Seemännische Begrifflichkeiten und Sprache

von  Kapitän Dr. Hoppert 15. Mai 2011 11:21
Seemännische Begrifflichkeiten und Sprache
Liebe AIDA Freunde,
die Seefahrt ist geprägt von vielen fantastischen Geschichten, kuriosem Aberglauben und einer ganz eigenen Sprache. So gelten an Bord teilweise ganz andere Regeln, als man es von der herkömmlichen Grammatik kennt. Anhand dieser sprachlichen Feinheiten sollte sich ganz leicht die „Landratte“ vom Seemann unterscheiden. Der korrekte Plural sind die Seeleute, nicht die Seemänner, aber das hat etwas mit gutem Deutsch zu tun. 
Obwohl das Schiff grammatisch immer Neutrum ist, ordnet es der Seemann immer dem Femininum zu. Gleichgültig welchen Namen ein Schiff hat, einen männlichen oder weiblichen oder aber auch sächlichen, sein Schiff ist immer eine „die“. Die Ursachen für diesen Sprachgebrauch sind ganz natürlich. Jeder Seemann liebt sein Schiff und behandelt es auch wie eine Weiblichkeit. Es hat aber auch etwas Mütterliches an sich, nämlich Vertrauen zu haben auf Sicherheit, sich wie in einem mütterlichen Schoß befindend zu fühlen. Über Wochen und Monate (früher auch über Jahre) musste man seinem Schiff vertrauen, mit dem man sich den Naturgewalten stellen musste, vor denen man keine Flucht ergreifen konnte. So ist es auch verständlich, wenn ein Seemann sein Schiff immer „malt“, wenn er es mit Farbe ausbessert. Obwohl in einer Werft dort die gleichen Arbeiten von Werftarbeitern durchgeführt werden, verrichten dies die „Anstreicher“.

Vielleicht später noch etwas mehr davon. Dass Sie immer die richtigen Worte finden, wünscht Ihnen
Ihr Kapitän Dr. Hoppert

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von bobdoskaen6 am 13. Juli 2012 um 10:14 Uhr

Hallo Dr. Hoppert. Die letzte Fahrt mit der alten"Blu" nach Hamburg, ist uns noch recht gut in Erinnerung - ist schon lange her und die darauf folgenden Fahrten (3) mit Ihnen werden uns im Gedächtnis bleiben. Ihre Kommentare im Blog finden wir auch sehr gut und überhaupt - alles an Ihnen ist Klasse!!!
Wir sehen uns vom 3.7. bis zum 17.7. wieder!
Bis dahin , alles gute und immer viel Wasser unter`m Kiel. Schiff AHOI.

von Studio24a am 20. Juni 2011 um 22:47 Uhr

Nun weiß ich auch, warum die Mannschaft für 9 Monate an Bord bleibt, denn genauso lange befinden sich Embryos im mütterlichen Schoss!
Mich erstaunt es nicht mehr, wenn "NEE" Gäste von Ihren "Zimmern" sprechen; doch ich fand es mehr als befremdend, als mich eine Rossini-Kellnerin am Morgen beim Frühstück nach meiner "Zimmernummer" fragte.

Lieber Kapitän Hoppert; ich würde mich freuen, Sie vom 23.6.-3.7. an Bord der Blu auf der Reise mit den "Weißen Nächten" vielleicht einmal sehen zu dürfen ! Ich hoffe, Sie werden Zeit haben zu den neu ins Leben gerufenen Clubtreffen zu kommen !

Bis dahin (noch 4 x schlafen) grüßt ganz herzlich:

Maria

von meinemiamaria am 19. Juni 2011 um 18:21 Uhr

Vielen Dank an Kapitän Dr. Friedhold Hoppert, dass er sich dieser Problematik einmal widmet.
So steht ein Schiff z.B. nicht an der Pier oder vor Anker, sondern "liegt". Die Kabinen an Bord sind eben keine Zimmer und die Decks sollten nicht als Etagen oder Stockwerke betitelt werden. Es ist schon erstaunlich, dass auch die "Vielfahrer" meistens (noch) nicht versuchen, sich einer maritimen Ausdrucksweise zu befleissigen. Bleibt zu hoffen, dass sich dies mit Unterstützung der echten Seeleute auf dieser Seite und nicht zuletzt an Bord verbessern lässt.

von Crosbies am 16. Mai 2011 um 18:50 Uhr

Es gab auch schon ein Schiff mit männlichem Artikel: Der Imperator. Ein Kaiser hat es sich so gewünscht.

von C-- am 15. Mai 2011 um 16:39 Uhr

Vielen Dank für den wissenswerten Beitrag! :-)

von Simon W. am 15. Mai 2011 um 12:38 Uhr

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