Metropolenroute, die 2te - Prima Reise mit der prima - Teil 1

von  segler1960 19. April 2017 17:36
Metropolenroute, die 2te - Prima Reise mit der prima - Teil 1

Frühlingsreise auf der AIDAprima vom 23.03. – 01.04.2017

Vorbemerkung:

Zum zweiten Mal auf der Metropolenroute? Warum auch nicht? Es gab in allen Häfen immer noch Neues zu entdecken. Rotterdam kannten wir noch gar nicht. Und dann war da natürlich auch das neue Schiff, die AIDAprima.

Die vielen negativen Kritiken zur AIDAprima hatten uns im Vorfeld allerdings schon verunsichert und so haben wir lange überlegt, ob wir tatsächlich mit der prima fahren wollten. Doch die Neugier auf das Schiff hat gesiegt. Schließlich kann man nur die Dinge beurteilen, die man selbst erlebt hat.
Wir haben die Entscheidung nicht bereut! Die Reise mit der AIDAprima war prima!

Tag 1: Donnerstag, 23. März: Auf dem Weg nach Hamburg

Um die Tage auf dem Schiff in vollen Zügen genießen zu können, hatten wir uns dazu entschlossen, schon zwei Tage früher nach Hamburg zu fahren. Außerdem wollten wir auch ein wenig Hamburg erkunden. Um 7:45 Uhr sind wir zuhause gestartet. Die ersten 100km unserer Anreise war es noch sonnig, danach wurde es immer trüber, je weiter wir nach Norden kamen. Vor Würzburg ein dicker Stau. Es sollte aber der einzige Stau des Tages bleiben, der Verkehr auf der A7 war eher ruhig.

Um 15:15 Uhr erreichten wir HH-Bergedorf, wo wir im H4-Hotel (ehemals Ramada) ein Zweitagesarrangement gebucht hatten. Unsere Müdigkeit und das trübe Wetter trugen dazu bei, dass wir das Hotelzimmer nicht so gut fanden. Es machte einen ziemlich abgewohnten Eindruck. Wir liefen dann noch ein bisschen durch Bergedorf, erkundeten wo der Bahnhof war und bummelten durch ein großes Shoppingcenter mit vielen Läden.

Im Hotelpaket war auch ein Abendessen als 3-Gänge-Menü enthalten. In der „Fischerstube“ des Hotels wurden wir dazu von einem charmanten und freundlichen Kellner empfangen, der uns auch schon einen Tisch vorbereitet hatte und der wie selbstverständlich davon ausging, dass wir natürlich das Fischmenü wählen würden. Der Blick auf die Menükarte machte Appetit und so entschieden wir uns für drei Gänge mit Fisch. Ein süffiges Bergedorfer Bier gehörte auch gleich dazu.

Die Menüfolge:

Vorspeise: Auswahl an geräuchertem Fisch mit verschiedenen Dips und Rohkost.

Hauptgerichte: Lachs auf Blattspinat und Penne. Hamburger Pannfisch (dreierlei Fischfilet) mit Dijonsenfsauce, Bratkartoffeln mit Speck und Brokkoli.

Dessert: Hamburger Rote Grütze mit Vanilleeis.

Alles schmeckte vorzüglich und wir waren danach supersatt und hundemüde. Und unser Fazit am Abend war dann auch: Bei der Essenqualität lässt sich auch das kleine Manko mit der Zimmerqualität gut verkraften.


Tag 2: Freitag, 24. März: Hamburg entdecken

Beim Aufwachen war bereits strahlender Sonnenschein. Kurz vor neun sind wir zum Frühstück. Das Buffet war reichlich und lecker, Brot und Brötchen frisch und knusprig. Das tolle Wetter erzeugte gute Laune und so konnten wir unsere Pläne für den heutigen Tag angehen.

