
Was folgte, war eine perfekte Woche, gespickt mit unendlich vielen schönen und positiven Eindrücken sowie vielen Begegnungen.
Donnerstag, 26. Januar 2012
Die Koffer sind gepackt, das Taxi ist bestellt, die Stimmung ist locker - es kann losgehen. Mit Freunden und guter Laune starten wir zum Flughafen Düsseldorf. Check-Inn, ein Gläschen Sekt, warten auf den Flug EK 58 nach Dubai. Boarding um 20:30 Uhr, Kissen, Decke und Kopfhörer liegen bereits auf dem Sitz im Airbus A340-300. Leicht verspäteter Abflug, weil die Maschine noch enteist werden muss. Start um 21:30 Uhr, von Müdigkeit keine Spur. Die Konsole im Sitz des Vordermanns wird getestet, Filme, Musik und Spiele ohne Ende. Die ansehnlichen Stewardessen servieren Getränke und ein reichhaltiges, gutes Essen.
Freitag, 27. Januar 2012
Landung auf dem Flughafen Dubai, Terminal 3, um 06:15 Uhr, endlose Wege bis zur Passkontrolle, wo wir allerdings nur 5 Minuten warten mussten.
Weiter ging es zum Gepäckband. Wieder lange Wege bis zum Ausgang, Taxi und ab zum Port Rashid.20 Euro, (Euro werden gerne genommen). Außentemperatur um die 20 Grad. Es ist Freitag (Wochenende in Dubai) und Gott sei dank sind die Straßen leer. Der Hafen ist in einer knappen halben Stunde erreicht und dort liegt sie - majestätisch - die AIDAblu.
Einchecken in einem Riesenzelt mit Riesenwarteschlange - endlich sind wir dran - Pass abgegeben, Foto für die Bordkarte und ab zum Schiff.
Unterwegs kurzes Statement für das Filmteam der AIDA, Kontrolle auf Deck 3, weiter auf Deck 11, wo das Handgepäck abgelegt werden kann. Inzwischen ist es 08:45 - Zeit fürs erste Frühstück. Um 09:30 Uhr ist die Kabine bereits bezugsfertig, Handgepäck und Wertsachen in die Kabinen und schon starten wir unsere Dubai-Tour auf eigene Faust - bewaffnet mit Kameras und Stadtplan. Taxifahrer Abdul zeigt uns in zweieinhalb Stunden (80 Euro) viel Sehenswertes und vermag in einem akzeptablen Englisch auch entsprechende Erläuterungen zu geben. Die Eindrücke sind faszinierend und vielfältig, wie bei kaum einem anderen Reiseziel.
Map von DubaiNachstehend einige Stationen unserer Tour:
Stopp am Jumaira-Strand, *******Hotel Burj Al Arab. Architektonisch ist das Hotel nach wie vor etwas Besonderes, wenngleich in Dubai ständig neue Gebäude mit neuen Superlativen entstehen.
Die Auffahrt ist gestaltet mit goldenen Pferden. Die Bungalows sind mit Elektroautos oder Booten erreichbar. Irgendwie erinnert das Hotel an Venedig.
Abdul fährt uns auf die Palmeninsel. Vor uns das imposante Hotel Atlantis, links und rechts Wohnbebäude - man fragt sich nur, ob da überhaupt jemand wohnt.
Abdul fährt uns zum Creek, wir bezahlen in Euro (80 für zweieinhalb Stunden) und bedanken uns ganz herzlich bei unserem guten Begleiterl. Am Creek zunächst zähe Verhandlungen wegen der Anmietung eines Wassertaxis. Schließlich sind wir handelseinig und dann geht es eine Stunde mit dem kleinen Dhau über den Creek, vorbei an einer ebenso faszinierenden wie vielfältigen Skyline.
Inzwischen ist es 15:00 Uhr. Vom Anleger suchen wir den Weg zum Gold-Souk, den wir schon nach wenigen Minuten erreichen. Allerdings ist Freitag, und da öffnen die meisten der mehr als 300 Goldgeschäfte erst ab 16:00 Uhr. Das Angebot ist überwältigend und ebenso die Zahl interessierter Käuferinnen und Käufer. In einem Goldgeschäft habe ich 15 Verkäufer gezählt, die alle gut beschäftigt waren. Na, und wenn man dann einmal da ist, muss auch etwas gekauft werden. Man braucht als Erstes Zeit (für den Handel) und Zweitens Geld (oder Karte).
