Seit unserer ersten Kreuzfahrt im Januar 2011 mit der AIDA Blu (Kanaren mit Madeira) hat uns der hier schon oft beschriebene Virus befallen; wir haben danach noch fünf weitere Kreuzfahrten (3 mit AIDA und 2 mit Mein Schiff) gemacht. Als nächstes Zielgebiet schwebte uns die Ostsee vor. Eigentlich wollten wir diese Tour zu Fünft machen, aber einer unserer Mitstreiter wurde leider schwer krank, so dass nur vier übrig blieben. Wir wünschen unserem Erhard, dass er sich schnell wieder vollständig erholt.

 

 

 

Da wir alle inzwischen Rentner sind, kam es auf einen bestimmten Termin nicht an. Also wurde jeden Tag auf die AIDA Homepage geschaut und die aktuellen Vario-Preise eingeholt. Wir wollten unbedingt 2 Tage in St. Petersburg verbringen, daher kam nur die Tour mit der Bella (10 Nächte) in Frage. An einem Freitag erschienen uns die Vario-Konditionen für den Termin 28.07.-07.08 durchaus günstig; es ging gleich am Samstagmorgen ins Reisebüro unseres Vertrauens und schnell waren zwei Balkonkabinen gebucht. Meine Frau und ich hatten im vergangenen Jahr bei unserer Norwegen-Tour mit der Sol bereits wieder die Urlaubskasse gebucht und konnten uns daher über 50 € Bordguthaben freuen.

 

 

 

Jetzt war nur noch die Frage zu klären, wie wir nach Warnemünde kommen. Letztlich entschieden wir uns für die Bushin- und -rückfahrt mit AIDA, und zwar ab Dortmund. Mit 59 € pro Fahrt und Person erschien uns das nicht zu teuer. Kurz überlegten wir auch noch, ob wir die Variante mit der Abholung von zu Hause wählen sollten; allerdings wollte AIDA dafür pro Nase und Fahrt 40 € mehr haben. Da wir quasi direkt an der Stadtgrenze von Dortmund wohnen, waren wir aber der Meinung, dass wir das doch preiswerter haben könnten und fragten bei örtlichen Taxiunternehmen nach. So zahlten wir für die Abholung von zu Hause (bei drei verschiedenen Adressen) 50 € pro Fahrt und sparten dadurch doch einiges.

 

 

 

Ausflüge und Getränkepakete bestellten wir bald darauf über My AIDA. Wir hatten uns entschlossen, nicht in jedem Hafen einen organisierten Ausflug zu machen. Zwar sind die AIDA Ausflüge immer bestens organisiert, aber eben auch etwas teuer. Dank zahlreicher Reiseberichte aus diesem und anderen Foren wollten wir Tallin, Helsinki und Kopenhagen auf eigene Faust erkunden. Zu diesem Zweck kauften wir uns den Merian-Reiseführer „Ostseekreuzfahrten“, der sehr zu empfehlen ist. Er enthält neben den Sehenswürdigkeiten der einzelnen Städte auch die jeweiligen Stadtpläne und kostet 12,99 €.

 

 

 

Einige Wochen vor Reisebeginn konnten wir auf My AIDA bereits sehen, dass wir die Kabinen 7228 und 7259 bewohnen würden. Ca. 2 Wochen vor dem Start wurde uns dann mitgeteilt, dass der Bus um 05.00 Uhr ab Dortmund abfahren würde; im Prospekt hatte als unverbindliche Abfahrtszeit noch 06.15 Uhr gestanden. Also hieß es, noch früher als gedacht aufzustehen.

