Nordlandreise auf AIDAvita vom 07.07.2007 bis 21.07.2007

von  thabsbabs 18. August 2008 00:00
 Nordlandreise auf AIDAvita vom 07.07.2007 bis 21.07.2007

"...Wir schreiben heute Sonntag, den achten Juli des Jahres Zweitausendundsieben. Wir befinden uns gerade 55°39,9'N und 006°38,7'E auf unserem Weg nach Bergen, unsere Geschwindigkeit beträgt 13 Knoten... "

Rrrringgggg......

Uah, gähn, was für ein s

Aber von Anfang an:

Am Samstag, den 07.07.07 starteten wir unsere erste AIDA-Reise. Mit AIDAvita ins Nordland. Wir freuten uns riesig auf die Tour, vor allem mein Mann war ganz gespannt, weil ich ihm schon so viel von Island vorgeschwärmt habe. Mit dem Zug gings nach Hamburg. Am Bahnhof wurden wir von einer netten AIDA-Mitarbeiterin empfangen. Sie sagte uns, wo wir die Koffer abgeben können und erklärte uns den Weg zum Shuttle-Bus. Es war erst kurz nach 15.00 Uhr als wir am Cruise-Center ankamen. Und was sahen wir? Keine Warteschlangen, wie in diversen Internet-Foren prophezeit (nein, nicht hier!), sondern kaum Menschen und schon geöffnete Schalter. Somit verlief das Einchecken recht schnell und kaum dass wir's uns versahen, fanden wir uns in der AIDA-Bar wieder. Die Kabinen konnten noch nicht bezogen werden, war ja auch kein Problem, es gab ja genug zum Anschauen auf dem tollen Schiff. Aber zuerst nahmen wir gemütlich einen "Urlaubs-Beginn-Cocktail" zu uns und hielten den ersten Plausch mit anderen Gästen. Die Stimmung war super. Als dann die Durchsage kam, dass die Kabinen bezogen werden können, haben wir erstmal entspannt eine Tasse Kaffee getrunken und sind so dem Getümmel im Treppenhaus aus dem Weg gegangen. Bei einem Blick auf die Kuchentheke und die Pizzaecke war uns sofort klar: Sport muß sein und das am besten gleich!! Also, nach dem Auspacken in die Sportklamotten und schon mal für die nächste Mahlzeit vorgebaut. Natürlich haben wir aber erstmal unsere Kabine begutachtet. Diese war so ausgestattet, dass man eigentlich gar nicht richtig wahrnahm, dass es eine Innenkabine war. An der Stelle, wo man normalerweise ein Fenster erwartet, hing ein helles Bild, und beim Öffnen der Türe ging das Licht gleich an, wenn man die Bordkarte in den Schlitz neben der Türe steckte. Es war überhaupt alles sehr praktisch. Platz unter dem Bett für die Koffer, eine ausziehbare Wäscheleine im Badezimmer und ganz wichtig für uns: die Kuscheldecke im Schrank;-)) Auf den Gängen gab es Wasserspender, die man bei Tag und Nacht benutzen konnte, und wir nahmen uns gleich ein Fläschchen frisches Wasser mit zum Sport. Der Sport- und Fitnessbereich hat uns sehr gut gefallen. Vor allem natürlich der Blick aufs Meer beim radeln oder cross-trainern.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle gar nicht so viel schreiben. Aber dieser tolle erste Eindruck hat mich einfach umgehauen, und ich hätte die ganze Welt umarmen können. Ich hoffe, ich kann das irgendwie rüberbringen. Aber das war ja erst der Anfang. Das tolle Schiff war ja eigentlich "nur" unser Transportmittel in die traumhaftesten Gegenden. Ich konnte es noch gar nicht so richtig glauben. Langsam rückte unser erstes Sail Away näher. Kurz vor 20.00 Uhr waren wir an Deck und hatten ein echtes Gänsehaut-Erlebnis. Wir wussten ja nicht, dass das Ablegemanöver so emotional zelebriert wird. Als "Orinoco Flow" von Enya über das Schiff schallte, Kapitän Zausch dazu laut hupte und wir langsam losfuhren, konnte ich meine Tränen der Freude nicht mehr zurückhalten. Es ging los. Juhuuuuuuuuu! Lange standen wir an der Reeling und sahen, wie uns Menschen zuwinkten, wie Feuerwerke gezündet wurden und wie Hamburg langsam in der Ferne verschwand. In der Nacht fuhren wir noch ziemlich lange auf dem Elbkanal entlang. In unserer Kabine auf Deck 4, mittig, war alles ruhig. Irgendwann bemerkten wir leichtes Schwanken. Wir waren auf dem offenen Meer. Der sanfte Wellengang war sehr angenehm und so ließen wir uns noch eine Weile in unseren Bettchen schaukeln.

