Karibik 13 von 13.01.12 - 27.01.12 mit AIDAluna ab Barbados

Nachdem wir 2010 mit der "Mein Schiff 1" von Tui Cruises ebenfalls in der Karibik unterwegs waren, war mal wieder AIDA dran. Wir waren schon mit der VITA und AURA unterwegs und waren nun gespannt auf die LUNA.
Um´s vorweg zu nehmen: mir hat sie ganz gut gefallen, von den Dimensionen ähnlich wie die "Mein Schiff 1". Meiner Frau haben die kleineren AIDA´s besser gefallen. Aber egal - Hauptsache Urlaub !

1. Tag: Ankunft auf Barbados
Flug verlief ohne Verspätungen und größere Turbulenzen. In Barbados angekommen, sind wir vom Rollfeld direkt in die Busse und ab zum Schiff. Unser Busfahrer war ausgesprochen redselig und sangesfreudig. Er erzählte uns erstmal was über die Insel und die Geschichte von Barbados und sang dann noch "Island in the sun" von Harry Belafonte, und zwar sehr geil ! Check-in ging ratz-fatz über die Bühne und die Koffer waren dann auch nach gut einer Stunde da. Leider hat´s dann geregnet, war aber nicht weiter schlimm. Erstmal Schiff ablaufen, duschen und dann Essen gehen.

2. Tag: Tobago
In Tobago haben wir den Ausflug mit dem Glasbodenboot unternommen. War ganz OK, Schnorchelstop gibt´s bessere. Haben dann noch Halt an einer Sandbank - ähnlich derer vor der Isla Saona in der Dom.Rep. - gemacht. Danach zurück und erstmal ein schönes Weizenbier in der Ocean Bar - herrlich! Tag dann gemächlich ausklingen lassen...

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3. Tag: Grenada
Ein Tag zum Kotzen...
Schon von zu Hause aus, hatten wir den Ausflug "Wale und Delfine" gebucht. Und obwohl es bewölkt war und immer wieder regnete, ging es voller Vorfreude auf das Boot und raus aufs Meer. Nachdem wir schon ein Stückchen gefahren sind und 2 Crew-Mitglieder angestrengt mit Ferngläsern Ausschau hielten, fragte ich den Kapitän, ob denn nur mit Fernglas gesucht wird, oder auch mit Echolot. Zu meiner Verwunderung wird nur mit Fernglas gesucht. Da die See jetzt schon ein wenig (für andere SEHR) "ungemütlich" war, ist es nur mit Fernglas eigentlich doppelt schwer einen Wal zu sehen, es sei denn er springt. Das Wetter wurde leider nicht besser und auch der Zustand einiger Passagiere verschlechterte sich zunehmends. Rasch wurden die ersten Tütchen verteilt und das Frühstück meldete sich bei einigen wieder zurück. Mir machte es zum Glück nix aus, meine Frau wehrte sich noch tapfer. Das Wetter blieb schlecht, die Wale und Delfine auch weg. Auch die Rückfahrt gestaltete sich nicht wirklich angenehmer und auch meine Frau musste schließlich den Wellen Tribut zollen. Und Wale oder Delfine ließen sich auch nicht mehr blicken...

Zur Tour sei folgendes gesagt: Wir haben eine solche Tour schon 2010 mit der "Mein Schiff" auf Dominica gemacht und dieses Boot hatte Echolot und wir haben dadurch auch Wale gesehen. Ich weiß nicht wie die Trefferquote in den Wochen zuvor war, oder noch ist, ich persönlich finde es aber nicht angemessen, bei einem Preis von, ich glaube 60 €, ein Boot zu haben, das nicht mit Echolot ausgestattet ist. Ich würde keine Tour mehr ohne Echolot machen.

