AIDAsol, Mittelmeer im November 2018, Teil 3 Livorno

von  Perlenfee 29. November 2018 00:24
AIDAsol, Mittelmeer im November 2018, Teil 3 Livorno

13. November, Livorno/Italien – leicht bewölkt 19 GradLinvorno November 2018Geschafft, rechtzeitig aufgestanden, schon für das Frühstück zurecht gemacht, stehe ich an Deck und schaue zu, wie die Sol in das Hafenbecken von Livorno einläuft. Das Schiff wird mit Hilfe der starken Seitenruder gedreht und an der Pier festgemacht. Die Sonne kommt hinter der Bergkette hoch und färbt den Himmel rot. Vor Jahren waren wir mal in der Toscana unterwegs gewesen und ich erinnere mich gerne an die Sonnenauf- und -untergänge. Die sanften Hügel, die manchmal im Morgendunst in zarten Farbschattierungen die Fotografen begeistern, sind schon eine Reise wert. Übrigens, Florenz ist eine tolle Stadt und wer noch nicht dort war, sollte von Livorno aus unbedingt einen Ausflug dort hin machen. Leicht fallen einem die Entscheidungen nicht immer, es gibt ja überall was zu anschauen. Und nun zu der Überraschung, die heute auf uns gewartet hat.

Beim Frühstück entscheide ich mich, für eine ordentliche Grundlage zu sorgen – ich habe zwar keine Vorstellung was die Sternstunde uns bescheren wird; aber wer in die Toscana kommt, wird ganz bestimmt ein Weingut aufsuchen und da gibt es so manchen Wein zu probieren. Soviel nur zur Vermutung.

Wir 20 Gäste finden uns kurz nach 9 Uhr in der AIDAlounge ein. GM Thomas, die fröhliche EM Laura und Reiseberaterin Alisa stehen bereit, uns zu empfangen. Mit von der Partie ist auch ein Bordfotograf. Ein Gläschen zum Empfang und für die diejenigen, die den Tag vitaminreich starten möchte, stehen verschiedene Smoothie's bereit. Keine langen Reden, wir begeben uns zum Ausgang, wo ein Bus bereit steht und los geht es. Livorno November 2018

Livorno November 2018Im Bus sitzt eine Reiseleiterin, die uns einiges über die Toscana zu berichten weiss. Rund 3,6 Millionen Menschen leben dort, in der Hauptstadt Florenz sind es 400.000 und in Livorno, die zweitgrößte Stadt der Toscana hat rund 170.000 Einwohner. Livorno wurde von den Alliierten weitgehend zerstört, doch inzwischen ist so einiges restauriert worden. So hat der größte Seehafen der Toscana auch touristisch was zu bieten. Viele Fähren und Kreuzfahrtschiffe bringen Touristen, die hier verweilen oder weiterreisen und die die berühmten Städte, wie Florenz, Pisa, Luca usw. besuchen. Sicher ist auch einer der kleinen Weinorte dabei, um dort gute Tropfen zu probieren und zu erwerben.

