Eben noch auf AIDAcara, jetzt schon auf AIDAsol, das AIDA-Hopping geht in seine nächste Runde und so führte mich mein Weg diesmal in die Elbmetropole Hamburg. Von dort aus startet die AIDAsol zu einer Kurzreise nach Amsterdam und London.
Diesmal hatte ich mich für die individuelle Anreise entschieden und bin schon einen Tag früher nach Hamburg gefahren, so war noch etwas Zeit um die tollen Erinnerungen an eine frühere Städtereise aufzufrischen, Hamburg ist einfache eine der schönsten deutschen Großstädte, es hat einfach einen unverwechselbaren Charme. Hotel war gleich bezogen und dann ging es zu Fuß auf Entdeckungstour, Hafencity, Speicherstadt, St. Pauli Landungsbrücken, Fischmarkt in Altona, wo man an der berühmt, berüchtigten Hafenstraße vorbei kommt. Man könnte meinen hier haust immer noch Joschka F. und Konsorten. Zu Fuß ging ich auch noch durch den 426,5 Meter langen Alten Elbtunnel. Es ist schon bemerkenswert, was hier 1911 in einer Tiefe von 24 Metern unter der Elbe im Hamburger Hafen entstand.


Von zuhause wurde ich schon auf ein Restaurant aufmerksam, das „Fillet of Soul“, welches ich dann abends auch besuchte. Wer auf AIDA das Rossini liebt, liebt auch das Essen im Fillet of Soul! Tolle Atmosphäre, leckeres Essen, guter Service und was hier in der kleinen Küche gezaubert wird ist einfach sensationell!



Tag 1: Hamburg
Nach einer erholsamen Nacht im Hotel ging es völlig entspannt zu „Parken & Meer“ um mein Fahrzeug für die Dauer der Kreuzfahrt abzustellen. Es ging ruckzuck und per Shuttleservice ging es samt Gepäck nach Hamburg-Altona, wo die AIDAsol diesmal angelegt hatte.
An Bord von AIDAsol dauerte es nicht lange bis ich mich zu Recht gefunden hatte, kenne ich doch die Schiffe der Sphinx-Klasse schon im Schlaf. Abends war dann die vorgeschriebene Seenotrettungsübung. Meine Musterstation war schnell erreicht, habe ich doch auf dieser Schiffsklasse immer die Gleiche, weil meine Kabine immer im gleichen Bereich ist.
Nach der Rettungsübung ging es auch nach alter Gewohnheit auf das Pooldeck um die Begrüßung durch Entertainment- und Generalmanager zu erleben. Tja, alle guten Dinge sind drei, es war nun das dritte Mal, dass ich die rheinische Frohnatur Alexandra Kaal als Entertainmentmanagerin erleben durfte, sie hatte mich auch gleich wieder erkannt, so war zumindest in Sachen Entertainment die Reise schon einmal gerettet.
Danach legte bei Hamburger Wetter die AIDAsol in Altona ab, wir verabschiedeten uns von Hamburg und es ging die Elbe aufwärts Richtung Nordsee. Es ging vorbei an den Terminals der Containerhafen, an den „Airbus“ Werken die Finkenwerder und an den Villen des Hamburger Nobelstadtteil Blankenese. Es ist schon wirklich beeindruckend, wenn sich so ein Kreuzfahrtriese seinen Weg durch die Elbe bahnt, wie muss da erst so eine Emsüberführung sein, wenn so ein Schiff die Meyer-Werft in Pappenburg verlässt, dort ist es doch noch viel viel enger.



