Mit AIDAdiva in den Indian Summer

von  aidabella2309 27. November 2015 10:59
Mit AIDAdiva in den Indian Summer

10.10.2015

Wir machten uns auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen. Unser Flug ging erst am nächsten Morgen, jedoch finden wir nichts schlimmer als eine stressige Anreise. Statt also in der Nacht irgendwann loszuhetzen, entschieden wir uns dazu, im Hotel am Flughafen zu übernachten und den Vorabend-Check-In unserer Fluggesellschaft zu nutzen.

11.10.2015

Nach einer ruhigen aber dennoch kurzen Nacht im Hotel ging es für uns dann auch gleich rüber zum Terminal, welches durch eine Überführung mit dem Hotelgebäude verbunden war. Nachdem wir die Sicherheitskontrollen passiert hatten, konnten wir uns nun noch eine Weile hinsetzen und einen Kaffee trinken, dabei konnten wir beobachten, wann denn unser Flieger anrollte.
Wir hatten dieses Mal wirklich Glück mit dem Flug, denn wir hatten das An- und Abreisepaket gebucht (schon alleine wegen den regelmäßigen Streiks und der Hurrikansaison), bei welchem wir genauso gut einen späten Flug hätten erwischen können. Wir haben jedenfalls den frühesten Flug erwischt und so ging es komfortabel und entspannt im A380 von Singapore Airlines direkt nach New York.
Die Zeit verging buchstäblich wie im Flug, um Punkt 11.00 Uhr vormittags landeten wir am Flughafen JFK. Die Einreise war hier etwas verwirrend. Wir waren bereits im Vorjahr in den USA, daher ordneten wir uns den US-Bürgern und ESTA-Wiedereinreisenden ein. Irgendwie waren dort aber nur sehr wenige Beamte, so zog sich das Ganze ein bisschen. Die Ersteinreisenden waren merkwürdigerweise schneller fertig mit ihrer Einreise. Muss man nicht verstehen, aber das ist Amerika.
Ein paar Minuten mussten wir auf unseren Bus warten, der steckte noch irgendwo im zähfließenden New Yorker Straßenverkehr fest. War zwar nervig, aber wer schonmal dort war, der kann es dem Busfahrer nicht übel nehmen, es ist einfach so. Schließlich kam der Bus und wir fuhren fast direkt (mit einem Schlenker über den Times Square) zum Schiff. Das Einchecken ging sehr zügig (unser Bus war etwas später da als die anderen beiden und die anderen Flüge kamen alle erst später an) und wir konnten auch sofort in die Kabine.
Da es erfahrungsgemäß mit dem Gepäck in New York ziemlich lange dauert, hatten wir uns das Nötigste in einen kleinen Trolley gepackt. So konnten wir uns gleich duschen und frische Sachen anziehen. Schnell haben wir noch telefonisch bei der Rezeption die Reservierung fürs Rossini für diesen Abend bestätigt, denn zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr direkt vorm Restaurant war es für uns nicht möglich, da wir gleich in die Stadt wollten. Dann kurz die Uhr geschaut, umgerechnet und in Deutschland eine kurze Rückmeldung gegeben, dass wir gut angekommen sind.
Nach der langen Anreise gleich wieder los? Ja, denn es ist die beste Methode, mit der Zeitverschiebung zurechtzukommen, man wird nicht müde. Zum Times Square sind es vom Schiff aus nur etwa 20 Minuten. Dort ist immer was los, dort ist man am Puls der Stadt. Außerdem wollten wir noch in den Disney Store, um ein Souvenir für das Patenkind von meinem Mann zu kaufen - eine Minni Maus als Freiheitsstatue kam da gerade recht. Es war wirklich sehr voll an diesem Tag auf dem Times Square, voller als sonst, was wohl daran lag, dass es ein sehr sonniger Sonntag war (T-Shirt-Wetter). Außerdem war es der letzte Tag der New York Comic Con, was auch die erhöhte Dichte an Superhelden in der Stadt erklärte. Wir holten uns für zwischendurch einen Hot Dog und bummelten anschließend noch durch die überfüllten Geschäfte, bis wir irgendwann wieder in Richtung Schiff zurückgingen.


