Patagonien: Die faszinierende Welt der Pinguine

von  Wolfgang Pichler 22. Februar 2012 15:27
Patagonien: Die faszinierende Welt der Pinguine
Hola liebe AIDA Weblounge Fans und Leser,

es war wieder soweit: AIDAcara machte sich zum zweiten Mal für die Saison 2011/2012 auf den Weg nach Patagonien. 14 wundervolle Tage erwarteten uns in den atemberaubenden Destinationen im Süden Südamerikas. Besonders ins Herz geschlossen haben wir hier die kleinen schwarz-weiß befrackten Bewohner dieser Region. In fast jedem Hafen hieß es: „Pinguine, wo seid ihr?! Wir kommen!“ Zu unserem Erstaunen gab es doch recht unterschiedliche Pinguine in diesen Teilen Südamerikas. Deshalb hatten wir vorher, an den Seetagen, eine kleine Tierstunde mit unserem Lektor: Tilman erzählte uns z.B. etwas über so genannte Pinguinstraßen. Das sind Wege, die Pinguine immer wieder gehen. Werden diese Wege zerstört, können die kleinen Freunde ihr Nest vielleicht nicht mehr finden. Also war Vorsicht geboten. Gut informiert und vorbereitet ging es dann los auf Tour.
 
Pinguinstrasse



In den ersten Häfen, Puerto Madryn in Argentinien und Punta Arenas in Chile, duften wir Bekanntschaft mit den Magellanpinguinen machen. Dort gab es unterschiedliche Kolonien dieser putzigen Vögel. Die erste Kontaktaufnahme in Puerto Madryn war unsererseits noch etwas zurückhaltend. Gerade zu dieser Jahreszeit waren die Pinguine sehr wachsam. Wo im November, bei unserem ersten Besuch, noch teilweise Pinguineltern auf ihren Eiern saßen, waren nun kleine, flauschige Pinguinbabys zu sehen. Da mussten wir uns natürlich behutsam bewegen, um die Eltern nicht zu verärgern.
 
Pinguinfamilie



Ein weiteres besonderes Erlebnis hatten wir auf der Magdalenen-Insel. Nach einer kurzen Busfahrt sind wir umgestiegen auf eine Fähre, die uns auf eine Insel, mitten in der Magellanstraße, brachte. Schon als wir uns der Insel näherten, wurden wir von den schwarz-weißen Inselbewohnern begrüßt. Dieses eindrucksvolle Naturreservat ist die Heimat für 140.000 Pinguine. Eine Stunde lang konnten wir dieses einzigartige Eiland erkunden. Vorgegebene Pfade zeigten uns die Richtung zum Leuchtturm. Auf unserem Weg dorthin haben wir immer wieder angehalten, damit die Pinguine auch von links nach rechts passieren konnten. Nach einer Stunde mussten wir uns schweren Herzens von unseren neu gewonnenen Freunden trennen, denn unsere Fähre machte sich auf den Rückweg nach Punta Arenas.

Mit der Fähre auf der Magdalenen-Insel



Auf den Falklandinseln durften wir dann zwei weitere Pinguinarten kennenlernen: Uns erwarteten die Felsen- und die Eselspinguine. Mit Minibus und Allradfahrzeug fuhren wir zur entlegenen Kolonie der Felsenpinguine. Diese lustigen Gesellen mit der plüschigen Fönfrisur und kurzem roten Schnabel hüpften auf ihren Felsen hin und her. Man konnte nur staunen und leider verging die Stunde vor Ort schneller, als uns lieb war.

Felspinguin auf den Falkland-Inseln



Von AIDAcara aus ging es direkt zu unserem nächsten Abenteuer: Nicht mit Tenderboot, sondern mit einem lokalen Boot fuhren wir Richtung Sparrow Cove. Nachdem wir in Allradfahrzeuge umgestiegen sind und eine halbe Stunde durchgeschüttelt wurden, sind wir an unserem Ziel angekommen: Die Kolonie der Eselspinguine lag vor uns. Seile auf dem Boden dienten als Markierung, wie weit wir uns den Tieren nähern durften. Diese eleganten Pinguine mit ihren roten Schnäbeln hatten ihre Nester dicht an dicht gebaut. Sie wirkten wie eine große Familie. Daher merkten wir erst nach einer Weile, dass sich jemand dazu gemogelt hatte. Ein Goldschopfpinguin hatte sich in die Kolonie verirrt und sorgte für unsere Erheiterung. Schließlich sah er mit seinen goldenen Kopffedern sehr lustig zwischen den ganzen Eselspinguien aus. Auch hier verging die Zeit wieder rasend schnell und es ging mit unseren Allradfahrzeugen zurück zum Bootsanleger und weiter zu unserer AIDAcara.
 
