Unser Traum von Karibik

Nachdem wir schon so viele schöne Reiseberichte hier gelesen haben, möchten auch wir von unserer Reise der Karibik-Route 12 mit der AIDAluna berichten. Sie führte uns vom 26.11. bis 10.12.2011 von der Dominikanischen Republik über den gesamten Antillengürtel bis vor die Küste Südamerikas und wieder zurück. Vorab: Trotz des wechselhaften Wetters war es unsere Traumreise und sie wird uns lange in Erinnerung bleiben. Eine Perle der Karibik reihte sich an die andere und die Destinationen zergehen förmlich auf der Zunge:

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La Romana

Die Anreise mit Air Berlin gestaltete sich mehr als holprig: Bereits im Flieger ab Düsseldorf sitzend, wurden wir nach einer Stunde wieder herausgebeten und verbrachten anschließend geschlagene 7 Stunden im Düsseldorfer Flughafen. Ohne rechte Infos wurde erst das Ersatzteil eingebaut und dann die Crew ausgetauscht. Immerhin sollte es noch am selben Tag weitergehen mit der Gewissheit, dass die AIDA Luna in La Romana auf uns warten würde. Mögen die Sitzbreiten im Airbus für die Kanaren noch ausreichen, wird das Platzangebot im Airbus für einen 10-Stunden Transatlantik-Flug zur qualvollen Enge! Meditative Grundkenntnisse sind hier von Vorteil. Sprich: Der Hinflug war leider eine Katastrophe! In La Romana wurden wir allerdings von AIDA so nett empfangen, dass alles Übel sofort weggewischt wurde. Es wurde für uns Nachzügler extra ein Restaurant bis 1:00 Uhr nachts geöffnet und für jeden gab es ein erkleckliches Bordguthaben. Das ließ sich gut an und diese so speziell gute Stimmung an Bord tat ein Übriges. Leider fiel für uns die Poolparty ins Wasser. Auf die hatten wir uns schon so gefreut.

Bekannter Anblick: AIDAluna in La Romana

1.Seetag
Auf dieser von AIDA zum ersten Mal so angeboten Tour gab es nur zwei Seetage: Einen zu Anfang der Reise und einen am Schluss. Ideal, um das Schiff zu erkunden, sich zu sonnen oder die obligatorische Seenot-Rettungsübung abzuhalten. Für die Neulinge an Bord mag das noch eine spannende und lustige Sache sein, aber wir waren schon froh, dass wir nach einer Woche die Übung der Zusteiger auf Barbados nicht mehr mitzumachen brauchten. Ein Seetag auch, um sich durch sämtliche angebotenen kulinarischen Genüsse gleiten zu lassen. Und davon gibt es auf der Luna gaaanz viele! Abends ging es ins Theatrium zur Show. Ob Dancing Queen, Beatles oder andere. Die Shows auf der AIDA sind einfach klasse. Nur das Theatrium bietet einfach zu wenige Plätze. Von Deck 10 oder 11 (die Plätze mit Rückenlehne) sieht man nur in der jeweils ersten Reihe etwas. Mich wundert, dass nicht auch hier die gelb-weißen Handtücher zum Reservieren ausliegen ;-)

Beatles-Show auf der AIDAluna

Tortola
Das Wetter spielte leider zunächst nicht mit. Wir hatten uns schon vorab für einen Ausflug mit der AIDA entschieden. Überhaupt, haben wir die Ausflüge mit AIDA bereits im Vorhinein per Internet gebucht. Eine richtige Entscheidung: Auf dem Schiff war doch so manches schon nicht mehr zu bekommen. Für uns ging es vormittags per Schnellfähre und Bus im leichten Regen zur Nachbarinsel Virgin Gorda mit ihrem eindrucksvollen Felsenlabyrinth "The Bath". Dem Rundweg folgend, hangelten wir uns durch die mannshohen Felsblöcke. Gar nicht so einfach. Von oben tröpfelte es und unten war der Wasserstand auch reichlich hoch und die Steine rutschig. Man sollte bei Regenwetter hier nicht unbedingt die Top-Fotoausrüstung mitschleppen. Tritt man nach den Felsen ins Freie, wird man durch einen wunderschönen Strandabschnitt entschädigt. Durch dichten Bewuchs gelangte man von dort über einen Trail wieder zu den reichlich vorhandenen Bussen.

