Wir haben uns einen Traum erfüllt und unserer Hochzeitsreise mit der AIDA Luna einmal quer durch die Karibik gemacht! 3.610,71 km(1.949,62 sm) Karibik pur.
Nachdem ich im Vorfeld der Reise sooo viele Berichte hier lesen und mir dabei viel nützlich Tipps abgucken konnte, möchte ich nun auch dazu beitragen, daß zukünftige Karibikfahrer sich die Wartezeit mit Berichten und Fotos verkürzen können.
Nur wir bringt man 14 traumhafte Tag mit unendlich vielen Eindrücken und Fotos in eine Reisebericht- fast unmöglich.
Irgendwie ist der erste Teil des Bericht irrsinnig lang geworden und ich hoffe, Euch damit nicht zu langweilen. Dies ist mein erster Reisebericht und ich hab noch keine Erfahrungen damit.
Ich werde fleißig am zweiten Teil basteln .....
07.01.2012 3:30 Uhr
Heute geht es los- AIDA WIR KOMMEN!

Unsere Route durch die Karibik
Freitag Abend habe ich schon die Koffer zum Flughafen gefahren- Vorabend Checkin. Es war soo voll und ich musste bestimmt 45 Minuten warten, bis ich an der Reihe war. Vor mir stand ein Ehepaar aus der Nähe von Wolfsburg die auch mit der AIDA in die Karibik wollten. Wir kamen ins Gespräch und die Zeit verflog sehr schnell. Als die Beiden vor mir mit dem Einchecken an der Reihe war stellen sie fest, dass sie 4 KG Gepäck zu viel mitgenommen hatten- das hieß fett nachzahlen. Da unsere Koffer wesentlich weniger Gewicht hatten als erlaubt behaupteten wir ganz frech, dass wir zusammen gehörten- war ja auch nicht gelogen, denn wir flogen ja zum gleichen Schiff und unternahmen die Reise ja quasi gemeinsam!
Der Schalterbeamte der Condor ließ sich auf den Deal ein und das Geld für das Übergepäck wurde gespart. Silvia und Uwe, so hießen die beiden, waren völlig begeistert und luden uns auf dem Schiff zum Coctailtrinken ein. Gebongt
Nachdem wir dann noch festegestellt hatten, das sie zwei Reihen vor uns im Flieger sitzen werden wussten wir, dass wir uns in jedem Fall wieder über den Weg laufen würden.
Wir verabschiedeten uns und ich machte mich auf den Heimweg.
Das Taxi zum Flughafen hatten wir für 5:30 Uhr vorbestellt.
Das Taxi stand dann pünktlich vor der Tür und wir machten uns auf zum Abenteuer Karibikkreuzfahrt.
Auf dem Flughafen trafen wir dann auch Silvia und Uwe wieder und der Abflug verzögerte sich im eine ganze Stunde, da die Maschine zu spät von einem anderen Flug in Frankfurt eintraf. Das heiß blödes Rumsitzen am Gate - aber schließlich ging es dann um 8 Uhr endlich los...
13:00 Uhr Ortszeit La Romana
Wir haben es geschafft- wir sind in der Dom.Rep!
Im Anflug sind wir über den Hafen und die AIDA Luna geflogen und nun können wir es alle nicht mehr abwarten.
Der Flughafen ist relativ klein und wir können über zwei Treppen die Maschine verlassen. Nun noch die trennen uns nur noch die Einreiseformalitäten von unserm Urlaub- die Nervosität und Spannung steigt. Als wir da Flugzeug verlassen, werden wir direkt aus dem Flieger übers Rollfeld zu den Transferbussen zur Luna geleitet. Keine Passkontrolle- erstes Staunen macht sich breit.
Die Fahrt zum Schiff hat 10-15 Minuten gedauert und da lag sie dann im Hafen. Ein immer wieder erhebender Anblick und ich konnte mein Glück kaum fassen.
Die Organisation bei AIDA ist hervorragend und so unkompliziert waren wir bei unserer ersten Reise mit der Luna auf den Kanaren nicht aufs Schiff gekommen. Der Checkin lief blitzschnell ab und auch dort keine Passkontrolle. Touristenvisum ( hatten wir im Flieger ausgefüllt!) abgeben, für die Bordkarte in die Kamera grinsen, Bordkarte in Empfang nehmen und nix wie Richtung Luna. Auf das obligatorische Foto verzichteten wir diesmal und dann waren wir um 14 Uhr endlich auf dem Schiff- fast zwei Jahre hatten wir auf diesen Moment gewartet.
Wir sind direkt aufs Pooldeck an die Bar uns haben den ersten Drink unserer Reise zu uns genommen. Traumhaft- auf der einen Seite ein Gefühl wie Heimkommen, auf der anderen Seite so unwirklich.
Uns wurde langsam ziemlich warm in unseren langen Hosen und um
15 Uhr war dann auch die Kabine frei und wir haben unser zu Hause für die nächsten 14 Tage in Beschlag genommen.
Dort gleich die nächste Überraschung: Hochzeitsgeschenke!
Von unseren Hochzeitsgästen haben wir ein Bordguthaben von € 150.- und meinen Kollegen weitere € 50.- .
Dazu noch € 100.- von AIDA für die Vermittlung einer Reise. Damit kann man eine Reise beginnen. Wir haben uns auf jeden Fall riesig darüber gefreut.