Wie schön erwähnt, hatten wir für diesen Abend einen Tisch im Rossini reserviert. Mit Blick auf die Spitze vom Empire State Building und die ebenfalls in New York liegende AIDAluna genossen ein sehr leckeres 6-Gang-Menü. Schöner kann ein erster Urlaubstag gar nicht enden.

12.10.2015

New York ist die Stadt, die niemals schläft und so standen auch wir relativ früh auf, denn nach dem Frühstück sollte unsere Fahrt mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus beginnen. Diesen haben wir direkt über AIDA gebucht. Netürlich hätte man ein paar Euro bzw. Dollar sparen können, wenn man erst zum Times Square gegangen wäre und sich dort ein Ticket am Bus gekauft hätte. So hatte es aber den Vorteil, dass wir quasi nur über die Straße fallen mussten, wo bereits der Bus wartete. Der Bus fuhr auch erst in Richtung Times Square, weil von dort aus die verschiedenen Loops starteten. Der Bus, in welchem wir uns befanden, sollte dann anschließend gleich den Downtown Loop machen - für uns perfekt. So fuhren wir durch die Stadt, u. a. vorbei am Empire State Building und dem Flatiron Building.

Am Battery Park stiegen wir aus. Nicht, um zur Freiheitsstatue zu fahren, sondern weil der Park schön anzusehen ist, mit dem Fort (dort sind übrigens kostenlose öffentliche Toiletten) und mit den Hochhäusern im Hintergrund. Fest vorgenommen hatte ich mir auch, das Gebäude der Tunnerverwaltung zu fotografieren. Warum fotografiert man so etwas? Nun, wer die Men In Black Filme gesehen hat, der weiß, dass sich in den Filmen dort das MIB-Hauptquartier befindet. Einer von vielen Filmschauplätzen in New York City.


Wir gingen durch den Battery Park und liefen Downtown die Straßen entlang. Unser nächste Ziel: das 9/11 Memorial mit dem One World Trade Center. Es ist immer wieder bewegend, wenn man an einem der beiden Pools steht. Kaum vorstellbar, das dort einmal zwei mächtige Wolkenkratzer gestanden haben, besonders wenn man das One World Trade Center daneben stehen sieht. Nicht zu verachten ist auch der eingezäunte Survivor Tree: obwohl neben ihm zwei gewaltige Gebäude zusammenbrachen, hat dieser Baum die Katastrophe erlebt.


Nun machten wir uns auf in Richtung Finanzviertel zur Wall Street. Es roch nach ein paar Metern sehr gut. Ein Markt! Und es gab nicht nur Taschen etc., es gab auch Streetfood! Zeit für einen Corndog. Als wir an der der New York Stock Exchange (also der Börse) vorbeikamen und ich mir die Fassade des Gebäudes anschaute, fand ich es doch faszinierend, wieviel Mühe man sich doch damals mit der Gestaltung von Gebäuden gegeben hat. Weiter ging es zum bildlichen Synonym für die Börse, dem Stier. Es war wirklich nicht leicht, aber ich habe es tatsächlich geschafft ein Foto des Stiers ohne asiatischen Touristen davor zu machen.


