Mit AIDAvita neue Ziele entdecken, Januar 2019, Teil 3 Kota Kinabalu/Malaysia

von  Perlenfee 11. Februar 2019 21:24
Mit AIDAvita neue Ziele entdecken, Januar 2019, Teil 3 Kota Kinabalu/Malaysia

12. Januar, Sabah/Kota Kinabalu, Malaysia – teils bewölkt 31 Grad

Kota KinabaluEtwas verwirrt war ich doch, als ich mir nach der Reisebuchung unsere Route genau angesehen hatte. Stand dort, wir werden auch nach Malaysia kommen. Da waren wir doch schon gewesen und zwar in KL (Kuala Lumpur), Penang und Langkawi. Wo um Himmelswillen geht die Tour nur hin? Es klärte sich bald auf … auf der Insel Borneo gibt es einen malaiischen Bundesstaat mit dem Namen Sabah und dort findet man auch ein KK – nämlich Kota Kinabalu. Uffz, Erdkunde – und wieder was dazu gelernt. Und es gibt auf Borneo noch einen zweiten malaiischen Bundesstaat, der heißt Sarawak.

Unser Wecker ging früh, wollte ich doch unbedingt den Sonnenaufgang sehen – aber daraus wurde nichts. Die Versuchung, noch ein Stündchen länger zu schlafen hat gesiegt und so war es dann schon taghell als wir im Selections-Restaurant zum Frühstück auftauchten. Jana, Walter und Alex hatten schon den ersten Kaffee bekommen und lachten, als sie uns Schlafmützen sahen. Lange herum trödeln lag nicht drin, sollten wir doch schon um 9 Uhr unten am Bus stehen. Ausflug heute: „Das Panorama von Kota Kinabalu“

Die Stadt hieß aber nicht immer so. Dort, wo wir heute sind, gab es eine kleine Siedlung mit dem schönen Namen Api Api, gegründet von dem Volksstamm der Bajau. Die britische North Borneo Company hatte sich entschieden, im Jahr 1899 dort seinen Verwaltungssitz einzurichten und natürlich auch einen Handelssitz. Zuvor mussten sie die Insel Gaya verlassen, weil sie geplündert wurden und auch wegen Wassermangels. Davor versuchten sie ihr Glück in Gantian, scheiterten dort aber an der geringen Wassertiefe um ihre Handelsgüter auf den Weg zu bringen. Langes Hickhack mit dem Sultan von Brunei, die Engländer wollten Geld als Ersatz für das geplünderte Gut haben und bekamen zwar kein Geld, dafür aber einige Gebiete auf Borneo. So kamen sie nach Api Api und benannten die Stadt kurzerhand um in Jesseltown – sozusagen zu Ehren des stellvertretenden Vorsitzenden der Company, Jessel. Der Handel geriet in Fahrt mit Kautschuk, Rattan und Honig. Über viele Jahre hinweg gab es politisches Gerangel und seit 1957 gibt es diesen Bundesstaat auf Borneo. Der zweite Weltkrieg hat dem Ort großen Schaden zugefügt und im Jahr 1968 wurde aus Jesseltown Kota Kinabalu. (Kota, aus dem malaiischen heißt Stadt und der Wortteil Kinabalu ist der Name des höchsten Berges auf der Insel). Erst im Jahr 2000 bekam KK das Stadtrecht verliehen. Die Bevölkerung hat sich in den vergangenen 40 Jahren um das vierzigfache vermehrt. Der vorher überschaubare Ort ist auf 600.000 Einwohner einschließlich der Randbezirke angestiegen. KK selbst hat heute rund 200.000 Einwohner. Es leben 32 verschiedene ethnische Bevölkerungsgruppen dort. Neben den Ureinwohnern gibt es viele Chinesen und auch Philippinos. Soviel erst mal zur Geschichte. Exportgüter sind Fisch und Gemüse. Auch Palmöl wird hier produziert... Ich denke nur an die Abholzung. Ja und der Tourismus lässt die Kasse klingeln. Traumhafte Stände und Inseln mit einer bunten Unterwasserwelt locken Touristen aus aller Herren Länder. Auch der Nationalpark Kinabalu ist ein beliebtes Wanderziel.