 

 

 

 

 

Anreise 28.07.2014 (leicht bewölkt 25 Grad)

 

Mit dem Taxiunternehmen war vereinbart, dass unsere erste Mitreisende um 04.00 Uhr abgeholt wird, danach folgte Nr. 2 und zum Schluss waren meine Frau und ich dran. Alles klappte bestens und wir waren um 04.50 Uhr in Dortmund am Haltepunkt der Reisebusse. Der AIDA Zubringerbus erschien mit leichter Verspätung um 05.20 Uhr. Er war bereits gut besetzt; in Dortmund stiegen neben uns Vieren weitere Reisende zu. Danach ging es weiter zur Raststätte Münsterland und zu einem Parkplatz an der Autobahnausfahrt Osnabrück-Hafen, wo wir weitere Gäste aufnahmen. Ein letzter Stopp wurde an der Autobahnraststätte Hamburg Stillhorn eingelegt, wo wir einen Kaffee tranken. Dann ging es weiter zu unserem Ziel: Warnemünde. Es waren übrigens zwei Fahrer im Bus, die sich nach Erreichen der vorgeschriebenen Lenkzeit abwechselten. Ohne Stau (und das am Montag!) erreichten wir gegen 13.30 Uhr Warnemünde. Die Koffer wurden direkt vom Bus aufs Schiff gebracht; wir sahen sie erst vor unseren Kabinen wieder. Am Check-In war noch nicht viel los, so dass wir nach Erledigung der üblichen Formalitäten schnell an Bord der Bella waren. Die Getränkepakete bekamen wir auch schon vor dem Schiff. Das war im vergangenen Jahr noch anders, da mussten wir sie in der Sol-Bar abholen. Wir genehmigten uns erst mal einen Willkommensdrink und führten unseren AIDA-Neuling Marietta etwas herum. Unsere Birgit hatte schon eine Tour auf der Vita gemacht. Zwar war die Bella uns auch unbekannt, aber wir kannten die Blu und die Sol, die der Bella ja doch ähnlich sind. Leider fehlt hier das Brauhaus, aber man kann ja nicht alles haben. Im Weite-Welt-Restaurant labten wir uns danach an Kaffee und Kuchen; dann waren auch die Kabinen fertig und es ging ans auspacken. Lt AIDA Heute sollten wir um 19.00 Uhr auslaufen; im Katalog und den Reiseunterlagen stand allerdings 21.00 Uhr. Das Auslaufen verzögerte sich auch um ca. 50 Minuten, weil um 19.00 Uhr noch einige Reisende fehlten. Die hatten wohl auch auf 21.00 Uhr vertraut und dann hatte auch noch ihr Zug Verspätung. Um 17.50 Uhr fand die Seenotrettungsübung statt, die recht zügig über die Bühne ging. Danach gingen wir ins Mark-Restaurant zum Essen. Dank der Verspätung hatten wir unser Abendessen noch vor dem Ablegen beendet, so dass wir zum Auslaufen auf dem Pooldeck stehen konnten. Viele kleinere Boote begleiteten uns ein kurzes Stück; unsere Kreuzfahrt hatte begonnen. Nach dem Welcome-Sekt genehmigten wir uns noch einen Drink in der AIDA-Bar. Dann ging es ins Bett, denn wir waren ja schon etliche Stunden auf den Beinen, außerdem wurde uns in der kommenden Nacht auch noch eine Stunde geklaut, da die Uhren um eine Stunde vorgestellt wurden.

 

 

 

 

 

29.07.2014 Seetag auf dem Weg nach Tallin (leicht bewölkt 26 Grad)

 

Beim Thema „Seetage“ gibt es ja durchaus kontroverse Meinungen. Die einen können nicht genug Seetage am Stück haben, um an Bord zu relaxen und auf dem Pooldeck Sonne zu tanken (sofern vorhanden). Wir gehören eher der Fraktion an, die während einer Kreuzfahrt möglichst viel von Land und Leuten sehen will; für uns sind Seetage eher notwendige Übel; je weniger desto besser.