Und mein Mann bekam auch eine Überraschung- ich hatte für ihn eine Flasche AIDA Sekt bestellt und die stand, mit zwei Gläsern und meiner persönlichen Widmung auch auf der Kabine bereit (leider warm und ohne Sektkühler) aber wir haben trotz dem die Pulle aufgemacht und angestoßen. Ich konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen und er hat sich sichtlich darüber gefreut. Zur kurzen Info- die Flasche hat die Abfahrt in La Romana nicht überlebt...
Da die Koffer noch nicht da waren sind wir noch einmal auf´s Pooldeck und haben uns noch ein kaltes Bier gegönnt. Es war ziemlich viel los auf dem Schiff, denn anreisende und abreisende Gäste gaben sich die klinke in die Hand und die Gäste, die schon in der Vorwoche in Barbados zugestiegen waren, tummelten sich auf dem Pooldeck.
Gegen 16 Uhr wurden die Koffer dann vor die Kabine geliefert.
Nach dem Auspacken hieß es erste einmal raus aus den warmen Klamotten und das Schiff erkunden. War alles noch so wie gewohnt und deshalb ging es dann auch um 18 Uhr ins Marktrestaurant und wir haben fürstlich zu Abend gegessen. Leider konnten wir nicht wie geplant pünktlich um 20 Uhr Auslaufen, da wir auf eine verspätete Maschine aus Madrid warten mussten- sehr schade.
So langsam kroch uns die Müdigkeit in die Knochen- die Zeitverschiebung und der mangelnde Schlaf in der Nacht zuvor haben ihren Tribut gefordert.
Wir haben uns in die Kabine verkrochen , uns dann aber um 21:30 Uhr noch einmal aufs Pooldeck begeben- Sail Away party mit Lasershow und einem Begrüßungssekt.
Als wir sahen, dass die Begrüßungszeremonie die Gleiche war, wir schon 2010 auf der Kanarenroute, haben wir uns müde in die Kojen gehauen und auf den Rest verzichtet.
Allerdings wurden wir vom Einholen der Gangway geweckt und konnten das Auslaufen aus dem Hafen La Romana um 23 Uhr wenigstens vom Balkon aus beobachten- allerdings ohne meine
Sail- Away- Musik. Ein wenig enttäuscht war ich schon...Dafür wurden wir von den Hafenarbeitern, welche die Taue der Luna losmachten, mit La Ola Wellen und Jubelrufen verabschiedet. Das war auch ein tolles Gefühl und als die Luna langsam aus dem Hafen glitt, waren wir richtig glücklich zufrieden und saumüde.
Wir sind zurück in unser herrliches Bett gefallen und bei offener Balkontür und Meeresrauschen eingeschlafen.....Herz was willst Du mehr....
Unsere Reise hat begonnen.....
Erste Etappe: 288 Seemeilen (533 Kilometer) bis Roadtown, Tortola
2. Tag 8. Januar 2012 Seetag (auf dem Weg nach Roadtown)
In der Nacht um 3 Uhr sind wir aufgewacht und wussten erst gar nicht wo wir waren. Aber das Schaukeln des Schiffes und das Rauschen der Wellen brachte uns schnell wieder in die Realität zurück. Solche Schiffsbewegungen kannten wir von unserer Kanaren Tour 2010 nicht in Erinnerung- die karibische See hat doch mehr Power als erwartet.
Wir sind verschlafen auf unseren Balkon gegangen und haben uns über Wind und Wellen soo gefreut, dass das Einschlafen dann ungefähr eine Stunde gedauert hat, denn man musste sich erst wieder an das Schiff gewöhnen. Aber wir haben herrlich geschlafen. Entgegen so manch anderem Hotel- und etwas anderes ist die Luna ja auch nicht- gibt es hier fantastische Matratzen und man schläft wie auf Wolken.
Durch die Zeitverschiebung waren wir relativ früh wieder wach und haben auf dem Balkon dem Sonnenaufgang vor Puerto Rico zugesehen. Das es sich bei der Insel, die wir sahen auch um Puerto Rico handelte, konnte man im iTV nachsehen, dem Infomedium auf dem Schiff. ITV ist Fernseher (Leider nur Deutsche Welle), Bordcomputer, Webcam, Seekarte und Bordkontoübersicht in einem. Hier erfährt man alles über die Reisedaten, Wetter, Unterhaltungsprogramm, Landausflüge und alles rund ums Schiff (Dauerwerbeberieselung von AIDA gratis dazu!)
Nach dem Anziehen haben wir uns im Marktrestaurant ein ausgiebiges Frühstück gegönnt. Kleiner Schiffsrundgang und dann kam die Pflichtveranstaltung des Kapitän - Seenotrettungsübung. Immer ein Spaß und bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von 26 Grad kein Thema. Diesmal ging es auch ziemlich schnell, denn es mussten nicht viele Kabinen nach ihren Bewohnern durchsucht werden. Denn erst wenn alle Passagiere (in unserem Fall nur die, die in La Romana zugestiegen waren- die anderen konnten schwänzen!) mussten ausnahmslos daran teilnehmen. Und fehlt einer, dann steht man halt so lange auf Deck 5 auf dem Sammelplatz, bis die Trantüten aufgestöbert wurden, Aber wie gesagt, wir hatten Glück!