Um für die Sommermonate von Mai bis Oktober hier ein Plätzchen an den Stränden zu bekommen, bucht man bereits im März seinen festen Strandplatz am Meer. Es stehen dann am angemieteten „Liegeplatz“ in einer kleinen Strandhütte auch Liegestühle, Sonnenschirme und ein Tischchen bereit. So kann man den Tag am Meer genießen und allerhand Krimskrams in der Hütte lassen für den nächsten Besuch. So was kenne ich auch von der Bretagne, da gibt es ebenso Seebäder mit den wunderschönen weißen Strandhäuschen.Livorno, Sternstunde, November 2018Unser Bus bringt uns in die Nähe von Pisa – nach Cenaia. Das kleine Dorf lebt von der Landwirtschaft und dem Handwerk. Es gibt eine Kirche, Apotheke und ein paar kleine schmucke Häuser.Livorno November 2018 Ganz in der Nähe des Ortes durchfahren wir eine Allee mit schönen schlanken Zypressen, die zum Bild der Toscana einfach dazu gehören. Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Ein paar Ruinen sind zu sehen und soweit das Auge reicht, bewirtschaftetes Gelände.Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Ein weißer Ibis erhebt sich aufgescheucht und fliegt davon. Da muss irgendwo ein Teich sein. Olivenbäume stehen in Reih und Glied und auf einem Feld sind noch ein paar Zucchini zu sehen. Livorno, Sternstunde, November 2018Die Tomatenstauden sind abgeerntet und die Weinreben tragen nur noch ihr Herbstlaub.Livorno, Sternstunde, November 2018Auf uns warten zwei Kutschwagen, die von Pferden gezogen werden. Ach wie schön, es gibt eine richtige Kutschfahrt über das große Gelände des Weingutes. Der Winzer auf dem Kutschbock, ein bärtiger Mann mit fröhlichen Augen, erzählt über das, was hier so gemacht wird. Man lebt vom Gemüseanbau – davon zeugen ja die großen Felder und natürlich auch von der Herstellung von Olivenöl. Die Oliven werden am gleichen Tag der Ernte verarbeitet und das ergibt dann ein Olivenöl mit einem optimalem Säuregehalt. Livorno, Sternstunde, November 2018Als wir an einer Schirmpinie vorbeikommen, zeigt er auf sie. „Da werden die Pinienkerne aus den Zapfen genommen und zum Beispiel für Pesto verwendet!“ Lecker, ich denke gleich an Spaghetti mit einem Basilikumpesto und einem kräftigen Parmesan. Es geht vorbei an einem Stück Land, das vorher mit Weinstöcken bepflanzt war. Die Reben können viele Jahre Trauben tragen, aber irgendwann sind sie zu alt (ca. 30-40 Jahre) und dann wird der Weinberg (obwohl es hier ja flach ist) umgelegt. Nach einer Zeit des Brachliegens werden junge Reben gesetzt und der Kreislauf beginnt von vorne. Wachsen, beschneiden, Traubenlese und so weiter.

Die Rundfahrt ist beendet, wir sind am Ziel angekommen. Ich bin begeistert. Livorno, Sternstunde, November 2018Es ist ein altes Häuschen mit einer Pergola, unter der lange Tische und Bänke stehen. In der offenen Küche sehen wir Weinflaschen, die auf unsere Verkostung warten. Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Der Tisch im Hof ist mit bunten Kürbissen herbstlich dekoriert und auf einem weiteren Tisch erblicke ich kleine feine Leckereien.Livorno, Sternstunde, November 2018Zuerst gibt es eine klare Ansage vom Winzer: „Alle gehen jetzt bitte Hände waschen! Aber alle ...“ so marschieren wir brav zum Toilettenhäuschen und befolgen den Auftrag. Kaum zurück, bekommt jeder eine Schürze umgebunden und dann wird Hand angelegt. Neee, nicht schon arbeiten – erst mal gibt es einen Wein zur Begrüßung. Livorno, Sternstunde, November 2018Er hat die Farbe eines leicht gelbgrünlichen Olivenöls und der Geschmack … einfach gut. Ein wenig Süße, ein wenig Säure, ein Hauch von Salz vom Wind des Meeres. Ideal als Aperitif finde ich.

Der Winzer krempelt die Ärmel hoch, lauwarmes Wasser in einer großen Schüssel, Salz, Mehl und Olivenöl stehen bereit und schon wird der Teig für Focaccia vorbereitet. Er rührt und knetet und sagt einer Mitfahrerin „mehr, mehr“ als sie zögerlich das Mehl in die Schüssel gibt.Livorno, Sternstunde, November 2018 Dann wandert der Teig in den kleinen Raum mit dem Steinofen, damit er aufgehen kann. Dauert ca. 3 Stunden, aber so lange warten wir natürlich nicht. Er hat schon am frühen Morgen einen Teig für uns vorbereitet und ihn bis jetzt gehen lassen. Livorno, Sternstunde, November 2018Die kleinen Kugeln wirft er lachend durch die Luft und sie landen Mehl aufwirbelnd auf der Tischplatte. Jetzt heißt es für uns kneten, in Form bringen, mit den Fingern kleine Mulden hinein drücken, Kräuter drüber streuen, ein paar Scheiben Tomaten dazu, etwas Olivenöl drauf träufeln und dann rein in den seit Stunden mit Holz vorbeheizten Backofen. Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Bei 300 Grad sind die Fladen schnell kross gebacken. Ui, wie das duftet und herzhaft greifen wir zu.Livorno, Sternstunde, November 2018Dazu probieren wir diverse Weine und stehen um den langen Arbeitstisch herum und genießen den Imbiss, das Ambiente und die Gespräche. Natürlich gibt es ein Erinnerungsfoto von dem Überraschungsausflug. Ach ja, die „Streifenhörchen“ waren bei dieser Tour ohne Uniform dabei … wie würden die nachher aussehen, so mit etwas Mehl bestäubt?Livorno, Sternstunde, November 2018In der Zwischenzeit haben wir Salami, Käse, Zwiebeln, Tomaten in Scheiben geschnitten und Knoblauch gewürfelt. Der Winzer hat saftigen Schinken von der Keule geschnitten... molto bene Maestro! Livorno, Sternstunde, November 2018Teilweise landen die Beilagen auf den Teigfladen, teilweise werden sie einfach vervespert. Das ist was, was ich mag. Einfache regionale Zutaten, unverfälscht und wenn man die Augen schließt, tauchen Bilder und Erinnerungen an Urlaubserlebnisse auf.