4. Tag: Isla Margarita
Heute sind wir "Mit dem Fiestabus zum Strand" gefahren. Der Anfang der Tour war nicht sehr vielversprechend. Der Bus kam gut 45 Min. zu spät und Sitzplätze waren auch zu wenig. Einige Gäste waren dann am morgens schon sehr ungehalten...Unser AIDA-Scout blieb dann am Schiff und zwei Leute setzten sich dann in den Gang auf eine Art Podest. Da der Bus keine Fenster hatte, sind einem bei dem Fahrtwind fast die Ohren weggeflogen...
Die Insel an sich war zumindest auf dieser Tour keine Schönheit. Alles sehr trocken und öde. Die Fahrt beinhaltetete noch eine Durchfahrt der Stadt Juan Griego und einen Stopp bei einem Perlenverkauf. Um die Verspätung am Anfang aufzuholen, wurden diese beiden Punkte schneller abgehandelt, damit die Strandzeit nicht verkürzt werden musste. War auch besser so, sonst hätten dann am Bus wohl nicht nur die Fenster gefehlt.... Der Strand hieß Parguito Beach und war eigentlich ganz schön. Wer Wellen mag, ist hier richtig. Schnorcheln oder schwimmen - geht net. Gab ´ne Open-Bar mit Bier und Rum und Enchilladas gab es auch. Auf der Rückfahrt gab es mehr Bier und Rum und im Bus wurde dann getanzt, kräftig animiert von unserer Reiseleiterin. Ich saß zum Glück am Fenster und konnte nicht raus, ich ließ mir vom Wind die Ohren wegblasen...
Vom Schiff aus sieht man einen Strand, quasi neben der Pier, der auch von oben ziemlich gut aussieht, es wurde aber abgeraten dort hinzugehen, da die Bucht dreckig sein soll und Sandflöhe soll es auch geben. Muss dann jeder selber wissen, wir waren nicht mehr da, Zeit war zu knapp.
Der Hafen El Guamache kann wohl als der ödeste und trostloseste Hafen der Karibik bezeichnet werden. Da ist nix - außer das Schiff.

Unser Bus
Parguito Beach

5. Tag: Bonaire
Auf Bonaire haben wir den Ausflug "Bonaire auf eine Blick" gemacht. Ein bißchen über die Insel kutschiert worden, am Gotomeer vorbei, das ist ein Salzsee, in dem Flamingos leben, weiter zu den ehemaligen Sklavenhütten (früherer Salzabbau) und den Salzbergen mit den Meerwassersalinen. Die Insel ist sehr flach und eigentlich auch unspektakulär. Strände die wir gesehen haben, sind sehr "korallig", d.h, große Korallenstücke und nicht sehr einladend.
Wir sind dann noch zum Divi Flamingo Beach Resort gegangen. Ein Strand war da nicht, nur eine Liegewiese. Für ´ne Stunde schnorcheln hat´s gereicht und war auch ganz OK. Liegen mussten wir für die Stunde nicht bezahlen. Sind dann noch ein bißchen durch Kralendijk gelaufen, ist aber nicht besonders groß und attraktiv.

6. Tag: Curacao
Auf eigene Faust und mit ein paar Leuten mit dem Taxi zum Sea-Aquarium. Eintritt 20 USD p.P. Die Delfin-Show ist gut, die Rochenfütterung macht richtig Spaß, denn man kann selber füttern. Die Haifütterung war nicht so toll. Waren weit weg, und na ja, Fisch ins Wasser, gesunken, Hai kam und hat ihn geholt. Also kein Fisch am Seil und ein bißchen an der Wasseroberfläche, oder so. Schade.
Direkt rechts bevor man über die Brücke zum Sea-Aquarium geht, ist der Mambo Beach. Sollte 3 $ kosten, zu uns kam keiner zum kassieren und war auch kein Kassenpersonal o.ä. vorhanden. Kleiner Strand, schön zum schnorcheln. Es empfiehlt sich ein wenig weiter durchzugehen, da kommt ein noch größerer Strandabschnitt, den haben wir allerdings erst später in Google Earth gesehen :-( ,aber der andere ist auch schön. Es empfiehlt sich diese Tour selbst zu organisieren, denn man kann selbst bestimmen, wann man wieder nach Hause fährt. Die Tour mir dem Schiff ist zu teuer und natürlich zeitlich begrenzt.

Willemstadt ist, so finden wir, mit die schönste Stadt der Reise gewesen. Vor allem die farbigen Häuser, die im Dunklen noch von unten angestrahlt werden, sehen geil aus. Auch die Innenstadt hat was.
Klasse hier die Liegezeit bis 22 Uhr !

