Kurzreise mit AIDAcara vom 26.05.2011 bis 30.05.2011

Diese Reise hatten wir ganz spontan gebucht, nachdem wir am 5. April 2011 von der Fanreise 2 aus Kiel zurück gekommen sind. Noch total euphorisch von der schönen Zeit an Bord der AIDAsol beschlossen wir, dass eine AIDAfreie Zeit bis Mitte September, bis unsere Nordamerika-Kreuzfahrt starten wird, zwar möglich, aber keinesfalls sinnvoll ist :-) Und so haben wir dann kurzerhand die 4tägige Kurzreise mit der AIDAcara gebucht. Los ging es von Kiel über Oslo, Kopenhagen und schließlich wieder zurück nach Kiel.

26.05.2011: Anreise / Kiel

Früh morgens fuhren wir mit dem ICE in Richtung Kiel. Um den Urlaub so entspannt wie möglich beginnen zu lassen, hatten wir uns diesmal eine Fahrt in der 1. Klasse gegönnt. Wie geplant kamen wir dann auch tatsächlich um 12.25 Uhr in Kiel am Hauptbahnhof an. Hier wurden wir bereits direkt am Gleis von AIDA Mitarbeitern empfangen und konnten unser Gepäck dort dann auch gleich abgeben. Unsere Koffer wurden später von AIDA zum Schiff bzw. auf unsere Kabine gebracht. Ab hier brauchten wir uns also wie gewohnt um nichts mehr zu kümmern. So fängt der Urlaub gut an!

Wir erfuhren nun, dass wir erst gegen 14 Uhr auf die Cara durften und dass auch die Shuttle-Busse von AIDA erst ab diesem Zeitpunkt fahren würden. Wir hatten also noch viel Zeit, gingen in der Stadt noch ein wenig shoppen und schlenderten danach dann zu Fuß ganz gemütlich vom Hauptbahnhof zum Hafen. Dort wartete die Cara bereits am Kreuzfahrtterminal "Ostseekai" auf ihre neuen Gäste. Wir konnten sie schon von Weitem sehen und das berühmte Kribbeln im Bauch machte sich bei mir dann auch sofort wieder breit.

AIDAcara Kiel Ostseekai
AIDAcara Kiel Ostseekai

Unsere Bordkarte konnten wir im Kreuzfahrtterminal schon jetzt in Empfang nehmen, was wir dann selbstverständlich auch gleich taten. An den Check-In Schaltern gab es um diese Zeit noch keine langen Warteschlangen. Also schnell die Gelegenheit genutzt und eingecheckt. Ach, was ist das doch für ein tolles Gefühl, wenn man endlich seine Bordkarte in der Hand halten kann und weiß, dass das Warten bald ein Ende hat und man endlich wieder an Bord darf. :-) Da wir jetzt noch eine Stunde rumkriegen mussten, sind wir noch ein wenig an der Hafenpromenade entlang geschlendert und schließlich in einem Cafe hängengeblieben. Mit einem Stück Kuchen und einem Milchkaffee vertrieben wir uns die Wartezeit bis wir dann endlich die Cara entern konnten.

14 Uhr: Jetzt aber nichts wie los! :-)

Auf geht´s...

Die Cara kannte ich bereits von einer Reise in die norwegischen Fjorde, die ich zwei Jahre zuvor unternommen hatte. Für meinen Freund war es nach drei Reisen auf AIDAluna und Co. jetzt die erste Fahrt auf einem der "kleinen" AIDA Schiffe und so war diese Kurzreise für ihn die Gelegenheit zu testen, ob ihm die Atmosphäre hier auch gefällt. Schauen wir mal....