Nachmittags kam doch noch die Sonne heraus. Die Hauptstadt Road Town hat nicht allzu viel zu bieten und so schlossen wir uns spontan über einen Vermittler des Vermittlers für $15 US einer Taxigruppe an. Im offenen Safari-Jeep ging es bei herrlichem Sonnenschein quer über die Insel bis zur Cane Garden Bay. Der Fahrer war eine Nummer für sich und sorgte auf den steilen Straßen immer wieder für Heiterkeit: Entertainment pur! Natürlich wurde auch der "Bomba Shack" nicht ausgelassen. Eine urwüchsige Bretterbude als Kneipe an einem Surferparadies, wo so manche Touris ihre Polaroids und Kleidungstücke hinterlassen haben. Der Strand der Cane Garden Bay war in der tief stehenden Sonne nochmals eine Wucht.

Bomba Shack auf Tortola

Antigua
Ein weiterer klangvoller Name auf der Reiseroute. Leider verdunkelten mehrfach schwarze Wolken den ansonsten schönen Himmel. Wir hatten aber glück und es blieb während unserer Inselumrundung per Katamaran trocken. Vorbei an diversen Villen einstiger Rockstars und Politiker trafen wir auf die sanften Wellenberge des Atlantiks. Der Badestopp führte uns auf die unbewohnte Insel "Green Island" und dort ließ sich sogar die Sonne wieder blicken. Die AIDA-Guides sorgten für alle Annehmlichkeiten und brachten den Rumpunsch sogar bis in das brusthohe und schön warme Wasser nach! Weiter ging die Fahrt bis hinein in den Hafen von English Harbour mit dem kolonialzeitlichen Nelson's Dockyard. Die alten Gebäude aus dem 18.Jahrhundert und die Kulisse der neuen Segelschiffe konnten wir vom Wasser aus betrachten.

Im Gegensatz zu manch anderer Hafenstadt auf unserer Reise, lud die Hauptstadt St.John's auf kurzen Wegen noch zu einem Stadtbummel ein. Bei nahezu 30°C wirkte die weihnachtliche Dekoration doch eher etwas surreal.

Steelband auf Antigua

Guadeloupe
Die Schmetterlingsinsel besteht aus zwei völlig unterschiedlichen Hälften: Basse-Terre mit undurchdringlichem Regenwald, Wasserfällen und dem Vulkan La Soufrière sowie Grand-Terre mit schönen Stränden und flachem Geländeprofil. Die Insel gehört zu Frankreich und man bezahlt hier mit dem Euro. Dementsprechend teuer sind die Taxifahrten. Wir entschieden uns schon im Vorfeld per Internet für einen Leihwagen, mit dem wir die Nordhälfte von Basse-Terre erkunden wollten. Die Fa. Hertz bietet in der Nähe des Hafens eine Verleihstation an, die auch zu Fuß gut zu erreichen ist. Point-à-Pitre selbst ist nicht gerade schön und so waren wir froh, schon bald über die Route de laTraversée in den Regenwald einzutauchen. An dieser Straße, mitten durch den ursprünglichen Regenwald, liegt der Wasserfall Ecrevisses (3 min.) und der Zoo Parc de Mamelles (Eintritt 13,80 €). Dieser kleine Zoo besticht eher durch die schön angelegten Wege und seine kühnen Hängebrücken durch die mächtigen Baumwipfel. Überhaupt sind die Pflanzen eine völlig andere Welt. Nach dem Col des Mamelles führt die Straße wieder hinunter an die Küste. Der Strand von Malendure vor dem Tauchparadies Réserve Cousteau hat uns nicht so gut gefallen. Klasse war der dagegen der ausgedehnte Strand von Grand Ansè bei Deshaies. Den gold-gelben Sand hätten wir auf der dieser Insel vulkanischen Ursprungs nicht erwartet. Lohnenswert ist auch der Anse du Vieux Fort ganz im Norden von Basse Terre: Zwei schöne Strandabschnitte werden hier durch Felsen mit unzähligen Krebsen unterbrochen. Unterwegs hatten wir auch die Möglichkeit, direkt am Straßenrand, einen dieser typischen Friedhöfe der Karibik zu besuchen. Man bestattet nicht in der Erde, sondern in kleinen, ineinander verschachtelten Mausoleen und Grabkapellen. Leider blieb uns kaum noch Zeit, vielleicht doch noch die schönen Seiten der Hafenstadt Point-à-Pitre zu entdecken. Durch die Gassen hatte man ab und zu allerdings schöne Ausblicke auf die am Kai liegende haushohe AIDAluna.