Wir werden nicht wandern, sondern Bus fahren und laufen, um ein Stück der Landschaft zu sehen und Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Gleich am Anfang sehen wir eine moderne Stadt!!! Kota KinabaluHochhäuser, große Kreisverkehre und wieder die schönen Straßenlaternen. Kota KinabaluAuch das Gebirge ist gut im Dunst zu erkennen.Kota Kinabalu Wir haben einen Fotostopp und stehen der City Mosque (Masjid Bandaraya) gegenüber. Was für ein Anblick … Die größte Moschee der Stadt ist umgeben von einer schönen Außenanlage mit Wasserbecken davor. 12.000 Besucher finden drinnen Platz. Mir fällt noch ein, es gibt neben den Muslimen in Sabah auch Christen und Buddhisten. Man kann die Moschee auch besichtigen. Das ist kein Problem … angemessene Kleidung vorausgesetzt. Es gibt aber auch Kleidung dort zu leihen. Der Eintritt der Moschee soll nicht so teuer sein. Wir sehen sie nur von außen an.Kota KinabaluIch schau mich ein wenig an der Haltestelle um und entdecke die riesigen Ameisen oder sind das vielleicht Termiten, die auf einer Blüte herumkrabbeln. Huch, ich muss mich kratzen und springe schnell zur Seite, denn ist stehe mitten in einer Laufstraße der Krabbler.Kota KinabaluInteressant ist auch dieses Gebäude, Menara Tun Mustapha, früher auch als Foundation Building bekannt. Der hohe Turm mit seinen 30 Stockwerken steht auf einem kegelförmigen Unterbau, dass man fast Angst hat, es könnte irgendwann mal umkippen. In dem Gebäude befinden sich ein Theater, eine Schule, Kindergarten und eine große Bibliothek.Kota Kinabalu

Kota KinabaluRein in den Bus und ein paar Straßenzüge später steigen wir wieder aus. Unterwegs gelingen mir noch ein paar "schräge" Fotos. Kota KinabaluNächster Besichtigungshalt ist der buddhistische Tempel Pu Toh The bekannt auch als Pu Tuo Si Tempel. Kota Kinabalu

Kota KinabaluUmgeben von hohem Bambus und Palmen steht gleich nach dem Tor die hohe Statue von Guanyin. Kota KinabaluDer

Kota KinabaluTempel ist noch nicht so alt, er wurde erst 1980 erbaut und 2013 steuerte die Regierung eine satte Summe für die Renovierung bei. In den Tropen verrottet eben alles sehr schnell. Die Anlage ist riesig. Wir haben etwas Freizeit und sehen uns um. Ich bin immer angetan von den vielen bunten Verzierungen, Malereien an den Wänden, die roten Lampions und den Buddha-Figuren. Sie strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, so dass man um sich herum alles vergessen kann. Kota Kinabalu

Kota Kinabalu

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Kota KinabaluIn der großen Gebetshalle ist hinter Glas der liegende Buddha (weiblicher) zu sehen Kota Kinabaluund im Park stehen Figuren umgeben von Büschen und blühenden Blumen. Da der Tempel auf einem Hügel liegt, ist ab und zu mal auch der Blick auf die Stadt möglich.Kota Kinabalu

Kota KinabaluDas Foto habe eigentlich nur gemacht, weil ich die Schriftzeichen so schön fand. Kota KinabaluAuf dem Weg zum Sabah State Museum bleibt mir Zeit für ein paar Schnappschüsse. Kota Kinabalu

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Das Auge erinnert mich spontan an unsere Vita. Kota KinabaluDort angekommen besichtigen wir erst das Heritage Village. Es sind sechs Nachbauten von traditionellen Häusern der unterschiedlichen Stämme, die hier gelebt haben. Teilweise stehen sie auf Stelzen und wir laufen über recht stabile Bambusböden. Die Behausungen waren einfach und doch zweckmäßig.Kota Kinabalu