Seenotrettungsübung in Kabine 7206 :-)
Dann wollten wir unseren ersten Seetag überhaupt mit einem Sonnenbad verschönen- leichter gesagt als getan, denn an Seetagen platzt das Pooldeck aus allen Nähten und es ist schwer, ein freies Plätzchen zu finden. Das bekannte Spiel: "wir reservieren uns eine Liege und gehen dann nicht hin" wird auch auf der Luna bis zu Perfektion getrieben und es ist kaum möglich, noch ein freies Plätzchen zu finden. Aber man kennt sich ja aus und wir haben uns auf Deck 5 Steuerbord ganz vorne auf zwei Liegestühlen niedergelassen und den beruhigenden Blick aufs Meer eine ganze Weile genossen.
Für uns ist Deck 5 ein absoluter "Geheimtipp", den viele andere auch kennen. Voll wird es dort auch, aber es geht viel ruhiger zu als auf dem Pooldeck.

Sonnenbaden Deck 5
Nach dem Sonnenbad waren wir in der Ladenzeile erfolglos auf Schnäppchenjagd und ich hatte um 16 Uhr einen Termin zur Massage im Body and Soul SPA.
Ein absoluter Luxus- in einem schönen Raum mit Blick aufs Meer wurde ich eine Stunde lang mit wohlriechenden Ölen massiert- herrlich. Das kann man aushalten. Sofort kommt der Neid auf so einen schönen Arbeitsplatz auf, aber ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass das ein richtiger Knochenjob auf so einem Schiff ist.
Überhaupt ist den ganzen Tag auf dem Schiff etwas los. Es gibt Tanzkurse, Sportveranstaltungen, Shows, Kunstauktionen und und und. Den Überblick erhält man durch die tägliche Bordzeitung, die abends an die Kabinentür gehängt wird. Mann kann also den ganzen Tag Action haben, oder sich auch gemütlich zurückziehen.
Abends dann zum Essen wieder an unserem Lieblingstisch im Marktrestaurant- es gib keine feste Tischordnung, denn wir sind ja ein Clubschiff.
Aber wenn man früh zum Essen geht, hat man meistens keine Probleme, einen freien Tisch zu finden. Platz gibt es eigentlich immer, aber wir sitzen gerne in Ruhe für uns und nicht in großer Runde.
Sonnenuntergang aus dem Marktrestaurant fotografiert
Danach haben wir im Casino ein wenig Geld verzockt aber dabei eine Riesenspaß gehabt.
Um 21 Uhr war dann für uns Zapfenstreich und wir haben uns in die Kojen gehauen.
Die Vorstellung der Offiziere und des Kapitän um 21:30 Uhr im Theatrium haben wir uns verkniffen und später in der 899.Wiederholung im iTV angesehen....
Fazit des ersten Seetag: gut zum Ankommen und Einleben, aber alle Gäste auf dem Schiff zur gleichen Zeit lässt es manchmal etwas eng werden.
Aktuelle Etappe: 288 Seemeilen (533 Kilometer) bis Roadtown, Tortola

Blick auf die Luna in Tortola
3. Tag 9. Januar 2012 Tortola
Um 6:30 Uhr sind wir nach einer erholsamen Nacht aufgewacht und haben sofort nach draußen geschaut- Vollmond vor Tortola. Ein toller Anblick, der mit Bildern und Videos für die Nachwelt festgehalten wurden.
Das Anlegen in Tortola haben wir vom Balkon aus beobachte, begleitet von einem Sonnenaufgang hat Kapitän Harms das Schiff wieder auf der Stelle umgedreht und Rückwärts eingeparkt. Dies scheint eine Spezialität von ihm zu sein, denn das kannten wir schon von der Kanarentour mit der Luna 2010. Mit uns auf Tortola hat noch ein anderes Schiff festgemacht- die Marina, ein amerikanisches Schiff der Oceania Linie mit 1.250 Passagieren. Das lag schon vor Tortola kurz vor uns in der Hafeneinfahrt.
Als wir die Kabine für´s Frühstück verlassen wollten gab es die nächste Überraschung für meinen Schatz- es klopfte an der Kabinentür und es wurden ein sehr schönes Blumengesteck mit einer roten Rose geliefert. Wieder ungläubiges Staunen von ihm, aber als er die persönliche Widmung gelesen hatte verstand er es- wir waren heute genau 6 Monate verheiratet. Außerdem hatten wir für den Abend einen Tisch im Buffallo Steak House reserviert, um diesen Anlass zu feiern. An dieser Stelle sei schon angemerkt, dass wir den Tisch wieder abbestellt haben, das wir am Mittagsbuffet so reichlich gegessen hatten, daß wir am Abend unmöglich noch ein Steak verdrücken konnten. Wir haben das Essen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt!
Nun gab es kein Halten mehr- wir wollten unsere erste Insel erkunden. Wir hatten im Internet einen Ausflug bei AIDA gebucht - "Hochgeschwindigkeit und Inseljuwelen" mit dem Speedboot durch die Inselwelt der Britisch Virgin Islands. Klingt toll, fand aber leider nicht statt, was wir sehr bedauert haben. Den Ersatzausflug, einen Badetag auf der Insel Jost van Dyke haben wir storniert, da wir uns keinen Mördersonnenbrand zulegen wollten.
Da wir keine Ahnung hatten, was uns auf Tortola erwartet sind wir nach dem Frühstück einfach vom Schiff und wollten die Hauptstadt auf eigene Faust erkunden. Direkt außerhalb des Anlegerbereichs wurden zahlreiche Möglichkeiten für Inselrundfahrten von Einheimischen angeboten. Aber wir wollten erst in die Stadt und sind Richtung Downtown gelaufen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist der Linksverkehr auf der Insel. Das hatten wir auf unseren vielen Reisen noch nicht gesehen und wir haben mehr als einmal unsere Probleme damit. Beim Zusehen als Beifahrer bekommt man eine Herzinfarkt nach dem Anderen und als Fußgänger lebt man auch nicht ungefährlich, denn das Überqueren der Strasse erweist sich als schlecht für Leib und Leben, wenn man immer die Autos aus der falschen Richtung wähnt....Also aufgepasst!
Gleich am ersten Tag begruben wir unsere kühnen Überlegungen, vielleicht auf einer Insel ein Auto zu mieten- zu gefährlich, wenn man es nicht gewöhnt ist.
Schnell haben wir uns auf den Rückweg gemacht und uns dann für eine Inselrundfahrt in Kittis Taxi für 15 Dollar pro Person entschieden.