Kolonie der Eselpinguine von Sparrow Cove mit Goldschopfpinguin



Man könnte noch endlos über diese wundervollen Tiere und eine wiedermal unvergessliche Reise schreiben, aber da dies kein Roman werden soll, schicke ich Ihnen nun viele liebe Grüße aus dem atemberaubenden Südamerika.

Ihr Shore Operations Manager,
Wolfgang Pichler

Hallo Herr Pichler,
was für ein wunderschöner Bericht und so anschaulich beschrieben! Ich konnte mich gleich richtig hineinversetzen und hatte das Gefühl, das alles selbst erlebt zu haben. Ich denke, bei dieser ganzen sicherlich von A - Z unvergesslichen Reise werden Erlebnisse wie die mit den putzigen Pinguinen zu den Highlights gehören.
@ Perlenfee: Den Begriff "Pinguinien" finde ich wirklich klasse! Darauf muss man erst mal kommen.
Liebe Grüße und bitte noch ganz, ganz viele von diesen tollen Erlebnisberichten!

von Meerelfe am 24. Februar 2012 um 20:17 Uhr

Guten Tag lieber Wolfgang Pichler, danke für die tolle Zusammenfassung. Ja diese Tierwelt - allen voran die überaus putzigen Pinguine - waren ein einzigartiges Erlebnis... Das Kap Hoorn im tollen Sonnenuntergang, Atlantik und Pazifik still und leise, so daß unser charmanter Kapitän Claas Cramer die Motoren abstellte und uns alle für einen Augenblick zur Besinnung und Ruhe aufrief. Für das Ehepaar, dessen Enkelkind nun mit Wasser vom Kap Hoorn getauft wird, sicher auch ein unvergessliches Ereignis!! Wir haben eine traumhafte Reise machen dürfen, ( auch in die Lapadaiabucht im Feuerlandnationalpark mit dem letzten Postamt!!!! ) Die Karten sind schon angekommen.
Seien Sie nun herzlichst gegrüßt und mit Ihnen Anne St.,Corinna Vo.,Christian W.,Oliver G.,und die sehr netten hilfsbereiten Damen von der Rezi.
Ihre C.u.W. Sch.

von kri-12 am 23. Februar 2012 um 20:23 Uhr

Hallo Herr Pichler, eigentlich müßte es Pinguinien heißen, bei den vielen Pinguinen, die man auf dieser Reise sieht. Ich war auch dort, Ende November, zwei Wochen. Eine traumhafte Route mit wunderschönem Wetter und soooooooooooo vielen Eindrücken, was wir immer wieder gerne dran denken. Das die Falkland-Inseln nicht mehr dabei sind, echt Schade. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, es war die schönste Tour, die wir mit AIDA gemacht haben - bisher... Ihnen wünsche ich noch eine gute Zeit und grüßen sie mir die CARA.

von Perlenfee am 23. Februar 2012 um 11:59 Uhr

Hallo Wolfgang,
danke für den tollen Bericht! Wir haben diese Tour Ende November 2011 erlebt und die unglaublichen Natureindrücke - von Beaglekanal über Garibaldi-Gletscher bis zur Kap Hoorn-Passage - sehr genossen. Für uns eine der unvergesslichsten Aida-Reisen überhaupt.
Ich kann Dir nur zustimmen: Gerade die Pinguinkolonie auf der Magdaleneninsel als auch die Felsenpinguine auf den Falklands sind atemberaubende Naturerlebnisse - die Kamera stand kaum still...
Euch noch viele tolle Eindrücke in Südamerika.
Viele Grüße
Oliver

von Aida-Oli am 23. Februar 2012 um 08:55 Uhr

nur sehr schade,das die Falkland-Inseln aus dem Programm genommen sind
nach diesem Bericht doppelt SCHADE

von AB40 am 22. Februar 2012 um 20:34 Uhr

ein toller Bericht über eine Gegend, die ich auch unbedingt noch kennelernen möchte, vielen Dank dafür!

von Gaby-05 am 22. Februar 2012 um 20:20 Uhr

Hallo Herr Pichler,

mit Tränen in den Augen habe ich eben Ihren Reisebericht gelesen - diese Reise muss ich machen! Schauen Sie doch mal hier rein: http://www.anjaspinguine.de
Ich wusste gar nicht, dass AIDA so eine Reise anbietet. 2013 haben wir urlaubsmäßig leider schon anderweitig verplant, aber für 2014 muss ich mich mal intensiver mit dieser Reise beschäftigen. In welchen Monaten wird diese in der Regel angeboten?

Herzliche Grüße
Anja Neuhaus

von AnjaN am 22. Februar 2012 um 19:41 Uhr

Die AIDA Community

Alle user