 

Wir verbrachten den Tag daher hauptsächlich mit Lesen auf unserem Balkon; unsere Mitreisenden lagen auf dem Pooldeck. Nach Kaffee und Kuchen schauten wir kurz bei einer Kunstauktion im Theatrium vorbei. Die Blind Dates wurden dabei alle versteigert. Zum Abendessen ging es ins Weite-Welt-Restaurant. Danach fand im Theatrium die Kapitäns- und Offiziersvorstellung statt, die wir uns, wie viele andere, ebenfalls anschauten. Kapitän auf dieser Reise war David Adrian, dem wir an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen möchten. Neben seinen zweifellos vorhandenen nautischen Fähigkeiten waren seine morgendlichen und abendlichen Durchsagen zur Route, zum Wetter und anderen Besonderheiten immer umfassend informativ. Während sich Birgit und Marietta danach die Show „Bellagio“ anschauten, verschlug es uns in die AIDA-Bar.

 

 

 

 

 

30.07.2014 Tallin (leicht bewölkt 30 Grad)

 

Gegen 08.30 Uhr erreichten wir die estnische Hauptstadt Tallin. Direkt neben uns lag die Costa Fortuna, außerdem war auch die MSC Poesia im Hafen. Von der Costa strömten schon zahlreiche Passagiere Richtung Hafenausgang. Da wir hier ja auf eigene Faust los wollten, ließen wir uns Zeit und frühstückten erstmal ausgiebig. Ursprünglich hatten wir beabsichtigt, zu Fuß in die Altstadt zu laufen. Man konnte sie vom Schiff aus auch schon sehen; ich denke, es wäre ein Marsch von etwa 20 Minuten geworden. Da es aber am Vormittag schon sehr heiß war und AIDA Shuttlebusse zum Preis von 6 € pro Person bereit gestellt hatte, griffen wir darauf zurück. Der Bus brauchte keine 5 Minuten, direkt vor dem Eingang zur Altstadt ließ uns der freundliche, sehr gut deutsch sprechende Fahrer aussteigen. Bewaffnet mit unserem Reiseführer gingen wir zunächst zur Alexander-Newski-Kathedrale, die wir auch von innen besichtigten. Gegenüber der Kathedrale befindet sich das Schloss, ursprünglich eine Verteidigungsburg aus dem Jahr 1299. Im 14. Jahrhundert vergrößert und erweitert ist es heute Sitz von Parlament und Regierung. Danach ging es hoch zum Domberg; von dort hat man eine herrliche Aussicht über die Altstadt. Wir gingen wieder hinunter in die Unterstadt und suchten uns in den quirligen Gassen in Plätzchen, wo wir uns erstmal ein einheimisches Bier genehmigten. Dann liefen wir durch die bekannte Gasse Piik bis zur Dicken Margarete, einem Turm aus dem 16. Jahrhundert, der abwechselnd als Verteidigungsturm, Kaserne und Gefängnis genutzt wurde. Der Turm gehört zur großen Befestigungsanlage und beherbergt heute ein Museum. Voller Eindrücke führte uns unser Weg dann langsam zurück zum Shuttlebus, der uns wieder zur Bella brachte. Nach dem fast schon obligatorischen Kaffee und Kuchen verfolgten wir das Ablegen um 17.00 Uhr. Anschließend ging es zum Vortrag unseres Lektors über St. Petersburg. Abends suchten wir das Bella Vista Restaurant auf, da dort als Themenabend Italien angesagt war. Es hat uns dort auch geschmeckt, doch fanden wir uns auf dieser Reise, was die Auswahl und Vielfalt der Speisen anging, am besten im Weite Welt Restaurant aufgehoben. Später sahen wir uns die Show „Dancing Queen“ mit vielen Hits der Gruppe ABBA an. Die kannten Gaby und ich zwar schon, sie war dennoch wieder sehenswert. Nach einem letzten Drink ging es dann ins Bett, denn in dieser Nacht wurde uns eine weitere Stunde geklaut.