 

 

Abfahrt in Hamburg Abfahrt in Hamburg Der Lotse kommt Der Lotse kommt

Sonntag, 08.07.2007 1. Seetag/Auf dem Weg nach Bergen

Um 7.00 Uhr klingelte der Wecker, denn wir wollten raus. Sehen wo wir sind, die Meeresluft schnuppern und das Salz spüren. Es war immer noch alles so unwirklich. Das Wetter war herrlich. Strahlend blauer Himmel, aber die Luft war kühl. Wir frühstückten mit Blick aufs Meer und da war sie: Die Stimme unseres Kapitäns Volker Zausch, die uns auf der gesamten Reise begleiten sollte. Jeden Morgen eine Begrüßung wie aus dem Logbuch. Es war wunderschön und wir haben jeden Tag darauf gewartet.

Schon am ersten Abend haben wir Bekanntschaft mit einem netten Pärchen gemacht. Wir haben den größten Teil des Urlaubs gemeinsam verbracht und hatten sehr viel Spaß miteinander. So auch an unserer Seetag-Premiere. Wir erkundeten die AIDAvita und ich probierte gleich mal die Whirlpools aus. Sie waren zwar nicht allzu warm, aber es war trotzdem schön. Ich hatte nur ein Problem beim rausgehen, denn die Luft war halt doch etwas frisch. Brrrr...

Nach dem Abendessen waren wir noch im Theater und die Crew samt Kapitän wurde vorgestellt. Es war immer noch etwas Seegang und Kapitän Zausch gab uns einen Tipp: "Trinken Sie einfach ein, zwei Cognacs und gehen Sie mit den Wellen mit. Wehren Sie sich nicht gegen die Bewegung." Es ging tatsächlich. Der Seegang war jetzt auch nicht sooo schlimm, ich weiß nicht, ob es bei höheren Wellen auch noch geklappt hätte.

Lange Rede, kurzer Sinn, der erste Seetag war superschön und ging mit einem Blick über die endlosen Weiten der Nordsee zu Ende. Fast allein saßen wir in unsere Kuscheldecken gehüllt an Deck, genossen die Stille und hingen unseren Gedanken nach.

 

Bugwelle Tschüss Hamburg

Montag, 09.07.2007/Bergen

Der erste Urlaubstag, und wir waren tatsächlich schon um 5.30 Uhr an Deck. Der Käptn hat gesagt, wir sollen früh raus, es lohne sich, also haben wir das auch gemacht! Mal wieder mit Decke bewaffnet standen wir vorne am Bug und ließen die norwegischen Schären an uns vorüberziehen. Nach einer beeindruckenden Hafeneinfahrt legten wir in Bergen an. Natürlich im Regen. Aber wir waren schon vorgewarnt und sind mit Regenjacken und -schirmen zu viert losgezogen. Zuerst über den Markt, dann auf den Berg Floyen. Hier bietet AIDA ja auch Ausflüge an, aber das kann man ganz bequem selber machen. Man braucht nichtmal norwegische Kronen, denn man kann die paar Kronen auch mit Kreditkarte bezahlen. Überhaupt kein Problem. Ich weiß nicht mehr genau, was die Bahn gekostet hat, es war nicht viel, auf jeden Fall unter 15,00 Euro, aber da kann sicher jemand aus dem Forum weiterhelfen, oder? Von dort oben hatte man trotz Regen einen schönen Blick auf Bergen und auch auf "unsere" AIDAvita. Etwas weiter hinten haben wir einen Troll getroffen und sind durch einen Waldweg wieder nach unten gelaufen. Manchmal mussten wir uns den Weg selber suchen, weil wir quer durch den Wald gingen (da war es wenigstens nicht ganz so nass von oben), aber gerade das machte richtig Spaß. Nach ca. 1 Std. mit vielen Fotostopps sind wir wieder unten angekommen. Völlig durchnässt, aber glücklich über die neuen Eindrücke kamen wir wieder auf unserem neuen Zuhause an. Wir testeten die Sauna und wärmten uns dort wieder auf. Richtig gemütlich war es da oben. Zum Sail Away waren wir natürlich wieder an Deck und verbrachten danach noch einen schönen Abend. Weiter gings...