Ja, einen Nachtisch gibt es auch. Aus vielen Eiern und diversen Zutaten wird der Teig für die duftenden Cantuccini von Hand gerührt. Livorno, Sternstunde, November 2018Im Steinofen goldbraun gebacken Livorno, Sternstunde, November 2018und anschließend in schmale Streifen geschnitten, konnten wir sie zu einem extrem süffigen Dessertwein verzehren. „Der heilige Wein“, so erklärt der Winzer, wird 6 Jahre gelagert, dann nochmal 3 Jahre und nochmal ½ Jahr – insgesamt fast 10 Jahre. Aus 45 Liter Wein bleiben zum Schluss 18 Liter übrig. Man kann sich dann vorstellen, was dabei herauskommt. Ein Wein, so verführerisch im Geschmack … und in der Kombination mit den Cantucchini-stückchen einfach ein toller Abschluss dieses Ausflugs. Dieser Wein wird hauptsächlich zu Festtagen oder festlichen Anlässen getrunken, der Preis einer Flasche ist auch dementsprechend. Für die Sternstunde war der Anlass doch gegeben oder? Schnell lassen wir uns noch fotografieren zur Erinnerung... mit Schürze natürlich.Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Zum Schluss besuchen wir noch den Shop und sehen die Weintanks. Livorno, Sternstunde, November 2018Natürlich kaufe ich auch etwas, eine Trüffelcreme mit zarten Schinkenstücken landet in meiner Tasche. Gibt es später zu Hause mit gerösteten Brotstücken und einem Wein aus der Toscana … Im Laden entdecke ich, dass hier auch Bier gebraut wird. Hmmmm, ein Biertasting mit verschiedenen Sorten wäre sicher auch mal interessant. Die Bierflaschen haben eine wunderschöne bauchige Form und stilvolle Etiketten. Für so was bin ich immer zu haben, da kommt meine künstlerische Ader durch.

Ich nutze den Moment, um das große Gehöft noch anzuschauen. Livorno, Sternstunde, November 2018

Livorno, Sternstunde, November 2018Hier ist wirklich die Zeit stehen geblieben, doch die Moderne ist im Arbeitsbereich eingezogen. Der kleine Park mit dem Herbstlaub hat mich total verzaubert. Ich genieße noch einen ruhigen Augenblick, dann geht es mit dem Bus zurück nach Livorno.Livorno, Sternstunde, November 2018Die Sol läuft erst um 20 Uhr aus und so nutzen wir den Nachmittag, um die Stadt zu erkunden. Livorno, Sternstunde, November 2018Rein in den kostenfreien Shuttle, einfach loslaufen und dann sehen wir weiter. Livorno hat eine Menge zu bieten, wie ich es der Hafeninfo entnehme. Plätze, Kanäle wie in Venedig, eine große Kathedrale, eine Markthalle und noch so einiges.Unterwegs in Livorno  November 2018, Etwas abseits des Weges liegt die Kirche San Ferdinando. Wir biegen ab in Richtung Zentrum.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, An diesem Denkmal auf der Piazza Giuseppe Micheli verweilen wir eine Weile. Es zeigt Ferdinand I von Toskana, umringt von 4 Sklaven an Ketten und ihn als Sieger über die Barbaren symbolisiert. Die geschichtliche Entwicklung von Livorno reicht weit zurück. Wurde die Stadt erstmals 1017 erwähnt, damals war sie ein winziges Fischerdorf, aber ein strategisch wichtiger Hafen als Vorposten des Hafens von Pisa. Nachdem der Hafen von Pisa nicht mehr zu nutzen war, begannen die Florentiner der Hafen von Livorno auszubauen und so gibt es seit 1534 diesen ausgebauten Hafen. Es wurde ein Forte errichtet, von dem es heute nur einige Reststücke zu sehen gibt. Die Fortezza Nuova (neue Festung) umgeben von einem Kanal ist bei dem Stadtrundgang gut zu sehen.

