Patagonien: Die faszinierende Welt der Pinguine

Hola liebe AIDA Weblounge Fans und Leser,

es war wieder soweit: AIDAcara machte sich zum zweiten Mal für die Saison 2011/2012 auf den Weg nach Patagonien. 14 wundervolle Tage erwarteten uns in den atemberaubenden Destinationen im Süden Südamerikas. Besonders ins Herz geschlossen haben wir hier die kleinen schwarz-weiß befrackten Bewohner dieser Region. In fast jedem Hafen hieß es: "Pinguine, wo seid ihr?! Wir kommen!" Zu unserem Erstaunen gab es doch recht unterschiedliche Pinguine in diesen Teilen Südamerikas. Deshalb hatten wir vorher, an den Seetagen, eine kleine Tierstunde mit unserem Lektor: Tilman erzählte uns z.B. etwas über so genannte Pinguinstraßen. Das sind Wege, die Pinguine immer wieder gehen. Werden diese Wege zerstört, können die kleinen Freunde ihr Nest vielleicht nicht mehr finden. Also war Vorsicht geboten. Gut informiert und vorbereitet ging es dann los auf Tour.

Pinguinstrasse

In den ersten Häfen, Puerto Madryn in Argentinien und Punta Arenas in Chile, duften wir Bekanntschaft mit den Magellanpinguinen machen. Dort gab es unterschiedliche Kolonien dieser putzigen Vögel. Die erste Kontaktaufnahme in Puerto Madryn war unsererseits noch etwas zurückhaltend. Gerade zu dieser Jahreszeit waren die Pinguine sehr wachsam. Wo im November, bei unserem ersten Besuch, noch teilweise Pinguineltern auf ihren Eiern saßen, waren nun kleine, flauschige Pinguinbabys zu sehen. Da mussten wir uns natürlich behutsam bewegen, um die Eltern nicht zu verärgern.

Pinguinfamilie

Ein weiteres besonderes Erlebnis hatten wir auf der Magdalenen-Insel. Nach einer kurzen Busfahrt sind wir umgestiegen auf eine Fähre, die uns auf eine Insel, mitten in der Magellanstraße, brachte. Schon als wir uns der Insel näherten, wurden wir von den schwarz-weißen Inselbewohnern begrüßt. Dieses eindrucksvolle Naturreservat ist die Heimat für 140.000 Pinguine. Eine Stunde lang konnten wir dieses einzigartige Eiland erkunden. Vorgegebene Pfade zeigten uns die Richtung zum Leuchtturm. Auf unserem Weg dorthin haben wir immer wieder angehalten, damit die Pinguine auch von links nach rechts passieren konnten. Nach einer Stunde mussten wir uns schweren Herzens von unseren neu gewonnenen Freunden trennen, denn unsere Fähre machte sich auf den Rückweg nach Punta Arenas.

Mit der Fähre auf der Magdalenen-Insel

Auf den Falklandinseln durften wir dann zwei weitere Pinguinarten kennenlernen: Uns erwarteten die Felsen- und die Eselspinguine. Mit Minibus und Allradfahrzeug fuhren wir zur entlegenen Kolonie der Felsenpinguine. Diese lustigen Gesellen mit der plüschigen Fönfrisur und kurzem roten Schnabel hüpften auf ihren Felsen hin und her. Man konnte nur staunen und leider verging die Stunde vor Ort schneller, als uns lieb war.

Felspinguin auf den Falkland-Inseln

Von AIDAcara aus ging es direkt zu unserem nächsten Abenteuer: Nicht mit Tenderboot, sondern mit einem lokalen Boot fuhren wir Richtung Sparrow Cove. Nachdem wir in Allradfahrzeuge umgestiegen sind und eine halbe Stunde durchgeschüttelt wurden, sind wir an unserem Ziel angekommen: Die Kolonie der Eselspinguine lag vor uns. Seile auf dem Boden dienten als Markierung, wie weit wir uns den Tieren nähern durften. Diese eleganten Pinguine mit ihren roten Schnäbeln hatten ihre Nester dicht an dicht gebaut. Sie wirkten wie eine große Familie. Daher merkten wir erst nach einer Weile, dass sich jemand dazu gemogelt hatte. Ein Goldschopfpinguin hatte sich in die Kolonie verirrt und sorgte für unsere Erheiterung. Schließlich sah er mit seinen goldenen Kopffedern sehr lustig zwischen den ganzen Eselspinguien aus. Auch hier verging die Zeit wieder rasend schnell und es ging mit unseren Allradfahrzeugen zurück zum Bootsanleger und weiter zu unserer AIDAcara.

Kolonie der Eselpinguine von Sparrow Cove mit Goldschopfpinguin

Man könnte noch endlos über diese wundervollen Tiere und eine wiedermal unvergessliche Reise schreiben, aber da dies kein Roman werden soll, schicke ich Ihnen nun viele liebe Grüße aus dem atemberaubenden Südamerika.

Ihr Shore Operations Manager,
Wolfgang Pichler

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