Grand Anse Strand auf Guadeloupe

St.Lucia
Nach dem Sonnentag auf Guadeloupe sollte uns das schlechte Wetter wieder einholen. Es gab scheinbar kein entrinnen. Auf der Insel mit dem ausgesprochenen Regenwald regnete es den ganzen Tag mal mehr und mal weniger. Da wir einen Ausflug mit einer auf St.Lucia lebenden deutschen Familie gebucht hatten, saßen wir aber sowieso den Tag über im Bus. Die Stopps waren an einer Bananenplantage, diversen Läden mit einheimischen Brot und Früchten sowie Ausblicken auf die Hauptstadt Castries mit immerhin drei Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Weiter ging es in schneller Folge zum ursprünglichen Fischerdorf Anse la Raye, den Segelschiffen im Naturhafen Marigot Bay und natürlich dem Wahrzeichen St.Lucias, den Deux Pitons. Das sind zwei aus dem Regenwald wachsende Vulkankegel in der Form von Zuckerhüten. Am Fuße der Kegel bei Soufriere besuchten wir im Drive-in Vulkan die Schwefelquellen Sulphur Springs und den Diamond Botanical Garden, in dem schon der französische König Ludwig der XVI 1784 mineralhaltige Bäder anlegen ließ. Die Flora des Gartens ist beeindruckend schön, die vielen Blüten sind unzählig. Hier zeigte sich der Regen mal von seiner nützlichen Seite. Insgesamt ein vollgepacktes Tages-Programm mit kompetenter und informativer Reiseleitung. Christiane konnte uns als "Einheimische" aus erster Hand die Gewohnheiten und Eigenheiten der Insel näherbringen.

Aufgrund des langen Ausfluges sahen wir von der Hauptstadt Castries nicht mehr viel. Der Eindruck war auch eher ernüchternd und nicht sehr einladend. Souvenirs kann man übrigens auf allen Inseln auch immer direkt im Hafenterminal kaufen. Die einheimischen Produkte werden dort in geballter Form verkauft und sind mitunter auch nicht teurer als in den Städten selbst.

Postkartenmotiv auf St.Lucia

Barbados
Zum erneuten Regentag passte auch die Hafenatmosphäre in Bridgetown: Die AIDAluna lag direkt vor drei trostlosen, großen und rostigen Verladebunkern am Kai. Das Zentrum der Hauptstadt ist sehenswert, liegt aber außerhalb des Hafens. Taxis warten am Kai und bringen einen für ein paar US$ ins Zentrum und wieder zurück. Zu Fuß dauert es bestimmt eine halbe Stunde, während der Rush-Hour am frühen Abend sind die Taxis allerdings auch nicht schneller.