Mit unserer Hamburg-Card (auch im Hotelarrangement dabei) fuhren wir mit S- und U-Bahn zu Hagenbecks Tierpark. Wir haben uns das Tropenaquarium und den Zoo angeschaut. Der Besuch hat sich echt gelohnt. Das Tropenaquarium war Erlebnis pur und der Tierpark war richtig toll. So nah waren wir bisher noch in keinem Zoo an den Tieren dran. Wenig Gitter oder Scheiben, die die Sicht beeinträchtigen. Bei den Elefanten im Freigehege konnte man sogar den Rüssel streicheln.


Nach dem Zoobesuch sind mir mit der U-Bahn zum Jungfernstieg gefahren und haben eher zufällig einen kurzen Abstecher ins teure, exclusive Kaufhaus „Alsterhaus“ gemacht. Auf der Suche nach einem leckeren Mittagessen sind wir dann im Restaurant „Grill & Green“ gelandet, direkt an einem Fleet. Wir bestellten „Salad & Soup“ für 10,55 €. Serviert wurden uns eine sehr leckere Hummercremesuppe mit Riesengarnele und ein gemischter Blattsalat mit gut gewürzter und gegrillter Hähnchenbrust. Dazu gab es frisches Baguette. Ein sehr gutes Essen, nach dem wir gestärkt mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken fahren konnten. Eine richtige Hafenrundfahrt war uns zu teuer, deshalb sind wir dann einfach mit der Hafenfähre nach Finkenwerder und zurück gefahren. Auf der Rundfahrt sind wir auf die AIDAvita getroffen, die gerade von Steinwerder auslief und elbabwärts fuhr.

Nachdem wir zurück an den Landungsbrücken waren, haben wir noch einen Spaziergang in die Hafencity unternommen. Vom Überseequartier ging es dann mit der Bahn zurück nach Bergedorf. Kurz vor 19 Uhr waren wir wieder im Hotel. Der Hunger meldete sich und so sind wir ins Hotelrestaurant. Auf sämtliche Speisen und Getränke bekamen wir nämlich 20% Rabatt. Meine Frau genoss eine kräftige Rinderbrühe, ich hatte mich für einen Burger mit Pommes entschieden. Pommes und Brot teilten wir uns und waren danach prima satt. Ein Gratisglas Wein in der Hotelbar rundete den Abend ab. Einmal noch schlafen, dann ging es an Bord.

 

Tag 3: Samstag, 25. März: Sail away in Hamburg

Das Hotel war über das Wochenende komplett belegt. Dies machte sich beim Frühstück bemerkbar. Wo es am Freitagmorgen noch recht beschaulich und ruhig zuging, war jetzt doch eine große Unruhe. Der große Raum war fast komplett besetzt. Trotzdem haben wir ausgiebig gefrühstückt und uns kurz vor 10 Uhr auf den Weg nach Steinwerder gemacht. Etwa 20km lagen zwischen Bergedorf und dem Cruise Center und so waren wir schon nach einer knappen halben Stunde auf dem Parkplatz direkt am Schiff. Schnell haben wir die Koffer ausgeladen und an der Gepäckhalle abgegeben. Es folgte ein Spaziergang zwecks Fotografierrunde am Hafenbecken. Natürlich mussten wir bis zur gegenüberliegenden Seite des Beckens laufen, denn von dort war die beste Position um AIDAprima komplett aufs Bild zu bekommen.

Trotz strahlendem Sonnenschein war es ziemlich kühl und windig und so kamen wir leicht durchgefroren wieder zum Terminalgebäude. Wir holten noch unser Handgepäck aus dem Auto und wärmten uns in der Abfahrtshalle auf. Eine freundliche AIDA-Mitarbeiterin meinte, wir könnten ruhig schon einchecken und aufs Schiff gehen.

An den Check-In Schaltern war tatsächlich wenig los. Es ging sehr schnell, wir bekamen gleich unsere Bordkarten und unsere Getränkekarte. Die Sicherheitskontrolle war schnell passiert, noch das obligatorische Foto mit Steuerrad und dann waren wir auch schon auf der Gangway. Um halb zwölf betraten wir zum ersten Mal AIDAprima und waren gleich begeistert. Unser erster Eindruck: ein großes, schönes Schiff. Und auch das gewisse AIDA Feeling stellte sich schnell ein.