Kota Kinabalu

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Kota KinabaluDraußen am Weg sehe ich, wie sich etwas Weißes am Boden fortbewegt. Erst als ich näher dran gehe, entdecke ich, dass Ameisen versuchen die getrocknete Hauthülle einer Eidechse zu transportieren. Die haben ganz schön was zu tun damit, was sie dann anschließend mit der Beute machen ist mir unklar, vielleicht Handtaschen? Kleiner Spaß ... Kota Kinabalu

Kota KinabaluIm Museum präsentieren sich Schätze der Vergangenheit von den lokalen Stämme der Rungus und Murut. Die vielen Exponate waren auf jeden Fall einen Blick wert. Kota Kinabalu

Kota Kinabalu

Kota KinabaluNachdem wir den Rundgang beendet haben, verbleibt uns noch etwas Zeit und wir bummeln über das Freigelände. Oh, was haben wir da entdeckt? Kota KinabaluEinmal die Oldtimer und dann steht da tatsächlich eine alte Heidelberger Druckmaschine. Da bin aber platt!Kota KinabaluAuch eine alte englische Dampflokomotive samt Waggon ist dort zu finden.Kota KinabaluIrgendwo zwischen den Bäumen sehen wir auch das 215 Meter hohe Minarett und die Kuppel der Sabah State Mosque. Kota KinabaluNun wird es Zeit, der Bus ruft. Auf dem Weg zum Central Market an der Uferpromenade gibt es noch einen kurzen Halt für ein Foto von der Moschee, die wir vorhin durch das Buschwerk gesehen haben. Eine interessante Bauweise, in der Mitte die große Kuppel und ringsherum gibt es 16 kleine goldfarbene Kuppeln – sieht aus wie die Verzierung einer Torte.Kota KinabaluIm letzten Moment entdecke ich während der Weitetfahrt, dass es auch hier ein Wasserdorf gibt und etwas weiter weg, schöne große moderne Häuser. Kota Kinabalu

Kota KinabaluEin bunter Mix aus Vergangenheit und Gegenwart.Kota Kinabalu

Kota KinabaluAn der Uferpromenade ist der letzte Stop unseres Ausflugs. Kota KinabaluDer Central Market bietet alles, was der Mensch braucht oder auch nicht! Sauber gestapelt präsentieren sich Obst und Gemüse. Und die Durian-Frucht gibt es natürlich auch. Riechen tut sich nicht so gut, doch geschmacklich lecker. Kota KinabaluFrischen Fisch und Meeresgetier in großer Auswahl finden Käufer. Kota KinabaluFür die heimische Küche werden auch die getrockneten Garnelen und Fische verwendet. Der Stand ist von einer Duftwolke umnebelt. Kota KinabaluUpps, die Eier bei knapp 30 Grad im Schatten … die sind doch fast kochgar oder?Kota KinabaluIn der Halle mit dem Schmuck, den Taschen, den Kleidern und Souvenirs ist es sehr eng und ich bin von dem Angebot erschlagen. Kota KinabaluIch muss an die frische Luft und finde unsere Männer vorne am Ufer. Ein wenig traurig der Anblick des auf dem Wasser treibenden Mülls. Die Fischerboote sind aufgeräumt und werden morgen wieder zum Fischfang auslaufen.Kota Kinabalu

Kota KinabaluNiemand ist verloren gegangen in dem Getümmel und alle sind rechtzeitig da, dass wir zurück zum Hafen fahren können. Menno, das waren jetzt aber doch viele Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen können. Kota Kinabalu

Kota Kinabalu

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Kota KinabaluSo, jetzt noch eine Kleinigkeit essen, achtern im Calypso-Restaurant. Es gibt viele freie Stühle, ein Großteil der Passagiere ist noch unterwegs, sicher auch auf einer der vorgelagerten Inseln und liegen am Strand. Man soll schnell dort sein mit einem Speedboot. Für uns war heute Citytour angesagt und ich muss sagen, wir haben sehr viel gesehen.