Zurück zur Geschichte, hat auch etwas mit verschiedenen Gebäuden zu tun, die wir sehen werden. Es wurde zwischen 1590 und 1603 die „Leggi Livorno“ erlassen. Diese Gesetze garantierten Immunität, bestimmte Privilegien und die Freiheiten für Händler jeglicher Herkunft. Auch die Glaubensfreiheit wurde damit garantiert und so siedelten sich in Livorno viele Bevölkerungsgruppen an und heute würden wir es in neudeutsch ausdrücken „Livorno war multikulti“. Man findet in Livorno auch viele religiöse Stätten, die den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zuzuordnen sind. Friedlich miteinander und nebeneinander konnten die Menschen hier leben.

Am nördlichen Ende der Piazza Civico befindet sich das Gebäude Palazzo de Comercio (1648) – die Handelskammer. Unterwegs in Livorno  November 2018, Das sie so früh gegründet wurde, verwundert nicht. Denn es kamen ja Händler mit Wahren aus vieler Herrenländer hierher. Nicht weit entfernt, stehen wir vor dem Rathaus.Unterwegs in Livorno  November 2018, An jeder Ecke steht irgend ein Gebäude, das unbedingt fotografiert werden möchte – so auch das Goldene Buch.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Auf engstem Raum stehen hier drei Kirchen, sie sind ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der Menschen verschiedener Glaubensrichtungen. Die erste, an der wir vorbeikommen, ist die armenische Kirche des Heiligen Gregor, von der nur noch die Fassade hier steht. Die Armenier kamen Ende des 15. Jahrhundert nach Livorno und sie haben im Jahr 1643 die erste Druckerei der Stadt errichtet. Erst im 17. Jahrhundert wurde es ihnen erlaubt, eine eigene Kirche zu bauen.Unterwegs in Livorno  November 2018, Hinter der schlichten Fassade der Chiesa della Madonna verbirgt sich ein großes Stück Vergangenheit. Im Inneren befinden sich verschiedene Ältere. So konnten Bewohner der unterschiedlichsten Nationalitäten und Glaubensrichtungen diese Kirche nutzen.Unterwegs in Livorno  November 2018, Auch die griechischen Seefahrer hatten in Livorno eine Kirche, die sie besuchten. Es die Kirche Chiesa die Greci Uniti mit dieser barocken Fassade aus dem 17. Jahrhundert.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Wir lassen uns treiben, kommen an der ehemaligen kleinen Cisterne vorbei, das Gebäude wird heute für kulturelle Angebote genutzt.Unterwegs in Livorno  November 2018,  

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Gegenüber der neuen Festung auf dem großen Platz stehen diese beiden Statuen, ringsherum fahren Autos an uns vorüber – die Tauben lassen sich allerdings davon nicht verscheuchen. Wer sie sind, keine Ahnung... aber schön anzuschauen, wie die Männer in ihrem Stolz dort  oben auf den Sockeln stehen. Mit Ruhm bekleckert?? Ich würde sagen mit der Hinterlassenschaft der Tauben!Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Welch eine Idylle, ich denke an unseren Venedigbesuch zurück.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Schade, für den laufen Marktbetrieb im Mercato sind wir zu spät dran. Unterwegs in Livorno  November 2018, Aber einen Blick dürfen wir noch rein werfen. Das Gebäude wurde im klassizistischen Stil errichtet (1894) und beherbergt fast 200 kleine Stände, an denen man nicht nur einkaufen kann – man kann dort auch ein wenig „herum knuspern“ - wie ich es immer ausdrücke. Sprich Kleinigkeiten essen – lecker. Auch die Marktstände draußen haben schon ihre Rolläden runter gelassen. Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Eingerahmt von Häusern, steht der Tempel der Holländisch-Deutschen Kongregation (im neugotischen Stil erbaut und 1864 eröffnet) – wird auch die Holländische Kirche genannt.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Ich kann mich nicht satt sehen, an den prachtvollen Bauten. Unterwegs in Livorno  November 2018,

