Reisetagebuch- Dubai

von  Victoria Rödger 30. August 2016 15:50
Reisetagebuch- Dubai

Hallo liebe Webloungies,

heute berichte ich von einer ganz besonderen und aufregenden Tour durch die Wüste Dubais.

Am 18.02.2016 war es soweit: Die Jeepsafari in die Wüste von Dubai stand auf dem Programm und ich durfte unsere Gäste begleiten! Schon am Treffpunkt auf dem Schiff war die Vorfreude zu spüren, die unsere abenteuerlustigen Gäste mitbrachten, denn die meisten kannten die Wüste bisher nur aus dem Fernsehen. Als alle Gäste auf die Jeeps verteilt waren, machten wir uns mit einem eindrucksvollen Konvoi von 23 Geländewagen auf den Weg. Die Große Arabische Wüste, in ihrer Ausdehnung nach der Sahara die zweitgrößte Wüste der Welt und gemessen am Sandvorkommen sogar auf Platz 1, war das Ziel unserer Wüstensafari. Zunächst führte uns unsere ca. einstündige Fahrt aus der Stadt heraus. Der Übergang von der pulsierenden Metropole in die ursprüngliche Wüstenlandschaft war nahezu nahtlos: Waren wir eben noch inmitten von modernsten Hochhäusern, so umgab uns kurze Zeit später nur noch Sand - soweit das Auge reicht. Unser pakistanischer Jeepfahrer erzählte den vier mitreisenden Gästen und mir während der Fahrt von seinem Leben in Dubai, wodurch wir einen interessanten Einblick in das Leben in den Emiraten erhielten und die Anfahrt zur Wüste wie im Fluge verging.

Dort angekommen, legten wir zunächst einen technischen Stopp ein, bei dem etwas Luft aus den Reifen gelassen wurde, um das Fahren in der Wüste angenehmer zu machen. Die Gäste nutzen den Halt, um zum ersten Mal den Wüstensand an den Füßen zu spüren und die ersten Dünenfotos zu machen. Dann begann der abenteuerliche Teil der Tour – die Offroad-Fahrt. Dass diese Fahrt einer Achterbahn-Fahrt gleicht, darauf hatte ich meine Gäste schon vorbereitet, aber meist muss man Erfahrungen doch erst selbst machen, um es zu glauben. Auch in unserem Wagen wurde gekreischt und gelacht, als es rasant die Dünen auf und ab ging, der Jeep seitlich die Sandberge hinabdriftete oder wir abrupt auf einem Dünenkamm zum Stehen kamen und den vor uns abfallenden Steilhang sahen. Oft dachten wir, dass die Manöver, die unser Fahrer uns bot, kaum gutgehen konnten, aber wir schenkten ihm 100% unseres Vertrauens und wurden mit einer Fahrt voller Adrenalin und Spaß belohnt. Selbst ich, die Achterbahnfahrten doch eher ängstlich gegenübersteht, konnte dieses Vertrauen guten Gewissens gewähren, denn sämtliche Fahrer haben eine spezielle Fahrlizenz für solche Safaris in der Wüste und sind damit meist seit Jahren fast täglich in den Dünen unterwegs, wobei sie all ihre Erfahrungen sammeln. Und diese Erfahrungen benötigt man wirklich, denn das Fahren auf Sand ist mit dem Fahren auf Glatteis zu vergleichen und hängt auch von der Sandbeschaffenheit und –feuchtigkeit ab, wie wir während der Tour gelernt haben. Da es den Tag vor unserer Safari in der Wüste geregnet hatte, war es für unseren Fahrer eine eher einfache Fahrt, da der Sand recht griffig war, wohingegen sehr trockener Sand eben kaum Gripp bietet.
Nach etwa einer halben Stunde Abenteuerfahrt war es Zeit für einen ausgiebigen Fotostopp, denn das Panorama war einfach atemberaubend. Kilometerweit erstreckten sich die Sanddünen um uns herum und von unserem erhöhten Standpunkt sah man mehrere Jeepkonvois, die sich wie Ameisenkarawanen durch die Hügellandschaft schlängelten. Während in der Ferne in westlicher Richtung noch schwach die Skyline von Dubai mit dem höchsten Turm der Welt, dem Burj Khalifa, zu erahnen war, konnten wir im Osten bereits die schroffen Ausläufer des Hadschar-Gebirges sehen.

