Bis zum Ende der Welt und zurück!

von  Kapitän Cramer 27. Februar 2012 15:53
Bis zum Ende der Welt und zurück!
Sehr geehrte AIDA Weblounge Leser/innen,

vor gut zwei Wochen habe ich hier auf unserer AIDAcara Kapitän Thomas Mey abgelöst. So erhielt ich die besondere Gelegenheit, persönlich unsere letzte Kap-Hoorn-Reise dieser Saison antreten zu dürfen. Wenn man als Seemann an Kap Hoorn denkt, dann hat man sofort Stürme und schwere See vor Augen. Doch es sollte alles sehr viel anders kommen.

Unsere Reise begann in Buenos Aires und dies allein war für mich schon mit vielen Erinnerungen verbunden. Im Jahre 2000 entschied ich mich für die Seefahrt und heuerte als Nautischer Offiziers Assistent auf einem Container-Schiff an. Dieses verkehrte damals zwischen Hamburg, Rotterdam, Antwerpen, Le Havre, Santos, Paranagua, Itajai, Montevideo und eben Buenos Aires. Aber südlich von dieser wunderbaren Stadt begann nun auch für mich Neuland. So konnte ich die Vorfreude unserer Gäste uneingeschränkt teilen.
Südamerika
Zunächst hatten wir zwei Seetage. Das war perfekt, um sich erst einmal an die doch sehr viel angenehmeren Temperaturen zu gewöhnen. Als erster Hafen der Reise lud Puerto Madryn zum Baden ein. Vor Ort sorgte, zusätzlich zu den sommerlichen Außentemperaturen, der „Brasilstrom“ für angenehme Wassertemperaturen. Natürlich gab es für alle Passagiere vielfältige Ausflugsmöglichkeiten. Ich blieb stattdessen an Bord, um mich mit den Kollegen auf die anstehenden Passagen vorzubereiten.

Mit der Einfahrt in die Magellanstraße kam auch unser Lektor Tillmann das erste Mal auf die Brücke. Er besuchte uns in den Folgetagen regelmäßig. Mit der besten Aussicht an Bord verkündete er dann wissenswertes über die besonderen Schifffahrtsrouten und Reiseziele auf unserem Weg. Begleitet wurden wir in der Magellan-Straße von schwarz-weißen Delphinen. Zum Glück gab es so viele, dass jeder Gast die Möglichkeit hatte, dieses fantastische Naturschauspiel zu genießen.
Delphine in der Magellanstraße
In Punta Arenas angekommen, ging es für viele Gäste und auch unseren Club Direktor mit einem ganz besonderen Auftrag an Land: Pinguine aus der Nähe zu betrachten stand auf dem Programm. Das war, wie Sie an folgendem Bild erkennen können, auch keine Schwierigkeit.
Pinguine in Punta Arenas
Während die Landgänger fleißig Fotos schossen, wurde der Tag für die Kollegen aus dem Maschinen- und Decksbereich ab der Mittagszeit etwas arbeitsintensiver. Der Wind frischte in der Mittagszeit entgegen jeglicher Vorhersagen auf. Innerhalb kurzer Zeit kamen gleich zwei starke Schlepper, beide Bugstrahler und alle vier Hauptmaschinen zum Einsatz, um das Schiff gegen den Winddruck am Liegeplatz zu halten.
Schlepperunterstützung
Zum Glück flaute der Wind genauso schnell wieder ab, wie er gekommen war. So konnten wir letztendlich bis zum Ende der Liegezeit längsseits bleiben. Zum Auslaufen gab es dann sogar versöhnliches Wetter mit schwachen Winden und einem Bilderbuch-Sonnenuntergang.

Zum Beagle-Kanal lasse ich lieber die Bilder sprechen:
Beagle Canal
Es gab verschiedene Nationengletscher, die mit passender Flagge und Nationalhymne passiert wurden:
Nationalgletscher mit italienischer Flagge
Der Nationalgletscher
Foto- und Video-Ausflug mit dem Tenderboot und selbstgefischtes Gletschereis für standesgemäße Getränke.
Eigens gefischtes Gletschereis
Wir hatten gleich zwei La-Ola-Wellen und viele unvergessliche Momente bei unglaublichem Wetter.
La Ola
Die Lotsen hatten uns die ersten Tage der Reise bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es in diesen Breiten, selbst im Hochsommer, nur wenige trockene Tage gibt. Schon im Beagle-Kanal hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Auch das argentinische Ushuaia zeigte sich meist von seiner sonnigen Seite. Wir blieben über Nacht: Zeit genug zum Ausschlafen. Anschließend ging es aber zügig ans  Ende der Welt.

Kap Hoorn stand auf dem Tagesplan. Während sich Regenschauer und leichtere Bewölkung abwechselten, sah die Windvorhersage wenige Stunden bevor wir das Kap erreichten unverhofft gut aus.