 

 

 

 

31.07.2014 St. Petersburg (leicht bewölkt, 31 Grad)

 

Früh am Morgen um 07.30 Uhr erreichten wir die zweitgrößte Stadt Russlands. Kapitän Adrian teilte in seiner morgendlichen Ansprache mit, dass außer uns noch 11 (!) weitere Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen würden. Ein paar von ihnen lagen in unserem Hafenbecken, darunter auch die bereits aus Tallin bekannten MSC Poesia und Costa Fortuna; außerdem die Eurodam der Holland America Line, die Arcadia und die Legend of the Seas. MSC und Costa liefen aber abends wieder aus, der Rest blieb wie wir über Nacht. Da wir zwei Tage in St. Petersburg blieben und uns die abhanden gekommenen zwei Stunden auch noch schmerzten, hatten wir uns entschlossen, am ersten Tag nur einen Halbtagesausflug, der erst am frühen Nachmittag startete, zu buchen. So konnten wir es entspannt angehen lassen und uns zum Mittag noch eine Kleinigkeit am Buffet gönnen. Treffpunkt für unseren Ausflug PET 28 St. Petersburg zu Fuß war um 14.30 Uhr in der AIDA-Bar. Wie hier im Forum schon des öfteren zu lesen war, gestaltet sich die Einreise nach Russland etwas mühselig. Man muss schon etwas Zeit mitbringen; jeder Pass wird eingehend geprüft und es dauert doch seine Zeit, bis man die Kontrollstelle endlich passieren kann. Nachdem das geschafft war, verteilten wir uns auf die Busse, die uns in ca. 45 Minuten ins Stadtzentrum brachten. Von unserer Reiseleiterin Daria erhielten wir alle Audio-Guides, so dass wir ihren Erläuterungen immer gut folgen konnten. Am Dekabristenplatz stiegen wir aus und spazierten dann durch das Zentrum der Millionenstadt. Es ging durch einen Park mit einem Standbild von Peter dem Großen zur Newa. Von dort konnte man viele imposante Gebäude auf der gegenüberliegenden Uferseite bewundern. Vorbei an der Admiralität ging es zum Schlossplatz. Dieser Platz ist sicherlich einer der schönsten Plätze St. Petersburgs. Abgesehen von den wunderschönen Gebäuden ringsum fällt die 47 m hohe Alexandersäule ins Auge, die an Russlands Sieg über Napoleon erinnert. An der Nordseite des Platzes befindet sich die weiß-blaue Fassade des Winterpalais. Ebenfalls hier sind die Eremitage-Gebäude mit der berühmten Kunstsammlung des Zaren. Wir liefen dann ein Stück über den Newskij Prospekt, St. Petersburgs berühmte Einkaufsstraße. An ihr liegt auch die ev. Kirche, an der wir einen kurzen Stopp machten. Zum Abschluss ging es dann noch zur Blutkirche, die Zar Alexander III an dem Ort errichten ließ, an dem sein Vater, Alexander II einem Bombenanschlag erlag. Vor der Blutkirche verkauften einige fliegende Händler Mappen mit insgesamt 16 Postkarten für 2 €. Tags darauf, allerdings an einer anderen Stelle, wurden 3 € verlangt. Wir griffen zu und hatten damit auf einen Schlag alle Karten, die es zu schreiben galt, gekauft. Danach ging es zurück zum Bus und mit diesem wieder zum Schiff. In der Nähe des Hafens wird übrigens zur Zeit ein neues Stadion für die Fußball-WM 2018 errichtet. Hoffentlich finden dort dann auch WM-Spiele statt. In der gegenwärtigen politischen Situation denken einige ja schon über einen WM-Boykott nach. Nach dem Abendessen im Weite-Welt-Restaurant ging es zeitig ins Bett, denn morgen wartete ein Ganztagesausflug auf uns.

 

 

 

 

01.08.2014 St. Petersburg (bewölkt 26 Grad)

 