Hatten mich zuvor schon die endlosen, etwas höheren Sanddünen bei einer Safari in Abu Dhabi beeindruckt, übte doch gerade dieses abwechslungsreiche Panorama der Wüste um Dubai auf mich noch einmal einen besonderen Reiz aus. Außerdem habe ich festgestellt, dass Sand nicht gleich Sand ist, auch wenn er aus der gleichen Wüste stammt. In Abu Dhabi hatte ich sehr hellen Sand gesehen und hier in Dubai schimmerte der Sand in einem deutlich rötlicheren Ton. Auch das wetterbedingte Licht- und Schattenspiel brachte uns allen super Fotos und unvergessliche Eindrücke ein. Aber mit diesen sollte es nach dem Fotostopp noch nicht vorbei sein, denn ein Highlight - der Sonnenuntergang -  stand ja noch bevor. Und diesem fuhren wir nun entgegen, teils Offroad, teils auch zurück auf festem Boden. Da noch etwas Zeit verblieb, legten wir zunächst einen Halt an einer Kamelfarm ein, wo wir der Fütterung einer Kamelherde mit Jungkamelen zusahen. Dann fuhren uns die Guides zu einem Platz, der geeignet war den Sonnenuntergang zu genießen. Wir erreichten diese Stelle gerade noch rechtzeitig, die Sonne stand schon kurz über dem Horizont. Alle zückten ihre Fotoapparate und ich bin mir sicher, dass wir jede Sekunde des Sonnenuntergangs nachvollziehen könnten, wenn wir all die Fotos unserer Gruppe zusammenlegen würden, so fleißig wurde fotografiert.

Natürlich haben wir dabei nicht vergessen, diesen romantischen Moment auch einfach mal zu genießen und so standen viele zusammen und sahen verträumt dem roten Feuerball zu, der hinter den Dünen verschwand. Damit aber noch nicht genug der Romantik: Nach kurzer Weiterfahrt kamen wir an dem Ziel unserer Fahrt, dem Wüstencamp an. Es dämmerte schon langsam und das von Dünen umgebene Camp wirkte sehr idyllisch mit seiner dezenten Beleuchtung. Empfangen wurden wir auf typisch arabische Art mit Datteln und Kaffee sowie traditioneller Musik. Die kreisförmig angeordneten Zelte luden sofort zum Verweilen ein.

Einige Gäste stärkten sich erst einmal mit den Vorspeisen „Falafel“ (vegetarische, frittierte Bällchen) und „Chicken-Schawarma“ (eine Art Hühnchen-Wrap), während andere direkt die Möglichkeit für Henna-Malerei, Schischa-Rauchen oder einen Kamelritt nutzten. Spätestens beim Ruf zum eröffneten Buffet fanden sich dann alle in den Zelten ein und verkosteten die vielfältigen Speisen. Die Auswahl umfasste Speisen wie Humus, Salate, Pasta, eine Kartoffelpfanne, Biryani-Reis, Fisch sowie verschiedenstes Grillfleisch und auch die typisch arabische Süßspeise „Umm Ali“, eine Art süßer Brot-Milch-Auflauf, durfte nicht fehlen. Als wir uns dem Ende dieser Schlemmerei näherten, trat eine Bauchtänzerin ins Zentrum des Camps und begann sich zu orientalischen Klängen zu bewegen. Dieser Tanz fesselte uns für die nächste Viertelstunde und den einen oder anderen verleitete die Musik zu schüchternen Tanzversuchen. Als die letzten Klänge verstummt waren, wurde sämtliches Licht im Camp geloschen und wir hatten freie Sicht auf den Sternenhimmel. Spätestens zu diesem Zeitpunkt rückte wohl für jeden der lebhafte Alltag in die Ferne und die Zeit schien einen Moment stillzustehen. Dies war der krönende Abschluss unserer Tour in der Wüste. Danach begaben wir uns langsam wieder zu unseren Jeeps und traten die Rückfahrt an. Dabei war jeder noch gefangen von den Eindrücken der vergangenen Stunden und ließ die Tour individuell Revue passieren.

Für mich persönlich war dieser Ausflug aufgrund der abwechslungsreichen Gestaltung und der landschaftlichen sowie kulturellen Eindrücke einer der schönsten Ausflüge, die ich bisher bei AIDA erlebt habe und ich kann ihn jedem, der Wüstenfeeling erleben möchte, nur wärmstens empfehlen.

Viele Grüße

Ihre Shore Operation Managerin

Victoria Rödger

den Bericht kann ich kann sehr gut nachvollziehen und Jedem empfehlen - wir haben im Februar 2016 einen ähnlichen Ausflug in der Wüste bei Abu Dhabi gemacht

von u.gabi am 13. Oktober 2016 um 09:17 Uhr

Danke für dan Bericht. ;-)
LG

von jana60 am 10. September 2016 um 18:40 Uhr

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