Kitti......

und ihr Taxi
Kittie ist eine wohlbeleibte Taxifahrerin, die mit Charme, Witz und einem schelmischen Grinsen auf den Lippen von sich überzeugen konnte. Erst waren wir noch etwas skeptisch, aber als wir im Safaribus Gäste vom Schiff entdeckten führen wir mit. Eine gute Entscheidung, denn wir wurden 2 Stunden über die Insel gefahren, erfuhren viel über Land und Leute und waren erstaunt, dass es uns nicht schwer gefallen ist, den englischen Erklärungen von Kittie zu folgen. Und Kittie ist eine Wucht- gute Laune und Gospelgesang waren all inclusive.
Witziger Weise haben wir auf unserer Rundfahrt immer wieder die Busse der von AIDA veranstalteten Rundfahrten getroffen- nur das die Leute doppelt so viel bezahlt hatten und, nach Berichten zu urteilen, nicht so viel Spaß wie wir.
Tortola ist eine sehr grüne und bergige Insel, die uns auf Anhieb zugesagt hat. Schöne Strande und eine üppige Vegetation haben uns sehr gefallen.

Cane Garden Bay
Zurück in Roadtown haben wir ganz in der Nähe des Schiff einen kleinen Handwerksmarkt entdeckt. Kleine bunte Holzhäuser direkt am Meer- ein sehr schönes Ambiente und wir haben ein paar Piratenshirts, Aufkleber und eine Fahne von Tortola erstanden.

Handwerksmarkt in der Nähe des Hafens
Nach unserer Rückkehr auf dem Schiff haben wir uns, nach einem Bierchen in der Pier 3 Bar (dies sollte zu einem lieben Ritual auf der ganzen Reise werden!) ein Mittagessen gegönnt und den restlichen Nachmittag mit Dolce Vita verbummelt.
M/S Marina auf Tortola
Um 16 Uhr beobachteten wir das Auslaufen des anderen Kreuzfahrtschiff bis es dann um 18 Uhr auch für uns hieß: Leine los uns ab Richtung Antigua- mit Auslaufsong, Gänsehaut und Tränen in den Augen....
Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben, dass muss man selbst erlebt haben...
Nächste Etappe: 179 Seemeilen (331 Kilometer) bis St. John´s, Antigua

Antigua- Blick vom Pooldeck am Morgen
4. Tag Antigua
6:30 Uhr Antigua in Sicht. Unglaublich, wie gut man hier an Bord schlafen kann. Nur wer früh ins Bett geht ist auch früh wach. Heute ist das von Vorteil, denn wir haben einen AIDA Ausflug gebucht und werden schon um 8 Uhr abgeholt- Begegnungen mit Rochen ANT09A (Treffpunkt 8 Uhr AIDA Bar Deck 10, Ausflugsdauer von 8:15 - 11:15 Uhr, englischer Reiseleiter, Schwimmkenntnisse erforderlich)
Wir waren sehr gespannt, was da auf uns zukommt....
Die Ankunft wurde uns durch einen sehr schönen Mond Untergang und Sonnen Aufgang verschönt.
Der Anleger in Antigua ist sehr schön und man kann von dort aus problemlos in die Stadt kommen. Beim Frühstück im Restaurant konnten wir durch die großen Panoramascheiben den Einlaufen der "Celebrity Silhouette" beobachten- ein sehr großes amerikanisches Schiff mit 2850 Passagiere, dass mit uns den Tag in Antigua am Anleger war. Ein irrer Anblick, wenn so ein Gigant lautlos in den Hafen einschwebt. Dagegen sah unsere Luna schon ein wenig klein aus...
"Celebrity Silhouette"
Auf der Pier vor dem Schiff hatte sich eine Steelband postiert und spielte karibische Rhythmen zu Begrüßung.
Wir wurden um 8:15 Uhr vom Schiff zum nahen Taxisammelpunkt geführt mit Taxibussen nach Stingray City Antigua gefahren- das alleine war schon Abenteuer genug. Wie schon auf Tortola- Linksverkehr!
Unser Taxifahrer, ein rabenschwarzer Rastaman namens "PJ" chauffierte uns 40 Minuten in den Nordosten Antiguas und wir bekamen ein Paar Infos über Land und Leute. Bunte kleine Häuser auf Stelzen, Landwirtschaft und sehr viel Armut. Antigua ist gegenüber Tortola viel flacher und trockener.
An unserem Zielort angekommen bekamen wir ein paar Anweisungen zum Umgang mit den Tieren und dann wurden wir in drei Booten zu der Sandbank gefahren, an der die Begegnung mit den Tieren stattfinden sollte. Die Fahrt dahin war schnell und nass und wir wurden zu einem schwimmenden Anleger gebracht. Von dort ging es ins Wasser zu den Rochen.

Stingray City
Gleich zu Anfang sind uns die Rochen um die Beine geschwommen sind. Ein sehr komischen Gefühl, das in mach einem den Fluchtgedanken auslöste, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und die Tiere fassen sich ganz weich an. Man konnte sich von den Guides Futter geben lassen und die Rochen haben einem aus der Hand gefressen. Die Zeit im Wasser ging rasend schnell vorbei und wir müssten zurück in die Boote und zum Anleger. Es war eine tolle Begegnung mit diesen majestätischen Tieren und wenn man sie mal in Natura gesehen hat kann man auch verstehen, warum man davon spricht, dass diese Tiere durchs Wasser Fliegen- es sieht wirklich so aus!

Stachelrochen
Zurück am Anleger gab es Rumpunsch mit und ohne Alkohol und mach einer hatte die Einladung zum kostenlosen Drink allzu oft genutzt, so dass die Fahrt zurück zum Schiff in einem Festival mit Musik von Bob Marley und lauthalsem Gelächter und Gegröhle endete!
Aber auch hier freuten wir uns über die typische karibische Musik, die wir bis jetzt auf dem Schiff vermissten und auch weiterhin vermissen sollten, aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht......