Pünktlich nach dem Abendessen, gegen 21:30 Uhr, war es dann soweit: Das Denkmal kam an Steuerboard in Sicht.
Kap Horn Denkmal
Die See war unglaublich ruhig. Eine schwache, lange Dünung aus Westen wog das Schiff ganz langsam. Alle an Bord hatten sich die Seefahrt an diesem berüchtigten Teil der Erde ganz anders vorgestellt.
Am Ende der Welt
Der Wind wehte nur schwach. So nutzten wir die Möglichkeit in beide Fahrtrichtungen die Propeller auszukuppeln, um tatsächlich Kap Hoorn in beide Richtungen zu „umsegeln“. Zusätzlich war es uns noch vergönnt, eine chilenische Kap Hoornier's Flagge zu führen. Einer unserer Gäste hatte diese Passage bereits auf einem Vollschiff absolviert.
Chilenischer Lotse
Auf den Falkland Inseln wurde uns dann mit Windstärke acht noch einmal typisches Wetter geboten. Trotzdem schien hier erneut den ganzen Tag die Sonne.
Windige Falklands
Nach zwei weiteren Seetagen stand Montevideo an. Ich nutzte bei erneut bestem Wetter die Chance, die wunderbare Stadt zu erkunden: Dort genoss ich ein unglaublich großes und sehr schmackhaftes Stück Rind.

Es wird wohl auch bei den erfahrensten Kollegen an Bord einige Tage oder Wochen dauern, bis all die Eindrücke dieser einzigartigen Reise verarbeitet sind. Ich hoffe, Sie können sich an den Fotos erfreuen und alle, die selbst dabei waren, werden wohl noch lange von dieser Reise erzählen.

Viele Grüße aus Südamerika und bis bald,

Ihr Kapitän
Claas Cramer

Ich hab den Bericht gerade erst entdeckt. Wir waren damals an Bord. Die Punta-Arena-Situation war schon heftig, da hat Claas wirklich bis auf den letzten Drücker gewartet, um alle PAXe aufs Schiff zu bekommen.
Und das "Segeln" um Kap Horn in der Abenddämmerung war ja wie ne Flusskreuzfahrt.
Es war eine tolle Reise.
Ist nur schade, dass die Falklands nicht mehr angefahren werden.
Was Claas nicht schreibt:
seine Eltern waren dabei.
Und der Papa war ganz stolz auf seinen Sohn.
Ist schon schön, wenn unsereins auch mal beim Abendessen die Familie kennenlernt und dann berufliche Gemeinsamkeiten entdeckt.
Wir wünschen dem Kapitän und seiner ganzen Familie für die Zukunft nur das Beste.

von gue49 am 11. Dezember 2013 um 17:53 Uhr

Moin Kapitän Cramer,
jetzt muss ich leider schon wieder lesen, dass Sie bei AIDA aufhören wollen. Hoffentlich ist das wirklich nur ein Gerücht. Das wäre so was von schade. Ich wäre doch so gerne noch einmal mit Ihnen gefahren. Wo wir doch im September nochmal das östliche Mittelmeer mit der Diva fahren, das ist doch meistens ihre Route. Wie gesagt hoffentlich stimmt es nicht und wir hören bald mal etwas von Ihnen. Bis dann
Grüsse aus dem kalten trüben Deutschland
Anja

von Anjaa am 27. Februar 2013 um 11:02 Uhr

Hallo Kapitän Cramer, ich habe an der von Ihnen beschrieben Fahrt teilgenommen und fand diese so toll das ich für Januar 2014 diese Tour noch einmal gebucht habe. Der Film "Unvergessliche Momente" kommt bei mir immer wieder in den Recorder.

talk3

von Haertel am 11. Februar 2013 um 12:44 Uhr

Hallo Herr Cramer,
mit großem Entsetzen habe ich jetzt mehrfach lesen müssen, dass Sie die AIDA verlassen wollen. Wenn das stimmt, wäre es soooo schade. Sie wissen natürlich wie beliebt Sie sind, dennoch muss ich Ihnen sagen, das durch Sie diese Reisen noch viel schöner werden. Ich hoffe das Ganze ist nur ein Gerücht und ich habe noch einmal die Möglichkeit mit Ihnen zu reisen.
Ansonsten wünsche ich Ihnen für die Zukunft alles Gute.
Lieben Gruß
funylady

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von bobdoskaen6 am 13. Juli 2012 um 10:14 Uhr

Vielen Dank für den interessanten Bericht.
Wir wollen diese Reise seit Aida sie ins Programm genommen hat buchen. Wir warten nur noch auf ein größeres Schiff, den mit der Cara wollen wir nicht mehr reisen.
Allerdings habe ich nach einer sehr stürmigen Transtour - Mallorca - Gran Canaria mit der Bella ziemlich Angst vor dem hohen Seegang. Mir wird zwar zum Glück nicht schlecht, aber ich habe Angst, das Schiff könnte untergehen, was sicher völlig unbegründet ist. Mal sehen was siegt. Die Angst oder die Reiselust.

