Wir haben wieder den richtigen Hafen gefunden!

von  Kapitän Kurc 16. Juli 2008 20:43
Wir haben wieder den richtigen Hafen gefunden!
Heute sind wir wieder mit AIDAbella in St. Petersburg. In der Hafeneinfahrt steht rechts an der Mole der Schriftzug Leningrad.

Leningrad - Wegweiser für den Kapitän Die Zeiten ändern sich, das Schild bleibt: An der Hafeneinfahrt von St. Petersburg

So hieß St. Petersburg ja für einige Jahre. Dieser Schriftzug erinnert mich aber an eine Zeit, als ich auf einem Stückgutfrachter Richtung Westküste von Afrika gefahren bin. Das ist schon über 20 Jahre her. Damals gab es an Bord öfter Späßchen zwischen Brücke und Maschine darüber, wer denn wohl wichtiger an Bord ist. Das kam noch aus der Zeit, als man die Segel durch Maschinen ersetzte. Es gab immer lustige Geschichten über die ´"anderen" zu erzählen.

 

Damals haben wir an Bord noch kein GPS (Global Positioning System) Satelliten-Navigationssystem gehabt. Die Schiffsposition hat man damals mit der so genannten Astro-Navigationsmetode  bestimmt, d.h. man hat mit einem Sextant die "scheinbare Höhe" von Sonne, Mond, Planeten oder ausgewählten Sternen gemessen. Daraus konnte man seine Position berechnen.

 

Das Verfahren war aber oft unsicher, da man 2 Messungen mit ausreichend zeitlichem Abstand benötigte. Dies ist speziell bei schlechtem Wetter nicht immer gewährleistet, da Wolken und Dunstschleier oft die Sicht auf die Sterne oder den Horizont bedecken. Wir mussten daher öfter mehrere Tage ohne eine genaue Positionsbestimmung fahren.

 

Damals stand also in einem Hafen an der Westküste Afrikas Lome in Togo an der Mole rechts in der Hafeneinfahrt auch ein Schild. Es sah genauso aus wie ein Straßenschild an der Stadtgrenze. Auf diesem Schild stand LOME.

 

Jedes mal, nachdem das Schiff fest an der Pier in Lome lag, kamen unsere Kollegen aus der Maschine auf die Brücke, um uns zu gratulieren ( vielleicht auch, um uns ein bisschen zu ärgern), dass wir wieder den richtigen Hafen gefunden haben.

 

Haben Sie auf Ihren AIDA Reisen auch schon solche "Hafen"-Schilder gesehen? Ich bin gespannt.

 

Bis bald,

 

Ihr Kapitän Prem Kurc

 

Die Reise einfach wiederholen

eigentlich sind die Betonlettern groß genug, der Käpt'n hat diese auch beim 2. Anlauf gleich gefunden.


Du solltest Dir keine Sorgen machen und die Ostseerundfahrt einfach nur Wiederholen. Du läßt Dich vom Käpt'n früh wecken und stehst auf Deck steuerbord und schaust nach dem sozialistischen Überbleibsel der einstigen Sowjetrepublik.

von Ankerreiniger am 17. Juli 2008 um 22:36 Uhr

St. Petersburg

Also meine Cousine hat damals noch in Leningrad studiert. Sie hat dort einen sehr netten Mann kennengelernt und auch später geheiratet. Jetzt lebt sie in Kanada, denn ihr Mann ist Kanadier, tja so ist das. Mir gefällt persönlich St. Petersburg besser als Leningrad. Aber es ist ja egal, wie die Stadt heißt, Hauptsache ist, dass meine Cousine dort den Mann fürs Leben gefunden hat. Und der ist echt nett. Tja, wie das Leben so spielt. Ich hoffe, St. Petersburg auch einmal zu besuchen, soll wirklich eine wunderschöne Stadt sein.


Viele Grüße und weiterhin gute Fahrt (ein Freund von mir fährt zur Zeit mit)


Martina Carola

von Martina Carola am 17. Juli 2008 um 21:07 Uhr

Leningrad
Ich gehe mal davon aus das dieses Schild schon viele" weisse Schwäne" der Seefahrt gesehen hat,und es auch noch viele werden.  Denn St.Pertersburg (Leningrad ) ist ja auch eine sehenswerte Metropole an der Ostsee.

von Udo am 17. Juli 2008 um 20:19 Uhr

das habe ich wohl verpennt

als wir in St Petersburg einliefen, habe ich das Schild Leningrad. leider nicht gesehen.


Schade.


LG Renate 

von Gast am 17. Juli 2008 um 02:00 Uhr

der richtige Hafen
Gott sei Dank müssen wir über die Bella keine Suchmeldung rausgeben. Sie lag gut vertaut heute im Hafen von St. Petersburg. Auch wenn die Technik heutzutage sehr fortschrittlich ist, auch ein GPS (bzw. Navigationsgerät kann irren). Darum ist es immer gut, wenn der Lotse an Bord geht, denn der muss auf jeden Fall den Rest der Fahrstrecke kennen.

von Huth1974 am 16. Juli 2008 um 22:42 Uhr

Sowjet-Charme
Als "Ostzonen-Gabi" geht mir der Name Leningrad auch immer noch wesentlich leichter über die Lippen als St. Petersburg. Eigentlich ist es ja auch irgendwie beruhigend, dass sich die Stadt wenigstens stellenweise noch ein bisschen Sowjet-Charme erhalten hat. Die Prachtboulevards an der Newa erinnern mittlerweile wohl eher an New York und Paris.  Und wer weiß, wozu man die Ortsschilder am Stadtrand noch gebrauchen kann. Falls mal eine dicke Möwe auf der Satellitenschüssel sitzt oder die Sterne verrückt spielen, ist es immer gut zu wissen, wo man gerade lang fährt. Wie schnell gerät man vom Weg ab und landet in Wladiwostok. 

von susistarfish am 16. Juli 2008 um 22:19 Uhr

Alles russische Geschichte

Die nostalgische Hafendekoration in Beton hat schon seinen Reiz, wenn mann in den Hafen einfährt. Sicherlich eine Rubel- oder politische Entscheidung um den zeitgemäßen Namen der Stadt anzubringen.


Gute Reise nach Stockholm!


 


http://www.aida-weblounge.de/images/st-petersburg-3

von Ankerreiniger am 16. Juli 2008 um 21:03 Uhr

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