Den Rest des Nachmittags nutzen wir für ein Schläfchen auf dem Pooldeck, bevor sich die 5er-Gruppe zum Abendessen im Calypso trifft; dort ist heute indonesischer Abend. Ach, das Essen auf dem Schiff ist sooo verführerisch lecker, da kann man, nein, muss man einmal mehr zugreifen. Der Chefkoch, ein großer schlanker Inder mit dem roten Punkt auf der Stirn, hat mir ein paar Gerichte empfohlen, die ich unbedingt probieren sollte. Ob ich spicy mag? Natürlich … er sagt „Madam, that is very, very spicy, probieren!“ Okay, die Nase war dem ersten Bissen frei wie nur was. Ich hole mir Nachschlag, weil es so gut schmeckt. Ich sehe ihn und strecke den Daumen hoch. Er lacht und wünscht mir noch einen schönen Abend. Den wir dann auch haben, Entspannung in der Nightfly-Bar bei Pianomusik von Agnes.

 

13. Januar, Seetag auf dem Weg nach Palawan – teils bewölkt 30 Grad

 

Heute endlich ausschlafen und mein Frühstück fällt etwas mager aus, denn ich habe mich zur Kochschule angemeldet. Treffpunkt 11:15 Uhr vor dem Selection-Restaurant und ehe ich mich versehe, habe ich die Haube auf dem Kopf, die Füße stecken in Überziehern und der Hygienemantel ist riesig.Seetag nach Puerto Princesa In der kleinen Küche steht alles bereit für die Zubereitung eines Menüs. Vorspeise Carpaccio vom Rind, Risotto mit spanischer Paprikawurst und zarten Crevetten. Seetag nach Puerto Princesa

Seetag nach Puerto PrincesaDessert ist heute eine Creme Catalan... Alles leicht nachzukochen.Seetag nach Puerto Princesa Um die Scheiben für das Carpaccio schön dünn zu bekommen, reicht ein kleiner Topf zu Hause, mit dem FRAU mit viel Gefühl auf das rohe Stück Fleisch schlagen kann. So einfach ist die Zubereitung der dünnen Scheiben.Seetag nach Puerto PrincesaZwischen 16 und 17 Uhr werden die Passagiere nach Decks aufgerufen und wir strömen zur Gesundheitskontrolle durch die philippinischen Behörden. Die kleine gelbe Gesundheitskarte, die bereits gestern auf der Kabine lag, haben wir dabei und schon ist die Kontrolle erledigt. Die Landgangskarte für die Philippinen haben wir auch erhalten und unseren Landgängen in Puerto Princesa und Coron steht nichts mehr im Wege.

Jetzt aber schnell hoch zur Anytime-Bar. Dort gibt es ein Event zum Sonnenunergang. Perfekt, wir finden noch ein Plätzchen, Prosecco ist bestellt und dann gibt es Musik. Die „Live Beats“ sorgen für echte Stimmung. Im Programm stand entspannter, elektronischer Sound von Jamie Loca, sinnliche Saxphonklänge von Stan Sax und treibende Drums von Percussionist Guru da Beat. Schade, sie hätten noch Stunden spielen können. Aber sie haben ja noch Auftritte, ich freue mich schon.Seetag nach Puerto PrincesaNach dem Essen holen wir unsere Karten aus der Kabine Seetag nach Puerto Princesaund spielen eine Runde mit den Freunden – gehen mal früh schlafen, denn morgen ist wieder Landgang. Acht Stunden AIDAausflug ab Puerto Princesa … was? Verrate ich im nächsten Teil.


Nachsatz: Weil ich so ein Wunderfitz bin, habe ich bei dem Druckmaschinenhersteller nachgefragt. Leider konnte man das genaue Herstellungsdatum nicht sagen, weil ich nicht die Typen-Nummer abgelichtet habe. Aber immerhin, das Teil ist alt - stammt aus der Zeit zwischen 1950 und 1980. Das ist doch was .... 

 

 

 

 

 

.....wieder ein toller abwechslungsreicher Bericht mit Fernweh-Fotos. Toll gemacht :-)

von Autopilot am 11. Februar 2019 um 22:27 Uhr

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