Jetzt ging es erstmal los auf Erkundungstour über´s Schiff. Gegen 15.30 Uhr waren dann auch unsere Kabinen bezugsfertig und wir machten uns gleich auf den Weg sie zu inspizieren. Eigentlich hatten wir eine Innenkabine gebucht, haben aber von AIDA eine Außenkabine zugeteilt bekommen. Vielen Dank dafür :-) Die Kabine war zwar mit eingeschränkter Sicht (3/4 vom Fenster waren voneinem Rettungsboot verdeckt) wasuns jedoch nicht weiter störte. Dafür hattenwir noch ein Sofa in der Kabine und konnten uns über ein Doppelbett freuen, was auf der Cara ja auch eher selten sein soll. Haben wir jedenfalls gehört... Jetzt noch schnell die Koffer ausgepackt und alles in den Schränken verstaut und schon ging es weiter: Schiff entdecken. Irgendwann sind wir dann aber im Calypso Restaurant bei Kaffee und Kuchen hängengeblieben. Schließlich hatten wir ja auch schon lange nichts mehr gegessen ;-)

Das Wetter war an dem Tag recht durchwachsen und draußen fegte dann auch mal der ein oder andere kurze Regenschauer vorbei. Zum Glück waren die Schauer aber nicht von langer Dauer und pünktlich zum Auslaufen um 20 Uhr hatten wir dann wieder schönstes Wetter. Wie Kapitän Claas Kramer so schön sagte, war das schlechte Wetter gerade auf dem Weg Richtung Oslo und wir würden jetzt einfach hinterherfahren und es wahrscheinlich auch nicht mehr einholen. Das haben wir Herrn Cramer dann einfach mal geglaubt, schließlich ist er der Kapitän. Und der hat ja bekanntlich immer Recht...;-) Wir haben also bei herrlichem Wetter das Auslaufen oben an Deck genossen. "So und jetzt bitte mal Vorsicht: Es wird laut! Alle die empfindlich sind bitte mal kurz die Ohren zuhalten", informierte der Kapitän uns dann noch kurz bevor er 3x dass Thyphon betätigte.*huuuup* Dieser Mann ist ja wirklich sehr besorgt um seine Gäste :-) Ein kurzes Video vom Auslaufen aus Kiel findet ihr hier.

Wir standen noch einige Zeit oben an Deck während die Cara langsam auf´s offene Meer hinaussteuerte.

Auslaufen Kiel

Vorbei ging es an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal, dem Yachthafen von Kiel und dem Marine-Ehrenmal in Laboe. Über Lautsprecher bekamen wir vom Käptn ständig Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten, geschichtlichen Hintergründen, etc...Super! Endlich mal ein Kapitän der seine Passagiere jederzeit perfekt informiert. Und das sollte sich während der gesamten Reise auch nicht ändern.

Später am Abend hieß es dann beim Welcome Sekt auf dem Pooldeck endlich wieder "Sie haben Uuurlaub". Jetzt war es also offiziell :-) Na dann "Proost"! Der Poolparty haben wir dann allerdings nur einen kurzen Besuch abgestattet und sind heute ausnahmsweise mal früh schlafen gegangen.

27.05.2011: Seetag auf dem Weg nach Oslo:

Der nächste Tag begann für uns mit einem späten Frühstück und um 10.25 Uhr stand dann wieder die allseits beliebte Seenotrettungsübung auf dem Plan. "Generalalarm, Generalalarm... Alle Passagiere begeben sich bitte mit ihren Rettungswesten auf die ausgewiesenen Musterstationen". Gesagt, getan. Wir hatten diesmal allerdings wieder das "Pech" auf Musterstation B zu müssen, welche sich direkt im Bereich der Rezeption, also im Inneren des Schiffes, befindet. Ich stehe ja lieber an der frischen Luft anstatt eng zusammengepfercht im Schiff. Aber was soll´s. Dafür ging die Seenotrettungsübung diesmal extrem zügig vonstatten. Nach nicht einmal 15 Minuten waren alle Kabinen aufgerufen und abgehakt. Niemand fehlte und so konnten wir dann wieder zum angenehmen Teil des Tages übergehen. Also schnell noch die Rettungswesten zurück auf die Kabine gebracht, Wolldecken aus dem Schrank geholt und ab auf´s Pooldeck um auf einer Liege die Sonne zu genießen. Und da das Frühstück ja schon wieder sooo lange her war und
man bis zur Öffnung der Restaurants zum Mittagessen ja nicht vom Fleisch fallen sollte, gab es um 11.30 Uhr einen Poolbrunch mit dem Thema "Fischerfest". Mmmhh, war das mal wieder lecker! Der Poolbrunch ist ja
auch so eine Besonderheit, die es auf den großen AIDA Schiffen ja leider nicht gibt. Schade eigentlich ;-(

Gegen Nachmittag verdunkelte sich dann plötzlich der Himmel. Wir hatten das schlechte Wetter jetzt offensichtlich doch noch eingeholt.