Die Luna und die Celebrity Shilouette an der Pier in Antigua
Zurück am Schiff gab es erst einmal einen Empfang der Steelband auf der Pier und nach einem Mittagessen machten wir uns auf nach St.John zur Shoppen.
Nur Shoppen konnte man da nichts außer der obligatorischen Fahne, die wir auch schon auf Tortola gekauft hatten. Sehr nervig ist auf Dauer, dass man ständig angesprochen wird, ob man ein Taxi oder eine Inselrundfahrten oder Ähnliches möchte. Verständlich auf der einen Seite, denn das bietet den Menschen die Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen. Aber es nervt ohne Ende, denn oft reicht ein deutliches "Nein Danke" nicht aus um klar zu machen, dass man kein Interesse hat. Das sollte uns aber auf der Reise noch des Öfteren passieren...
Eine Besonderheit gab es am heutigen Tag: wir hatten ein Brautpaar an Bord das heute hier auf Antigua in Weiß geheiratet hat. Wenn ich da ein halbes Jahr zurück denke wie warm mir an unserer Hochzeit in meinem Kleid war und wir hatten nur 26 Grad. Man müssen die in ihrem Aufzug geschwitzt habe . Aber die Beiden waren hübsch anzusehen und machten einen glücklichen Eindruck....
17:30Uhr, kurz vor dem Ablegen gab es auf dem Pooldeck das "Offiziers Shaken": die Offiziere machen sich einen Spaß daraus, Drink zu mixen und an die Gäste zu verkaufen. Lustig anzusehen, aber man braucht es nicht unbedingt. Komischerweise wir bei solchen Events nur Ballermann Musik aufgelegt und wir mussten uns wohl oder übel daran gewöhnen, täglich Micki Krause singen zu hören, daß sein Schatzi ihm ein Foto schenken soll, oder das einer von Amsterdam träumt. Da braucht man schon sehr viele Cocktails, um das auf Dauer ertragen zu können.

Offiziers Shake
Und am Abend ging es dann ungebremst weiter: es gab auf dem Pooldeck eine Schlagerparty- mein Mann hasst Schlager!
Wir haben uns recht schnell wieder verdrückt und in der Anytime-Bar den Abend bis weit nach Mitternacht ausklingen lassen. Nach drei Maitais wussten wir manchmal nicht so recht, ob das Schwanken von uns oder dem Schiff kommt...
Das Musikangebot an Bord war nicht so ganz unsere Welt. Auch in der Antytime Bar, der eigentlichen Disco auf dem Schiff, war es nicht viel besser. Erst nachdem mein Schatz mit der Dj Tante über anständige Musik diskutiert hatte, wurde es besser. Kein Wunder, daß in dem Laden Totentanz herrschte.
Wir sind nach unseren MaiTais gegen 1 Uhr in unsere Kabine und haben unseren vierten Tag an Bord beendet.
Nächste Etappe: 107 Seemeilen (198 Kilometer) bis Pointe-a-Pitre, Guadeloupe

Guadeloupe
5. Tag Guadeloupe
Wieder sehr früh wurden wir vom Kapitän Harms geweckt, weil er die AIDA auf der Stelle gedreht hat um rückwärts in den Hafen von Pointe-a-Pitre auf Guadeloupe einzuparken. Das macht er übrigens sehr gerne...
Wir hatten für heute einen Ausflug gebucht und mussten erst um 9:45 Uhr von Bord (Mit dem Boot zum Strand GUA15B Treffpunkt 9:45 Uhr, Vinothek Deck 10, Ausflugsdauer von 10-13 Uhr, Liegen und Schirme inclusive, engl.Reiseleiter).
Das war auch gut so, denn die Maitais aus der Anytimebar hatten Nachwirkungen und unsere Schädel meldeten sich mit einem unangenehmen Klopfen...
So konnten wir ein wenig langsamer machen und uns für das Frühstück mehr Zeit lassen. Die ersten Ausblicke vom Balkon auf das Hafengelände waren sehr ernüchternd - Pointe-a-Pitre ist vom Schiff aus gesehen bestimmt keine Schönheit!
Nach Frühstück und Schwätzchen mit mittlerweile bekannten Gästen schulterten wir unseren Rucksack und machten uns auf den Weg ins zum Treffpunkt.
Direkt neben dem Schiff konnten wir in ein kleines Schnellboot umsteigen und wurden zu einem schönen Strand ca.15 Minuten vom Schiff entfernt gefahren.
Die Fahrt war sehr schnell und nass- die Bootsführerin hat sich fast für jeden Wasserspritzer entschuldigt- und da hatte sie wirklich viel zu tun!
Am Strand waren Liegen und Sonnenschirme für uns reserviert uns wir konnten dort ein paar schöne Stunden am Meer verbringen.

Strandabschnitt vor dem Karibea Beach Resort
In der angrenzenden Hotelanlage gab es auch eine Bar und wir haben gegen Mittag das einheimische Bier "Corsaire" probiert- war mit
€ 4,50.- pro Dose bestimmt kein Schnäppchen, aber das Guadeloupe durch die Zugehörigkeit zu Frankreich und den Euro als Zahlungsmittel wesentlich teuer sein sollte als die anderen Inseln, haben wir schnell gemerkt! Aber egal- wir hatten ja Urlaub!
Die Menschen auf Guadeloupe unterschieden sich auch durch ihr Äußeres von den Bewohnern Tortolas und Antiguas, denn der negroide Einschlag war wesentlich geringer.
Zurück auf dem Schiff haben wir uns umgezogen, ein kleines Mittagessen zu uns genommen uns sind dann zum Einkaufen in die Stadt- jedenfalls hatten wir das vor.
Leider ist am Anleger nicht viel zu bestaunen und wir haben uns durch die Strassen gekämpft und Ausschau nach ein paar schönen Souveniers und Schnäppchen gehalten. Gott sei Dank fuhren die Autos wieder auf der richtigen Seite, so daß es für uns als Fußgänger nicht so schwierig war, nicht überfahren zu werden. In einem Minisupermarkt ( eher eine Bonsai-Tante-Emma-Laden) haben wir für ein Paar Euro zwei Flaschen Rotwein erstanden und in einem Souveniershop drei Kühlschrankmagnete. Und das war es auch schon. Die Menschen auf den Inseln sind arme Leute und es ist schon eine bedrückende Stimmung zwischen den vielen Schwarzen als weißer Europäer rumzuspazieren- uns hat niemand etwas getan, aber wohl haben wir uns dabei nicht gefühlt! Die Stadt an sich ist keine Schönheit, am Hafen direkt vor dem Schiff gab es einen Souvenier- und Handwerksmarkt mit Musik.
Wir sind dann auch recht bald wieder zurück zur AIDA und haben den Nachmittag auf dem Pooldeck verbracht- da viele Gäste von Bord waren hatten wir kein Problem, eine freie Liege zu finden.
Also direkt am Pool und der großen Videoleinwand ist es für unseren Geschmack zu laut und unruhig, aber es gibt ja noch genügend Möglichkeiten, dem aus dem Weg zu gehen.
Die Erdbeerbowle am späten Nachmittag haben wir natürlich nicht ausgelassen- schade, dass auch hier wieder das karibische Feeling auf der Strecke geblieben ist und man sich mehr fühlte wir in El Arenal am Ballermann....
Nach dem Ablegen und dem Essen haben wir uns recht bald in unserer Kabine auf den Balkon verkrochen und mit unseren Kabinennachbarn geschwätzt und uns den mitgebrachten Rotwein schmecken lassen.
Da es ziemlich windig war, haben wir auf die karibische Poolnacht verzichtet....
Guadeloupe hat uns nicht ganz so gut gefallen, vielleicht haben wir aber viel zu wenig davon gesehen...
Nächste Etappe: 154 Seemeilen (285 Kilometer) bis Castries, St.Lucia