Unser heutiger Ausflug PET 34 Stadtrundfahrt und Puschkin sollte um 08.00 Uhr starten; Treffpunkt war um 07.30 Uhr. Also hieß es zeitig aufstehen und zum Frühstück ins Weite-Welt-Restaurant, das schon um 06.00 Uhr öffnete. Heute ging es bei der Einreisekontrolle viel zügiger, wahrscheinlich weil wir schon die Stempel von gestern im Pass hatten. Auch heute gab es im Bus wieder für jeden einen Audio-Guide. Zunächst fuhren wir mit dem Bus nach Puschkin, einer Stadt rd. 30 km von St. Petersburg entfernt. Vom Parkplatz aus ging es einige Meter bis zum Eingang des Katharinenpalastes. Um diese frühe Uhrzeit wurden nur organisierte Gruppen herein gelassen; für das normale Publikum öffnete der Palast erst später. Nachdem wir den Innenhof betreten hatten, mussten wir noch etwas warten, da die einzelnen Gruppen in gewissen Abständen in das Gebäude gelassen wurden. Die Wartezeit wurde uns durch eine Kapelle, die bekannte russische Weisen spielte, angenehme verkürzt. Nachdem auch unsere Gruppe den Palast betreten durfte, gab es zunächst Plastik-Überschuhe und dann ging es durch die einzelnen Räume dieser imposanten Anlage. In der AIDA-Ausflugsbroschüre hatte es noch geheißen, dass Kamera- und Videoaufnahmen gebührenpflichtig seien. Das war aber nicht der Fall. Im Bersteinzimmer waren allerdings keine Fotos gestattet und das wurde auch überwacht. Die Nachbildung des Bernsteinzimmers hatte ich mir übrigens weitaus prunkvoller vorgestellt. Nach der Besichtigung des Palastes ging es noch zu einem kurzen Spaziergang in die angrenzende Parkanlage. Anschließend bestiegen wir wieder den Bus und fuhren zurück nach St. Petersburg. Im Restaurant des Russischen Museums in der Nähe der Blutkirche nahmen wir ein Mittagessen zu uns. Es gab zunächst Salat als Vorspeise, dann eine Suppe, als Hauptgang Putengeschnetzeltes mit Reis und als Nachtisch Eis und einen Kaffee. Nach dem Essen gingen wir noch zur Blutkirche. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Peter und Paul Festung, die als Keimzelle der Stadt gilt. Hier ruhen die Gebeine des letzten Zaren und seiner Familie. Peter der Große wurde in der Peter und Paul Kathedrale in der Mitte der Festung begraben. Nach der Besichtigung machten wir mit dem Bus noch zwei Fotostopps, u.a. am Panzerkreuzer Aurora, dessen Kanone 1917 zum Angriff der Revolutionäre auf das Winterpalais rief. Dann ging es zurück zum Schiff. Dort hatte inzwischen ein weiteres Schiff, die Emerald Princess festgemacht. Um 20.00 Uhr verließen wir St. Petersburg. Auf den Außendecks konnte man die Moderation des Lektors verfolgen, der auch einiges über Kronstadt zu berichten wusste. Wir gingen nach dem Abendessen, wie fast immer im Weite-Welt-Restaurant, zeitig ins Bett, denn der Tag war doch anstrengend gewesen. Zum Glück wurde uns in der Nacht wieder eine Stunde geschenkt, denn die Uhren wurden um eine Stunde zurückgestellt.

 

 

 

 

02.08.2014 Helsinki (leicht bewölkt 27 Grad)

 