 

Bergen /Norwegen - wie fast immer im Regen Bergen/Norwegen - wie fast immer im Regen Troll auf dem Floyen/Bergen/Norwegen Troll auf dem Floyen/Bergen/Norwegen

Dienstag, 10.07.2007/Hellesylt/Geiranger Fjord    

Wir hatten den Ausflug Überland von Hellesylt nach Geiranger via Briksdal gebucht, und nicht bedacht, dass wir dafür schon in Hellesylt von Bord gehen müssen. Also verpassten wir die Einfahrt in den Geiranger Fjord. Wir machten uns aber nichts draus, wir fuhren ja abends durch den Geiranger wieder raus. In Hellesylt mussten wir tendern. Das kannten wir natürlich auch noch nicht, aber es machte Spaß. Vor allem konnte man die AIDAvita in einer tollen Kulisse fotografieren. Das Wetter war nicht so toll, aber zumindest trocken. Wenn man in den Norden fährt, muss man mit so was rechnen, also war das auch kein Problem. Man hörte zwar schon das eine oder andere Motzen, aber das Wetter kann AIDA doch noch nicht beeinflussen!!! Dann muss man halt in den Süden fahren. Nichtsdestotrotz hatten wir einen super Tag. Wir fuhren mit dem Bus und einer netten jungen norwegischen Reiseleiterin von Hellesylt aus zum Briksdal-Gletscher. Unterwegs machten wir viele Fotostopps, unter anderem am Hornindalsvatnet und an vielen anderen schönen Aussichtspunkten.

Unterwegs in Norwegen/Hornindalsvatnet Unterwegs in Norwegen/Hornindalsvatnet

Am Briksdal-Gletscher hatten wir Zeit, ein Stück zum Gletscher vorzulaufen. Allerdings war die Zeit etwas knapp bemessen und wir beschlossen kurzerhand, notfalls das anschließende Essen ausfallen zu lassen, weil uns der Gletscher einfach wichtiger war, und man auf dem Schiff ja genug zu essen bekommt;-))) Wir waren so ziemlich die einzigen von unserer Gruppe, die bis vorne hin gingen und es hat sich echt gelohnt. Schon allein das Gefühl, wie viel Kälte so ein Gletscher ausstrahlt, wurde von Schritt zu Schritt stärker.

Briksdal Gletscher/Norwegen Briksdal Gletscher/Norwegen

Der Rückweg war dann eine ziemliche Hetzerei, aber wir haben es noch rechtzeitig zum Bus geschafft. Die Rückfahrt führte uns noch auf den Dalsnibba, von dem aus man einen tollen Blick auf den Geiranger-Fjord haben soll. Leider können wir das nicht bestätigen, weil sich während unseres kurzen Aufenthalts auf dem Dalsnibba der Nebel breit gemacht hat und uns keine Chance auf einen Blick nach unten ließ. Schade, aber vielleicht beim nächsten Mal. Schon bei der Hochfahrt war mir etwas mulmig bei dem Gedanken an die Fahrt nach unten. Aber unsere norwegische Busfahrerin hat das ja schon öfter gemacht und uns sicher wieder unten abgeliefert. Trotz Zeitdruck machten wir noch an ein paar Stellen halt und hatten doch noch mal eine schöne Aussicht über den Geiranger Fjord mit AIDAvita mittendrin. Nur schön! Der Ausflug dauerte insgesamt 9 Stunden und die Zeit verging wie im Fluge. Etwas verspätet kamen wir am Hafen an, die Maschinen liefen schon, und als wir alle an Bord waren, ging es auch sofort los. Leichter Regen setzte ein, was uns aber nicht davon abhielt, noch ein paar Fotos vom wunderschönen Geiranger Fjord zu machen.