Gegen 18:00 Uhr sind wir platt - im Flieger kaum geschlafen, den ganzen Tag unterwegs - Eindrücke ohne Ende, die verarbeitet werden müssen. Ab zum Hafen, rauf aufs Schiff und rein in die Kabine. Die Koffer sind inzwischen da, das Nötigste wird ausgepackt. Dann heißt es duschen, fein machen für den Abend und auf Deck 10 ins Restaurant Bella Donna. Die Kellner stehen zur Begrüßung Spalier, und wir trauen unseren Augen nicht: da steht Hermann, der uns bereits vor 4 Jahren auf der Kanaren-Tour mit einem tollen Service verwöhnt hat. Da wir früh dran sind, gibt es noch kein Gedränge, weder bei der Tischsuche noch an den Büfettstationen.
Carpaccio vom Feinsten
Nach dem Essen Besuch des Brauhauses - direkt gegenüber dem Restaurant Bella Donna auf Deck 10. Bummel durch den schönen Biergarten. Wir probieren die drei an Bord gebrauten Biere (Set zum Preis von 2,90 €, Gläser 0,1 l). Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns in der Destille einen Hardenberg Edelkorn, serviert von Berite.
Abschluss dieses ersten und langen Tages die große Poolparty mit Lasershow.
Samstag, 28. Januar 2012 - Seetag -
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Marktrestaurant "lädt" Kaptiän Wiebrecht zur Seenotrettungsübung. Im Gegensatz zu früheren Kreuzfahrten mit der AIDA findet diese vor dem Auslaufen des Schiffes statt. Die Teilnahme ist Pflicht. Die frühere Lockerheit bei der Übung gibt es so nicht mehr.
Das Schliffspersonal registriert die Kabinennummern. Noch fehlende Passagiere werden ausgerufen. Es folgen Erläuterungen zum richtigen, sicherheitsorientierten Verhalten auf dem Schiff. Nach ca. 20 Minuten ist die Übung vorbei. Dem Start der AIDAblu steht nichts mehr entgegen. Wir verlassen Port Rashid. Wie jedesmal geht einem die Auslaufmelodie "Sailaway" unter die Haut.
Unsere RouteDer Seetag ist eine gute Gelegenheit, zu relaxen oder das Schiff zu erkunden. Wir finden ein sonniges Plätzchen auf dem Pooldeck, Temperatur 25 Grad, allerdings weht ein kräftiger Wind. Das kann trügerisch sein, also Sonnencreme mit hohen Schutzfaktor.
Großartige Unterhaltung wird auf der Showbühne vom AIDIAblu-Ensemble geboten, dazu gibt es den Tag über viel Musik und Unterhaltung. Unterbrochen wird das Sonnenbaden von einem ausgiebigen Mittagessen im Marktrestaurant. Kaffee und Kuchen am Nachmittag sparen wir uns (die ganze Woche).
Im Theatrium treffen sich die Teilnehmer am Ausflug "Mystisches Muscat", den wir bereits von zuhause aus per Internet gebucht hatten (3 Prozent preiswerter als auf dem Schiff). Ausstieg ist auf Deck 3, dann geht es zum Bus. Wir erwischen Bus 9 mit Achmed als Begleiter (ein Glücksfall!!). Wir fahren vom Hafen Mina Quaboos zur Großen Moschee.
Was als erstes auffällt, ist die große Sauberkeit in der Stadt Muscat. Achmed informiert sachkundig und beantwortet viele Fragen. Überwältigend die Kulisse der Großen Moschee von Muscat. Uns bietet sich Luxus pur. Nun folgt die wichtige Aufgabe der Verschleierung für die Damen. Am Eingang der Moschee müssen die Schuhe ausgezogen und in Ablagefächer verstaut werden. Man hält automatisch inne, wenn man die Moschee betritt. Herrlicher Marmor, der mit 4.500 qum zweitgrößte Teppich der Welt und die Leuchter von Swarowsky - all das beeindruckt, nimmt einen gefangen.
