
Unsere dritte Aida-Reise war eine besondere für uns, sie war ein großes Geschenk zum 50. Geburtstag für meinen Papa und wir konnten diese auch in einer besonders schönen Kabine genießen.
Start in Hamburg
Unsere Anreise nach Hamburg verlief schnell und günstig mit der Bahn. Vom Zug aus erblickten wir bereits die neue Aida Blu, die erst gut einen Monat zuvor in Hamburg getauft wurde.
Vom Hauptbahnhof aus gab es viele Busse zum Schiff und das Gepäck wurde uns auch bereits dort abgenommen, so konnten wir problemlos am frühen Nachmittag einchecken und bereits beginnen ein paar Neuheiten der Blu zu erkunden.
Am Abend gingen wir zum Kostproben-Essen ins Rossini, mal eine ganz andere Geschmackserfahrung, sehr interessant und köstlich.
Das Auslaufen in Hamburg erlebten wir bei mäßigem Wetter von unserem Balkon aus. Vorbei am angeleuchteten "König der Löwen-Theater" und den Landungsbrücken ging es die Elbe hinauf.
Seetag
Heute Morgen kamen wir in den Genuss der markanten Ansprache von Captain out, die uns die Reise über begleiteten. Dann stand die obligatorische Seenotrettungsübung am Vormittag an.
Heute war das Wetter besser und wir genossen bei Sonnenschein auf unserem Balkon den Meerblick.
Am Abend erlebten wir das erste Mal das tolle Programm im Theatrium. Das Aida Blu-Showensemble bot uns immer eine eindrucksvolle Show, besonders die Show der Artisten war wunderbar und herausragend.
Le Havre
Das erste Ziel unserer Reise, Le Havre, ist an der französischen Atlantikküste gelegen und ist durch ein harmonisch einheitliches Stadtbild und breite Straßenzüge in moderner Bauweise gekennzeichnet. Wir haben die Stadt individuell besichtigt. Im Hafen entdeckten wir einen von der Stadt zu Verfügung gestellten Shuttle-Bus mit der Aufschrift Aida Blu. Dieser brachte uns kostenlos in den zu Fuß 20 Minuten entfernten Stadtkern. Dort konnte man an verschiedenen Punkten aussteigen. Wir begannen unseren Rundgang am Yachthafen mit Blick auf die Atlantikküste und schlenderten dann vorbei am Wahrzeichen der Stadt, St. Joseph (erbaut im schönen gotischen Stil), zum Stadtzentrum.
Dort gab es weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen: das Kulturzentrum, einige Meerwasser-Bassin, die Kathedrale Notre-Dame und vor allem das Rathaus mit einem schön gestalteten Vorplatz.
Uns hat diese kleine, typisch nordfranzösische Stadt mit ihrem speziellen Flair gut gefallen. Per Shuttle ging es zurück zum Schiff, wo man von Deck bei Sonnenschein noch einen schönen Blick auf Le Havre hatte.
Allgemein hatten wir bei dieser Reise für die Jahreszeit Glück mit dem Wetter und wurden meist vom ersten Sonnenschein des Jahres verwöhnt.
Dover
Schon das Einlaufen nach Dover entlang der Kreidefelsen während des Sonnenaufgangs war wunderschön. Entlang der weißen hochaufragenden Felsen fährt man in den Hafen und kann bereits das Dover Castle auf den Felsen sehen.
Dort verbrachten wir den Nachmittag bei schönem Sonnenschein auf dem Balkon und dann kam auch noch der typische Nebel von Dover. Er kam so schnell, dass die paar Minuten, die ich aufs Deck brauchte, schon zu lange waren, als das ich noch ein Foto schießen konnte, bevor alles im Nebel versunken war. Schade.
Heute nutzten wir das umfangreiche Fitnessangebot auf der Blu und probierten am Abend die bayrischen Spezialitäten im Brauhaus (eine Neuheit auf diesem Schiff). Hier kann man deftig a la Carte essen (inklusive) und das selbst gebraute Bier probieren (exklusive). Sehr schmackhaft und man sollte es ausprobieren.
Antwerpen
Über die Schelde fährt man direkt in die Innenstadt von Antwerpen, sodass die Aida Blu nur 5 Minuten vom Marktplatz entfernt vor Anker liegt.
Hier hatten wir über Aida einen Ausflug in die 1 Stunde entfernte Hauptstadt Brüssel gebucht.