Strand am Sea-Aquarium

7. Tag: Aruba
Auf Aruba haben wir den Ausflug "Arubas Höhepunkte" gemacht. Die Tour ging zum Leuchturm (da Aruba auch sehr flach ist, hat man hier eine gute Aussicht), zu den Casibari-Felsen, ebenfalls ein Aussichtspunkt. Dann weiter zu Natural Bridge. (Durch Wasser und Erosion geformte Brücke ). Dann ging´s zu einer Aloe-Farm. Die sich dann aber als Gartencenter entpuppte, die halt auch Aloe-Pflanzen hatte. Für Botanik-Freunde vielleicht in Ordnung, aber für uns... Wenigstens wurde eine Aloe-Pflanze angeschnitten und man konnte das Innere essen (wirklich!) und sich mit dem Gel einreiben.
An Stränden sind wir vorbeigefahren, die sahen ganz passabel aus. Circa 10-15 Minuten vom Schiff entfernt. Oranjestad kommt nicht ganz mit Willemstad (Curacao) mit, aber auf jeden Fall besser als Kralendijk (Bonaire).

Natural Bridge
Oranjestad

8. Tag: Seetag
Ist eigentlich schnell erzählt: Frühstücken, eincremen, aufs Pooldeck zum Brutzeln, Bierchen trinken,eincremen,brutzeln, noch´n Bierchen, mal was Essen, wieder eincremen, brutzeln und ein Bierchen. Dann duschen, essen und Theater und Casino und abschließend Pooldeck.

9. Tag: La Romana

Hier sind wir auf dem Schiff geblieben und haben eigentlich das Gleich wie gestern gemacht..... Außer uns von Leuten verabschiedet, die hier von Bord gehen. Wir haben ja noch eine Woche, und Ihr ???

10. Tag: Seetag

Tja. eigentlich auch das Gleiche wie vorgestern. Bis mittags die Durchsage vom Kapitän kam, dass alle Pooldecks zügig geräumt werden müssten, da es einen Notfall gäbe und der Hubschrauber in spätestens 15 Min. da wäre. Die Räumung ging dann auch zügig vonstatten. Es wurde ein Arzt und eine Trage heruntergelassen, Patient dann nach Puerto Rico geflogen. Zum Glück waren wir nur ca. 8 Seemeilen vor der Küste Puerto Ricos und nicht auf dem offenen Meer.
Als die Decks wieder freigegeben worden sind, gab´s dann leichte Tumulte um die Liegen. Die meisten Leute gingen wieder auf ihre alten Plätze, einige suchten sich dann die (Schatten) Rosinen aus und es kam zu hitzigen Debatten. Man kann geteilter Meinung sein, wir jedenfalls gingen zu unseren alten Plätzen...

11. Tag: Tortola

AIDA-Ausflug gemacht: "Virgin Gorda und the Baths".
Vorneweg: Haben von Leuten gehört, die diesen Ausflug auf eigene Faust gemacht haben: Viel billiger, sehr früh dort und keine Hetze bei der Heimfahrt. Die letzte Fähre sollte man nur kriegen. Noch als Tipp: Am Strand keine Liegen, Schirme, Duschen, Bars, etc. Dafür freilaufende Hühner.... Gack, Gack, Gack
Mich hat´s nicht gestört.
The Baths ist der Hammer! Schon der Weg zum Strand ist klasse. Durch die Felsformationen kraxeln, durch schmale Ritzen pressen, oder krabbeln, teils im Wasser, sehr imposant. Der "Hühner-Strand" ist wie gesagt ganz OK, der Look mit den Felsen ist hier das Schöne. Vom Schnorcheln her ebenfalls erste Sahne. Die Felsen bilden auch unter Wasser Spalten, Ritzen und Gänge. Schöne Fische, ein Kraken und 2 Sepien gesehen !
Die Stadt Road Town ist nicht sehr groß aber ganz passabel.

The Baths
The Baths

12. Tag: Antigua

Auf an den Strand! Wir waren am Jolly Beach und der ist sehr zu empfehlen. Schirm leider 10 $ und Liege 5 $, Taxi war, glaube ich, mit 12 Mann 6 $ p.P einfach. Nix zum schnorcheln, aber dafür zum schwimmen und planschen. Wir waren auch schon mal am Turner´s Beach und der Dickinson Bay, aber Jolly Beach ist besser (für uns jedenfalls).

