Es war soooo schön letzter Teil

Ho Chi Minh Stadt, Bangkok

Für den Abend nach unserem Bruneiausflug hatten wir uns zur Saunanacht angemeldet. Ich bin kein großer Saunafan, aber wenn schon, dann wollten wir alle vier dort hingehen. Es gab Kleinigkeiten zu essen, Fruchtsaftbowle, Aufgüsse, zwei Peelings und eine halbstündige Rückenmassage für jeden. Den anderen hat es gut gefallen, mir nicht, aber das ist ja alles Ansichtssache. Angenehm überrascht war ich, dass der erwartete Muskelkater am nächsten Tag ausblieb.
Ho Chi Minh Stadt Wieder hatten wir den Aida Shuttleservice gebucht. Im Gegensatz zu Singapur, wo die Mopeds neben der Schnellstraße ihre eigene Fahrspur hatten, wuselte hier wieder alles wild durcheinander. Und hatten wir uns schon in Thailand gewundert, wie viele Menschen auf eine offene Ladefläche eines Autos passten, konnten wir hier beobachten, was und wie viel man mit einem Moped transportieren kann: Mutter, zwei Kinder und am Lenker den Vater, der auch noch gleichzeitig lenken, rauchen und telefonieren konnte. Die Krönung für uns aber war der Fahrer, der auf seinem Moped einen hohen Kühlschrank transportierte. Leider hatte ich da die Kamera nicht so schnell einsatzfähig, aber dieses Bild bleibt auf jeden Fall im Kopf. Unser vietnamesischer Reiseführer erzählte uns, dass seine Landsleute abends sehr gerne und sehr viel Alkohol trinken würden und deshalb besonders dann Unfälle passieren würden. Während keiner anderen Fahrt haben wir so viele Polizisten gesehen, die Mopedfahrer kontrollierten. In der Stadt selber hatten wir gut drei Stunden Zeit und da die Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen, kann man dort auch alles gut zu Fuß machen.Wir hatten uns im Aida-Theatrium die Vorschau der angebotenen Ausflüge angeschaut und dabei schon gesehen, was uns beim Überqueren der Straßenkreuzungen erwarten würde. Dort wurde einem empfohlen: Augen zu und durch, nicht umdrehen, stehenbleiben oder zögern. Und tatsächlich, so ging es am besten. Es war das Wochenende vor dem chinesischen Neujahr und daher war die Stadt mit zahlreichen Blumenarrangements geschmückt. Viele Vietnamesen hatten sich richtig chic angezogen und ließen sich vor den dargestellten Drachen fürs Familienalbum fotografieren. Wir besichtigten den Ben-Thanh-Markt, die Halle der Wiedervereinigung und ließen uns von dort aus von Trishaws an der Notre Dame Kirche vorbei zurück zum Rex Hotel bringen.Hier hat man von der Dachterasse aus einen schönen Ausblick.
Unser letzter Seetag Wir hatten die Insider Tour gebucht, was mir eigentlich zu teuer war, aber wenn schon, dann galt auch hier: alle vier. Hier allerdings bin ich im nachhinein froh, mitgegangen zu sein. Es ist schon etwas ganz anderes, ob man sich eine solche Führung vielleicht einmal im Fernsehen ansieht, oder tatsächlich selbst hinter die Kulissen schaut. Wir kamen hinter und unter die Showbühne, in die Gaderoben der Künstler, Küche, Backstube, Lagerräume, Kühlräume, Entsorgungsbereich, Wäscherei, Crewbereich, Fernsehstudio, Technikraum und Kapitänsbrücke.Zu sehen, welch eine Koordinierung und Logistik hier auf engstem Raum funktioniert, war sehr beeindruckend.
Abends ging es dann ein letztes Mal zum tanzen aufs Pooldeck und einen letzten Drink in die Anytime Bar, wo wir immer von gutgelauntem Personal bestens bedient wurden. Die Kellner gaben das ein oder andere Mal eine wirklich gekonnte Tanzeinlage, dem Chef gefiel dies nicht unbedingt, aber bei den Gästen kam dies gut an.