Zu Fuß gingen wir dann allmählich wieder in Richtung Battery Park, von dort aus ging es dann weiter mit dem Bus zurück in Richtung Times Square. Dabei kamen wir am Empire Diner vorbei, wieder so ein Schauplatz von Men in Black. Wir kamen noch am Madison Square Garden vorbei, bevor wir schließlich am Times Square ankamen. Dabei ist anzumerken, dass an diesem Tag deutlich weniger los war als am vorherigen.
Wir hatten ja noch Zeit, also gingen wir vom Times Square aus zu Fuß zum Rockefeller Center. Dort bot sich eine gute Gelegenheit, die Rockefeller Plaza und das General Electric Builduing (auf welchem sich die Aussichtsplattform "Top of the Rock" befindet) zu fotografieren. Wir amüsierten uns über die vielen Leute, die dort im T-Shirt Schlittschuh liefen.
Nun ging es noch einmal kurz zum Times Square, von dort aus machten wir uns dann aber doch wieder auf den Weg zum Schiff. Sehr unscheinbar war eine Feuerwache, mitten zwischen den Wohnhäusern. Eine nette Gelegenheit für eine Frontaufnahme eines amerikanischen Feuerwehrfahrzeuges.


Um 18.00 Uhr war es dann soweit. Es war an der Zeit, sich vom Big Apple zu verabschieden. Wir legten bei einsetzender Dämmerung ab und uns bot sich ein toller Anblick, als der Himmel immer dunkler und die Lichter der Großstadt immer heller wurden. Schön anzusehen war auch das Empire State Building, dass anlässlich des Columbus Day in den Farben grün-weiß-rot erstrahlte. Besonders schön schimmerten die Fassaden an der Südspitze Manhattans, allen voran das One World Trade Center.
Auf der Steuerbordseite konnte man noch einen Blick auf die Freiheitsstatue erhaschen. Nach der Durchfahrt der Verrazano-Narrows-Bridge war klar: das war New York, jetzt kommen die nächsten Ziele. Die Skyline Manhattans war aber noch für einige Zeit sichtbar.

13.10.2015

Heute war ein sehr sonniger Seetag. Eine gute Gelegenheit, noch ein paar Sonnenstrahlen zu tanken, denn die nächsten Tage sollte es schrittweise immer kälter werden.

14.10.2015

Am Morgen erreichten wir die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts: Boston. Bei der Einfahrt bot sich ein toller Sonnenaufgang in herrlichen Farben. Zudem kamen wir an einigen Inseln vorbei, es erinnerte mich fast ein bisschen an Helsinki.


Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen wir uns auch schon zu unserem Ausflug. Wir hatten eine Tour in einem historischen Bus gebucht. Da es relativ mühsam ist, sich Informationen über Boston herauszusuchen und es keine Reiseführer auf Deutsch zu kaufen gab, hielten wir dies für die beste Möglichkeit, die eigentlich geschichtsträchtige Stadt einmal kennenzulernen. Es ist eigentlich auch schwer, all diese Informationen hier wiederzugeben, da es einfach zu viele waren. Zumindest kann man sagen, dass Boston eine Stadt ist, in der man auf dichtem Raum Neues und Altes sehen kann. Es gibt auch den sogenannten Freedom Trail, diesem kann man folgen und kann so einiges über die Geschichte der Stadt erfahren.
Unsere Bustour jedenfalls führte vorbei an Parks, dem Stadion der Red Sox, diversen historischen Gebäuden und auch nach Cambridge. Dort fuhren wir an den Gebäuden des MIT (Massachusetts Institute of Technology) vorbei. Nach Harvard fuhren wir leider nicht.


Am Quincy Market endete die Bustour. Die große Markthalle bot Einiges an kulinarischen Angeboten. Dort genehmigten wir uns ein paar leckere Beef Ribs. Anschließend liefen wir noch ein bisschen zu Fuß durch Boston, u. a. durch den Public Garden und zum Massachusetts State House. Schließlich ging es wieder zurück zum Quincy Market und von dort aus mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff.


Wieder auf dem Schiff, hatten wir noch ein wenig Zeit bis zum Auslaufen und die Sonne schien gerade genau auf unseren Balkon. Also haben wir uns noch ein bisschen hingesetzt, was nach dem langen Fußmarsch auch gar nicht so schlecht war.
Pünktlich zur einsetzenden Dämmerung legten wir in Boston ab. Schön, auch in diese Stadt einen Einblick erhalten zu haben.