Natürlich war die Kabine so früh noch nicht bezugsfertig. So sind wir erstmal zum Mittagessen ins East-Restaurant. Dort fanden wir eine tolle Speisenauswahl vor und haben uns eine schöne Mahlzeit zusammengestellt, die dann am Grill frisch zubereitet wurde. Nach dem Essen wurde das Schiff erkundet, wobei sich die Erkundung zunächst auf das Deck 8 (Lanaideck) und die AIDAplaza beschränkte. Kurz vor 14 Uhr war unsere Veranda-Komfort-Kabine auf Deck 11 bezugsfertig. Auch die Koffer waren schon da. Wir waren kaum in der Kabine, da kam gleich unser Kabinensteward Hilman. Er stellte sich vor und brachte auch gleich den bestellten Blumenstrauß mit.

Wir packten unsere Koffer aus und richteten uns in der gemütlichen Kabine ein. Vor allem das große Sofa, der große Flachbildschrim und die geräumige Veranda mit Holzboden begeisterte uns. Außerdem hatte die Kabine 2 Bäder (bedeutet: WC und Dusche sind getrennt, man hat deshalb zwei Waschbecken zur Verfügung). Danach war Kaffeezeit. Im French Kiss holten wir uns einen Kuchen. Und leider machten wir dann auch eine der wenigen negativen Erfahrungen auf dem Schiff: Der Kuchen war okay, aber einen Kaffee zu bekommen war nicht möglich. Die Servicekräfte im French Kiss waren unaufmerksam, ignorierten uns und wollten wohl keinen Kaffee verkaufen. Also den Kuchen trocken gegessen und wieder gegangen. Hoffentlich blieb dieses Erlebnis ein Einzelfall.

Pünktlich um 17 Uhr startete die Seenotrettungsübung. Unsere Musterstation war im French Kiss.

Planmäßig um 18 Uhr hieß es „Leinen los“. Die Reise startete bei einer wunderschönen Abendsonne. Es war ein romantisches Sail away mit Blick auf eine ins Abendlicht getauchte Hamburger Skyline.

Als wir am Cruiseterminal Altona die AIDAcara passiert hatten, ging es zum Abendessen ins „Weite Welt Restaurant“. Eine tolle Auswahl an unterschiedlichen Speisen erwartete uns dort. Alles schmeckte sehr gut. Warum aber so viele Leute Angst hatten, nichts zum Essen zu bekommen und deshalb panisch sämtliche Buffetstationen stürmten, blieb uns bis zum Ende der Reise ein Rätsel.

Für den Abend hatten wir online bereits Plätze im Nightfly reserviert. Man kommt dort ja nur mit Reservierung rein. Aber es lohnt sich, denn die Show war toll. Und eine Premiere: „New York City Nights“ war das Thema des heutigen Abends. Von zwei Sängerinnen und zwei Sängern wurden bekannte Melodien rund um „New York“ dargeboten. Man konnte mitsummen oder mitsingen. Kurz vor Mitternacht sind wir dann hundemüde ins Bett und schliefen bald darauf tief und fest. Glücklicherweise konnten wir uns auch die Zeitumstellung auf Sommerzeit heute noch schenken, da wir ja unterwegs nach Großbritannien waren.

Fortsetzung folgt......

 

 

Ein toller Bericht. Wann kommt denn der Teil 2? Wir wollen im Juli unsere erste Kreuzfahrt starten.

von netduets am 28. April 2017 um 12:51 Uhr

Schöner, lebendiger Bericht, ich freue mich auf die Fortsetzung

von Filderhas am 22. April 2017 um 12:34 Uhr

Schöner Reisebericht,werden im Juli auch diese Route fahren. Freuen uns schon sehr auf unsere Erste Kreuzfahrt.

von Sonnenschein73 am 21. April 2017 um 19:27 Uhr

Toll geschrieben, ich freue mich schon auf den nächsten Teil

von biathi am 20. April 2017 um 22:11 Uhr

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