Was mir aufgefallen ist: Es gibt an manchen Straßenzügen Eckgebäude auf jeder Straßenseite, die identisch sind … so auch hier.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, Hier an dieser Stelle wird deutlich, dass Livorno eine Stadt für alle Menschen war, die in ihr gelebt haben – jede Religion hat einen festen Platz im Stadtbild gefunden. Kirchen und Kultstätten waren etabliert und die jüdische Bevölkerung musste nicht in einem Getto leben. Die ursprüngliche Synagoge war 1603 errichtet worden und war weithin außerhalb Italiens für ihre Schönheit bekannt und wurde auch von Mitgliedern vereinzelter Königshäuser und politischen Vertretern besucht. Im Zweiten Weltkrieg fiel dieses bekannte Bauwerk den Bombenangriffen zum Opfern und 1962 wurde an der Stelle der alten Synagoge ein neues Gebäude in modernem Stil errichtet. Eine äußerst interessante Architektur mit diesen sechseckigen Fenstern.Unterwegs in Livorno  November 2018, Manchmal sind es nur kleine fast unscheinbare Dinge, die meinen Blick auf sich ziehen. Eine Verzierung, ein schöner Marmorboden, ein stiller Winkel oder einfach nur das Spiel von Licht und Schatten. Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018,  ... Wir machen uns auf den Rückweg und bleiben noch kurz vor dem Dom stehen.Unterwegs in Livorno  November 2018,

Unterwegs in Livorno  November 2018, So, ich mag nicht mehr laufen … noch ein wenig ausruhen oder einfach nur achtern vor der Ocean-Bar sitzen und den Sonnenuntergang betrachten. Unterwegs in Livorno  November 2018, Am Shuttle ist keine lange Schlange und so sind wir schnell zurück an Bord.Livorno November 2018

Livorno November 2018Im Hafen liegen noch ein paar Fähren, auf dem Pooldeck ist Shaken angesagt. Livorno November 2018Sobald die Sonne versinkt, wird es doch etwas kühl und wir verziehen uns auf unsere Kabine. Etwas aufräumen und richten für den Abend.Livorno November 2018Themenabend im Bella Donna-Restaurant ist heute das „Piemont“. Klar gehen wir dort essen, sind wir ja in Italien. Kleine leckere Vorspeisen und ein Pastagericht, so können wir gestärkt in den Abend starten – zumal wir ja noch eine Verabredung haben.

Ich mit meinem jugendlichen Leichtsinn hatte auf dem Weingut gesagt, wir könnten ja heute mit den Schürzen Spalier stehen, wenn Laura ihren gesanglichen Auftritt im Rahmen des Schlager-Events „Ich finde Schlager toll“ hat. Livorno November 2018Und so sind wir um 21.15 Uhr mit einigen Leutchen des Vormittags verabredet und als Laura die Treppe auf dem Pooldeck singend herunter kommt, stehen wir „Schwarzschürzen“ Spalier und bejubeln sie. Ich glaube, sie hat sich sehr gefreut und die Zuschauer, die haben erst etwas komisch auf unsere Ansammlung geschaut und dann auch mit geklatscht. Ich möchte nicht wissen, was in deren Köpfen vorging. Gedanken könnten die Runde machen … das scheint so „eine abgefahrene Gruppe von Hobbyköchen on Tour mit AIDAsol“ zu sein.

Und das angekündigte Abschlusstreffen mit GM Thomas fand auch noch statt. Linvorno November 2018

Ich sag nur „Ein Schlückchen zur rechten Zeit, bringt viel Frohsinn und auch Heiterkeit“ und so fand die Sternstunde zur vorgerückten Stunde einen schönen Abschluss. Danke AIDA !!!

Uns ist noch ein wenig nach Musik, aber nicht mehr nach Schlager und vielleicht auch etwas wärmer. In der Anytime-Bar spielt unsere Band „The BandMates“ bei entspannter Atmosphäre und es ist so richtig kuschelig.Livorno November 2018Jetzt noch die obligatorische Deckrunde und ab in Richtung Bett. Der Tag war lang.Livorno November 2018Fazit: tolle Sternstunde und ein wunderschöner Bummel durch Livorno, das Venedig der Toscana. Morgen am späten Nachmittag, wird im Hafen französisch gesprochen, wir erreichen Marseille. Bonne nuit.

 

 

 

 

 

 

 

Die AIDA Community

Alle user