Anteil (nahme) der Engel

von  Gunnar Tietz 05. Februar 2010 15:28
Anteil (nahme) der Engel

Liebe Aida Reisende, liebe Weinfreunde!

... es war schon ein himmlicher Flug in das Gebiet Cognac, den einige Cognac Kollegen und ich im Spätsommer letzten Jahres erleben durften. Mit großzügiger Unterstützung des Hauses Hennessy war es uns möglich, für einige Tage diese Region zu bereisen!

Lassen Sie mich in den nächsten Zeilen und Worten unbeschreibliche Eindrücke wiedergeben, die das Leben, Tradition und die Philosophie einer ganzen Region wiedergeben......Cognac!

Die Rebfläche in Cognac ist begrenzt auf ca. 82 000 ha, dies entspricht 8% der französischen und ca. 0,8 Prozent der Weltweinanbaufläche! Der Unterboden ist sehr kreidereich und steinig, heizt sich bei entsprechenden Temperaturen sehr schnell auf und bildet Nachts somit einen guten Wärmespeicher.(Jahresdurchschnitstemperatur von 13,5 Grad Celsius) Das feucht-milde Klima ermöglicht ein optimales Heranreifen der Ugni Blanc Rebe mit hohem Säure- und niedrigem Alkoholgehalt, welches wiederum ideale Voraussetzungen für ein optimales Weindestillat sind!

Das Haus Hennessy erzeugt bereits seit sieben Generationen Cognac der Spitzenqualität. Gegründet wurde es von Richard Hennessy im Jahr 1765. In Irland geboren, trat er im Alter von 26 Jahren, in die irische Brigade des Königs von Frankreich Ludwig XV. Als Hauptmann befördert, ließ er sich in der Region um Charente nieder, geblendet durch das Licht und die Sanftheit dieser Region! Begeistert von dem Branntwein der Region, sandte er einige Fässer an Eltern und Freunde nach Irland. Die Resonanz war so positiv, dass er schließich nur wenige Monate später das Handelshaus Hennessy gründete.
Heute, zwei Jahrhunderte später, befindet sich das Haus Hennessy noch an dem selben Ort am Ufer der Charente, wo Richard Hennessy damals den Grundstein legte!

Wir unterscheiden verschiedene Qualitäten, angefangen vom sensiblen VS, über den Fine de Cognac, bis zu den Spitzenprodukten Cognac XO, Paradis und Richard! Der Cognac Ellipse aus dem Hause Hennessy ist dann das Non plus ultra an höchster Vollkommenheit, mit 4.000 ? die Flasche aber auch jeden Tropfen wert! Heute besitzt dieses Haus die weltweit größten Vorräte an alten Cognac verschiedener Altersstufen. Dies ist ein Schatz von unermesslichen Wert, denn man kann keinen großen Cognac herstellen, ohne über umfangreiche Eaux-de-vie Vorräte zu verfügen. Allerdings verdunsten Jahr für Jahr durch die Fasswände etwa 3% dieses wertvollen Gutes. Dieser Schwund wird auch poetisch als ?Anteil der Engel? bezeichnet.

Dies konnten wir auch in der Praxis gut nachvollziehen, denn schließlich durften wir aus einem 400l Holzfass aus dem Jahrgang 1900 zusehen, wie die Anteile an unserem Gaumen verdunstet sind!

Kulinarischer Höhepunkt dieser Reise war ein festliches Galadinner auf Schloss Bajule ?, in dem wir verschiedene Qualitäten aus dem Hause Hennessy verkosten konnten. Zu einer gebratenen Perigord Gänsestopfleber wurde in einem zimmertemperierten Glas eine ?gefrorene" Paradis Qualität angeboten. Es war schon erstaunlich in die Gesichter aller Beteilgten zu schauen, aber unglaublicher war noch die Harmonie und Entwicklung von angebotener Speise und begleitenem Weindestillat, welches sich innerhalb weniger Minuten in eine Aromenvielfalt im Glas entwickelte und aus meiner Sicht perfekt die Enzyme der fetten Gänseleber am Gaumen spaltete! (bitte unbedingt einmal ausprobieren!)

Zum Ausklang des Abends ging es noch für einige Liebhaber des Weines in den privaten Weinkeller des Hauses Hennessy, was ich dann nicht weiter kommentieren möchte..........

In diesem Sinne, gute Fahrt, guten Genuss und bis bald

Ihr
Gunnar Tietz
Chef-Sommelier
Hotel Palace Berlin

Verkostung  

Fässer  

ich merke du kennst dich aus ........ grins

von Udo am 06. Februar 2010 um 16:53 Uhr

der Weiße war für die, welche schon blind geworden sind von dem Gesöff
da konnte man sich das einfärben doch ersparen

von Ankerreiniger am 06. Februar 2010 um 16:51 Uhr

Blaues Etikett
der Inhalt der Flasche kam aus dem Alkoholverbundnetz der ehamaligen DDR, welches in 'LEUNA' und 'Schwedt' eingespeist wurde. Hauptabnehmer waren damals das Politbüro und die befreundeten Zentralorgane.    

von Ankerreiniger am 06. Februar 2010 um 16:48 Uhr

das waren zur der Zeit gaaaaaaaanz edle Tropfen,einer in braun und einer in weiss gehalten

von Udo am 06. Februar 2010 um 16:45 Uhr

. . . erzähle bitte mehr davon

von Ankerreiniger am 06. Februar 2010 um 16:41 Uhr

das ist sicher ein ganz edles Tröpfchen

von sonnenwind am 06. Februar 2010 um 16:38 Uhr

ich kenne noch Goldkrone,daß war vieleicht ein Zeug,aber anderes gabs ja nicht,oder den blauen Würger

von Udo am 06. Februar 2010 um 16:34 Uhr

in einem Teil von Deutschland war Verschnitt fast eine Markenbezeichnung
und selbst dieses Gesöff gabe es selten - wichtig ist die Brennprobe auf der Tischplatte und die Flammenfarbe die dabei nicht in's grünliche gehen sollte.

von Ankerreiniger am 06. Februar 2010 um 16:32 Uhr

genau den,der gute alte Havanna Club in allen Variationen :-))))

von Udo am 06. Februar 2010 um 16:29 Uhr

Cognac aus Havanna, Udo? Oder meinst Du den, den man als Verschnitt mit heißem Wasser und Zucker mischt?

von joachimmeertal am 06. Februar 2010 um 16:26 Uhr

es mag bestimmt ein edler Tropfen sein,und bestimmt was ganz Feines,aber leider nicht für mich
es steckt bestimmt viel Arbeit und liebe in der Herstellung diese Tropfens,und die Verkostung ist bestimmt auch ganz nett,aber ich ziehe den aus Havanna vor.

von Udo am 06. Februar 2010 um 16:02 Uhr

ich muß mal den Anfang hier machen

sicher ein unbekanntes Pflaster für die AIDA WL, wo Begriffe wie Cognac, Hennessy und gebratene Stopfleber zum täglichen Leben gehören. Interessant aber doch die Herstellung des edlen Tropfen und die Verkostungen vor Ort, sofern Mann sich am nächsten Tag überhaupt noch daran erinnern kann.


 

von Ankerreiniger am 06. Februar 2010 um 15:49 Uhr

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