AIDA vita in Hellesylt/Norwegen AIDA vita in Hellesylt/Norwegen Die sieben Schwestern Die sieben Schwestern

Mittwoch, 11.07.2007 2. Seetag auf dem Weg nach Thorshavn     

Der zweite Seetag lag vor uns. Wir machten uns einen schönen und entspannten Tag. Nutzten die Sportmöglichkeiten an Bord, genossen das leckere Essen und einen unvergesslichen Abend bei der Show von Kay Ray. Von Kay Ray haben ja schon einige hier geschrieben - ich kann das nur bestätigen. Der Typ ist echt absolut super. Wir haben Tränen gelacht und uns auch schon auf die nächste Show gefreut. So ging ein weiterer Tag zu Ende und wir fühlten uns auf der vita schon ganz zu Hause.  In der Nacht brachte uns Kapitän Zausch sicher nach Thorhavn/Färöer Inseln.

Kay Ray Kay Ray

Donnerstag, 12.07.2008/Thorshavn

Die Färöer Inseln, auch die Schafsinseln genannt, weil es dort mehr Schafe als Einwohner gibt, waren das Ziel des heutigen Tages. Zu unserem ersten Hochzeitstag habe ich meinem Mann als Überraschung den Reitausflug geschenkt. Ich hatte keine Ahnung, wie das vor sich geht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie viele Leute so was buchen. Es war aber total super. Wir wurden von einem Kleinbus für jeweils ca. 10 Personen abgeholt und haben erfahren, dass es drei Gruppen gibt. Das war ja überschaubar. Unser Glück war, dass wir gleich bei den ersten dabei waren, so konnten wir danach noch durch Thorshavn bummeln. Der Reitausflug hat uns sehr viel Spaß gemacht. Das Wetter hielt und es blieb trocken. Die Islandpferde (nicht Islandponies!) waren sehr zuverlässig und trittfest. Zu unserer Überraschung ging es nicht nur im Schritt dahin, sondern auch im Trab und Tölt. Die nicht so sattelfesten konnten sich an einem Griff am Sattel festhalten, so gab es keinerlei Probleme. Die Tour führte ein Stück am Hang entlang und wir hatten einen wunderschönen Blick auf Thorshavn und auch auf die AIDA. Das einzige, was mir nicht soo gut gefallen hat, war, dass die Tour wieder den gleichen Weg zurückging. Aber anscheinend ging es nicht anders. Hat trotzdem Spaß gemacht.

Eines unserer treuen Islandpferdchen Eines unserer treuen Islandpferdchen Thorshavn/Färöer Inseln Thorshavn/Färöer Inseln