15.10.2015

Wir standen bereits früh auf. Uns bot sich ein toller Anblick auf die Küste von Maine. Die Sonne ging auf und strahlte die Berge und Klippen an. Die Laubbäume trugen zum Großteil schon ihr Herbstkleid - der Indian Summer hat begonnen. An diesem Tag erreichten wir Bar Harbor, den letzten US-amerikanischen Hafen auf unserer Reise. Wie sich später herausstellte, sollte dies unserer Lieblingsdestination auf dieser Route sein.

Auf ein Anlegen wartet man vergeblich, denn Bar Harbor ist klein. Lediglich Ausflugsboote und Hummerkutter finden in dem kleinen Hafen Platz - und unsere Tenderboote, denn hier lagen wir auf Reede.


Unser heutiger Ausflug begann auch recht früh, also ging es nach dem Treffen ab ins Tenderboot und dann an Land. Mit dem Bus fuhren wir dann in den Acadia Nationalpark und zum Cadillac Mountain. Von dort aus hatte man einen herrlichen Ausblick auf die Küste und auch auf AIDAdiva, die dort unten ganz winzig vor Bar Harbor ankerte. Auf der Rückfahrt gab es noch ein paar Highlights wie einen Weißkopfseeadler und Biberdämme (leider ohne Biber). Die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite, sodass man dort am liebsten gar nicht mehr weg wollte.


Wieder unten in Bar Harbor angekommen, wurden wir im Bar Harbor Club rausgelassen. Dort konnten wir nun einen echten Maine Lobster genießen. Wir haben zwar schon einige Male Hummer gegessen, jedoch haben wir noch einen komplett zerlegt. Natürlich waren wir skeptisch, da es bei so einem Ausflug immer in Richtung Massenabfertigung geht. Das war in diesem Fall aber gar nicht so schlimm, es gab große Runde Tische, der Hummer wurde zügig aufgetan und in unserem Fall stimmte die Chemie am Tisch. Es war schon ein witziges Erlebnis - und köstlich.


Nach dem Essen hatten wir noch reichlich Zeit. Diese nutzen wir, um Bar Harbor auf eigene Faust zu erkunden. Dabei kommt man natürlich nicht an der Main Street vorbei. Dort gibt es zahlreiche Geschäfte mit mehr oder weniger nützlichen Dingen. Wir waren auf der Suche nach Ansichtskarten, es dauerte auch eine Weile, bis wir ansprechende Karten fanden. Bei der Bar Harbor Tea Company kauften wir eine kleine Tee-Auswahl, wir trinken gerne Tee und bei diesem handelte sich wirklich um ein Produkt aus der Region.
Auf dem Weg zurück zum Hafen kehrten wir noch in einer Eisdiele ein. Ich probierte hier das angepriesene Hummer-Eis. Es handelte sich dabei um Vanille-Eis mit Hummerstücken darin. Ich hatte erst überlegt, ob ich es probiere, aber wann hat man schonmal die Gelenheit dazu? Außerdem ist Hummerfleisch ja auch leicht süßlich, warum sollte das nicht passen? Dazu gab es dann noch eine Kugel Blaubeereis. Lecker! Wir gingen noch ein bisschen am Wasser entlang, es war einfach nur herrlich dort. Die Sonne zeigte sich auch an diesem Tag wieder von ihrer besten Seite.


Leider mussten wir irgendwann auch wieder an Bord. Nicht, dass es an Bord nicht schön ist, es ist sogar sehr schön. Aber Bar Harbor ist einfach so eine beschaulische, idyllische kleine amerikanische Hafenstadt, das muss man einfach lieben.
So war es dann auch schade, als wir abends die Bucht von Bar Harbor verließen. Uns blieb aber als Trost, dass wir noch einiges an Natur auf unserer Reise vor uns hatten.

16.10.2015

Willkommen in Kanada! Entlang der mit bunten Laubbäumen gesämten Küste näherten wir uns dem ersten kanadischen Hafen unserer Reise: Halifax. Hier wird noch Englisch gesprochen, denn dies ist die Provinz Nova Scotia, Neuschottland.