Wolken
Wolkenspiel

Zum Glück gab es aber nur einen kurzen Schauer und wenig später konnten wir den Rest des Tages dann wieder oben an Deck genießen. Die Einfahrt in den Oslo-Fjord erlebten wir dann auch bei strahlendem Sonnenschein.

Oslofjord
Oslofjord

Eine besondere Überraschung erwartete uns alle dann noch gegen 19 Uhr. Im Internet hatte ich vor Reiseantritt gelesen, dass die AIDAluna heute ebenfalls in Oslo war und dort den Hafen um 18 Uhr verlassen sollte. Da wir gegen 20 Uhr dort anlegen würden, müssten sich die beiden Schwestern unterwegs ja eigentlich zwangsläufig im Fjord begegnen. Und tatsächlich, bald darauf konnte man in der Ferne dann schon die Luna sehen. Der Kussmund war auch auf die noch relativ große Entfernung bereits jetzt gut zu erkennen. Dann informierte uns auch Kapitän Kramer per Lautsprecher offiziell über das bevorstehende Schwesterntreffen. Leider konnten die Schiffe aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in dem Fjord nicht sehr nah aneinander vorbeifahren und so mussten wir die Luna aus einigen Metern Entfernung begrüßen.

Begegnung mit AIDAluna im Oslofjord

Das tat aber der Laune keinen Abbruch. Auf beiden Schiffen standen die Passagiere winkend an der Reeling, Fotoapparate wurden begeistert gezückt und bei der gegenseitigen Begrüßung per Thyphon war ich bestimmt nicht die Einzige der wohlige Schauern über den Rücken gelaufen sind. Als die Luna dann außer Sichtweite war ging es auch schon weiter zum nächsten Programmpunkt, der Welcome Show "Leinen los". Der Kapitän hatte versprochen, dass er mit dem Einlaufen in Oslo so lange warten würde, bis die Show im Theater vorbei war. Wir könnten also jetzt in aller Ruhe die Show genießen und würden nichts verpassen. Er hat dann auch tatsächlich Wort gehalten und so erlebten wir das Einlaufen in Oslo vor toller Kulisse oben auf Deck. Die Sonne stand schon recht tief und blitze aus den Wolken hervor. Wirklich eine total schöne Lichtstimmung. Links das Rathaus von Oslo und geradeaus die Festung Akershus.

Nach einem ausgiebigen Abendessen erkundeten wir dann das abendliche Oslo auf eigene Faust.

Rathaus Oslo
Festung Akershus

Unser Weg führte uns am Rathaus vorbei in das am Hafen gelegene Szeneviertel Aker Brygge. Hier wurden alte Werfthallen umgebaut in Kneipen und Nobel-Appartements. Wirklich sehr schön! Hier hätte ich auch gerne eine Wohnung. Leider fehlt mir dafür das nötige Kleingeld. (Denn wie ihr ja vielleicht schon aus meinem Dubai-Bericht wisst, beabsichtige ich ja schon mir auf Saadiyat Island eine Villa zu kaufen. Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein... ;-). Na ja, jedenfalls hatte man von Aker Brygge aus einen schönen Blick auf unser schwimmendes zu Hause mit der beleuchteten Festung Akershus im Hintergrund. So bummelten wir ein wenig durch die Straßen ehe wir später dann wieder zurück zum Schiff gegangen sind. Noch einen kurzen Stopp im Souveniershop eingelegt, welcher strategisch günstig direkt vorm Schiff lag, und noch schnell eine Mütze mit Norwegermuster geshoppt. Der nächste Winter kommt bestimmt.

28.05.2011: Oslo

Ausblick beim Frühstück

Am nächsten Morgen startete um 9 Uhr dann unser über AIDA gebuchter Ausflug "Stadtrundgang mit Eisbar". Unsere Reiseführerin Gerd ("Ja ich heiße wirklich so.... ") war sehr nett und konnte uns viel über die Stadt und deren Geschichte erzählen. Zunächst ging es zur Festung Akershus die praktischerweise nur einen Steinwurf von der Cara entfernt lag.