von Gast am 07. April 2012 um 02:24 Uhr

Hallo Herr Kapitän Cramer,
vorab vielen Dank für den tollen Reisebericht. Da bekomme ich richtig Gänsehaut. Er ist sehr eindrucksvoll gestaltet und rundet die ganze Sache mit tollen Fotos ab. Ich habe kürzlich einen Fernsehbericht von einer Kreuzfahrt um Kap Horn gesehen und war von diesem Bericht schwer beeindruckt, war zwar nicht die AIDA aber die Landschaft war die gleiche. Na ja, ein Blick in das Portmonaie sagt mir, dass ich noch ein bißchen sparen muss umso weit zu kommen. Da reicht es momentan "nur" für die Westeuropa Tour mit der neuen Mar, auf die wir uns schon riesig freuen. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Reisen, bis zum nächsten Bericht viele Grüsse aus der Bundeshauptstadt in die Ferne von Knut

von Knut am 10. März 2012 um 15:53 Uhr

Es war ein TRAUM, 2500 Fotos können nicht lügen und es stimmt, wir erzählen fast täglich vom untypischen Wetter und vom noch untypischerem Seegang. Danke für eine unvergessliche Reise, die es ohne AIDA für uns bestimmt nicht gegeben hätte. Allzeit gute Fahrt
Michaela

von Michaela am 04. März 2012 um 16:12 Uhr

Hallo Kapitän Cramer, ein wunderschöne Bericht und tolle Fotos. Das muss man mal gesehen haben, einmal im Leben Südamerika. Wir hatten uns diese Traumreise im November letzten Jahres erfüllt und schwärmen heute immer noch. Das leckere Rinder-Steak haben wir auch genossen. Insgesamt gesehen, diese Tour würden wir gerne noch einmal machen ... Der Flug dorthin ist zwar lang, aber irgendwie war es doch nicht so schlimm, wie wir erwartet hatten. Die Zeit verging wie "im Fluge". Ihnen noch eine gute Zeit ...
Liebe Grüße
Perlenfee

von Perlenfee am 02. März 2012 um 11:57 Uhr

Hallo Kapitän Cramer,vielen Dank für den schönen Bericht und die Fotos.Hoffe diese Reise wird noch lange im Aida-Programm sein. Denn dies ist eine unserer geplanten Traumreise.Falls sie mal gestrichen werden sollte, bitte mindestens 2 Jahre diese schreckliche Situation ankündigen, damit diese Tour noch fix in unserern Geld- und Urlaubsplan integriert werden kann. LG

von AB40 am 01. März 2012 um 20:25 Uhr

Hallo Kapitän Cramer!
Ich kann mich noch gut an den Bericht über den Besuch des Endes der Welt Ihres "Vorgängers", Kapitän Mey, erinnern. Ihr Bericht hat sich ebenfalls super gelesen. Und ich gebe zu, zum ersten Mal habe ich durch Ihr Foto schwarz-weiße Delphine gesehen. Auf den ersten Blick dachte ich: Komische Pinguine ...
Es muss wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde sein. Wenn der Flug dorthin nicht so weit wäre, ich bin sicher, ich wäre dort auch schon mal gewesen.
Ihnen weiterhin gute Reise und viele Grüße von der Meerelfe

von Meerelfe am 29. Februar 2012 um 22:41 Uhr

Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Fotos von dieser Traumreise, die wir auch vorhaben in den nächsten Jahren zu machen.

von Gaby-05 am 28. Februar 2012 um 13:27 Uhr

Hallo Kapitän Cramer,
zunächst einaml einen wuuuuuuuuuuunderschönen
guten Morgen, wie uns uns immer an Bord von AIDA immer begrüßen.
Danke für den schönen Reisebericht und die
schönen Bilder.
Das muß ja wirklich eine Traun Route sein,
wenn nur die langen Flüge nicht wären.
Doch zunächst heißt es erstmal auf >AIDAsehen

von karin w. am 28. Februar 2012 um 11:43 Uhr

Hallo Herr Kapitän Cramer,
wow, toller Bericht super Bilder. Da kommt so richtig Neid auf. Das ist auf jeden Fall mal ein Ziel, leider muss es noch zwei drei Jahre warten aber dann. Vielen Dank für diese Eindrücke und es war schön mal wieder etwas von Ihnen gehört zu haben. Ich hatte schon im Reisebericht von dem "Gletschereis und dem Taufwasser" gehört. Das war so eine richtige "AIDA Gänsehautgeschichte" Einfach einzigartig und speziell. Eine schöne Zeit und viele Grüsse aus dem grauen Deutschland wünscht Ihnen
Anja

von Anjaa am 28. Februar 2012 um 11:21 Uhr

Moin,moin Kapitän Claas Cramer,diese Bilder sprechen für sich,ich denke jetzt schon darüber nach unsere nächste Reise mit Aida auch zum Kap Hoorn zu machen,aber zunächst freuen wir uns auf Freitag,denn dann heißt es auch für uns Willkommen an Bord der Aida Cara zur Trans Brasilien Route.Liebe Grüße den Norden Deutschland Silke u. Heiko Klette

von Heiko.Klette am 27. Februar 2012 um 23:15 Uhr

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