Unser heutiger Ausflug mit dem Bus führte uns zunächst durch die Stadt bis auf den Citadell Hill. Wie der Name schon sagt, befindet sich dort die Zitadelle von Halifax. Diese besichtigten wir jedoch nicht. Aber wir hatten einen guten Ausblick auf die Stadt und den bekannten Glockenturm.


Weiter ging es zum Public Garden, ein schön angelegter Park im Herzen der Stadt. Nach dem Spaziergang hatten wir noch eine knappe Stunde Freizeit, bevor wir zum Fairview Lawn Friedhof fuhren. Auf diesem Friedhof wurden einige Opfer des Titanic-Untergangs bestattet und es wurde ein Denkmal angelegt.


Nun fuhren wir weiter und verließen Halifax, wir machten Halt bei einer Ahornsirupfabrik, wo uns erklärt wurde, wie der leckere Sirup hergestellt wurde und wie viel Saft man dafür braucht. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, einige Produkte zu kosten und zu erwerben. Dies taten wir auch, jedenfalls ein paar, das hatten wir uns vorab aber auch schon vorgenommen.
Schließlich erreichten wir den letzten Punkt unseres Ausflugs, das kleine Fischerdorf Peggys Cove mit seinem Leuchtturm. Dies war auch der erste Zeitpunkt auf der ganzen Reise, dass das Wetter nicht so ganz mitspielte. Es war wirklich sehr windig, es kamen auch ein paar ganz schöne Brecher an die Felsen und die Gischt spritzte hoch. Es gab auch einen kurzen Schauer. Klar, Sonne und eine leichte Brise wären sehr schön gewesen, allerdings passte das stürmische Wetter auch zu diesem Ort. Besonders, wenn man sich schutzsuchend in den urigen und gut geheizten Souvenirladen begab. Der Laden war auch Gleichzeitig die Post, ein Café und ein Hummerrestaurant. Als wir wieder im Bus saßen, kam die Reiseleiterin noch mit einem lebendigen Hummer herein, erklärte uns die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen und wie die Tiere überhaupt gefangen werden.


Mit diesem Ausflug haben wir auch den ganzen Tag ausgefüllt. Wer das nicht möchte, für den gibt es natürlich auch kürzere Ausflüge. Nach Peggys Cove sollte man aber mal gefahren sein. Soll es gar kein geführter Ausflug sein, dann kann man kilometerlang auf der Promenade am Wasser entlang gehen - die Stadt tut alles Erdenkliche, damit das in Zukunft auch so bleibt.
Wieder am Schiff angekommen, schauten wir spontan im Buffalo Steak House vorbei, denn nach dem langen Tag hatten wir irgendwie keine Lust auf Buffet. Wir hatten Glück und bekamen einen Tisch und konnten so beim Essen das Auslaufen aus Halifax genießen (es war allerdings schon dunkel).

17.10.2015

Dies war wieder ein Seetag. Ich denke, diesen braucht man nicht näher auszuführen, da dieser zum großen Teil aus Ausruhen und Lesen bestand. Das Wetter war ok, aber merklich kälter und auch nicht so sonnig.

18.10.2015

Auch dies war ein Seetag. Hierbei ist anzumerken, dass es nachts und morgens geschneit hat. Auf dem Sonnendeck musste die Crew sogar Schnee schieben. Dabei erlaubte sie sich den Spaß, einen Schneemann zu bauen. Es war schon witzig.
Im Laufe des Tages fuhren wir in den Sankt-Lorenz-Strom hinein, sodass man nachmittags bzw. abends immer Land um sich herum hatte.

19.10.2015

Heute erreichten wir bereits am frühen Morgen Québec in der gleichnamigen kanadischen Provinz. Dies ist eine frankofonische Region, es wird also hauptsächlich Französisch gesprochen. Schnee war hier nicht zu finden und die Sonne schien, aber es war sehr kalt.