Auf Barbados hatten wir über AIDA eine tagesfüllende Inselrundfahrt per Jeep mit anschließendem Schildkröten-Schnorcheln gebucht. Zunächst ging es teilweise Off Road quer über die Insel, wobei sich die Fahrer einen Spaß machten, auch wirklich jedes größere Schlammloch mitzunehmen. Wir sahen die vielfältige Vegetation der Insel und entlang des Emmy Bourne Highway die schönen Strände und Surferparadiese wie Bathsheba und Lakes Beach mit den entsprechenden Fotostopps.

Anschließend fuhren wir nach Bridegtown zurück und von dort mit dem Katamaran zum nicht weit entfernten Tummelplatz der Wasserschildkröten. Diese werden von den Guides angefüttert und sind somit sehr verlässlich an den bekannten Stellen. Es sind in der Tat Exemplare beträchtlicher Größe zu finden, die sich auch von den vielen unbeholfenen Touristen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir hatten uns für die kleine Kamera eine Unterwasserhülle besorgt und es gelangen tatsächlich einige schöne Aufnahmen. Die Schnorchelausrüstung samt obligatorischer Weste bekommt man an Bord gestellt.

Aufgrund des Auf- und Abstieges der Gäste auf Barbados, reichte die Zeit noch für einen kurzen Abstecher mit dem Taxi in die lebhafte Innenstadt von Brigdetown. Sie hat ein wenig was von New Orleans. Um 20:00 Uhr hieß es dann wieder: Leinen los!

Unter Wasser auf Barbados

Tobago
Ein Highlight von Tobago ist das Bucco Reef mit seinem Nylon Pool. Der Nylon-Pool ist eine Untiefe innerhalb des Riffs. Man steht in warmem, brusthohem Wasser auf herrlich sandigem Untergrund. Wir haben diesen Ausflug in Kombination mit Aufenthalt am Pigeon Point Strand über einen deutschstämmigen Anbieter in Angriff genommen. Das hatte den Vorteil einer individuellen Zusammenstellung der Tour in kleiner Runde. An der Store Bay legen die Glasbodenboote ab und dort hatten wir noch die Gelegenheit das "Traumhotel" Cuco Reef Resort der gleichnamigen ARD-Serie zu besichtigen. Es hat wohl auch schon bessere Zeiten erlebt - oder vielleicht sind wir einfach inzwischen zu verwöhnt? Mit dem Glasbodenboot ging es hinaus aufs Riff und zum Nylon Pool wobei auch das Schnorcheln nicht zu kurz kam. Traumhaft ist der Pigeon Point Strand mit seinen krumm gewachsenen Palmen und dem warmen Wasser. Er ist bei blauem Himmel sicherlich noch schöner! Nun ja, durch die Bewölkung wurden wir immerhin nicht verbrannt. Abschließend fuhren wir noch durch die Hauptstadt Scarborough hinauf zum Fort King George, von wo man einen wunderschönen Blick hinunter auf die im Hafen liegende AIDAluna genießen konnte.

Pigeon Point Strand auf Tobago

Grenada
Endlich Sonne - zumindest am Nachmittag! Grenada war für uns die letzte Insel mit ausgedehntem Regenwald und in der Kombination mit prächtigen Stränden war es eine der schönsten Inseln der gesamten Reise. Für 15 US$ p/P fuhren wir mit dem Taxi über abenteuerliche Straßen zum Annandale Wasserfall, mitten im Regenwald. Überall kann man Gewürze in jeder erdenklichen Form kaufen oder für einen Dollar Fotos mit Affen oder Bananenfrauen schießen. Diese Frauen sind traditionell bunt gekleidet und balancieren Körbe mit Früchten auf den Köpfen. Man sollte nicht zu kleinlich sein. Der Dollar tut uns nicht weh und macht einige Leute vielleicht glücklicher! Weiter ging es zum Krater See mit angegliedertem Touristeninfo. Den Weg hinunter zum See haben wir uns allerdings erspart. Über Vororte von St.George gelangten wir noch zum Fort Frederick aus der Franzosen-Zeit. Hoch oben über der Stadt genießt man atemberaubende Ausblicke über die Insel und den Hafen.