CIMG1201.JPG
6. Tag St.Lucia
Unsere nächste Insel heißt St. Lucia und somit geht es heute mit dem Hubschrauber in die Luft.
Wie immer waren wir schon sehr früh wach- Rückwärts Einparken war angesagt. Beim Einlaufen in den Hafen von Castries konnten wir schon einen Blick auf den Miniflughafen der Insel werfen und die Hubschrauber sehen- die Spannung stieg!
Auch in diesem Hafen waren wir nicht die einzigen Kreuzfahrer- die "Carninval Victory" mit 2785 Passagieren, lag am anderen Pier festgemacht.
Wir mußten uns schon ziemlich beeilen, denn unser Flug war für 8:40 Uhr angesetzt. (Helikopterflug in den Süden, STL12A Treffpunkt 8:40 Uhr auf der Pier vor dem Schiff, engl. Pilot).
Eigentlich hatten wir von zu Hause über das Internet einen Flug um 10 Uhr gebucht, aber zum Zeitpunkt unserer Ankunft auf dem Schiff war dieser Flug mit zu wenigen Buchungen belegt und sollte nicht stattfinden.
Zum Frühstück haben wir wenig (ich) oder gar nichts ( mein Mann) gegessen, denn man weiß ja nie, wie so ein Hubschrauberflug Auswirkungen auf den Magen haben.
Leider zog sich der Himmel zu uns es war zu befürchten, dass es regnen könnte. Nicht gerade die besten Vorraussetzung zum Fliegen. Aber wir konnten es nicht ändern und machten uns mit einem etwas mulmigen Gefühl auf zum Sammelpunkt auf der Pier vor dem Schiff. Und wie schon angedeutet fing es dann auch prompt an zu regnen. Toller Einsatz!
Wir wurden von einem riesigen Schwarzen mit einem aufgepimpten Ford VW Bus Verschnitt abgeholt. Frei nach dem Motto " Tiefer-Breiter-und mehr Chrom" war an der Karre wohl nix mehr Original.
Voll in der Rushhour schlichen wir den kurzen Weg Richtung Flughafen dahin. Makaberer Weise befindet sich direkt neben der Start und Landebahn ein großer Friedhof- alle Mann haben ein wenig komisch geguckt. Am Hubschrauberplatz angekommen konnten wir den Abflug der Gruppe vor uns beobachten und uns schon einmal ansehen, wie die Helis aussehen und starten.
Da waren wir dann schon ziemlich aufgeregt und in gespannter Erwartung.
Und dann endlich war es so weit- unser Heli war da und wir konnten endlich einsteigen. Es waren immer 6 Personen in einer Maschine- vier hinten und zwei neben dem Piloten. Natürlich wollten alle Vorne sitzen und der Run ging los. Ich hatte das Glück vorne sitzen zu dürfen und freute mich sehr darüber.
Der Pilot erklärte kurz die Sicherheitshinweise und den Gebrauch der Schwimmwesten- leider hat er aus Platzmangel dabei nicht das "Saftschubsten Ballett" vollführt. War eh egal, denn ihm hat sowieso keiner zugehört. Wir waren zwar alle per Kopfhörer miteinander verbunden, aber die Aufmerksamkeit lag ganz wo anders...
Der Flug über die Insel war ein eindrucksvolles Erlebnis. Leider öffnete der Himmel seine Schleusen und ein Teil des Flug musste bei starkem Wind und Regen stattfinden. Aber es war trotz der widrigen Umstände atemberaubend! Tiefflüge über das Meer und einige Felskanten "a la Magnum" und das Umkreisen der zwei Pitons, dem Warzeichen St. Lucias, muss man miterleben. Wir haben versucht, das Erlebnis in Videoaufnahmen zu dokumentieren .
Wie wir dann später erfahren haben fand der ursprünglich gebuchte Flug um 10 Uhr dann doch statt und es hat zu diesem Zeitpunkt wunderschön die Sonne geschienen- wir waren doch etwas sauer darüber!
St. Lucia ist eine sehr grüne, dicht bewachsene Insel mit viel Bananenanbau. Leider haben wir die schönen Strände vermisst- davon hat die Insel nicht Viele zu bieten!
Nach dem Flug ging's erstmal zurück aufs Schiff und dann machten wir uns auf in die Stadt zum Einkaufen. In St. Lucia hatten wir wieder das Problem, daß man alle 5 cm angesprochen wurde, ob man ein Taxi an den Strand oder zur Inselrundfahrten haben möchte. Diesmal waren die Leute lästig wie die Insekten und wir hatten schon nach kurzem Fußmarsch keine Lust mehr zum Weitergehen. Wir haben Haken geschlagen wie die Hasen und sind bald in abgelegenen Straßen gelandet, wo es uns auch am helllichten Tag nicht wohl in unserer Haut war. Sicher haben wir in Spanien auch arme Leute gesehen, aber wenn die dann noch rabenschwarz sind fühlt man sich doch irgendwie komplett fehl am Platz. Vorurteil- ich weiß, aber wir haben das so empfunden.
Nachdem wir einen freundlichen Polizisten nach dem Weg gefragt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Direkt am Terminal gab es einen Markt mit Souveniers und wir suchten nach der obligatorischen Fahne der Insel. Wir hatten auf den vorherigen Inseln zwischen 5 und 7 $ für eine Fahnen bezahlt und fragten bei einer Verkäuferin nach dem Preis. Die knallte uns gleich ihre Preisvorstellung von 12 $ an den Kopf und dann ging das Feilschen los. Als ich ihr klar machte, daß ich nicht mehr als 7$ dafür ausgeben werde, wurde sie schon komisch. Dann hatte sie angeblich kein Wechselgeld und wir nur einen 10$ Schein. Als wir unverrichteter Dinge gehen wollten, konnte sie angeblich plötzlich wechseln und ich verlangte das Wechselgeld zu sehen. Man muß zur Erklärung dazusagen, daß zwar auf allen Inseln (außer der Isla Margarita) der US Dollar als Währung akzeptiert wird, aber oftmals das Wechselgeld in der Landeswährung rausgegeben wird. Das habe ich in vielen Reiseberichten gelesen. Also wollte ich sehen, daß die Verkäuferin mir auch das richtige Wechselgeld wiedergibt. Und da wurde sie böse und fing an mich zu beschimpfen. Ich ging darauf gar nicht ein, schnappte mir die Fahne, das richtige Wechselgeld und meinen Mann. Der war nämlich gerade im Begriff auf die Frau los zu gehen!
Und dann hatten wir die Nase voll und sind zurück zur AIDA.
An der Pier3 Bar das obligatorische Bierchen und dann zurück auf die Kabine.
Als wir uns gerade dazu entschlossen hatten, noch einmal Richtung Flughafen zu laufen und uns den alten Friedhof genauer an zu schauen, den wir schon am morgen entdeckt hatten, fing es wieder an zu regnen.

