
Am 18.12.empfing uns die Blumeninsel Madeira morgens mit einem Regenbogen. Und schon ging es los mit unserer Aida-Bike-Tour, direkt durch die malerische Altstadt von Funchal, Markthalle und dann hinaus in die Umgebung von Funchal mit tollen Ausblicken. Kaum zurück, ging es dann schon wieder los in Richtung La Palma und Teneriffa. Da wir die Inseln schon kennen, ging es einfach kurz in die Stadt zum bummeln.
Am 24.12.
gingen wir dann morgens in Mindelo auf den Kapverden an Land. Wir gingen hier auf eigene Faust los ins Zentrum, allerding doch mit einem mulmigen Gefühl. Wir hatten zwar auf Anweisung alles Wertvolle auf dem Schiff gelassen, dennoch waren wir froh, wieder auf dem sehr schön weihnachtlich geschmückten Schiff zurück zu sein. Spektakuläres gab es hier nicht viel außer einem kleinen Überfall auf einen Passagier, der allerdings glimpflich ausging. Kurz darauf ging es dann in Richtung Praia, die Hauptinsel der Kapverden.
Am Abend wurden wir allerdings im Theater mit einer sehr schönen Weihnachtsshow unterhalten. In verschieden Sprachen wurde "Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen. Das ging dann schon ein bischen unter die Haut.
15.12.
Ankunft in Praia und schon ist es wieder wärmer als am Vortag. 26 Grad und sehr sonnig. Da meine Frau keine große Lust hatte auf Besichtigungstour ging ich einfach mit meiner Kamera alleine los, uns zwar joggen. Hat rießigen Spaß gemacht und ich habe im Schnelldurchlauf alles geknippst, was sehenswert war. Praia bietet im Vergleich zu Mindelo ein schönes Zentrum mit teilweise geschmückten Häusern. Allerdings war dann das Flussbett alles andere als toll anzuschauen. Zugemüllt und stinkig.
Am Abend hieß es dann wieder Leinen los und die eigentliche Vorfreude auf den Amazonas begann.
Irgendwann ging es dann über den Äquator. Natürlich gab es die obligatorische Äquatortaufe, Tausend Passagiere knutschen einen Fisch und werden dann von Neptun persönlich willkommen geheißen und getauft.....Muss man mal gemacht haben, war sehr spaßig und unterhaltsam.
Am 29.12. hatten wir dann die Küste von Brasilien in Fortaleza erreicht. Zusammen mit weiteren 7 Passagieren mieteten wir einen großes Taxi und fuhren an einen wunderschönen Stadtstrand. Bei 32 Grad Wassertemperatur und Sonne pur genossen wir das Strandleben. War richtig was los. Da der Strand bewacht war, hatten wir auch kein schlechtes Gefühl. Aufdringlich aber dafür sehr freundlich waren die vielen Strandverkäufer. Das Taxi holte uns dann auch pünktlich wieder ab, der Preis dafür insgesamt 70 Dollar hin und zurück für 9 Personen (wahrscheinlich viel zu teuer), aber dafür sehr zuverlässig zurück am Schiff. Kann man also durchaus empfehlen.
Jetzt ging es wieder los in Richtung Amazonasdelta. Pünktlich am
31.12. legten wir in Belem an, bis dahin schon beeindruckt vom rießigen Delta wurden wir von Tenderbooten an Land gebracht. Im klimatisierten Bus ging es dann los zum Markt und dessen Besichtigung. Zu Fuß dann weiter zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt mit dessen schön angelegtem Park (Miniregenwald). Auf der Lodge dann gab es ein gutes Mittagessen (war natürlich mit Aida nicht zu vergleichen) mit ortsüblichen Speisen und Früchten. Als Highligt ging es dann auf das Ausflugsboot in die Nebenarme des Amazonas bis hin zu einer Einheimischensiedlung zur Besichtigung des Regenwalds. War schon sehr beeindruckend, muss man aber unbedingt selbst gesehen haben. Mit dem Ausflugsboot ging es dann direkt zurück zum Schiff. Wegen des leichten Seegangs hatte es dann auch ein bischen gedauert, bis dann das Anlegen geklappt hat. War bis dahin ein interessanter und schöner Ausflugstag, der sich gelohnt hat. Aber das Beste kommt noch:Die Sylvesterparty.
Diese begann mit einer tollen Poolparty an Deck, nachdem wir von Belem aus wieder auf das offene Meer hinausfuhren, um dort nach dem Countdown das neue Jahr mit einem grandiosen und über 5 Minuten andauerndem Feuerwerk zu begrüßen. Wahnsinns Stimmung und dazu tolle Musik. Um 1 Uhr dann zum Sylvestermenü. Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sushi, Kaviar, Gulaschsuppe. Alles war da und dazu noch ein toll dekoriertes Restaurant. Danke Aida.
Nach dem Feiern kam dann der Seetag gerade recht, um sich zu erholen, bis wir dann am 02. Januar abends in Santarem inmitten des Amazonas anlegten. Dieses mal ging es wieder auf eigene Faust los. Wieder mieteten wir ein Großraumtaxi und mit 9 Personen (überraschend hatten wir dann mit dem "Aufreißer" gleichzeitig einen Führer dabei) und für 150 Dollar ging es dann los nach Alter do Chao an den Rio Tapajos. Bei 30 Grad warmem Wassen am weißen Sandstrand war das ein tolles Erlebnis, zumal wir an der Strandbar auf Anraten unseres Führers gleich 3 große Fischplatten mit reichlich Reis und Gemüse sowie Früchten genossen. Dazu natürlich reichlich Caipi und dementsprechend war auch die Stimmung. Wir hatten wieder einen tollen Tag erlebt und wurden dann auch wieder unversehrt am Schiff abgeliefert. Allerdings hatten wir danach erfahren, dass man mit dem Baden im Fluss nun doch ein wenig vorsichtiger hätte sein sollen. Dort gibt es nämlich Fadenwürmer die in den Körper eindringen und dort dann ihr Unwesen treiben könnten. Aber Gott sei Dank ist dann doch nichts passiert. Lag wahrscheinlich am Alkohol :-)
Am Abend ging es dann leider unserem Ende der Reise in Richtung Manaus zu. Den Seetag erlebten wir dann leider weitgehend nicht an Deck, der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre. Interessant dabei war alledings das Treffen der Wasser. Der Rio Negro und Rio Solimoes vereinen sich und fliessen mehrere Kilometer nebeneinander her. Bei Ankunft in Manaus am 05.01.2012 war das Wetter dann wieder super. Wir gingen dann gleich wieder auf eigene Faust los zur Stadtbesichtigung. Ein reges Treiben gleich am Frühen Morgen faszinierte uns dann doch ein wenig. Anscheinend ist ganz Manaus ein einziger Markt. So ging es dann auch zum alten Opernhaus, ein grandioses Bauwerk. Zurück auf dem Schiff genossen wir noch die letzten Stunden.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Wundervolle Reise, Kapverden muss man nicht unbedingt gesehen haben, Amazonas ist grandios, Ausflüge auch ohne Festbuchung durchaus günstig möglich. Sowohl auf Kapverden als auch in Brasilien Schmuck und ähnliches an Bord lassen. Ansonsten die Reise bitte selber machen. Lohnt sich.