Auf den Spuren der Götter

von  Heidi Rothe 11. Juni 2011 10:37
Auf den Spuren der Götter
Liebe AIDA Fans,

heute möchte ich Sie entführen und vielleicht haben Sie Lust mir zu folgen – auf den Spuren der Götter und der Philosophie. Auf unserer Route im östlichen Mittelmeer laufen wir ja viele interessante Häfen an – ein ganz besonderes Erlebnis war für mich letzte Reise der Besuch von Ephesos.

Die beeindruckenden Ausgrabungen von Ephesos  zeugen von einer mächtigen Stadt, die mehr als 1000 Jahre lang Wohlstand und Bedeutung genoss. Auch wenn erste Siedlungen der Griechen aus dem 2. Jahrtausend v. Chr.  stammen, so war die Blütezeit dieser Hafenstadt die römische Periode. Doch im 3. Jh. nach Christus versandete der natürlich Hafen und damit war der Niedergang der einstigen Metropole mit mehr als 200.000 Bewohnern, luxuriösen Badeanlagen, pompösen Stadtvillen, einem überwältigenden Amphitheater und der weltbekannten Bibliothek vorgezeichnet.

Bei einem Rundgang durch das antike Juwel bekommt man einen lebendigen Eindruck von der damaligen Lebensweise und flaniert über die alte mit Säulen gesäumte Marmorstraße von der Oberstadt in den unteren Teil. Dabei genießt man fantastische Ausblicke auf die überdimensionale Celsus-Bibliothek, die drittgrößte Bibliothek der Antike. Die Bibliothek wurde 110 n. Chr. von einem römischen Konsul als Grab- und Gedenkstätte für seinen Vater errichtet. Zwischen den Säulen wurden die Statue der vier Tugenden (Sophia, Areta, Ennoia und Episterne) platziert.

Aber Ephesos ist nicht nur bekannt für seine gut erhaltene Ausgrabung, sondern brachte auch einen bekannten Philosophen hervor: Heraklit von Ephesos. Als vorsokratischer Philosoph sind bedauerlicherweise nur Fragmente seiner Werke überliefert, die man heute hauptsächlich als Aphorismen oder Wortspiele findet.  Darin offenbart er eine neue Sichtweise auf die Welt und übt Kritik an einer oberflächlichen Wahrnehmung der Realität.
Und mit seinem zum Nachdenken anregenden Zitat: „Schlechte Zeugen sind den Menschen Augen und Ohren, wenn die Seele deren Sprache nicht versteht“ möchte ich mich ein bei Ihnen verabschieden, bis bald grüßt
Ihre Heidi

Die AIDA Community

Alle user