Tag 2: Amsterdam
Der nächste Tag begann mit einem halben Seetag, gegen mittags erreichte die AIDAsol ohne Wohnwagen im Schlepptau das niederländische Ijmuiden, den Nordseehafen von Amsterdam. Von hier aus geht es mit dem Bus ins Stadtzentrum von Amsterdam zu dem von mir wieder im Voraus über myAIDA gebuchten AIDA Landausflug „Amsterdam: Stadtrundgang & Grachtenfahrt“ (IJM02). Der Ausflug führte uns durch das beeindruckende Amsterdam, vorbei an die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Der einheimische Reiseleiter machte auch einen kurzen Abstecher ins Rotlichtviertel, wo in einigen „Schaufestern“ auch um diese Uhrzeit die Ware aus Fleisch angepriesen wurde. Aber ich glaube so richtig Appetit auf dieses Fleisch bekam man bei dem Anblick nicht, man musste schon eher aufpassen das man nicht sein Leben lang Veganer wird.
Es ist schon unglaublich wie in Amsterdam an jeder Ecke „Gras“ geraucht wird, welches sich die Leute zuvor offensichtlich in den CoffeeShops besorgt hatten, fast überall roch es nach Hasch. Was noch auffiel, Fahrräder, Fahrräder, überall Fahrräder, sogar Parkhäuser nur für Fahrräder. Gut, vielleicht ist es auch besser wenn die ganzen Bekifften kein Auto fahren. Nach etwas Freizeit für eigene Erkundungen ging es zum Ausflugsboot. Mit diesen startete eine grandiose Bootsfahrt durch die weltberühmten Grachten von Amsterdam. Bei ruhiger Fahrt konnte man die gesamte Kulisse von alten Speichern, Kirchen und den typischen Patrizierhäuser auf sich wirken lassen. Dieser Ausflug, mit diesen atemberaubenden Eindrücken war echt sein Geld wert. Mit dem Bus ging es wieder zurück zur AIDAsol.


Dreimal ins Typhone „geblasen“ und ab ging die Fahrt, AIDAsol nahm Kurs auf Dover an der Südküste Großbritanniens. Im Theatrium lief abends die AIDAsol Exklusivshow „Fata Morgana“ mit den grandiosen Stimmen der AIDA Stars. Zum Abschluss noch leckeren Wein trinken in der Vinothek, was will man mehr.



Tag 3: Dover / London
Am frühen Morgen erreichte die AIDAsol schließlich Dover, die Küstenstadt, die durch den Ärmelkanaltunnel jedem ein Begriff sein sollte. Die Küste, mit ihren Kreidefelsen war noch etwas in den typischen Nebel gehüllt, was teilweise etwas gespenstisch anmutete.

Von hier aus zog es mich nach London zu meine AIDA Landausflug „London zu Wasser und zu Land“ (DOV02). Mit unserer Reiseleitung erreichten wir London, die wohl spannendste und beeindruckendste Metropole Europas. Zu Beginn machten wir eine Stadtrundfahrt vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Einfach nur sensationell diese Stadt, mit dem von nostalgisch wirkenden Taxis und roten Doppeldeckerbussen geprägten Straßenverkehr. Dann ging es zum Bootsanleger neben der imposanten Tower Bridge, wo wir mit einem kleinen Ausflugsboot die „Kreuzfahrt“ auf der Themse begannen. Auch vom Wasser aus ist dieser „Spirit“ in einer besonderen Stadt zu sein spürbar. Big Ben, Tower Bridge, Westminster, London-Eye, als wirkt von der Themse aus noch einmal viel mächtiger.


Im Anschluss machten wir noch eine Stadtführung zu Fuß, vorbei an Big Ben, wo genau zum 12 Uhr Glockenschlag für zehn Minuten der wohl typische Londoner Regen einsetzte, dies war aber nicht weiter schlimm. Dann wie wir am Westminster sind, kommt plötzlich eine Straßensperre, deine Motorradeskorte, gefolgt von einem Fahrzeug der königlichen Familie, wir konnten aber niemand Wichtiges ausmachen, vielleicht war es auch nur die königliche Putzkolone. Dann ging es noch zur Westminster Abbey, wo traditionell die Könige von England gekrönt werden. Zum Buckingham Palast kamen wir leider nicht, da die Straße wegen der Vorbereitungen zur Geburtstagsfeier der Queen für den Durchgangsverkehr gesperrt war. Dafür hielten wir außerplanmäßig noch an der St. Paul`s Kathedrale für einen Fotostopp. Bei nun strahlenden Sonnenschein und 28 Grad hatte wir dann am Covent Garden noch genügend Zeit für eigene Unternehmungen.

Dann ging es zurück nach Dover wo uns die AIDAsol schon mit einem Lächeln empfing.