Wir hatten einen netten einheimischen Reiseführer, der uns neben den Informationen über die einzelnen Sehenswürdigkeiten auch interessante Einblicke in die Situation der einzelnen Bevölkerungsgruppen und die schwierigen politischen Verhältnisse gab.
Brüssel ist eine wirklich sehenswerte Stadt.
Der erste Fotostopp führte uns zum bekannten Atomium. Es ist ein Modell des Eisenmoleküls in Riesenformat, das anlässlich der Weltausstellung 1958 gebaut wurde.
Weiter ging es in die Innenstadt: von der Kathedrale St. Michel über die Galeries Royales (lauter Luxusboutiquen z.T. mit schicker Osterdekoration) zum Grand Place, dem beeindruckenden Marktplatz der Stadt. Von hier aus konnte man noch das Wahrzeichen der Stadt "Manneken Pis" (an diesem Tag als Soldat angezogen) und die Brüsseler Börse erkunden.
Zum Abschluss fuhren wir an den Königspalästen vorbei und durch das
Europaviertel mit dem EU-Gebäude. Wirklich beeindruckende Bauwerke.
Nach der Rückankunft an der Aida Blu gingen wir gleich noch Antwerpen anschauen und drehten eine kleine Runde. Vorbei an der Kathedrale ging es zum Marktplatz mit dem Rubensdenkmal. Die Werke des Malers kann man im Rubenshaus besichtigen.
Wir probierten die beliebten belgischen Pommes und sie sind wirklich lecker und empfehlenswert. Dann schauten wir noch die Carolus Borrromeuskerk an und liefen entlang des Scheldeufers mit seinem Schloss zurück zur Aida Blu.
Da testeten wir den California Grill, das Schnellrestaurant auf der Blu. Hier werden Burger Menüs frisch zubereitet und man bekommt eine Art Pieper für die Benachrichtigung, wenn es fertig ist. Echt lustig und lecker.
Das Auslaufen am späten Nachmittag war sehenswert, es war schon erstaunlich wie schnell der kleine Schlepper unser großes Schiffs in dem doch recht übersichtlichen Wendebereich drehte. Anschließend ging es an den Sehenswürdigkeiten von Antwerpen vorbei die Schelde hinauf zur Nordsee.
Amsterdam
Am nächsten Tag ging es von der Nordsee wieder ins Landesinnere Richtung Amsterdam, diesmal wurden wir sogar geschleust.
In Amsterdam liegt man an einem modernen Cruises Terminal, wo auch einige Ausflugsmöglichkeiten angeboten werden. Der Hauptbahnhof in zu Fuß eine Viertelstunde entfernt und man kann ein Straßenbahnticket für den ganzen Tag erwerben (etwa 7 Euro pro Person). So kann man ganz Amsterdam gut erkunden, auch zum Cruises Center fährt eine Tram.
Wir fuhren in die Innenstadt. Wir waren am Dam und in den Hauptgeschäftsstraßen und entschieden uns dann als erstes für eine Grachtenfahrt - das Highlight in Amsterdam und ein absolutes Muss. Es ging entlang der engen Häuserreihen hinaus auf offeneres Gewässer zur Aida Blu, vorbei am Nemo und dann wieder in die kleinen Grachten. Nebenbei bekommt man Einblicke über die Lebensgewohnheiten der Stadt.
Dann besichtigten wir noch den Jordaan und den Begijn Hof, ein wirklich beschaulicher Ort.
Dann besichtigten wir noch den Jordaan und den Begijn Hof, ein wirklich beschaulicher Ort. Auch an Kirchen hat Amsterdam einiges zu bieten.
Die Aida Blu liegt über Nacht in Amsterdam, sodass jeder, der mag, auch das Nachtleben austesten kann.
von Amsterdam nach Hamburg (halber Seetag)
Am nächsten Morgen stach die Aida Blu wieder in See zurück in Richtung Hamburg.
Für diesen Tag hatten wir uns gleich am ersten Tag den Zugang zur Wellness Oase gesichert.
Hier konnten wir schön entspannen, den großen Whirlpool nutzen und die Sauna direkt daneben gut erreichen. Ein wirklich erholsamer Tag.
Rückkehr nach Hamburg
Am Samstag erreichten wir Hamburg wieder, mit einem lachenden und weinenden Auge.
Eine wunderbare Reise lag hinter uns, eine sehr schöne Tour mit tollen Städten, absolut empfehlenswert. Doch leider war sie nun auch zu Ende…
Also erst mal vom nächsten Mal träumen…