
Sonntags rief mich meine Freundin an und fragte: "Willst Du morgen mit auf die AIDA fliegen?". Völlig perplex sagte ich spontan "ja (ich will unbedingt!!!)" und da das Umbuchen bei der AIDA Hotline am Sonntagnachmittag reibungslos verlief, packte ich meine sieben Sachen in den Koffer und am nächsten Tag gings von Nürnberg mit der türkischen Airline Tailwind los Richtung Antalya. Zwar war die Maschine wohl die Älteste, in der wir je saßen, aber unsere Vorfreude ließ uns über die merkwürdigen Turbulenzen hinwegschauen…
In Antalya angekommen und mit einem Bustransfer von etwa 50 Minuten kamen wir um ca. 19 Uhr am Hafen an. Der Check-In ging unerwartet schnell (hatte ich schon ganz anders erlebt!) und nach einem kurzen Foto für die Bordkarte stürmten wir unsere wunderschöne Balkonkabine auf Deck 5. Unser Hunger trieb uns vier Ankömmlinge natürlich gleich ins leckere Bella Vista, wo wir mit einem guten Weinchen und einem Grinsen im Gesicht auf die noch kommenden 11 Tage anstießen. Anschließend schlenderten wir zur Welcome Party, bei der wir die Laser Show genossen und den Abend schon bald ausklingen ließen.
Seetag
Nach einem leckeren und üppigen AIDA-Frühstück, mit allem was das Herz begehrt, und der Seenotrettungsübung, die für alle Passagiere der einzige Pflichttermin ist, suchten wir uns Liegen an Deck. Wenn man eher zu den Spätaufstehern gehört, kann das auch mal etwas länger dauern. Nachdem wir doch noch ein Plätzchen am Pool gefunden hatten, ließen wir bei über 30 Grad die Sonne in unsere Herzen und stimmten uns mit leckeren Früchten am Mittag sowie einem ausgezeichneten Abendessen auf weitere kulinarische Highlights der Reise ein. Anschließend wurden wir in die Regeln des Aktiv-Bingos eingeweiht, was seitdem unser täglicher Start in das Abendprogramm war und schlürften dabei leckere Cocktails. Nach einer atemberaubenden Show, der Taufshow der AIDAdiva - Kaleido (aufwendige Show mit vielen Einlagen der fahrbaren Bühne und Akrobatik), machten wir noch einen kurzen Abstecher in die anytime Bar.
Zypern/Limassol
Wir erlebten die Einfahrt in den nicht so schönen Industriehafen nach Limassol von unserem Bett aus. Die Sonne lachte uns ins Gesicht und die frische Seeluft ließ uns langsam wach werden. Wir sind mit dem Bus für 2 € (Tagesticket) in die Stadt gedüst (Ortspläne gibt es im Hafenterminal), spazierten durch die Baustellenreiche Fußgängerzone, schauten uns eine Kirche an und beschlossen, nachdem der Stadtstrand eher enttäuschend war, wieder an Bord zu gehen, um das Bordleben zu genießen.
Piräus/Athen
Für die Hauptstadt von Griechenland, hatten wir die Soft/Aktiv Bikingtour PIR B01 gebucht. Also ging es schon ziemlich zeitig los - mit dem Fahrrad durch die große Stadt. Über eine Brücke, die die Hauptstadt Athen von der Hafenstadt Piräus teilt, musste das Rad getragen werden, doch die restliche Tour konnte, bis auf ein paar steile Berge, in vollen Zügen genossen werden. Demnach wurde uns auch ein bisschen heiß in der prallen Hitze, aber so bewegten wir uns wenigstens Mal wieder! Vom Hafen durch die Innenstadt, vorbei am Rathaus und dem Flohmarkt, durch den ekligen Fleisch-Markt (Einmal Vegetarier, jetzt erst Recht für immer!), das frühere Schloss am Syntagma-Platz/Sitz des Parlaments mit seinen merkwürdig salutierenden Wachen vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten, durch den Nationalgarten, vorbei am Olympiastadion der ersten Olympischen Spiele, rauf auf den benachbarten Hügel der Akropolis mit wunderschönem Blick über die Stadt und natürlich noch besserer Aussicht auf die Akropolis (man sieht sie ja in jedem Stadtteil hoch oben auf dem Berg), vorbei an den Ruinen des Zeustempel und kleinem Shopping Stop (hier gibt's tolle Römersandalen!) in der Innenstadt (Vorsicht: die Zeit könnte knapp werden, also die Hose in der Umkleidekabine wieder richtig herum anziehen, wenn man schon zu spät am Treffpunkt ankommt *thihi). Mit dem Fahrrad sieht man einfach wahnsinnig viel in kurzer Zeit! Wir hatten einen tollen Tag und empfehlen diese Stadttour per Bike auch jedem Touri weiter. Die ganze Truppe samt Guide verabschiedete sich mit einem lauten "Piräus Athen - Auf Wiedersehen!"