AIDAcara in Oslo
AIDAcara wird gut bewacht

Die Festungsanlage diente früher als Schutz vor dänischen und schwedischen Belagerern. Heute werden die Räume des Schlosses von der norwegischen Regierung noch zu Repräsentationszwecken genutzt. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit um uns hier in Ruhe umzusehen, denn wir mussten bald schon wieder weiter in Richtung Eisbar. Denn dort wartete bereits ein leckerer Cocktail auf uns.

Icebar Oslo

Zuvor wurden wir mit warmen Mänteln und Handschuhen ausgestattet. Und wer wollte, konnte sich auch noch gefütterte Stiefel ausleihen. Drinnen kamen wir zunächst aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles, wirklich alles war aus Eis: die Wände, Bilder, Stühle, Tische,... Unseren Cocktail bekamen wir in dickwandigen Eisgläsern serviert. Bevor man aber hieraus trinken konnte, musste man sich den Rand des Glases erst einmal rundlutschen.

Prost...

Die Zeit in der Eisbar ist für die Besucher auf 30 Minuten begrenzt. Danach wird die nächste Gruppe hereingelassen. Was uns bei der Buchung des Ausfluges noch recht kurz vorkam, reichte jetzt aber völlig aus. In der Eisbar ist es sooo kalt, dass man trotz dicker Bekleidung ganz schön ins frösteln gerät. Alles in allem ist ein Besuch in der Eisbar unbedingt zu empfehlen, wenn man schonmal in Oslo ist. So ein Erlebnis hat man nicht alle Tage. Aufgrund der kurzen Wege vom Schiff in die Stadt ist dieser Ausflug auch gut auf eigene Faust machbar. (Für eure eigene Reiseplanung könnt ihr euch hier vorab schon mal über die Öffnungszeiten etc. informieren).

Danach ging es zum Königlichen Schloss von Oslo, welches allerdings öffentlich nicht zugänglich ist und nur von außen besichtigt werden kann.

Königliches Schloss

Hier bekamen wir dann von unserer Reiseleiterin noch mal ausführlich den Stammbaum der Königsfamilie näher gebracht und erfuhren auch, dass Mette Marit beim norwegischen Volk aufgrund ihrer bürgerlichen Herkunft und Vergangenheit noch immer nicht sehr beliebt ist,...etc. Das ist dann aber auch das Einzige was bei mir hängengeblieben ist, da ich nur mit halben Ohr hingehört habe. Ich hab´s nämlich nicht so mit "Königs". Viel interessanter fand ich da schon die königlichen Wachen, die in ihren kleinen Wachhäuschen standen und gar nicht so steif und ernst waren, wie man das vielleicht von ihren englischen Kollegen am Buckingham Palast her kennt. Die waren im Gegenteil total locker drauf, haben gelacht und sie dirigierten die Touris die sich für ein Foto mit ihnen aufstellen wollten sogar mal eben ganz locker per Handzeichen an den richtigen Platz. ;-)

Danach ging unsere Tour, am Nationaltheater vorbei, bis zum Rathaus. In unserer Ausflugsbeschreibung war eigentlich nur ein kurzer Fotostopp vor dem Rathaus vorgesehen.

Rathaus Oslo

Gerd entschied dann aber nach Absprache mit uns, dass wir uns das Rathaus unbedingt auch von innen ansehen müssen. Gesagt, getan. Im Rathaus findet regelmäßig die Verleihung des Friedensnobelpreises statt.

Innenansicht Rathaus

Wer wollte, konnte die Gruppe hier verlassen und sich auf eigene Faust im Inneren noch näher umsehen. Mein Freund und ich, sowie einige weitere Passagiere, machten von diesem Angebot gebrauch, während der Rest mit unserer Reiseleiterin wieder zurück zur AIDA ging. Wir erkundeten also die Räume und zeitweise konnte man echt denken, man sei nicht in einem Rathaus sondern in einem Schloss. Überall hingen riesige Gemälde, Wandteppiche,Lüster, etc....