Regenbogen in St.Lucia
So ist bleiben wir an Bord, beobachten den Regenschauer und einen tollen Regenbogen und gingen zum Auslaufen wieder auf das Pooldeck. Der Regen hatte aufgehört und die Sonne lugte wieder durch die Wolken.

Sonnenspiegelung
Sail away Aislaufsong und ein letztes Winken und wir waren auf dem Weg nach Barbados.
Da die Insel viel weiter östlich von den anderen Inseln liegt ging es raus aus dem Schutz des Inselrings der kleinen Antillen auf´s offene Meer. Und das hat man dann auch gleich zu spüren bekommen. Das Schiff, und damit wir alle schwankten im Takt der Wellen und der Wind legte kräftig zu.
Auf der Farewell Party auf dem Pooldeck für die Gäste, die morgen in Barbados von Bord gingen, war eine sehr stürmische Angelegenheit, die wir uns aber trotzdem nicht entgehen lassen wollten.
Wir wurden dort im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht und später vom Schiff in den Schlaf geschuckelt...
Nächste Etappe: 113 Seemeilen (209 KM) bis nach Bridgetown, Barbados

Barbados
7. Tag Barbados
Nach einer unruhigen Nacht- das Boot schwankte ganz ordentlich durch einen ziemlichen Wellengang- erreichten wir Barbados.
Aber nicht alleine- mit uns am Anleger waren noch vier andere Schiffe: die Caribbean Princess (amerikanische Reederei Princess Cruises mit 3.600 Passagieren ) , die Ventura (englische Reederei
P & O Cruises mit 3597 Passagieren), die Kristina Katarina (ein Schiff der finnischen Reederei Kristina Cruises mit 400 Passagieren)und ein kleines Schiff, dessen Namen und Herkunft wir nicht erfahren haben.

Hafenimpressionen Bridgetown
Es war also ziemlich voll am Hafen. Dazu kam noch, dass in Barbados wieder Gästewechsel auf der Luna war und auf dem Boot und davor herrschte ein ziemliches Wirrwarr. Wir hatten einen Ausflug an den Strand gebucht (Entspannung am Strand, BAR20 Treffpunkt 8:45 Uhr im Theatrium Deck 10, Ausflugsdauer 9:00 - 12:45 Uhr, engl. Guide) und wurden vom AIDA Guide durch das Chaos geführt. Vor dem Schiff hätte mich fast ein Transferbus über den Haufen gefahren, wenn mein Mann nicht am Shirt zur Seite gerissen hätte.
Das fing ja gut an!
Außerhalb des Hafenterminal rein in die Transferbusse und los ging es- vielleicht 10 Minuten weg vom Schiff war auch schon der Cockspur Beach Club, an dem wir unseren Strandaufenthalt gebucht hatten.
Wir waren schon ein wenig enttäuscht darüber, denn den Weg hätte man (wenn man es gewußt hätte!) locker und für weniger Geld mit dem Taxis bewältigen können.
Nun waren wir da und erfreuten uns an dem schönen Strand in dem warmen karibischen Meer. Unser Schiff immer in Sichtweite ließen wir uns im warmen Wasser treiben.