Volos
In Volos hatten wir nicht den Ausflug zu den Meteora-Klöstern gebucht, sondern vertrieben uns wieder die Zeit mit der Besichtigung des kleinen griechischen Ortes inklusive Stadtbummel, da es hier nicht so viel zu sehen gab. Bis auf die eine oder andere Kirche, in der gerade eine Beerdigung (die Griechen baren ihre Toten auf) oder eine Taufe statt fand. Parallel zur Hafenpromenade verlief die Shoppingmeile von Volos, die die Einheimischen sowie viele AIDA-Gäste mit ihren kleinen Cafés und Boutiquen anlockte. Da auch hier der Strand nicht besonders schön war, verschlug es uns nach 4 Stunden schon wieder zurück auf unseren Cruiser. Nach unsrem täglichen Anruf bei AIDAtv stand ein persönliches Portrait-Shooting mit Kapitän Claas Cramer auf unserem Programm. Diese Chance ließen wir uns selbstverständlich nicht entgehen und wurden direkt mit einem Gläschen Sekt empfangen. Anschließend schlemmten wir beim leckeren Abendessen, gefolgt von Bingo mit Cocktails. Die Show, die an diesem Abend im Theatrium statt fand, ließ keinen Passagier mehr ruhig auf seinem Platz sitzen, denn mit den beliebtesten Liedern der Band ABBA tobte das Publikum. Nach 3maliger Wiederholung und Standing Ovation verabschiedeten sich die Sänger und Tänzer für diesen Moment. Bevor wir den Abend, wieder einmal, in der anytime Bar ausklingen ließen, besuchten wir noch in der AIDAbar die "Crew meets Band"-Veranstaltung, bei der einige Besatzungsmitglieder bekannte Songs live zum Besten gaben (da entdeckte man eine ganz andere Seite vom Security-Manager…). Da sollte mal Dieter Bohlen kommen, weil hier wirklich versteckte Talente die Gäste mit Ihrer Stimme zum Staunen brachten.
Istanbul (Overnight)
Nach der Poolshow "That´s Amore" am Vormittag und einem üppigen Mittagessen fuhren wir um 17 Uhr über den Bosporus (dieser teilt die Stadt in einen europäischen und einen asiatischen Teil) zum Goldenen Horn ein. Wir erfuhren währenddessen von der Brücke vieles über Stadt, Sehenswürdigkeiten & Leute. Unsere diva lag mitten in der Metropole!