Jolly Beach

13. Tag: Guadeloupe

Mit Karibikfeeling hat die Hauptstadt Point-à-Pitre auf den ersten Blick wenig zu tun. Da Guadeloupe ja französiches Übersee-Departement ist, sieht´s dementsprechend aus: europäisch. Außerdem überall Citroen, Peugeot, Renault. Der Markt in der Innenstadt ist aber ganz interessant. Im Insel Inneren ist es schon besser. Basse-Terre ist sehr grün und hat einen Regenwald. Hier lohnt sich eine Rundfahrt. Da wir aber auch dies schon gemacht haben und noch keine Strand hier hatten, sind wir zum Sainte-Anne Beach gefahren. Taxi hatte mit 8 Mann 5 € p.P einfach gekostet. Der Strand gehört zum Club Med. Deshalb sind manche Liegen Club Eigentum und andere müssen bezahlt werden. Wir lagen zuerst auf den Club Liegen bis wir herunter gebeten wurden. Liege 5 € p. P. Schirme gibt es keine, braucht man aber auch nicht, es gibt nämlich Palmen ! Wenn man auf die Toilette will (im Club Bereich), sollte man sich ein T-Shirt vorher anziehen, sonst wird man vom Security-Horst dezent darum gebeten und man darf kein Pipi machen.

Sainte-Anne Beach

14. Tag: St. Lucia
Für mich und meine Frau, eine der schönsten Inseln der Karibik ! Hier lohnt sich eine Inselrundfahrt auf jeden Fall. Es ist sehr grün, mit Tälern und Bergen, natürlich die Deux Pitons und, na ja, einfach selbst mal machen. Auch hier haben wir gehört, dass sich eine Rundfahrt auf eigene Faust lohnt, da sie erheblich billiger ist, als die angebotenen der AIDA.
Da wir hier nun schon zum dritten Mal sind, und auch hier keinen Strand Aufenthalt vorher hatten, sind wir zum Rodney Beach gefahren. Mit dem Taxi zu viert 7 $ p. P einfach. Liegen und Schirm am Strand je 5 $. Restaurant vorhanden. Das Piton Bier schmeckt hervorragend ! Auch hier nix zum schnorcheln, aber sonst gut. Liegen direkt am Wasser. Hätte ich sie 2 Meter weiter vor gestellt, wär ich mit reingerissen worden. So ungefähr jedenfalls....
Unseren letzten Abend haben wir dann noch ausgiebig bis 01.45 h in der Anytime Bar genossen. Um 2 h dann unsere Koffer vor die Tür gestellt...

15. Tag: Abreise

Jetzt ist´s vorbei. Nun waren wir diejenigen, die mitleidig angeschaut wurden. So viel zum Thema "Wir haben ja noch ´ne Woche usw..."

Zum Schiff:

Am Essen gab es fast nix auszusetzten. Geschmacklich schon mal gar nicht. Was schade war und ist, dass es keine Themenabende mehr gibt. Auch kam es uns so vor, als ob die Vielfalt ein wenig nachgelassen hat, aber das ist subjektiv. Wie gesagt, geschmacklich 1a

Die Damen an der Rezeption waren immer sehr nett und hilfsbereit, auch wenn es darum ging, zu erfahren wo die besten Strände auf den Inseln sind.

Im Casino hat es auch immer sehr viel Spaß gemacht, die Croupiers waren sehr hilfsbereit und haben immer wieder erklärt und es wurde auch viel gefeixt und gelacht.

Die Shows vom Show-Ensemble waren sehr professionell. Natürlich nicht immer jedermanns Geschmack, aber qualitativ sehr gut.

Die Parties auf dem Polldeck sind natürlich immer stark wetterabhägig, wir hatten zumindest bei diesen Abenden nicht ganz so viel Glück. Dann geht es halt in die Anytime-Bar. Ob man in der Karibik eine "Alpenglühen" Gaudi machen muss, sei dahingestellt. Eine Reggae Party, wäre vielleicht eher angebracht.

Alles in allem war es eine geile Reise, an die wir noch lange zurückdenken werden.
Und es war sicherlich nicht die Letzte....

Zielgebiet
Karibik & Mittelamerika
Schiff
AIDAluna
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