Strand am Cockspur Beach Club
In unmittelbarer Nähe des Strand gab es eine Rumfabrik und man bekam ab und zu einen Windstoß mit reichlich Promille in die Nase. Allerdings durfte man sich auch nicht all zu weit vom Beachclub wegbewegen, denn dann sah man auch, daß von der Rumfabrik Abwasserrohre ins Meer geleitet wurden. Das fanden wir alle nicht so toll und haben den Guide von AIDA darauf aufmerksam gemacht. Eigentlich sollte man davon ausgehen, daß die Rederei solche Dinge im Vorfeld abklärt und zu vermeiden versucht. Es gibt bestimmt noch viele andere Locations, die für die Gäste besser geeignet gewesen wären. (Zu Hause haben wir dann über Google Earth gesehen, was es auf Barbados noch für tolle Strände gibt!)
Strand beim Cockspur Beach Club
Sehr lange hatten wir allerdings keine Freude am Strand, denn dunkle Wolken zogen auf und wir saßen schon bald im strömenden Regen unterm Sonnenschirm. Das launige Wetter sollte uns den Rest der Reise begleiten und man kann sich um diese Jahreszeit der Sonne niemals sicher sein.

Warten auf den Regen
Wir befanden uns am Ende der Regenzeit in der Karibik und uns erzählten Angestellte auf dem Schiff, daß der ganze November bis in den Dezember rein jeden Tag starker Regen gefallen wäre. Da waren wir mit unseren Regenschauern seit Guadeloupe noch gut bedient!
Nach unserem Rücktransport zur AIDA besserte sich das Wetter und wir machten uns auf die Stadt Bridgetown zu erkunden. Vom Hafen aus musste man ca.15 Minuten nach Down Town laufen. Durch den Regen und das bedeckte Wetter war es sehr schwül und uns war ziemlich heiß.
Bridgetown an sich ist ziemlich unspektakulär, hat aber eine kleine Einkaufstrasse und einen netten kleinen Jachthafen mitten in der Stadt. Dort fanden wir ein Paar nette Souveniergeschäfte und erstanden die obligatorische Landesfahne.
Viel mehr gab es dort nicht zu sehen und wir schlenderten nach unserem Rundgang gemütlich zurück zum Hafen.
Direkt am Terminal gab es eine Oper Air Kneipe mit guter Musik und kaltem Banks Beer, dem lokalen Bier auf Barbados. Das Bier ist leicht und schmeckt recht gut. Natürlich konnten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und tranken ein Bier und genossen die Musik.
Im Hafenterminal gab es auch noch reichlich Möglichkeiten zum Shoppen.
Wir beobachteten die Ankunft der neuen Gäste und gingen dann zurück aufs Schiff.
Barbados hat uns recht gut gefallen und wir fanden den Strand sehr schön.
Am Abend haben waren wir im Weite Welt Restaurant Essen.
Die neu zugestiegenen Passagiere wurden um 19:45 Uhr zur Seenotrettungsübung zitiert- wir waren davon befreit, wurden aber zur freiwilligen Teilnahme aufgefordert. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, was für ein Unglück sich auf der Costa Concordia vor der Italienischen Küste abgespielt hatte. Vielleicht hätten wir dann der freundlichen Einladung von Kapitän Harms mehr Beachtung geschenkt. So sind wir der Veranstaltung fern geblieben.... Später sollten wir in den Nachrichten davon erfahren- das war schon ein sau blödes Gefühl...
Die Welcome Party für die neuen Gäste auf dem Pooldeck haben wir einfach geschwänzt!
Nächste Etappe: 142 Seemeilen (263 KM) bis Scarborough, Tobago
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Gaby-05 am 01.03.2012 um 16:35 Uhr
ein schöner und informativer Reisebericht mit guten Fotos, freue mich jetzt auch auf den zweiten Teil.
LG Gaby
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muhli1963 am 28.02.2012 um 14:25 Uhr
@ C : danke für das Lob!
Ich hoffe, ich packe es bald mit Teil 2 )
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C-- am 26.02.2012 um 12:19 Uhr
Wenn man viel zu erzählen hat, dann soll man das auch machen. Und Dir ist es auf unterhaltsame und informative Weise gelungen, uns an Deinem Urlaub teilhaben zu lassen.
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joachimmeertal am 20.02.2012 um 21:46 Uhr
Die luna erschien vielleicht neben dem amerikanischem Schiff klein - für mich ist sie eine ganz Große!
Und das Wesentliche: ein ganz prima Bericht und ich freue mich auf die Fortsetzung!
LG Achim
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muhli1963 am 20.02.2012 um 14:30 Uhr
Liebe Anja
Da kannst Du Dich wirklich auf eine tolle Reise freuen!
Nimm viel Speicherkarten für den Foto mit und auf jeden fall was zu Schreiben, damit Du die Eindrücke vor Ort schon niederschreiben kannst. Ich bin froh, daß ich das gemacht habe, denn ich würde aus dem Gedächtnis nicht mehr alles zusammen bringen.
Die eindrücke erschlagen einen zum Schluß!
Aber ich würde die reise sofort wieder machen
LG
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Trolli am 20.02.2012 um 13:15 Uhr
Hallo muhli, danke für den schönen Reisebericht.
Ich liebe es auch sehr auf Deck 5 zu sitzen und zu lesen, man ist dem Meer so nah...am 10.11. gehts für mich auf die Luna in die Karibik, ich kann es kaum noch abwarten. LG von der Spree Anja
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kono am 19.02.2012 um 21:14 Uhr
Hallo muhli.
sehr gute Informationen und mit viel Humor geschrieben, schöne Fotos.
Deck 5 bleibt unser/euer Geheimtipp…bitte nicht weitersagen.
Nach jedem Besuch an der Anytime-Bar Schwankte das Schiff… vorher hatten wir ruhigen Seegang, liegt wohl an den Kapitän.
Und mit dem Regen….das meiste geht daneben.
Vor 2 Jahre hatten wir auch zu viel Gepäck und wir hatten keinen Schutzengel….grins.
Freue mich auf den zweiten Teil.
VG