Transkaribik AIDA luna 2011- Teil 3 … Baltimore/Washington D.C. und die Sache mit den Memorials

3 Schritte nach rechts, 3 Schritte nach links- nein, das ist kein neuer Tanz, das ist der Rhythmus des rollenden Schiffs. So laufen die ungeübten Seeratten über die Flure des Schiffs. Aber diejenigen, die schon öfter einen hohen Wellengang erlebt haben, wissen es geschickt auszugleichen.

Der erste Seetag hat es in sich. Der Nord Atlantik zeigt sich von seiner rauen und kalten Seite, sodas für die Leichtmatrosen unter uns, das Schiff das erste Mal festlich mit jeder Menge Spuckbeutel geschmückt wurde.

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Zum Glück besserte sich der Seegang im Laufe des Tages, denn die SNRÜ steht uns bevor. Sie ist am ersten Seetag Plicht und so stehen wir, mittlerweile wieder sicher auf unseren Füßen aber dafür immer noch dick eingemummelt und mit unserer Rettungsweste präpariert, vor unserer Musterstation "V". Wissen Sie eigentlich, was nach der SNRÜ der Passagiere passiert? Ich habe es beobachtet, aber verrate es nicht. Bleiben Sie doch einfach mal stehen und beobachten es...

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Ein super Sonnenaufgang mit strahlend orangen Farben empfängt uns im nicht so attraktiven Industriehafen von Baltimore. Die vielen Busse, die uns nach Washington fahren werden, stehen schon am Terminal bereit und warten sehnsüchtig auf ihre Passagiere.

Baltimore ist unsere 1. Destination an der wir anlegen. Für diesen Tag haben wir uns für die Tour "Washington auf eigene Faust" entschieden. Dabei geht es mit dem Bus vom Schiff aus ins Zentrum von Washington D.C., wo wir dann 5h Zeit haben, die Stadt alleine zu erobern.

In Washington empfangen uns strahlend blauer Himmel und die Sonne. Im Gegensatz zu NY brauchen wir uns hier nicht so sehr warm anziehen. Zuerst steht eine kurze Orientierungsfahrt durch Washington an, bevor wir uns selbständig auf den Weg machen können. Vom Bus aus schauen wir uns die wichtigsten Straßen an, fahren an der FBI Zentrale vorbei und vom Capitol aus, geht es über die Pennsylvania AVE zum Weißen Haus.

Obwohl das Ziel der Orientierungsfahrt das Luft -und Raumfahrtmuseum sein soll, steigen fast alle mitfahrenden am Amtssitz des amerikanischen Präsidenten aus.

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An die Rückfront des Weißen Hauses kommt man nicht wirklich richtig heran. Ein Zaun und ca. 100 m Garten trennt uns voneinander. An der Auffahrt stehen vielen Fernsehsenderfahrzeuge und ich sehe schwer bewaffnete Sicherheitsleute auf dem Haus. Sind die immer da oder ist heute was Besonderes los? Sind wir etwa an einem bedeutungsvollen Tag für die USA und der Welt an diesem historischen Ort? Keine Ahnung, glauben wir es mal, umso wichtiger können wir dann tun.

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Der Weg zur Vorderseite des Weißen Hauses ist leider gesperrt und so laufen wir weiter in Richtung Washington-Monument, dem Obelisken. Bis vor kurzem durfte man da hinauf, aber seit dem Erdbeben in Washington, das Risse in die Säule gezaubert hat, ist dieses verboten.

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Die National Mall ist eine Parkanlage. Sie verfügt über viele Memorials, also Mahnmale für gefallene Soldaten in beteiligten Kriegen. Unser Weg führt uns dabei zum World War II Memorial, es fasziniert mich. Hier stehen sich 2 Portale gegenüber, eins für den Atlantik und eins für den Pazifik, dazwischen ist ein Wasserbecken.

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An verschiedenen Stelen, die eine Verbindung zu den Portalen bilden, sind die Bundesstaaten der USA zum entsprechenden Meer geordnet. Im Memorial selbst befindet sich das Denkmal Price of Freedom. Die vielen gefallenen oder vermisste Menschen sind in Sternen dargestellt. Pro Stern werden 100 Opfer angezeigt. Es ist ergreifend.

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Zwischen diesem Memorial und dem Lincoln Memorial befindet sich eigentlich ein kleiner See, der aber zurzeit erneuert wird, weshalb sich an seiner Stelle eine große Baustelle befindet. Im Lincoln Memorial begrüßt uns der große steinerne Herr Lincoln in sitzender Position. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Mall, wobei man bis zum Capitol sehen kann. Ein grandioser Ausblick.

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Rechts und links der Mall finden wir noch mehr Memorials. Wir besuchen das Korean War Memorial, das einem eine Gänsehaut verschaffen kann. Lebensgroße Soldaten mit gequälten und traurigen Gesichtern stehen hier im kniehohen Gebüsch.

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Über die Independence Ave gelangen wir zum Martin Luther King Memorial. Hier stehen Bäume, die zu Frühjahr sehr schön blühen sollen.

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Die ganze Zeit sehe ich tief fliegende Flugzeuge, denn hier in der unmittelbaren Nähe ist auch der Flugplatz von Washington D.C. Beschwert sich kein Amerikaner wegen des Fluglärms?

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Viele Eichhörnchen, die hier zur Plage geworden sind, begleiten uns auf unserem Weg und so kommen wir wieder vorbei am Obelisken, in einen Bereich der Mall, wo ein Museum neben dem anderen steht. Jedes Museum ist riesig groß und der Eintritt ist kostenfrei. Schade, dass wir nicht so viel Zeit haben, das würde ich glatt ausnutzen.

Auf dem Rasenstück der National Mall hat man die beste Gelegenheit, spielerische Fotos mit dem Washington Monument zu schießen. Probieren Sie sich mal aus, es macht Spaß.

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Unser letztes großes Ziel für diesen aufregenden Tag ist das Capitol. Die Treppen rechts und links sind tabu für Touris, aber das stört nicht, wir stehen trotzdem direkt davor. Der Ausblick von hier in die andere Richtung der National Mall, hin zum zum Lincoln Memorial, ist ebenso sehenswert.

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Immer wieder stelle ich fest, dass es hier kaum kleine Autos gibt. Die amerikanischen Autos sind meist Kleinbusse oder Pick-up Trucks. Interessant sind hier die Nummernschilder der Autos. Diese zeigen farbenfroh die unterschiedlichen einzelnen Bundesländer in den USA. Hier sind der Fantasie der Schildermaler keine Grenzen gesetzt.

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Unsere Zeit ist verflogen wie nichts, und nach 5 Stunden laufen, 11 km Weg und einem leeren Kameraakku geht es zurück zum Bus-Treffpunkt am Luft -und Raumfahrtmuseum. Alle AIDA- Reisenden treffen sich hier und so geht unser Ausflug in der amerikanischen Hauptstadt zu Ende.

Beim Auslaufen aus dem Hafen von Baltimore werden wir von amerikanischen Hubschraubern beobachtet und zudem genießen wir einen grandiosen Sonnenuntergang. Wir fahren vorbei an einem Rot-Kreuz Schiff bis hin zum offenen Atlantik, der uns nun wieder in seine stürmische Arme nimmt und das Schiff nicht gerade sanft wiegt.

Sollte der Report Ihnen zu lange sein, schauen Sie sich nur die Bilder an und versuchen von der weiten Welt zu träumen.

Fortsetzung folgt........

Zielgebiet
Karibik & Mittelamerika
Schiff
AIDAluna
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