Danach machten wir uns noch mal auf in die Stadt. Die Dame, die uns im Bus zum Reiterhof begleitet hat, gab uns den Tipp, dass es eine Buslinie gibt, die so was wie eine "Stadtrundfahrt" ist, und man ca. 1 Std. unterwegs ist. Bevor wir diesen Bus bestiegen, haben wir alles in der Stadt angeschaut, zufällig unsere neuen Freunde getroffen und dann gemeinsam die Busfahrt durch Thorshavn gemacht. Wir sind auf einem Berg mit tollem Ausblick gelandet. Der Busfahrer gab uns zu verstehen, dass er hier 20 Minuten Pause macht und uns dann wieder mit runternimmt. Sehr nett. Wir hatten also noch Zeit für ein paar schöne Fotos. Ich bin mir nicht mehr sicher, was der Bus gekostet hat. Es war auf jeden Fall sehr wenig oder sogar gar nichts! Am Schluß der Tour noch ein paar Bilder vom schönen Leuchtturm, und wieder rauf aufs Schiff. Da wir ja  Hochzeitstag hatten, gönnten wir uns noch ein Abendessen im Rossini. Während unseres 7-Gänge-Menüs tat sich plötzlich etwas auf dem Meer: Eine ganze Walschule Schweinswale kam an uns vorbei. Sogar das Rossini-Personal stand staunend am Fenster. Es war überwältigend. Das war noch die Krönung eines herrlichen Tages. Wir verließen so langsam die Bucht der Färöer-Inseln, als ich am Gemeinschafts-Puzzle vor der AIDA-Bar stand und feststellte, dass wir ein wenig Seegang hatten. Ich meinte zu einer Mit-Puzzlerin: "Oh, man merkt, dass wir wieder auf dem offenen Meer sind." Sie antwortete erleichtert: "... dann ist ja gut. Ich dachte schon, es wäre der Prosecco!"

Färöer Inseln Färöer Inseln Gans auf den Färöer-Inseln Gans auf den Färöer-Inseln

Freitag, 13.07.2007 3. Seetag/Auf dem Weg nach Akureyri

Ich habe gar nicht realisiert, dass wir auf der Tour einen Freitag den 13. hatten.  Das sehe ich erst jetzt beim schreiben. Es ist auch gar nichts passiert, was an einen Freitag den 13. hätte erinnern können. Im Gegenteil. Wir hatten einen superschönen 3. Seetag auf dem Weg nach Akureyri. Den Tag ließen wir ganz entspannt angehen und schliefen richtig aus. Denn eines war klar: In Island würde es kaum Schlaf geben. Wir wollten so viel wie möglich sehen!

Samstag, 14.07.2007/Akureyri

Ich weiß nicht mehr, wann wir aufgestanden sind, auf jeden Fall war es lange vor dem Early-Bird-Frühstück um 6.00 Uhr. Unsere Freunde wollten einen Weckruf von uns und so trafen wir uns sehr zeitig an Deck. Wir waren alleine. Kein Mensch außer uns. Nur das Meer, die Sonne und die Küste Islands. Wir redeten nicht viel, sondern hingen alle unseren Gedanken nach. Um 6.00 Uhr holten wir uns einen Kaffee und ein Croissant und sogen die Eindrücke in uns auf. So langsam trudelten die anderen Passagiere ein. Die mystische Stimmung verlor sich langsam.

Auf dem Weg nach Island Auf dem Weg nach Island

 

Endlich in Island. Ich fühlte mich wie angekommen. Da wir in Akureyri nur einen halben Tag festmachten, haben wir den Ausflug zum Godafoss mit Myvatn gebucht. Für die kurze Zeit ein Auto zu mieten war uns zu gefährlich. Wenn was passiert, ist das Schiff weg und wir noch da;-(( Es tat mir in der Seele weh, mit dem Bus an soo vielen schönen Stellen vorbeizufahren, aber so war es halt mal. Wir mussten ja pünktlich wieder am Schiff sein und hatten einige Kilometer zu fahren. Zuerst besuchten wir das Hochtemperaturgebiet Namafjall. Überall kochte und brodelte es. Es roch nach Schwefel. Hier sah man, dass die Erde lebt. Und wenn man sich etwas umgeschaut hat, sah man in der Ferne die Gletscher - Feuer und Eis - ICELAND. Unser nächstes Ziel waren die Lavaformationen von Dimmuborgir. Hier gingen wir gemeinsam mit der Gruppe über einen Rundweg und hatten kaum Zeit zum fotografieren. Na ja, wir rannten dann halt immer ein bisschen hinterher.