Wir hatten wieder eine Bustour gebucht. So fuhren wir die Altstadt hinauf (die Stadt ist relativ bergig) zum Château Frontenac, einem Hotel im Schloss-Stil. Von der Terrasse aus hat man einen guten Blick auf die Altstadt von Québec und den Sankt-Lorenz-Strom. Da wir einige Minuten Freizeit hatten, folgten wir der Empfehlung unserer Reiseleiterin und schauten einmal am Rathaus vorbei, wo die Vorbereitungen für Halloween voll am Laufen waren und alles schon sehr geschmückt war.


Nun ging es zu einem großen Park, auch dort gab es nochmal eine Terasse. Schließlich fuhren wir weiter durch die Altstadt und aus der Stadt hinaus zu den Montmorency-Wasserfällen. Ein schöner Anblick. Dieser Wasserfall ist zwar nicht so breit, aber immerhin 30m höher als die Niagarafälle bei Toronto. Danach ging es mit dem Bus auch schon wieder zurück zum Schiff.


Während einige Mitreisende ja kein Essen an Bord verpassen wollten, nahmen wir uns vor, noch einmal zu Fuß in die beschauliche Altstadt zu gehen. Eigentlich ist es von Schiff aus ja auch nicht allzu weit. So gingen wir durch die Gassen, schauten in einigen kleinen Geschäften vorbei und entdeckten hier und da auch wieder schöne Halloween-Dekorationen. Ein bisschen bergauf gegangen und schon war man auch wieder am Château Frontenac. Wir gingen noch weiter durch die Stadt, bis wir schließlich den Rückweg antraten.


Pünktlich um 18.00 Uhr setzten wir unsere Reise fort. Der Himmel war bedeckt, es war windig und dadurch fast unerträglich kalt. Die Durchfahrt der Québec-Brücke wollten wir jedoch nicht verpassen. Sie ist ein Grund dafür, dass AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna die größten Schiffe sind, die jemal Montréal angelaufen haben. Nach der Durchfahrt gingen auch alle wieder rein, es war einfach zu kalt und es sollte ohnehin bald wieder dunkel werden.


Diesen Abend waren wir wieder im Buffalo Steak House. Hierbei muss ich erwähnen, dass dies aber ein geplanter Besuch war, den wir bereits vorab reserviert hatten.

20.10.2015

Wir erreichten nun den letzten Hafen unserer Reise, Montréal. Hier sollten wir über Nacht liegen bleiben, bevor die Reise endete. Darüber mochte man an diesem Tag aber noch nicht so wirklich nachdenken.
Die Sonne schien. Für diesen Tag hatten wir keinen Ausflug gebucht, sondern wollten auf eigene Faust ein wenig durch die Stadt laufen. Ein Stück am Wasser entlang ging es zunächst in Richtung Altstadt. Dort gab es natürlich auch wieder Geschäfte ohne Ende. Im Vorfeld hatte ich von einem Ahorn-Laden gelesen, welchen wir dort besuchten. Auch dort durften wir wieder viele Produkte probieren, von welchen wir einige für zuhause mitnahmen. Im Keller gab es auch ein kleines Ahornmuseum und Toiletten. Nach dem Besuch des Ladens gingen wir zum Place d´Armes, dort befanden sich unter anderem das Aldred Building, die Basilika Notre-Dame und die Bank von Montréal. Beim Palais de Congres tauchten wir in die "Unterwelt" ab und gingen ein paar Meter durch die Ville Souterraine, die Unterirdische Stadt. So kamen wir am Welthandelszentrum an, dort befand sich auch ein Stück Berliner Mauer.


Wieder draußen liefen wir zur Christ Church Kathedrale, auch dort tauchten wir kurz ab, dort befand sich eine Shopping Mall. Wir liefen durch die Stadt, bis wir irgenwann wieder in der Altstadt ankamen, um dort eine Portion Poutine zu probieren. Poutine ist ein sehr populäres kanadisches Essen, bestehend aus Pommes Frites, halbfestem Käse und Bratensoße. War lecker, aber auch reichhaltig. Schließlich machten wir uns langsam auf dem Weg zum Schiff und verbrachten da einen ruhigen Abend.

