Faszination Amazonasurwald

Liebe Weblounge-Leser,

für viele, die im Winter dem kalten Deutschland entfliehen, ist es das größte Glück, den Tag bei über 30 Grad an einem tollen Strand zu verbringen. Definitiv eine feine Sache. Für mich als totaler Natur- und Wanderfan gibt es allerdings noch etwas Besseres: das dichte üppige Grün des Regenwaldes. Ich glaube kein Maler der Welt könnte so viele Grüntöne mischen, wie es die Natur des Regenwaldes schafft. Dazu die Geräuschkulisse, die der Wind in den riesigen Blättern hinterlässt, gepaart mit dem Rufen der verschiedenen Vögel. Lebendig ist vielleicht das beste Wort, um die hiesige Stimmung zu beschreiben. Unsere momentane Amazonasroute mit AIDAvita ist für mich das Paradies: denn sie ist vollgespickt mit Häfen, die unvergessliche Ausflüge in die Natur ermöglichen.
Zum Beispiel Belém: Dieser Hafen wird auch als das "Tor zum Amazonas" betitelt. Dabei befindet man sich hier, streng genommen, noch gar nicht auf dem Amazonas, sondern auf dem Pará - eine Meeresbucht, die sich an der Mündung des Flusses Tocantins gebildet hat. Bei erhöhtem Wasserstand ist diese Bucht zeitweilig mit dem Amazonasdelta verbunden. Auf jeden Fall ist man aber schon mitten drin im Amazonasurwald, dem größten tropischen Waldgebiet der Erde. Genau dies lässt sich hier am intensivsten direkt vom Wasser aus entdecken und zwar mit diesen urigen alten Holzbooten, die uns direkt von der, auf Reede liegenden, AIDA abholen.

Holzboot auf dem Amazonas

Eine entspannende Fahrt in die kleinen Seitenarme beginnt. Der Regenwald kommt ein Stück näher und auch das einheimische Leben.

Holzboot auf dem Amazonas
Auf dem Amazonas

Unser Guide erklärt uns, warum das Wasser so trüb ist und welche Vielzahl von Fischen hier dennoch lebt. Nach einer guten Stunde - meine Orientierung habe ich schon längst verloren - verlassen wir schließlich das Boot und begeben uns auf eine gemütliche Wanderung quer durchs Gebüsch.

Wohnen am Amazonas
Wohnen am Amazonas 2

Wir erleben die gigantischen Kapokbäume, die bis zu 60 m hoch werden und ihre meterhohen Brettwurzeln weit ausbreiten.

Der grüne Dschungel
Wanderung durch den Dschungel

Unser Rundgang führt u.a. vorbei an Kakao-, Mango-, Cashewnuss-, Paranuss-, Papaya-, Passionsfrucht- und Sternenfruchtbäumen. Dass man hier kosten muss, versteht sich von selbst. Besonders imposant sind die Blüten der Guaranábäume, die wie ein "sehendes Auge" aus dem Blättermeer hervorstechen. Geerntet wird nur die "schwarze Pupille". Guaraná ist den Indios im Amazonasgebiet schon seit Jahrhunderten bekannt. Die geschälten und getrockneten Samen werden zu einem hellbraunen Pulver zermahlen, in Wasser aufgeschwemmt und mit Honig gesüßt, getrunken. Das Getränk wirkt ähnlich wie Kaffee anregend und dämpft Hungergefühle. Heutzutage findet man auch Schokolade, Kräuter- und Früchtetees, Kaugummis und Energy-Drinks mit Guaranáanteil.

Frucht des Guaranábaum

Die Mutigen von uns nutzen die Gelegenheit, mit einer Tarantel in Kontakt zu treten, während ich mich lieber mit den süßen Faultieren beschäftige. Jedem das Seine ;-)

Tarantel

Auf der Rückfahrt passiert unser Boot breitere Wasserwege und ermöglicht uns so noch eindrucksvolle Aufnahmen von der Skyline Beléms. Für die Metropole bleibt mir heute keine Zeit mehr, aber wir kommen ja wieder. Dann werde ich Ihnen einen Einblick in die "Stadt der Mangobäume" geben.

Skyline von Belém

Liebe Grüße,

Ihr Shore Operationsmanger Dana

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