Bangkok Heute hieß es Abschied vom Schiff nehmen,leider. Wir hatten noch eine Hotelübernachtung in Bangkok gebucht und so verliessen wir das Schiff gleich nach dem Frühstück. Ein Taxi am offiziellen Stand zu ordern, war zu einfach und langweilig, also begaben wir uns mit unserem Gepäck zu den ausserhalb des abgesperrten Bereichs wartenden Taxifahrern. Dort wurden wir uns auch schnell mit einem Fahrer einig, Pech war nur, dass dieser nicht wußte, wie seine Autositze umgeklappt wurden und so verstauten wir dann eine Reisetasche hinter der Heckklappe, zwei übereinander auf dem Sitz hinter uns beiden Frauen und die letzte schließlich auf dem freien Platz am Seiteneinstieg. Hier zuhause würden wir niemals so fahren, denn bereits eine Bremsung hätte die Koffer in unsere Genicke befördert. Auf dem Weg nach Bangkok senkte sich der Kopf des Fahrers immer wieder bedenklich nach vorne, so dass wir ihn fragten , ob wirklich alles in Ordnung mit ihm sei. Er lächelte nur und meinte alles o.k., keine Panik. Trotzdem waren wir froh, heil am Hotel anzukommen. Abends hatten wir schon von zuhause aus eine Diner Cruise auf dem Chao-Phraya-Fluß gebucht, bis dahin hatten wir noch einige Stunden Zeit und ließen uns von einem Taxi zum Königspalast bringen. Man hatte uns schon im Vorfeld gewarnt, dass man hier versuchen würde, uns TucTuc Fahrten aufzudrängen. Man sprach uns auch gleich an und erklärte uns, dass aufgrund des Chinesischen Neujahrsfest die Anlage für Touristen gesperrt sei, man uns aber gerne zu drei anderen leider etwas weiter entfernten Klöstern fahren würde. Wir ließen uns aber dadurch nicht beeinflussen und tatsächlich, die Anlage war wie immer für alle Touristen zugänglich. Die Anlage ist riesig,an jeder Ecke warten neue Eindrücke, das Glitzern der goldenen Dächern in der Sonne vor stahlblauem Himmel, alles war wunderschön und hat uns sehr beeindruckt. Hierfür muss man wirklich mindesten zwei Stunden einplanen. Außerhalb der Anlage wurden wir auch sofort wieder angesprochen. Diesmal hatte eine Frau, die uns erst als Touristin erschien, noch Eintrittskarten mit denen man aber nur noch am gleichen Tag weitere Sehenswürdigkeiten kostenlos ansehen könne und die sie, da sie selbst abreisen mußte, uns schenken wollte. Zu den Sehenswürdigkeiten würden uns natürlich die zufällig daneben stehenden TucTucfahrer bringen! Aha. Wir bedankten uns höflich und gingen einfach weiter. Das Kloster Wat Po mit seinem liegenden Buddha ist nicht weit entfernt und nach einem kurzen Fußmarsch über einen kleinen Flohmarkt schnell erreicht. Nachdem wir den liegenden Buddha angeschaut hatten, streikten unsere Männer: Macht was ihr wollt, wir bleiben hier sitzen. Wir beiden Frauen sahen uns noch eine Weile mit der Kamera bewaffnet in dieser auch sehr schönen Anlage um, bevor wir dann mit einem Taxi den Rückweg zum Hotel antraten. Das Verkehrsaufkommen war gewaltig, aber die Taxifahrer nutzen ja wirklich jede kleine Lücke und wechseln die Fahrspuren schneller als man gucken kann. Kurz vor 20 Uhr wurden wir dann an unserem Hotel abgeholt und zur Bootsfahrt an den Fluß gebracht. Das Boot fuhr gut zwei Stunden an der beleuchteten Skyline entlang. Währenddessen wurden uns landestypische Speisen in kleinen Portionen an schön eingedeckten Tischen serviert. Und auch wenn alles sehr appetitlich aussah, konnte man nicht alles probieren, es war einfach zu viel.Man erhielt während der Fahrt Erklärungen in deutsch und englisch über die am Ufer stehenden Gebäude. Beleuchtet hat dies noch einmal ein ganz anderes Ambiente als tagsüber. Zurück am Hotel, beschlossen wir, noch einen Abstecher auf den Nachtmarkt von Patpong zu machen, der zu Fuß nicht weit von unserem Hotel entfernt war. Links und rechts der Marktstände waren dann die Läden wie auf der Reeperbahn und überall wollte man uns reinlocken. Nein, danke.