Nach kurzem Zwischenstopp auf der AIDA, schipperten wir per Wassertaxi zum empfehlenswerten Strand der Grand Anse Bay. Die Wassertaxis liegen in Sichtweite der AIDA und bereits im Hafengebäude wird man entsprechend eingewiesen. Die Überfahrt dauert nur 10 Minuten und der Strand ist wirklich der Hammer: Weitläufig, sauber und klares Wasser. Für Strandliegen bezahlt man etwa 5 US$ und für die Salto schlagenden Jungs sollte man auch noch einen Tipp parat haben - wenn man sie denn dabei fotografiert.

Annandale Wasserfall auf Grenada

Isla Margarita
Welch ein Kontrast: Nach den Regenwäldern und der Karibik herrscht hier eher südamerikanisches Flair, sowohl in Hinsicht der Landschaft als auch der Menschen. Der Hafenort El Guamache bietet wenig und ist zu weit vom Anleger entfernt. Möchte man etwas von der Insel sehen, sind auf jeden Fall geführte Touren anzuraten. Oder man bleibt gleich am hübschen Strandabschnitt direkt am Anleger. Die AIDA ist dabei immer in Sichtweite und man kann leicht auf kurzem Wege zurück aufs Schiff.

Wir haben uns für einen Bike-Ausflug mit den AIDA Jungs entschieden. Heute schien endlich von Anfang an die Sonne! Mit LKW und Bussen wurden wir samt Räder über die halbe Insel zum Strand Playa el Agua im Norden gebracht, von wo aus es per Rad 30 km auf der Landstrasse nach Juan Griego ging. Am schönen Badestrand der Playa Caribe ließen wir uns wieder abholen. Die Tour führte über breite, hügelige Strassen durch eher karge Landschaften, gespickt mit eindrucksvollen Aussichtspunkten. Ständiger Begleiter war ein Polizist auf einem Motorrad, der offensichtlich für unsere Sicherheit zuständig war. Die Isla Margarita gehört zu Venezuela und die dortige Mordrate ist immerhin eine der höchsten der Welt. Sehenswert sind die alten amerikanischen Autos unterwegs und in den Städten. Zwar vom Typ her nicht so alt wie auf Kuba, dafür fallen sie technisch gesehen fast auseinander. Tritt man zu feste aufs Pedal, durchschlägt man leicht das Bodenblech! Und diese Dinger sind auch noch hauptsächlich als Taxis unterwegs. Da hilft wohl nur noch das Motto eines mitreisenden KfZ-Meisters: Festhalten und beten!

Playa el Agua auf der Isla Margarita

Bonaire
Bonaire ist die erste der drei holländisch geprägten ABC-Inseln. Bonaire gehört dabei als Besondere Gemeinde direkt zu den Niederlanden, während Aruba und Curacao autonome Staaten innerhalb des Königreiches der Niederlande sind. Aufgrund fehlender Taxis haben wir uns kurzentschlossen am Flughafen ein Auto gemietet. Das hatte den Vorteil, die Insel mit ihren unterschiedlichen Vegetationszonen in ihrer Gesamtheit erkunden zu können. Im Süden dominieren die flachen Salzgewinnungsgebiete, während der Norden eine mexikanische Landschaft mit Felsen und Kakteenwäldern bietet. Man sollte bei einer Inselrundfahrt beachten, dass die Straße von der Hauptstadt Kralendijk (= Korallendeich) zum Gotomeer entlang der Karibischen See eine Einbahnstraße ist und nur von Süden nach Norden zu benutzen ist! Kommt man dagegen von Rincon zum Gotomeer, muss man den gleichen Weg zurücknehmen. Im Norden der Insel trifft man eine beachtliche Zahl an Tieren auf den Straßen an. Das reicht von Eidechsen, über Ziegen und Esel bis zu Wildschweinen! Keinesfalls darf man die Lagune Lac Bay verpassen. Das hüfthohe, klare und warme Wasser ist eine Sehenswürdigkeit und ein Traum für sich. Stundenlang kann man sich dort im Wasser tummeln. Die alte Stadt Rincon in den Bergen hat uns nicht begeistert, während die Sklavenhütten im Süden samt den weißen Salzbergen schon einen Abstecher wert sind. In diesem Bereich des Korallenstrandes lohnt sich auch das Schnorcheln bei kristallklarem Wasser! Das Wahrzeichen der Insel, die Flamingos, haben wir allerdings nicht oder nur von weitem gesehen. Weder am Gotomeer im Norden, noch am Flamingo Sanctuary im Süden.