Die finnische Hauptstadt erreichten wir gegen 08.30 Uhr. Außer uns war auch die Arkadia im Hafen. Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, gingen wir zunächst in Ruhe frühstücken. Danach verließen wir das Schiff. Am Hafenausgang standen bereits einige Mitarbeiter der Hopp on Hopp off Busse. Es gibt eine rote und eine grüne Linie, die sich nur unwesentlich in ihren Routen unterscheiden. Wir wählten die grüne Linie. Eine Tageskarte kostete 20 € (eigentlich 25 €, aber es gab einen Nachlass). Das Ticket hätte im nächsten Hafen, Stockholm, zu einem Rabatt bei dieser Linie geführt. Wir fuhren mit dem Bus zunächst zur Felsenkirche. Diese Kirche ist ziemlich ungewöhnlich, denn sie wurde in den granitenen Untergrund gesprengt; die Innenwände bestehen aus nacktem, unbehauenen Felsen. Danach ging es mit dem Bus weiter zum Senatsplatz. Er liegt im Herzen der Stadt und beherbergt die Statue von Zar Alexander II. Die Nordseite des Platzes wird fast vollständig von der Ev. Kathedrale eingenommen. Wir besichtigten sie auch von innen. Dann spazierten wir zur Uspenski-Kathedrale, die Mitte des 19. Jahrhunderts als Gotteshaus für die russisch-orthodoxe Glaubensgemeinschaft erbaut wurde. Im Inneren befinden sich wundervolle Ikonen, die wir uns natürlich anschauten. Zum Schluss bummelten wir am Hafen noch über einen Markt und kauften dort eine Tischdecke. Dann ging es mit dem Bus zurück zum Schiff. Wir verließen Helsinki um 17.00 Uhr. Nach dem Abendessen sicherten wir uns einen Platz in der AIDA-Bar, denn ab 21.45 Uhr öffnete hier die Haifischbar ihre Pforten. Alles war im maritimen Flair aufgemacht und als Höhepunkt trat der AIDA-Bella Shanty-Chor auf. Wir müssen sagen, die Damen und Herren waren ziemlich gut und erhielten viel Applaus. In der Nacht erhielten wir die letzte geklaute Stunde zurück.

 

 

 

 

03.08.2014 Stockholm (sonnig 30 Grad)

 

Als wir wach wurden, befanden wir uns bereits mitten im Stockholm vorgelagerten Schärengarten. Er besteht aus über 30.000 Inseln, von denen nur ein Bruchteil bewohnt ist. Wir fuhren direkt in ein Gewitter hinein; einmal muss der Blitz nicht weit von uns im Wasser eingeschlagen haben, denn unmittelbar danach gab es einen ohrenbetäubenden Donner. Je näher wir Stockholm kamen, umso mehr ließen wir das Gewitter hinter uns. Als wir gegen 10.30 Uhr anlegten, war es zwar noch bedeckt, aber die Gewitterschauer waren bereits weiter gezogen. Dann klarte es auch sehr schnell wieder auf und die Sonne ließ sich wieder blicken. Unser heutiger Ausflug ST 003 Schloss und Altstadt startete erst um 12,00 Uhr. So konnten wir nach dem Frühstück noch unsere Ansichtskarten schreiben und an der Rezeption abgeben. Für unseren Ausflug hatten sich eine ganze Menge Mitreisender ebenfalls interessiert, so dass als Treffpunkt diesmal das Theatrium diente. Mit dem Bus ging es zunächst zum königlichen Schloss. Dort besichtigten wir einige Räume und wurden dann von unserer Reiseleiterin wieder hinaus geführt, um noch der Wachablösung beiwohnen zu können, die am Sonntag immer um 13.00 Uhr stattfindet. Danach ging es per pedes durch die Altstadt „Gamla Stan“ vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten (Storkyrka, Tyska Kyrkan, Platz Stortorget). Schließlich hatten wir noch etwas Freizeit, bevor wir uns um 15.00 Uhr wieder am Bus trafen, um zum Schiff zurückzukehren. Gaby und ich wanderten nach Kaffee und Kuchen noch einmal zurück bis zur Anlegestelle der Ausflugsboote und schossen noch ein paar Fotos. Nach dem Abendessen sahen sich Marietta und Birgit die Show Variete City Nights im Theatrium an. Danach trafen wir uns zum Absacker in der AIDA-Bar.

 

 

 

 

04.08.2014 Stockholm/2. Seetag (sonnig 32 Grad)

 

Wir lagen über Nacht in Stockholm und verließen den Hafen um 05.00 Uhr. Daher waren wir beim Aufstehen schon wieder mitten im Schärengarten. Ansonsten war heute wieder relaxen angesagt. Am Abend wollten sich Marietta und Birgit die Alpenschlager Poolparty ansehen, während wir uns in die AIDA-Bar zurückzogen. Wir hielten den beiden zunächst zwei Plätze an unserem Tisch frei, da wir dachten, dass sie wohl nicht all zu lange draußen verweilen würden. Da sich die Bar allmählich füllte, mussten wir einem netten Ehepaar aus Cottbus wegen der zwei freien Plätze leider eine Absage erteilen. Die beiden saßen dann am Nebentisch und wunderten sich, dass bei uns kein Zuwachs zu verzeichnen war. Schließlich setzten wir uns dann zusammen und flachsten ein wenig über freigehaltene Plätze herum, als dann endlich nach 23.00 Uhr unsere beiden Damen erschienen. Ihnen hatte es draußen so gut gefallen, dass sie sogar die Lasershow noch mitgenommen hatten.