Ein Blick auf die Rathausuhr, welche außen am Gebäude angebracht ist, lohnt ebenfalls und lässt einen kurzfristig ins Grübeln kommen. "Kann mir einer von euch sagen wie spät es ist????"

Tipp: Es ist nicht 16.55 Uhr...

Um 14 Uhr hieß es dann leider auch schon wieder "Leinen los" und auf in Richtung Kopenhagen. Pünktlich zum Auslaufen wurde dann auch das Wetter schlecht. Der Regen hielt sich aber netterweise dann doch noch bis nach dem "Sail Away" und dem AIDA Auslaufsong zurück, so dass wir das Ablegen noch im Trockenen genießen konnten. Wir hatten jedoch kaum den Hafen verlassen da setzte auch schon der Regen ein und mehr oder weniger starker Wind kam auf, welcher sich im Verlauf des Abends dann noch in einen Sturm mit Windstärke 6 (oder vielleicht auch 7) ausgewachsen hat. Auf meinen bisherigen Reisen hatte ich noch nie Probleme mit dem Seegang. Ganz im Gegenteil, ich fand das Geschaukel eigentlich immer recht angenehm. Nun kam ich damit allerdings so überhaupt nicht mehr klar und eine fette Übelkeit machte sich bei mir dann auch schnell bemerkbar. Eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt noch mal brauche. ;-( Nun kann ich aber wenigstens aus eigener Erfahrung berichten, dass die Reisetabletten, die man an der Rezeption gegen Seekrankheit bekommt, wirklich wahre Wunder bewirken... Schon kurze Zeit nach Einnahme der ersten Tablette war dann wieder alles gut.

Heute Abend stand bei uns Bingo auf dem Pflichtprogramm. Für den Jackpot hat es diesmal zwar wieder nicht gereicht, aber eine Flasche und diverse Gläser Sekt haben wir dann doch noch abgestaubt. Danach ging es auf immer noch schwankenden Beinen Richtung Theater zur Show "Sei hier Gast". An dieser Stelle muss ich mich ja mal als absoluter Fan outen. Ich liebe diese Show und freue mich auf jeder Reise, wenn sie mal wieder aufgeführt wird.

Danach hieß es "Alpenglühen" in der AIDA Bar. Vorher aber erst einmal ab auf die Kabine und standesgemäße Klamotten angezogen.

29.05.2011: Kopenhagen

Am nächsten Morgen hieß es für uns dann früh aufstehen, wollten wir doch noch vor dem Frühstück und vor dem Anlegen in Kopenhagen den neu gestalteten Saunabereich testen. Das war mal richtig herrlich entspannend.

Sauna

Wir hatten den Saunabereich komplett für uns alleine. Das gibt es wohl auch eher selten.

Danach ging es schnell zum Frühstück und ein Blick aus dem Fenster des Calypso Restaurants verriet, dass es bald Zeit war sich mit einem Fotoapparat zu bewaffnen und sich oben an Deck zu postieren. Heute gab es nämlich noch ein weiteres Highlight. Die AIDAsol würde zusammen mit uns im Hafen liegen und auch nur kurze Zeit nach uns dort einlaufen.

AIDAsol - da kommt sie

Gleich zwei Schwesterntreffen auf einer Reise. Das muss uns erstmal jemand nachmachen. ;-) Die Stimmung auf beiden Schiffen war wieder ausgelassen. Es wurde gewunken, gelacht und La Ola Wellen gestartet. Superschön!

AIDAsol
Schwesterntreffen

Die Cara lag in Kopenhagen am Anleger "Lange Laage" und von hier aus ist es zu Fuß nur einen Katzensprung bis zur kleinen Meerjungfrau. Die hatte ihren Urlaub auf der Expo in Shanghai zum Glück inzwischen auch wieder beendet, so dass wir ein paar Fotos von ihr schießen konnten. Und ich stellte fest, dass sie seit meinem letzten Besuch im Jahr 2008 auch nicht wirklich größer geworden war... ;-) Die Meerjungfrau hatte ich mir damals schon ganz anders vorgestellt, kannte ich sie seither doch nur von Bildern... Größer irgendwie...aber die ist richtig mini. Wie wir dann später auf unserer Bootstour durch die Kanäle Kopenhagens erfuhren, hat der Künstler der die kleine Meerjungfrau geschaffen hat, als menschliche Vorlage den Körper von seiner Frau und das Gesicht von einer damals in Kopenhagen berühmten Primaballerina verwendet. Was für ein schönes "Kompliment" an seine Ehefrau... Da hing der Haussegen bestimmt ein paar Wochen lang sehr schief ;-)