 

Hochtemperaturgebiet NAMAFJALL Hochtemperaturgebiet NAMAFJALL Lavaformationen von Dimmuborgir Lavaformationen von Dimmuborgir

Um die Mittagszeit waren wir am Myvatn. Dort konnten wir uns alleine alles anschauen. Wir machten einen Spaziergang zu den Pseudokratern und hatten unseren Spaß, als ich mein Mückennetz aufsetzte. Es waren echt massig Mücken da, aber so schlimm war es auch nicht. Sie stechen ja nicht. Ich dachte halt, wenn ich es jetzt schon dabeihab, kann ich es auch benutzen. Die Blicke von einigen anderen brachten uns dann echt zum lachen!

 

Am Myvatn/Island Am Myvatn/Island

Das Mittagessen ließen wir mal wieder zu Gunsten der Natur ausfallen. Wann ist man schon mal in Island??? So hatten wir wenigstens ein bisschen Individualität. Unser letztes Ziel des Tages war der Godafoss, der Götterwasserfall. Auch beim zweiten oder dritten Mal ein Erlebnis. So nach und nach trudelten dann alle ca. 15 Busse wieder am Hafen ein und ich war froh, dass wir für Reykjavik ein Auto gemietet hatten. Trotzdem war der Ausflug sehr gut organisiert, informativ und es wurde möglichst viel reingepackt. Für einen ersten Eindruck von Island optimal, wenn man nur sieben Stunden Zeit hat.

Godafoss Godafoss Akureyri Akureyri  

Den Nachmittag an Bord (Wir legten um 14.00 Uhr ab) verbrachten wir an Deck und bewunderten die Nordküste Islands. Das Wetter wurde immer besser, der Himmel riß auf, die Sonne schien. Herrlich. Bei mir stieg so langsam die Nervosität. Würde morgen mit dem Auto alles klappen? Trotzdem genossen wir natürlich den Abend an Deck und freuten uns riesig auf den nächsten Tag. Nachdem wir uns mit unserem Pärchen vom ersten Tag immer noch super verstanden, luden wir sie ein, mit uns mit dem Mietwagen mitzufahren. Sie haben sich total gefreut und so würden wir also in Reykjavik zu viert losziehen.

 

 Island Island Island Island    

Sonntag, 15.07.2007/Reykjavik

Heute war der Tag der Tage. Was ist mit dem Auto?? Oh mann, hoffentlich klappt alles. Ich war ja heute verantwortlich für unsere Vierergruppe. Wie muss es da den AIDA-Scouts gehen, die für hunderte verantwortlich sind? Ich war total nervös und aufgeregt. Die anderen, samt meinem Mann, waren schon total genervt von mir. Aber ich hatte einen Zeitplan. Das Auto musste einfach dasein, wenn wir um 12.00 Uhr anlegten. Als ich das Auto reserviert habe, wurde mir gesagt, dass ich noch mal anrufen soll, wenn wir ankommen, dass ich sagen kann, an welchem Hafen wir sind. Ich wusste nur, dass es der "Passenger's Kay" ist, sonst nichts. Damit konnten die zuerst nichts anfangen, waren dann aber doch nach 10 Minuten da! Juhu! Mit der strahlenden Sonne fuhren wir zur Autovermietung, wo wir noch die Formalitäten erledigen mussten. Wir wurden verstärkt darauf hingewiesen, dass wir mit diesem Auto NICHT ins Gelände fahren dürfen. Okay, dann halt nicht;-(( Aber ein Allrad war ziemlich teuer, und für die Highlights reichte ein "normaler" Kleinwagen. Wir haben also alles brav unterschrieben und fuhren los. Es war jetzt kurz nach 13.00 Uhr und unser erstes Ziel war der Gullfoss. Auf dem Weg waren aber jede Menge Fotostopps, so dass wir ungefähr alle 5 Minuten anhalten "mussten". Wir konnten uns gar nicht sattsehen. Zuerst Lavafelder, dann Wasserfälle, einfach so am Wegesrand, dann ein schöner See mit einem schnuckeligen Häuschen. Der ideale Platz für ein kleines Päuschen.

Rast an einem schönen See in Island Rast an einem schönen See in Island Ein Wasserfall am Wegesrand (Island) Ein Wasserfall am Wegesrand (Island)

Dann Krater Kerid. Hier machten wir unseren ersten längeren Halt. Wir hatten Glück und es war kein Bus in der Nähe. Eine regelrechte Fotosession begann. Zeit spielte jetzt keine Rolle mehr.