Die Koffer mussten ja leider auch irgendwann gepackt werden. Diese stellten wir abends vor die Tür und mussten sie so am nächsten Tag nicht selbst mit von Bord nehmen. Für unsere restlichen Sachen hatten wir eine kleine Tasche, welche wir am nächsten Tag einfach in den Koffer packten.

21.10.2015

Das letzte Mal gab es ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir Abschied nehmen mussten. Da man am Abreisetag immer nicht so richtig was mit sich anzufangen weiß, hatten wir für diesen Tag einen Ausflug mit Ende am Flughafen gebucht. So muss man nicht ständig auf die Uhr schauen oder hängt nur an Bord rum.
Wir fuhren zum Olympiapark. Dort ging es mit einem Fahrstuhl den Olympiaturm hinauf. Von dort aus hatte man eine tolle Aussicht auf Montréal und die Umgebung. Von hier aus waren es nur ein paar Meter bis zum Biodôme, eine Art Indoor-Zoo mit den Klimazonen des amerikanischen Kontinents. Abschließend besuchten wir den botanischen Garten. Leider war dort schon vieles verblüht bzw. dem Herbst zum Opfer gefallen. Lediglich die Gewächshäuser waren interessant. Dort wurden viele bunt gestaltete Kürbisse ausgestellt. Für Kinder gab es auch noch eine Hexe in einem Hexenhäuschen.

Im Endeffekt hat sich der botanische Garten aufgrund der Jahreszeit nicht gelohnt, stattdessen hätten wir lieber mehr Zeit im Biodôme verbracht.
Danach ging es auch schon zum Flughafen. Mit einer Condor-Chartermaschine ging es nonstop nach Frankfurt.

Hallo,
ich habe diese Reise von Montreal nach New York gemacht und hatte leider nicht immer so tolles Wetter wie Du! Deshalb meine Frage: könntest Du mir Deine Bilder (Landschaft, Gebäude,..) schicken?
Bitte melde Dich doch kurz bei mir: manuelahaff@gmx.de
Vielen Dank!
LG
Manu

von Manuteddie am 08. November 2016 um 13:12 Uhr

Danke für diesen richtig tollen Reisebericht mit grandiosen Bilder, da macht das lesen Spaß.

von Jürgen Langhammer am 02. Dezember 2015 um 12:07 Uhr

In Halifax den gleichen Ausflug gehabt.LG Gaby

von Gaby-05 am 29. November 2015 um 20:59 Uhr

Ein toller Reisebericht mit super schönen Fotos.Diese Reise möchte ich auch gerne mal machen.Bei unser Transamerikatour mit der Mar, haben wir im November, auch den gleichen Ausflug, wie du gemacht, und im Public Garden, noch ein Hauch vom Indian Summer, erlebt.LG Gaby

von Gaby-05 am 29. November 2015 um 20:57 Uhr

Ein toller Reisebericht mit noch tolleren Bildern!

von fernweh am 28. November 2015 um 11:58 Uhr

Das stimmt. Das Wetter war für Herbst einfach super. Leider lässt sich das mit der Laubfärbung immer nicht so vorhersagen. Wäre vorher eine längere Kältephase gewesen, wäre der Zauber schon vorbei gewesen. Im September hätte es in unserem Fall noch nicht so bunt ausgesehen. Ich hoffe, ihr habt dann auch Glück.

von aidabella2309 am 27. November 2015 um 21:23 Uhr

Danke für den tollen Reiseberichte. Dies ist eine der Reisen die ich irgendwann auch noch machen möchte. Ihr hattet ja richtig toles Wetter und die Bäume waren toll verfärbt.

von Emma 2014 am 27. November 2015 um 20:50 Uhr

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