Weitere Station unseres Ausflugs war der Souk. Ein buntes, orientalisches Treiben bot sich uns, gepaart mit Düften von Gewürzen und Weihrauch. Der Oman ist weltweit der größte Lieferant von Weihrauch. Auch im Souk wurden Euro gern angenommen, hier und da gab es auch Wechselgeld in Euro zurück.
Der Ausflug führte uns dann weiter in das in der Altstadt gelegene Bait al-Zubair-Museum. Achmed vermittelte uns mit Blick auf die ausgestellten Exponate so manches über "Land und Leute".
Abschluss des Ausflugs "Mystisches Muscat" bildete die Außenbesichtigung des Al-Alam-Palastes von Sheik Quaboos.
Um 19:00 Uhr verlassen wir Muscat, erneutes Prickeln bei der Auslaufmelodie. Vom Pooldeck aus bietet sich ein toller Blick auf die erleuchtete Hauptstadt des Oman.
Montag, 30. Januar 2012 - Seetag -
Heute ist wieder relaxen angesagt. Wegen des starken Windes gilt es, ein geschütztes Plätzchen zu finden.Fündig werden wir am Bug. Nach dem Abendessen Treffen auf dem Pooldeck zur Orientalischen Nacht. Das Show-Ensemble bietet eine großartige Show.
Dienstag, 31. Januar 2012 Abu Dhabi
Nach einem reichhaltigen Frühstück treffen wir uns in der AIDA-Bar zum Ausflug "Panoramafahrt mit der Dhau". Mit dem Bus geht es zum Hafen, dort besteigen wir eine traditionelle arabische Dhau. Für die Fotografen wichtig, einen guten Platz zu ergattern, was auch gelingt. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen lassen wir die Skyline von Abu Dabi an uns vorüberziehen.
In Nähe des Hotel Emirates Palace dreht die Dhau, und wir fahren zurück zum Ausgangspunkt. Stationen der kleinen Rundfahrt sind das Hotel Emirates Palace, wo leider wegen umfangreicher Straßenbauarbeiten nur ein Blick auf die Nobelherberge von der Personaleingangsseite aus möglich ist. Luxus pur, das kann man schon allein von außen erkennen. Die Übernachtung kostet in einem "normalen" Doppelzimmer 700 bis 800 € - im August kann man für diesen Preis eine ganze Woche dort wohnen.
Nächstes Ziel ist die Marina-Mall in Breakwater Island. Eine Fahrt auf den Aussichtsturm ist lohnenswert, allerdings hatten wir wegen beschlagener Scheiben keine so tolle Aussicht. Dafür entschädigte der eineinhalbstündige Bummel durch die luxuriöse Mall.
Zurück geht es zum Schiff, Mittagessen ist angesagt und danach ab auf das Pooldeck. Spätnachmittags shaken die Offiziere für die Gäste.
Unter den Gästen die Schauspielerin Mariella Ahrens.
Kapitän Wiebrecht meldet sich zu Wort und teilt uns mit, das wir nicht wie geplant um 17:00 Uhr auslaufen können. Die Behörden in Abu Dhabi haben die Auslaufgenehmigung noch nicht erteilt. Zudem teilt er mit, dass in Bahrein am nächsten Tag ab 13:00 Uhr mit Demonstrationen gerechnet werden muss. Darum sind alle Ausflüge so umgeplant worden, dass alle Gäste rechtzeitig wieder an Bord sind. Irgendwann gehts dann doch los, Abendessen unterbrechen, Auslaufmelodie, Gänsehaut, weiter essen und ab in die Destille.
Mittwoch, 01. Februar 2012 Bahrein
Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, wollten wir eigentlich auf eigene Faust nach Manama. Zwei Gründe haben uns davon abgehalten. Zum einen erlebten wir einen Sandsturm, der so gut wie keine weite Sicht ermöglichte, zum anderen wollten wir jegliches Problem mit der angekündigten Demo ausschalten. Also blieben wir auf dem Schiff. Kapitän Wiebrecht meldet sich von der Brücke und informiert, dass gegen 11:00 Uhr uns der Flugzeugträger Lincoln passiert. Dies sei ein einmaliges Erlebnis und die Fotografen sollten schon mal ihre Linsen putzen. Gegen 11:30 Uhr tauchte dann das Ungetüm aus dem "Sandnebel auf". Als ich später in unsere Kabine am Heck ging, sah ich den Flugzeugträger direkt vor uns liegen, schade, dass die Sicht so schlecht war.
