
Kreuzfahrten kamen bisher in unseren Reiseplanungen nicht vor und auch Asien war nicht unbedingt ein bevorzugtes Ziel meines Mannes ( Essen, Hygiene, Unterkunft). Als unsere Nachbarin allerdings im Frühjahr von einer AIDA Fahrt im Mittelmeer wiederkam und nicht mehr aufhörte davon zu schwärmen, kam uns mit unseren Nachbarn die Idee zu einem gemeinsamen Urlaub mit der AIDAdiva in Südostasien. Im Reisebüro machte man uns darauf aufmerksam, das ein so langer Flug mit AirBerlin nicht unbedingt bequem sei und so buchten wir An- und Abreise seperat mit Emirates mit Flug über Dubai. Am 08.01.12 sollte es von Frankfurt aus losgehen. Am Schalter von Emirates teilte man uns mit, dass der Flugkapitän leider erkrankt sei und unser Flug deshalb nicht stattfinden könnte. Wir könnten am nächsten Tag zur gleichen Zeit wiederkommen und dann fliegen oder man würde versuchen, uns zu einer anderen Fluggesellschaft umzubuchen. Das fing ja schon gut an. Unsere Flüge wurden dann umgebucht und wir flogen mit Omanair über Muscat vier Stunden später als geplant. Als Entschädigung bekamen wir Gutscheine für ein Essen im Flughafengelände. Zurück sind wir dann mit Emirates geflogen und wir können daher sagen, dass wir beim nächsten Mal Omanair buchen würden: gleiche Flugzeuge, aber besserer Service. In Bangkok angekommen, ging alles sehr zügig: Koffer, Zoll und dann eine Etage tiefer zum offiziellen Taxistand. Auf dem Weg dorthin bot man uns schon "ganz günstig" Taxis an, aber letztendlich waren die offiziellen Taxis dann doch fast um die Hälfte billiger. Die in den Reiseunterlagen von AIDA enthaltende Anfahrtsbeschreibung zum Schiff erwies sich als sehr nützlich, denn der Taxifahrer wusste nicht wirklich wo er uns hinbringen sollte. Das Einchecken ging auch sehr schnell, überall wurde man freundlich empfangen und so konnten wir uns dann erst einmal unsere Kabinen ansehen. Nach einem kurzen Frischmachen erkundeten wir dann einen Teil des Schiffes und genossen unseren ersten Cocktail an Bord. Zurück in den Kabinen waren wir überrascht, unsere Koffer schon vorzufinden. Nach dem Auspacken mussten wir uns dann doch erst etwas ausruhen, schließlich waren wir seit 36 Stunden auf. Das Abendessen war sehr gut, wie überhaupt wären der gesamten Reise, sicherlich gab es auch den einen oder anderen Abend, an dem der Koch nicht unbedingt seine Sternstunde hatte, aber alles in allem waren wir doch sehr zufrieden und bei der Auswahl war auch für jeden Geschmack etwas dabei. Das man bei über zweitausend Reisenden auch schon mal anstehen muss ist eigentlich auch verständlich und man hat ja auch Urlaub. Das Personal war immer aufmerksam und sehr freundlich. Der Kapitän Przemyslaw Kurc informierte auf seine "Wunderschöne " Art immer ausführlich über jeden Tag und wir fühlten uns während der ganzen Reise auf dem Schiff sehr wohl.
Wir hatten den Ausflug Ayutthaya & Sommerpalast schon von zuhause gebucht (wie alle anderen Ausflüge auch) und so ging es am nächsten Morgen mit unserem gutverständlichen Reiseführer Dodo los. Unser Busfahrer mußte ein entfernter Verwandter von Michael Schuhmacher sein, denn er fuhr selbst dort, wo 80 kmh vorgegeben war 120 kmh ( wir saßen ganz vorne und konnten den Tacho sehen) und wir waren vorher auch noch nie auf einer Schnellstraße rückwärts gefahren (Das Personal an einer Zahlstelle veranlasste dies, da der Busfahrer sich falsch eingeordnet hatte)! Die Sehenswürdigkeiten waren beeindruckend und man konnte teilweise noch erkennen, bis wo das Wasser der Flut gestanden hatte. Auch waren an den Straßenrändern noch viele Sandsäcke und jede Menge angetriebener Müll zu sehen. Die abschließende Bootsfahrt vermittelte interessante Eindrücke vom dortigen Leben an einem Fluß.
Wieder zurück an Bord, mussten alle neuen Passagiere zur Seenotübung, bevor das Schiff zum ersten Mal ablegte. Wir hatten schon einiges darüber gehört, und ich muß wirklich sagen, dass es schon ein tolles Erlebnis ist, wenn das Schiff sich langsam vom Hafen entfernt und dabei die AIDA Musik erklingt.