Die Kleine Meerjungfrau

Wir verabschiedeten uns von der kleinen Meerjungfrau und gingen von dort, am Gefion Brunnen vorbei, zum Schloss Amalienborg, welches auf vier einzelnen Gebäudekomplexen besteht.

Schloss Amalienborg
Schloss Amalienborg

Die Königin war heute sogar zu Hause, was man an der gehissten dänischen Flagge auf dem Dach des Schlosses erkennen konnte. Die Reiterstatue in der Mitte des Schlossplatzes soll übrigens angeblich mehr als die Schlossgebäude drumrum gekostet haben. Der Architekt wurde nämlich nach Stunden bezahlt und so ließ er sich viel Zeit für den Bau und brauchte letztendlich 17 Jahre (wenn ich mich noch richtig erinnere) um die Statue zu vollenden. Cleveres Kerlchen würd ich mal sagen...*g*

Wir kamen gerade noch rechtzeitig zur Wachablösung, welche jeden Tag um 12.00 Uhr stattfindet, am Schloss an.

Wachablösung

Eine Wachablösung hatte ich bisher noch nie live erlebt und fand es nun sehr interessant, das mal aus nächster Nähe mitzubekommen. Nachdem wir eine Weile geschaut hatten, wie die pelzbemützten Wachen total durchchoreografiert ihre Plätze wechselten, sind wir weiter Richtung Nyhavn gezogen. Hier haben wir dann die bunten Häuser bestaunt.

Nyhavn Kopenhagen

Nyhavn war früher eher ein etwas anrüchiges Viertel. Inzwischen hat sich das aber grundlegend geändert. In den Häusern befinden sich heute Restaurants, Cafes und Bierkneipen. Und draußen kann man ganz gemütlich sitzen, wenn man denn Glück hat und einen Platz bekommt. Hier ist immer was los.

Unser nächster Weg führte uns dann quer durch die Fußgängerzone zum Gammelstrand, von wo aus wir eine Kanaltour unternehmen wollten. Ich hatte die Tour schon einmal vor 3 Jahren mitgemacht, als ich mit der AIDAbella in der Stadt war. Machte aber nichts. Ich war von der Kanalfahrt so begeistert, dass ich das nun unbedingt auch noch meinem Freund zeigen wollte.

Da das nächste Boot, mit deutschsprachiger Reiseleitung aber erst in einer Stunde abfahren würde, gingen wir noch einmal in die Stadt und aßen einen der berühmten Kopenhagener Hot Dogs. In unserem Reiseführer stand nämlich, dass man bei einem Besuch in Kopenhagen unbedingt einen Hot Dog und ein Softeis gegessen haben muss. Na ja, was soll ich sagen!? Wenn man den Hot Dog nicht probiert hat, hat man mal abgesehen von dersehr gewöhnungsbedürftigen Pelle (-> dunkelrot), auch nichts weiter verpasst. Schmeckt auch nicht anders als in diesem bekannten schwedischen Möbelhaus mit den vier gelben Buchstaben...

Um 14 Uhr startete dann unsere Bootstour. Ein Ticket kostet 70 dänische Kronen, was umgerechnet so um die 12 EUR sind. Man kann die Tour hier übrigens auch mit dem Euro bezahlen. (Hier bekommt ihr für eure Ausflugsplanung die entsprechenden Informationen).

Wir bekamen während der ganzen Fahrt viel über die Geschichte, die verschiedenen Gebäude und Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen erzählt.

