wenn oben die Staatsflagge weht. Sultan Qaboos hält sich zumeist woanders auf und nutzt den Palast vorwiegend zu repräsentativen Zwecken. Ein Blick auf die Fassade gehört indessen für jeden Besucher der Hauptstadt zum Pflichtprogramm.
Unser nächstes Ziel war der Souk von Muttrah. Hier am Souk haben wir unsere Taxitour nach 4 Stunden beendet und beim Fahrer für 4 Personen = 100 Euro bezahlt.
Der Mutrah Souk liegt an der Corniche Road im älteren und lebendigeren Stadtviertel von Muskat. Im Mutrah Souk spielt sich das traditionelle Leben des Omans ab und das ist auch die Faszination an diesem Souk. Man sieht viele Omanis, die auf der Promenade vor dem Souk tratschen und im Souk auch verhüllte Frauen beim Einkaufen. Alle scheinen eher der Muße zu fröhnen, Hektik ist dort völlig unbekannt.
Am Eingang zum Souk befindet sich linkerhand ein kleines Restaurant mit Cafe, dort kann man eine Pause machen. Die Atmosphäre erinnert an "tausendundeine" Nacht! Im Souk werden typische omanische Waren angeboten, wie zum Beispiel Pashmina-Schals und Krummdolche. Es gibt auch schöne Silberwaren. Im hinteren Teil findet man auch Alltagsgegenstände und Kinderspielzeug. Das Innere des Souks ist schön gestaltet, es finden sich wunderschöne Deckenmosaike.
Ein (wenn auch unnötiges Mitbringsel) wäre auch die traditionelle Kopfbedckung der Omanis, ein kleiner runder Hut eher zur Verwendung im Fasching geeignet. Feilschen ist auf jeden Fall üblich. Photographieren von Personen arabischer Herkunft im Souk wird nicht gerne akzeptiert, auch vorher fragen hilft da nicht.
Beim Besuch des Souks sollte man beachten das viele Geschäfte gegen 13.00 Uhr / 13.30 Uhr ihre Läden schließen. Das Einkaufen macht dann natürlich weniger Spaß, da alles ein wenig ausgestorben wirkt. Bezahlen kann man im Souk locker mit Euro. Wechselgeld erhält man bei Bedarf in Euro zurück.
Nach dem Besuch des Souks lohnt es sich auf jeden Fall, noch ein wenig am Hafen entlang auf der so genannten Corniche zu bummeln. Die Hauptverkehrsstraße im Rücken, genießt man den Blick aufs Wasser und den Schiffsterminal im Hintergrund. Muskat hat sich als beliebter (und vor allem sicherer!) Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe einen guten Namen gemacht. Blickfang im Vordergrund ist die königliche Yacht "Al Said", die dem Sultan von Oman gehört.
Entlang der Hafenpromenade herrscht eher entspanntes omanisches Alltagsleben. Man sieht Frauen beim Einkaufen, Schülergruppen und auch Männer, die gemütlich auf den Bänken sitzen. In den Abendstunden ist die Corniche Treffpunkt für Einheimische, die hier lustwandeln oder in einem der zahlreichen Cafés sitzen. Die Silhouette der Bucht ist wirklich bezaubernd und es bieten sich viele schöne Photomotive.
Nach einem wunderschönen Tag ging es dann von der Corniche aus zu Fuß zurück zum Hafeneingang. Zu Fuß läuft man bis zum Hafeneingang ca. 15 bis 20 Minuten (je nachdem wieviel Fotostopp's man beim Rückweg einbaut).
Euer AIDAKENNER