Früher als geplant verlassen wird Manama, zu sehen gab es ohnehin kaum etwas. Nur der Sand, den hatte man überall. So hieß es duschen, fein machen, Abend essen und dann? Poolparty war im Programm angekündigt. Diese wurde aber wegen des starken Windes und vielen Sandes kurzerhand ins Theatrium und Umgebung verlegt.
Donnerstag, 02. Februar 2012 Dubai
Gegen Mittag erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Kreuzfahrt, Port Rashid in Dubai. Wegen des Nachmittagprogramms und der Abreise am nächsten Morgen wurden die Koffer halbwegs gepackt. Nach einem letzten ausgiebigen Mittagessen ging es dann mit Bussen zum höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.
Der Wind hatte gedreht und so war es uns vergönnt, das Wunderwerk architektonischer Baukunst auch ganz aufs Foto zu bekommen. Man ist einfach überwältigt, wenn man vor dem Turm steht. Noch spannender wurde es, als wir mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform im 124. Stockwerk (in 460 m Höhe) hoch fuhren. Der Aufzug benötigte nur 60 Sekunden. Und dann dieser Ausblick aus 460 m Höhe.
Nach genau so rasanter Fahrt mit dem Aufzug abwärts ist shoppen angesagt. Im Grunde befinden wir uns schon in der Dubai Mall, die lt. Reiseleiterin 1.200 Geschäfte sowie 130 Restaurants und Bars beherbergt. Und sie gab noch einen Rat: "Wenn Sie etwas finden, das Ihnen gefällt, kaufen sie es sofort. Den "Laden" finden sie nämlich nicht wieder!" Also: auf ging's. Zunächst einmal den Wegweise bemühen. Wo ist unser Standort, wo müssen wir nachher wieder hin? Was wollen wir uns ansehen? Auf jeden Fall das Aquarium mit 30.000 Fischen, darunter auch Haie.
Kurz vor 18:00 Uhr verlassen wir die Dubai Mall, erschlagen von den vielen Eindrücken. Und schon gibt es neue Eindrücke mit den Wasserspielen. Auf einer Strecke von 750 Metern schießen die Fontänen zur Musik bis zu 150 Meter hoch. Atemberaubend schön, die Show.
Beim Abschiedsdinner im Marktrestaurant - heute gibt es Hummer - dreht sich noch alles im Kopf. Immer wieder ziehen Bilder des am Nachmittag Gesehenen auf. Viele Gäste verschwinden schon früh in ihren Kabinen, weil sie ganz früh zum Flieger müssen. Ab 03:00 Uhr gibt es Frühstück - ein toller Service von AIDA. Wir haben noch Zeit für einen Schlummertrunk, da unser Flieger erst um 14.45 Uhr startet.
Donnerstag, 03. Februar 2012 Heimreise
Nach dem Frühstück geht es um 10:00 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen. Der Fahrer meint wohl, wir würden den Flieger verpassen, so brettert er zum Airport. So sind wir sehr frühzeitig da, ein Gepräckträger hilft uns beim Einchecken an einem Terminal und der Gepäckaufgabe. Passkontrolle ohne Warteschlange, 15 Minuten Weg bis zum Gate, das ging alles viel schneller und unproblematischer, als es in Internetberichten zu lesen war. Bleibt also Zeit für Shopping im Duty Free-Shop und zum Fotografieren.
Die teuerste BILD kauften wir im Flughafen für sage und schreibe 4 € und dann noch diese Schlagzeile:
Das Boarding beginnt pünktlich, wir starten Richtung Heimat mit einem Airbus A 340-300 von Emirates, genießen noch einmal den Service an Bord Die Gedanken sind bei dem in der vergangenen Woche Erlebten. Eine Traumreise mit dem Traumschiff AIDAblu ist zu Ende - eine Traumreise, an die wir noch lange zurückdenken werden.