 

 

 

 

 

05.08.2014 Danzig/Gdingen (bewölkt 24 Grad)

 

Den Hafen von Gdingen erreichten wir gegen 07.30 Uhr. Wir hatten hier den Ausflug GDY 04 Stadtrundgang und Freizeit gebucht. Treffpunkt war bereits um 08.30 Uhr, wieder im Theatrium. Wir fuhren mit dem Bus über Sopot nach Danzig ins Stadtzentrum. Dort machten wir einen geführten Spaziergang vorbei am Goldenen Tor, dem Langen Markt, dem Artushof und dem Neptunbrunnen. Wir besuchten die Marienkirche und hatten anschließend Freizeit für eigene Erkundungen. Wir gönnten uns zunächst ein einheimisches Bier, das wir in Euro bezahlen konnten. Da einer unserer Freunde unbedingt eine Ansichtskarte aus Danzig haben wollte, kauften wir noch einige Karten, die wir ebenfalls mit Euro bezahlten. Das Wechselgeld ließen wir uns in Zloty heraus geben, da wir noch Briefmarken erwerben wollten. Also ab zur Post. Dort mussten wir erstmal eine Nummer ziehen und etwa 10 – 15 Minuten warten, bis wir dann 2 Briefmarken erstehen konnten. Nachher bummelten wir noch ein wenig durch die schöne Altstadt und trafen uns dann wieder zur Rückfahrt nach Gdingen. Wir liefen mit leichter Verspätung kurz nach 17.00 Uhr aus, weil drei Ausflugsbusse noch im Stau steckten. Kurz vor dem Auslaufen ging ein heftiger Gewitterschauer nieder, danach wurde es wieder schöner. Nach dem Abendessen sicherten wir uns Plätze im Theatrium, weil wir uns die Show Hurricane ansehen wollten. Vorher fand jedoch noch die Versteigerung der Seekarte statt. Und diese Versteigerung hatte es in sich. Nachdem sich insbesondere 2 Gäste ständig überboten, ging die Karte mit einigen Extras, darunter ein Essen im Buffalo Steak House mit dem Entertainment Manager Kris Broderick für 1.150 € weg. Lt. Kapitän Adrian war das das höchste Gebot, das er bei diesem Anlass erlebt hat. Es kommt aber noch besser. Am letzten Abend, beim Abschiedssekt, teilte Kris mit, dass der Herr, der die Karte ersteigert hatte, während des Abendessens im Steak House noch einmal 350 € draufgelegt habe! Der Erlös kommt übrigens einem sozialen Zweck zu Gute. Die Show mit fetzigen Rocksongs war dann auch spitze. Das Ensemble verabschiedete sich damit, denn die Sänger und Tänzer gingen in den verdienten Urlaub. Später wollten wir uns noch Crew meets Band in der AIDA-Bar ansehen, aber das wollten viele andere auch, so dass wir keinen Platz mehr fanden.