Wegweiser am Lac Bay auf Bonaire

Curacao

Obwohl wir auf Curacao nicht über das See-Aquarium und die Hauptstadt Willemstad hinaus gekommen sind, gilt sie für uns als die schönste Insel der Reise. Holländisches Flair, aber viel viel wärmer als bei unseren Nachbarn. Willemstadt ist mit seinen bunten Häusern und eindrucksvollen Gebäuden nicht umsonst Weltkulturerbe. Alles ist so sauber und dennoch locker. Da wir dort mit der Luna bis 22:00 Uhr unter der beeindruckend hohen Konigin Julianabrug lagen, konnten wir Willemstad auch bei Nacht erleben. Auf dem Marktplatz von Otrobanda fand abends ein einheimisches Konzert statt: Bunt, schrill und fetzig - einfach klasse. Shoppen sollte man im Stadtteil Punda allerdings rechtzeitig: Um 18:00 Uhr schließen die Läden. Die beiden Stadtteile Otrabanda und Punda verbindet für die Fußgänger übrigens eine einzigartige Schwimmbrücke, die sich quer durch den ganzen Hafen spannt und sich bei Bedarf öffnet. In diesem Fall besorgen kostenlose Wassertaxis das Übersetzen.

Highlight war für uns aber das Schwimmen mit Delfinen im Sea-Aquarium. Die Delfine werden dort auch zu Therapiezwecken eingesetzt und haben mehrere überaus große und naturbelassene Becken. Wir waren vom ganzen Umfeld und der Art, mit den Delfinen umzugehen, angenehm überrascht. Abgerundet wurde das Ganze durch eine sehenswerte Delfinshow.

Den Abend ließen wir in Wilhelmstad mit einem Cocktail in einem Restaurant an der alten Stadtmauer des Waterforts ausklingen. Direkt am Wasser mit dem Blick aufs Meer und der untergehenden Sonne. Einfach traumhaft. Mit Seifenschaum im Springbrunnen wurde sogar etwas verschneite Atmosphäre suggeriert. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen steigt über der AIDA-eigenen Lasershow noch ein Feuerwerk vom Volksfest in den Nachthimmel auf. Die Luna bedankt sich mit ein paar zusätzlichen Tröten. Gänsehautfeeling!

Willemstad

Aruba
Aruba ist bekannt für sein trockenes Klima. So trocken, dass das Trinkwasser über eine Meerwasserentsalzungsanlage gewonnen werden muss. Nun denn: Nach drei Tagen schönen Wetters haben wir auf Aruba wieder mal eine ordentliche Ladung Regen abbekommen. Schon auf dem Weg zum Bus gab einen Tropenguss erster Güte. Später klarte es dann aber wieder auf! Über AIDA hatten wir vormittags den Ausflug auf die private Insel "De Palm Island" gebucht. Aber mit dichter Bewölkung und grauem Himmel kommt einfach kein schönes Strandfeeling auf. Der rückwärtige Blick auf die besagte Meerwasserentsalzungsanlage tat ein Übriges. Immerhin waren Liegen und All Inclusive-Verpflegung im Preis enthalten und auch eine Schnorchelausrüstung konnte man ausleihen. Vielleicht tut man dem Inselchen angesichts der kurzfristig auftretenden Wetterdepression auch ganz einfach unrecht!