"Istanbul nehmen wir selbst in die Hand!", dachten wir zwei uns und scheiterten mit unseren Euros schon gleich am Metro-Automaten. Nach hilfsbereitem Geld-Wechsel mit AIDA Gästen hatten wir unseren Coin also doch noch ziehen können und stiegen in die knall-enge (!) Metro ein (ca. 5 Minuten vom Hafen entfernt). Als wir aussteigen wollten, sprach uns ein sehr netter Türke an, was wir denn ausgerechnet hier wollen und meinte, wir sollten diese Station lieber meiden, da das Viertel etwas "unsicher" wäre. Kurzerhand bot er uns eine Stadtführung an und trotz anfänglicher Zweifel, erkundeten wir mit einem netten Einheimischen und seinen 2 Kumpels, die sich später dazugesellten, auf einer abenteuerlichen Tour die 13 Millionen Metropole Istanbul (Station Sultanahmet führt zu den Sehenswürdigkeiten). Wir besuchten verhüllt und ohne Schuhe die blaue Moschee (Süleymaniye-Moschee), bewunderten die Hagia Sophia, einen Obelisken, erfuhren etwas über den deutschen Brunnen und waren letztendlich froh, einem so tollen Reiseführer begegnet zu sein. Und mit dem "You are safe in Istanbul"-Button von der Stadtpolizei konnte uns sowieso niemand bestehlen ;-)
Wir ließen es uns auf dem "Balkon" (Café hoch oben auf dem Taskim Platz) mit Sicht über die Stadt gut gehen und lauschten zu guter letzt einer tollen live Band in einer Kneipe. Im Morgengrauen fuhr uns ein Taxifahrer zurück zum Hafen und auch dieses Mal bezahlten wir dank unseres einheimischen Freundes nur den türkischen Taxi Preis…
Am nächsten Tag erkundeten wir die Cisterna Basilica (ca. 4 € Eintritt) mit seinen Medusen Köpfen (hier wurde auch eine Szene eines James Bond Filmes gedreht), schlenderten über den Basar und verabschiedeten uns von der Großstadt um 12:30 Uhr, als es hieß: "Alle Mann an Bord!". Vom Schiff konnte man auch noch Mal einen Blick auf alle Sehenswürdigkeiten werfen, egal ob im alten, neuen oder asiatischen Stadtteil (Galata Turm, Topkapi-Palast…). Es stand uns also ein halber Seetag mit all seinen Vorzügen bevor (Hängematte auf dem Balkon und dabei die AIDAheute Zeitung lesen). Abends wurden wir mit einer Oriental Night Show auf dem Pooldeck, passend zum Ausflugsziel, vom AIDAdiva Show-Ensemble bezaubert. Im Anschluss daran gab es orientalisch-inspirierende Songs bei der Oriental Night Poolparty im Land aus tausendundeiner Nacht und zum Abschluss nahmen wir auch eine leckere Gute-Nacht-Pizza um kurz vor 24 Uhr ein.
- Universität
- Blick auf den europäischen Stadtteil
Izmir
In Izmir ging es raus aufs Meer - heute war Schnorcheln angesagt. Nach 1 ½ stündiger Busfahrt stiegen wir auf unser Bootchen und fuhren hinaus, um uns nach ausführlicher Einweisung und bespucken unsrer Taucherbrille mutig ins eiskalte Meerwasser zu stürzen und die Fische im östlichen Mittelmeer anzusehen. Wir stoppten an zwei verschiedenen Stellen. Die Sicht war gut, jedoch ist es für Schnorchler, die schon in anderen Gebieten waren, eher weniger spektakulär. Auch an der zweiten Schnorchelstelle waren nur ein paar verschiedene Fischarten zu begutachten. Trotzdem hatten wir einen schönen Tag, genossen die Sonne auf unserem Tauch-Boot und auch mein Schnorchel holte der nette Türke wieder aus dem tiefen Wasser, den ich verloren hatte *g* Beim Offiziers-Shaken beobachteten wir das Auslaufen und schossen später lustige Fotos bei Windstärke ?, vermutlich Windstärke 10 (die Haare wehten uns um die Ohren).Nach dem Abendessen und dem schon standardgemäßen Bingospiel, besuchten wir die Queen Show im Theatrium und tanzten bei der abendlichen White Party, die sogar vom Kapitän besucht wurde, in den nächsten Tag.
Santorin
Unsere spektakulärste Destination!