 

 

 

 

06.08.2014 Kopenhagen (leicht bewölkt 24 Grad)

 

Unser letztes Ziel erreichten wir gegen Mittag. Es lagen bereits die Sebourn Legend, die Delphin und die Emerald Princess im Hafen; AIDA Bella machte aber vor den anderen fest, so dass wir den kürzesten Weg in die Stadt hatten. Wir verließen das Schiff nach einem kleinen Mittagessen und gingen vorbei an der kleinen Meerjungfrau zunächst zum Schloss Amalienborg. Weiter führte uns der Weg zum Nyhavn, dem Hafenviertel mit zahlreichen Kneipen und Restaurants. Hier ließen wir uns ein dänisches Bierchen schmecken. Zahlen konnte ich nur mit Kreditkarte. Nachdem ich jetzt auch die Abrechnung erhalten habe, muss ich schon sagen, dass das sehr teure Biere waren (rd. 9 € der halbe Liter). Zurück auf dem Schiff hieß es leider Koffer packen. Unsere wunderschöne Reise näherte sich dem Ende. Am Abend fand im Theatrium die Endausscheidung eines Tanzwettbewerbes von RTL 2 statt. Die RTL 2 Crew war seit einigen Tagen an Bord. Um was es da genau ging, wissen wir nicht, aber es wird bestimmt in naher Zukunft gesendet. Nach dem Farewell-Sekt und den interessanten statistischen Daten (Rotwein war z.B. der Renner in den Buffet-Restaurants) ging es ein letztes Mal in die AIDA-Bar. Bevor es ins Bett ging, stellten wir noch unsere Koffer vor die Tür.

 

 

 

 

07.08.2014 Warnemünde Abreise (leicht bewölkt 24 Grad)

 

Unser Bus fuhr erst um 14.00 Uhr los. So frühstückten wir in Ruhe und machten es uns dann auf dem Pooldeck bequem. Von 10.00 bis 11.30 Uhr war eine paradiesische Ruhe auf der Bella. Dann trafen nach und nach die neuen Gäste an. Wir gingen um 12.30 Uhr ein letztes Mal ins Weite-Welt-Restaurant zum Mittagessen, das jetzt schon gut gefüllt war. Um 13.50 Uhr startete unsere Rückreise; gegen 21.15 Uhr waren wir in Dortmund, wo unser Taxi bereits auf uns wartete.

 

 

 

 

 

Fazit

 

Wieder eine tolle Kreuzfahrt mit phantastischen Städten bei super Wetter. Eine davon heraus zu heben widerstrebt uns, denn jede war sehenswert. St. Petersburg zwar ein Highlight, aber auch Tallin und Danzig haben beeindruckt, genauso wie Helsinki und Stockholm. Das schöne Kopenhagen kannten wir ja schon.

 

Alle Ausflüge mit AIDA wie immer gut organisiert. Das Personal immer freundlich (Ausnahmen gibt es wenige). Wir hatten wegen der Schulferien über 350 Kinder und Jugendliche an Bord, ansonsten waren auch wieder alle Altersgruppen vertreten. Zu den Essenszeiten wie immer Andrang, aber wir haben zu viert immer einen Platz gefunden, sei es bei anderen netten Mitreisenden oder auch am Vierertisch. Zum Abendessen sind wir meistens gegen 19.00 Uhr gegangen. Ob es am Hunger der Passagiere lag oder AIDA am Personal gespart hat, manchmal dauerte es länger als gewohnt, bis am Buffet nachgelegt wurde. Was war noch neu? Es gibt keinen Kassenbeleg mehr für den Gast und auch keine schriftliche Bordrechnung. Auf beides können wir gut verzichten, zumal man seine aktuelle Bordrechnung jederzeit digital im TV aufrufen kann. Verzichtet haben wir diesmal auf so manchen Cocktail, da es die sog. Happy Hour (2 für 1) jetzt nur noch in der Anytime-Bar und erst ab 21.30 Uhr gab. Bei unserer Norwegen-Tour im vergangenen Jahr gab es sie noch um 19.00 Uhr in der AIDA-Bar. Der Verzicht auf Cocktails hatte aber auch einen Vorteil; die Gewichtszunahme fiel diesmal um einiges geringer aus. Und gegessen haben wir wie immer, sprich gut. Also kann es ja nur an den Cocktails liegen.

 

Da wir, wie erwähnt, die Urlaubskasse schon wieder angezahlt haben, kommt die nächste AIDA-Tour bestimmt. Bis dahin: Auf AIDAsehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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