Das wieder holländisch geprägte Oranjestad ist direkt vom Hafenanleger aus zu erreichen. Dieser bietet auch den amerikanischen Pötten Platz und somit ist Oranjestad eine einzige, große Shopping-Mall. Nichts gegen ältere Leute. Aber wir haben noch nie so viele Rollatoren aus einem Schiff wie der MS Zuiderdam quellen sehen ;-)

Oranjestad bietet sogar ein Hardrockcafe: Wenig Auswahl zu deftigen Preisen. Das Cafe selbst sucht man vergebens. Back to the roots - oder was?

Abends ließen wir den Tag noch gepflegt im Rossini bei einem 11-Gänge-Menü ausklingen. Nicht schlecht - aber auch nicht ganz billig.

AIDAluna vor Oranjestad auf Aruba

2.Seetag
Der zweite Tag auf See bedeutete gleichzeitig auch schon langsam Abschied nehmen. So ließen wir alles etwas lockerer angehen. In weiser Voraussicht hatten wir den Spa-Bereich auf Deck 12 für 15 € gebucht. Hier konnten wir den Tag entspannt genießen und gleichzeitig das Gewusel um die Liegen beobachten. Nach zwei kräftigen Regengüssen mit anschließendem Sonnenschein wurde die Hackordnung draußen ganz schön umgekrempelt! Selbst die Härtesten unter den Liegen-Egomanen mussten den Platz im Tropenhagel aufgeben. Die Handtuchbrigade der AIDA hatte Hochkonjunktur. Später haben wir in einem Fernsehbeitrag über die AIDA erfahren, dass sich in der Spa-Oase der Welt größte Whirlpool befindet (ohne Gewähr).Mit feuchten Augen genossen wir nach dem Abendessen mit frischem Hummer noch die letzte Farewell-Party und dann gingen auch schon die Koffer zum Check-Out in den Flur.

Seetag auf dem Crew-Deck

La Romana - Abreise
Nach so vielen Eindrücken und Ausflügen hatten wir zurück in der DomRep keine Lust mehr auf eine Tour. Es wäre zweifelsohne auch am Abreisetag noch etwas möglich gewesen. In La Romana waren die schwarz rauchenden Schlote auch nicht einladend. So haben wir nochmals das Sonnendeck genutzt. Zwischendurch ging es in den fußnahen Terminal zum Einchecken. Die Koffer waren bereits dort und das Einchecken problemlos. Man sollte auf das Gewicht achten. Die Koffer und auch später das Handgepäck werden gewogen! Pünktlich um 14:45 wurden wir dann abgeholt und per Bus zum nahen Flughafen gebracht. Von drinnen konnten wir einen erneuten Tropenguss allererster Güte beobachten. Der Abschied fiel dann wenigstens nicht ganz so schwer.

Auch das ist Karibik: La Romana, DomRep

AIDA Luna
Über die AIDA Schiffe selbst braucht man eigentlich nicht mehr viel zu schreiben. Alle unsere Erwartungen wurden auf der Luna erfüllt. Das Personal war stets freundlich und aufmerksam, die Kabinen sauber, dass Essen gut und die Gäste angenehm. Gegenüber einer früheren Tour mit der Bella entzerrten die zwei Essenszeiten im Marktrestaurant den Publikumsverkehr deutlich. Die Abendshows waren einmal mehr beeindruckend. Sänger, Tänzer und Artisten boten ein ganz hohes Niveau. Nur die Architektur des Theatriums beeinträchtigt doch sehr das Seh-Vergnügen.

Fazit: Nachdem wir auch schon andere Reedereien ausprobiert haben, fühlen wir uns dank der einzigartigen Atmosphäre auf der AIDA-Flotte doch immer noch am wohlsten.

Zielgebiet
Karibik & Mittelamerika
Schiff
AIDAluna
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