Schon die Einfahrt in die Caldera war sensationell. Mit Erklärungen von der Brücke fuhren wir gemächlich Richtung Santorini, um dort gegen 13 Uhr an Land getendert zu werden. Die AIDAdiva lag hier wunderschön auf Reede. Die Steilküste im Westen leuchtet rot und hat eine gestreifte Erscheinung durch verschiedene Gesteine. Thira ist die nächst liegende Stadt, die man nur mit der Seilbahn oder über die 500 Stufen (wahlweise auch auf dem Pferd/Esel) erreicht. Die engen und romantischen Gassen in Thira laden zum Staunen ein. Zweifellos haben wir hier die schönsten Fotos unserer Reise geschossen. Gemütlich schlenderten wir durch das touristische Dörfchen, betrachteten das schöne Hotel Atlantis, kleine Lädchen, die wunderschönen Kirchen und warfen immer wieder einen Blick auf unser Lieblingsschiff AIDAdiva, das von hier oben ganz klein wirkte. Unsere Abenteuerlust befriedigten wir mit dem Anmieten eines kleinen Quads (15€ ohne Sprit), zwar sind wir noch nie zuvor mit einem gefahren, doch umso mehr Spaß hatten wir, als wir nach anfänglichen 5 km/h (Achtung hupende Autos und Stau-Bildung hinter uns!) die Insel mit bis zu Spitzengeschwindigkeiten von 50 km/h erkundeten. Vorbei am schwarzen und roten Strand, hoch hinauf auf den Berg - von hier hatten wir eine faszinierende Aussicht über den ganzen Süden von Santorini. Zwar war es an diesem Tag etwas bewölkt, doch hatten wir jede Menge Spaß und fühlten uns ganz weit weg vom deutschen Alltag… Gegen 18 Uhr machten wir uns dann auf den Weg und entschieden uns für die Treppe zum Hafen hinunter, denn wir hätten ewig für die Seilbahn angestanden. Mit etwas Vorsicht schafften wir es auch mit unseren Sommersandalen hinunter zum Hafen, obwohl die Treppenstufen doch schon sehr glatt und abgelaufen sind. Schon am Hafen wurden wir von AIDA mit einem Eistee begrüßt und kurze Zeit später tenderten wir wieder Richtung Traumschiff.
Marmaris
Nachdem wir wieder einmal mit einer Durchsage vom Käptain begrüßt wurden: "Einen wuuuuuunderschönen guuuten Morgen", erwartete uns in Marmaris ein wuuuuuunderschöner Yachthafen umringt von duftenden Pinienwäldern! Die tolle und gepflegte Hafenpromenade lud zum Bummeln ein und wir waren vom türkischen Nizza wirklich angenehm überrascht! Auch hier schlenderten wir über den Basar (der schönste auf dieser Reise), kauften uns ein Bauchtanz-Outfit für Fasching und hielten nach Schuhen Ausschau. Leider spielte das Wetter heute nicht mit und so begann es gegen 13 Uhr zu regnen, was viele zum Schiff zurück trieb & somit auch unsere letzte Möglichkeit zum Strand zu gehen dahin war. Wir vertrieben uns die restliche Zeit mit Brettspielen in der AIDAlounge. Früher als geplant legten wir ab und genossen die dennoch wunderschöne Aussicht, geprägt vom Regenbogen und kleinen Segelschiffchen mit einem letzten sail away, bei dem mir Mal wieder die Tränen in den Augen standen *hihi Am Ende einer jeden AIDA Reise steigt das Fernweh in mir auf.. Den letzten Abend kosteten wir noch Mal richtig aus. Wir ließen es uns u. a. mit Hummer & leckeren Drachenfrüchten, Kaktusfrüchten, Granatäpfeln, Melonen, Passionsfrüchten mit Vanilleeis usw. gut gehen, lösten unsere gewonnenen Cocktailgutscheine ein, ergatterten mehrere Gläser Sekt beim Bingo und krönten den letzten Abend mit dem überragenden Bingo-Jackpot-Bargeld-Gewinn, bei dem wir unsere Freude nicht halten konnten: Vor Freude tanzten, umarmten und jubelten wir mit den zwei Mädels vom Animationsteam und landeten nach der Farewell party und einem unbeschreiblichen Sternenhimmel auch heute wieder beschwipst in der anytime Bar und machten unsere letzte Nacht sozusagen durch, um morgens noch schnell alles in den Koffer zu werfen, einen letzten Blick von der Balkonkabine zu werfen und um 6 Uhr Richtung Flughafen zu düsen, um den Heimweg anzutreten. Von Antalya bekamen wir leider nicht viel mit, aber hatten wir ja schon eine traumhafte Reise hinter uns…
Alles im Allem war es wieder ein toller und abenteuerlicher Urlaub, bei dem wir den AIDA-Luxus & das Entertainment in vollen Zügen genossen, interessante Reiseziele bei schönstem Wetter ansteuerten sowie die vielen wunderschönen Eindrücke in guter Erinnerung behalten: kein Wunder bei ca. 700 Fotoaufnahmen im Reisegepäck!
Und die Moral von der der Geschicht: AIDA - WIR KOMMEN wieder WIEDER!!! =)