Kanalfahrt
Börse Kopenhagen mit Drachenturm
Königliche Yacht
AIDAsol und AIDAcara im Hafen von Kopenhagen

Vorbei ging es unter anderem an der Börse mit dem Drachenturm, der Oper und der königlichen Bibliothek. Vorbei an AIDAcara und AIDAsol, der kleinen Meerjungfrau und der Vor-Frelsers-Kirche mit ihrem geschwungenen Treppenaufgang bis wir schließlich nach 1 Stunde Fahrt wieder am Ausgangspunkt ankamen.

Da "Alle Mann" heute bereits um 16.30 Uhr an Bord sein mussten, machten wir uns jetzt so langsam wieder zu Fuß auf den Weg zurück zu unserem schwimmenden Zuhause. Nicht aber ohne vorher in Nyhavn noch ein Softeis gegessen zu haben... ;-) Die Eiswaffeln werden dort frisch gebacken und es duftet schon von Weitem nach den Waffeln... Sehr lecker!

Pünktlich zum Offiziersshaken waren wir dann wieder an Bord. Die Cocktails der Offiziere waren heute wohl besonders lecker und fanden daher auch reißenden Absatz.

Offiziersshaken

Wie Tage später im Blog von Clubdirektor Klaus Große zu lesen war, wurden hier die meisten Cocktails seit dem Bestehen von AIDAcara an den Mann bzw. die Frau gebracht... Na, dann Prost!!! Uns hat es in jedem Fall auch richtig gut geschmeckt. Einen Link zu dem Blog von "Papa Klaus" findet ihr hier.

Wie schon in Oslo fing es dann auch in Kopenhagen nach dem Ablegen an zu regnen. Das Auslaufen konnten wir aber gerade noch trockenen Fußes genießen. Was ich total schade fand war, dass die Sol bei unserem Ablegen den Gruß aus dem Thyphon leider nicht erwiedert hat. Aus Rücksicht auf die Anwohner war das wohl nicht erlaubt. :-(

Öresundbrücke

Vorbei am Flughafen von Kopenhagen und der Öresundbrücke ging es wieder zurück in Richtung Kiel. Heute Abend stand im Theater die Verabschiedung der Offiziere an. Auch unser Kapitän lies es sich nicht nehmen sich persönlich von seinen Passagieren zu verabschieden.

30.05.2011: Kiel / Abreisetag

Das Aufstehen fiel uns heute nicht leicht. Wussten wir doch, dass unser Kurzurlaub nun schon wieder zu Ende war und der Alltag auf uns wartete.

Nach einem letzten gemütlichen Frühstück nahmen wir einen der Shuttlebusse zurück zum Hauptbahnhof. Hier kamen bereits schon wieder die ersten neuen Passagiere an. Der Neid auf unserer Seite war groß... ;-) Aber jeder schöne Urlaub geht einmal zu Ende.

Fazit:
Wir hatten vier wunderschöne und erlebnisreiche Tage an Bord von AIDAcara. Auch wenn ich die Route jetzt schon zum zweiten Mal gefahren bin, würde ich die gleiche Reise jederzeit sofort wieder buchen. Der Norden hat soviel Schönes zu bieten und man entdeckt immer wieder Neues.

Allerdings werden wir die kommenden Kreuzfahrten nach Möglichkeit doch bevorzugt auf den AIDA Schiffen der neuen Generation buchen. Wir haben uns auf der Cara zwar sehr wohl gefühlt, aber auf den großen Schiffen hat es uns dann doch noch einen Tick besser gefallen. Gerade wenn das Wetter mal nicht sooo schön ist, hat man auf den großen Schiffen dann doch noch mehr Ausweichmöglichkeiten. Aber bei dem Thema gehen ja die Meinungen auseinander...und das ist auch gut so! ;-)

Wir freuen uns jetzt erstmal auf unsere Nordamerika-Reise. Die Koffer sind in Gedanken schon so gut wie gepackt. In 18 Tagen geht es endlich wieder los und wir werden den Flieger in Richtung New York besteigen. Auf zu neuen Urlaubsabenteuern...AIDAluna wir kommen. Bitte drückt uns die Daumen, dass "Irene" in dem Zeitraum nicht noch weitere Kumpels aktiviert. In diesem Sinne: Auf AIDAsehen!!!

Zielgebiet
Nord- und Ostsee Kurzreisen
Schiff
AIDAcara
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