Nach dem Abendessen ging es dann zur Celebration Poolparty, klasse unterm Sternenhimmel zu tanzen.
Koh Samui Hier hatten wir nichts gebucht, denn wir wollten uns einfach von einem Taxifahrer herumfahren lassen. Nach dem Tendern wurden wir an Land auch gleich von zig Fahrern regelrecht überfallen, jeder war der Beste und Günstigste und wir fühlten uns erst mal überfordert. Wir entfernten uns etwas von der Anlegestelle und suchten uns dann einen Fahrer aus, der gut englisch sprechen konnte und wurden uns schnell mit ihm einig. Wir waren beim Elefantenreiten, an einem Wasserfall, an einigen schönen Aussichtpunkten und am Strand von Chaweng. Sicherlich hätten wir uns noch das eine oder andere mehr ansehen können, aber im laufe des Tages stellte sich heraus, das der Taxifahrer im englischen doch nicht so gut war (oder sein wollte?), aber egal, wir hatten eine schönen Tag und waren pünktlich zum Tendern wieder im Hafen. Dort wurden die Reisenden von Crewmitgliedern mit kalten Getränken und Erfrischungstüchern empfangen, bevor es wieder zurück an Bord ging.
1. Seetag Alle sagten, wir hätten keinen Seegang, aber mein Magen sagte mir nach dem Frühstück etwas anderes, und auch die Batterien, die auf unserem Schreibtisch lagen wanderten von rechts nach links und zurück !!! Also habe ich erst mal eine Zeit im Bett verbracht und mich schon geärgert, eine Kreuzfahrt zu machen. Währenddessen gab man meinem Mann schon "gute" Ratschläge für mich mit (2 Gläser Rotwein trinken und dann mitschwanken). Ich habe dann doch lieber die vorsichtshalber mitgenommenen Reisetabletten genommen und zum Glück haben die auch gut gewirkt. Nachmittags konnte ich dann wieder mit an den Pool gehen und es wurde doch noch ein schöner Abend.
2. Seetag Wenn man will, kann man an Bord viel unternehmen, es wird vom Tanzkurs über Dart und Informationsveranstaltungen viel angeboten, teilweise gegen Gebühr (z.B. Kochkursus). Man kann, muss aber nicht. Obwohl ja viele Menschen an Bord waren, verlief es sich aber immer und man konnte immer auch Liegen am Pool bekommen und so das herrliche Wetter geniessen. Während der gesamten Fahrt hat es zweimal spätabends geregnet, doch die Tänzer auf dem Pooldeck ließen sich dadurch nicht stören und tanzten einfach weiter. Überhaupt war die Stimmung an Bord immer gut und man konnte nette und interessante Menschen kennen lernen. Nach den ersten drei Tagen hatte ich allerdings den Eindruck, wir waren die einzigen an Bord die a) das erste Mal eine Kreuzfahrt machten und b) eine Innenkabine hatten. Dieser Eindruck relativierte sich aber mit der Zeit und auch mit einer Innekabine kann man einen schönen Urlaub verbringen.
Penang Im Hafen von Penang wurden wir wie erwartet wieder von zahlreichen Taxifahrern empfangen, aber diesmal wussten wir es ja schon und gingen einfach Richtung Stadt weiter. Wir taten uns mit zwei weiteren Päärchen zusammen und fanden einen Taxifahrer, der uns für 10 € pro Person gut sechs Stunden lang alles Sehenswerte zeigte. Die Standseilbahn am Penang Hill war ausser Betrieb, also war der Kek Lok Si Tempel unser erstes Ziel. Da niemand von uns malaysisches Geld hatte, streckte uns der Taxifahrer das Geld für den Lift dort vor. Nach einem Abstecher an einen schönen Strand zeigte er uns noch einige andere Tempel, die entlang einer Straße lagen. Interessant zu sehen, dass man auch mit vielen verschiedenen Glaubensrichtungen friedlich nebeneinander leben kann! Einen schönen Blick auf die Penang Brücke hatten wir vom chinesischen Wasserdorf aus. Das der Fahrer uns zwischendurch zu einem Batikgeschäft, danebenliegendem Kaffee- und Schokoladengeschäft brachte, empfanden wir als nicht tragisch, denn der Kaffee und die Schokolade schmeckten lecker und nach einer knappen Viertelstunde war dies Thema abgehakt. Wir haben viel zu sehen bekommen und es war ein wunderschöner Tag.