Unser letzter Tag in Bangkok Da unser Rückflug erst um 20.40 ging, hatten wir nachmittags noch eine Bootsfahrt durch die Klongs gebucht. Bis dahin wollten wir uns noch ein in meinem Reiseführer angepriesenes Shoppingcenter anschauen. Da wir dies aber auf anhieb nicht fanden, fragte ich einen Passanten nach dem Weg. Dieser sprach ausgezeichnetes Englisch und empfahl uns, lieber noch einen Abstecher nach Chinatown zu machen, wo doch alles viel ursprünglicher sei. Wir erklärten ihm, dass wir nur noch drei Stunden Zeit hätten und er bot sich an, uns einen TucTucfahrer zu besorgen, der uns in ca. 15 Minuten zur Chinatown bringen, dort auf uns warten und wieder zurück bringen würde.Wir stimmten zu und schon saßen wir in einem TucTuc und freuten ans, doch noch mit diesem Gefährt durch Bangkok zu fahren. Nach einer knappen Viertelstunde hielt unserer Fahrer plötzlich an und meinte, wir wären jetzt da. Das sah aber so mal gar nicht nach Chinatown aus!! Auf unsere fragenden Blicke meinte er, wir wären ganz bestimmt da, wo wir hinwollten, wir müßten nur durch dieses Haus gehen. Wir stiegen also aus und als Tür geöffnet wurde, wußten wir, dass wir reingefallen waren, in dem Haus waren große Verkaufsräume für Schmuck, Stoffe und Bekleidung. Na prima! Nachdem wir wieder sofort rausgingen, bot der Fahrer uns an, uns woanders hin zu bringen. Dies lehnten wir allerdings ab. Wir wurden noch von mehreren TucTucfahrern angesprochen, die uns zu einem vielfachen des vorherigen Preises zurückfahren wollten. Sie wußten wohl genau wie wir in diese Gegend gekommen waren und wollten dies ausnutzen. Letztendlich fanden wir dann doch noch einen, der uns zu einem halbwegs vernünftigen Preis nach der Ansage "directly to the hotel otherwise no money" zu unserem Hotel zurückbrachte.Wer uns reingelegt hatte, der nette Herr oder der Fahrer bleibt dann mal offen, fest steht, dass wir auf diese Erfahrung gerne verzichtet hätten. Die Bootsfahrt durch die Klongs am nachmittag war dann doch noch ein versöhnlicher Abschluß unseres Aufenthalts in Bangkok. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Menschen dort nicht nur an sondern vor allem mit dem Fluß leben: Frauen beim Wäschewaschen, Männer beim Bewässern der Gärten, Kinder beim Baden, Händler beim Verkauf ihrer Waren aus Booten heraus und Warane beim Sonnenbaden. Zum Abschluß gab es auf einer Reisbarke ein sehr leckeres Obstbuffet. Dann schnell zum Hotel wo der vorbestellte Taxifahrer schon auf uns wartete. Unser Urlaub war nun leider zu Ende, was uns bei der Ankunft in Frankfurt durch den Temperaturunterschied (von 35° auf 2°) nicht eben leichter gemacht wurde.
Es war ein wunderschöner Urlaub, der uns sehr, sehr viele verschiedenste Eindrücke bescherte die uns sicherlich auch hier zuhause noch eine ganze Weile beschäftigen werden. Wir haben uns die AIDA DVD von unserem Urlaub gekauft und können dadurch so einiges noch einmal sehen. Und ja, auch wir wurden von dem AIDA-Virus infiziert, denn zur Zeit schmieden wir schon erste Pläne für den nächsten AIDA Urlaub. Am liebsten so schnell wie möglich, realistisch allerdings eher in zwei Jahren. Es gibt einen schönen Spruch von Kurt Tucholsky " Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an!" Wer weiss, Amazonas 2014 wäre schön

Zielgebiet
Asien
Schiff
AIDAdiva
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