Tag 4: Seetag
So, nun ist auch schon wieder der letzte Tag dieser Kurzreise angebrochen, es ist ein Seetag, also Entspannung, einfach mal nichts tun. Unterdessen fuhr die AIDAsol an der Niederländischen Küste entlang, Richtung Elbmündung. Leider konnte man die Niederländische Küste wegen des starken Dunst nicht sehen. Keine Ahnung ob dies einfach nur normaler Dunst war, oder ob dies der Rauch der Kiffer aus Amsterdam war, der hier über das Meer abzog. Gut warum nicht, Gras haben die Holländer ja genug, ihre Fußballplätze brauchen sie ja für die EM Vorbereitung nicht, da kann man das Gras auch anders nutzen.


Im Brauhaus auf der AIDAsol lief währenddessen der Frühschoppen, wo die fleißigen Kellner, Leberkäse bzw. Kapitänsbulette zum selbstgebrauten Bier reichten.


Abends war dann noch das Farewellessen, die übliche Verabschiedung und noch einmal ein toller Auftritt der AIDA Stars.

Tag 5: Hamburg
Im Morgengrauen erreichte AIDAsol dann wieder die Elbmetropole Hamburg, ein herrlicher Sonnenaufgang tauchte die Stadt in ein besonderes Licht, traumhaft. Noch ein letztes Frühstück und schon ist auch diese Kurzreise leider wieder zu Ende, schade, es könnte so weitergehen.


Der Shuttlebus von „Parken & Meer“ holte uns Gäste ab, Fahrzeugübergabe war wieder reibungslos. Zudem lag in jedem Fahrzeug noch ein Lunchpaket damit der ausgedehnte Kreuzfahrermagen nicht in den Leerlauf schaltet.
Weil das Wetter so traumhaft war, entschied ich mich noch ein paar Stunden in Hamburg zu bleiben. Ich wollte auch noch ein paar schöne Bilder von der AIDAsol von außen machen. Hierfür bot sich eine Hafenrundfahrt gerade zu an. Also auf zu den St. Pauli Landungsbrücken. Die „Marktschreier“ die auf ihren „Seelenverkäufern“ ihre Hafenrundfahrten anboten ließ ich links liegen, weil ich wollte zum besten Anbieter für Hafenrundfahrten in Hamburg, zum Hamburger Traditionsunternehmen Rainer Abicht. Hier habe ich schon mehrfach sehr gute Erfahrungen gesammelt. Die Hafenrundfahrten kosten zwar etwas mehr als bei den anderen Anbieter, aber sie sind ihr Geld wert, bei Rainer Abicht bekommt man immer sehr viele Informationen durch den jeweiligen Kapitän live, auch über die jeweiligen Schiffe an diesen Tag im Hafen und das wichtigste, man ist mit erstklassig gewarteten Schiffen unterwegs und muss keine Angst haben wie bei anderen Anbietern, das jetzt einer die Trommel auspackt und man als Galeerensklave selbst für den Antrieb sorgen muss. Man kann hier vom Schaufelradschiff, über Luxus-Fahrgastschiff, bis hin zur traditionellen Barkasse die verschiedensten Rundfahrten unternehmen. Ich entschloss mich diesmal für die einstündige Tour, es ging durch die Speicherstadt, vorbei an den alten Speichergebäuden, hinüber in die moderne Hafencity, in den älteren Teil des Hafens, vorbei am Container Hafenwo einer der weltgrößten Containerschiffe lag und dem neuen Kreuzfahrtterminal Steinwerder. Am Altona Cruise Center erstrahlte die AIDAsol im Sonnenlicht, richtig schön. Im Trockendock der Bloom & Voss Werft war gerade die „Queen Mary 2“, ja auch eine Queen braucht einmal eine Runderneuerung und wenn Silikon und Botox nichts mehr helfen, muss eben der Scheißbrenner ran. Da ging auch diese klein „Hafenkreuzfahrt“ mit einer Barkasse von Rainer Abicht und ihren tollen Erklärungen zu Ende. Dies war noch einmal ein gelungener Abschluss einer schönen AIDA Kreuzfahrt und man muss Hamburg einfach genießen.

Danach machte ich mich auf den Weg nachhause.

Dort geht es dann wieder das Bildersichten und CEWE Fotobuch erstellen los, das CEWE Fotobuch der letzten Tour ist gerade eingetroffen und ist wieder perfekt.

Die Reise war durch AIDA wieder sehr gut organisiert, herzlichen Dank auch wieder an meine persönliche Reiseberaterin. Und mein Schiff heißt immer noch AIDA…!




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