Krater Kerid Krater Kerid

Das Auto war bis zum nächsten Tag um 13.00 Uhr gemietet und aufs Schiff konnten wir jederzeit. Mit diesem Wissen konnten wir einfach nur genießen! Irgendwann fuhren wir doch weiter und kamen am Gullfoss an. Der Gullfoss gilt als der schönste Wasserfall Islands. Die Sonne stand gerade so, dass ein Regenbogen über dem Wasserfall lag. Wir konnten uns gar nicht sattsehen. Von allen Seiten betrachteten wir den Gullfoss und saßen irgendwann einfach nur da und träumten. Hier kann man nur träumen. Eigentlich hätten wir hier noch den ganzen Abend verbringen können, aber wir wollten ja auch noch zum Geysir. Der war gar nicht allzu weit weg und wir sahen die Fontäne schon aus der Ferne. Wir gingen kurz rein, sahen, dass noch viele Leute da waren und beschlossen, erstmal ins benachbarte Schwimmbad zu gehen. Ernüchterung! Es sah aus, als hätte das Bad geschlossen, weil im großen Becken kein Wasser war. Als wir aber um das Bad herumgingen, sahen wir ein Schild, auf dem auf englisch stand, dass es ihnen Leid tue, dass das große Becken derzeit defekt sein, sie aber die Gäste herzlich einladen, in den "Hot-Pots" zu baden. Natürlich kostenfrei! Ja suuuper! Wir aalten uns eine Weile im heißen Schwefelwasser und begaben uns dann gut erholt noch mal zum Geysir. Es waren keine 10 Leute mehr anwesend und der Geysir arbeitete nur für uns. Ca. alle 5 - 8 Minuten schoss eine Fontäne hoch. Aber um bei der Wahrheit zu bleiben: Es war nicht der Geysir, sondern Strokkur, der kleinere der Geysire. Der Geysir hat sich so ziemlich zur Ruhe gesetzt. Mal sehen, ob das nochmal was mit ihm wird?

Gullfoss Gullfoss Strokkur beim Ausbruch Strokkur beim Ausbruch

Nachdem wir uns an den Fontänen satt gesehen haben, fuhren wir weiter nach Pingvellir.  Halt, Stopp, eine Pferdekoppel. Ich wollte unbedingt noch ein paar Islandpferde fotografieren. Also Fotostopp. Es war eine herrliche Kulisse für Pferdebilder. Die Islandpferde machte ihre Sache sehr gut und so konnte ich ein paar super Bilder als die meinen betrachten. Jetzt gings aber weiter, über eine Schotterstraße, die lt. Karte nur für Allradfahrzeuge war. Wir haben in einer Tankstelle nachgefragt, und dort wurde uns versichert, dass wir diese Strecke mit unserem Yaris locker fahren können. Also gut - munter drauflos. Es war doch etwas heftiger als gedacht und die einheimischen Allradfahrzeuge haben uns fleißig überholt. Aber wir haben es geschafft, ohne uns einen Steinschlag oder dergleichen einzuholen. Zum Glück, denn mit der Tussi bei der Autovermietung war nicht zu spaßen!! In Pingvellir angekommen, war neben uns nur noch ein Auto da. Also waren es nur ca. 8 Leute auf der Nahtstelle zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte. Im angedeuteten Sonnenuntergang machten wir noch einen Spaziergang durch Pingvellir, einem Ort an dem auch isländische Geschichte geschrieben wurde. Aber hierauf möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen. An diesem Tag war das unser letzter Stopp und wir fuhren zurück Richtung Hafen. Es war gegen Mitternacht. Der Himmel war nur leicht rötlich aber richtig dunkel wurde es nicht. Auf dem Pooldeck war noch Party und wir Mädels wollten noch ein bisschen tanzen. Die Männer waren müde und wollten ins Bett. Auch recht. Also trennten wir uns hier, und jeder ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach,-)) Ein schöner Tag ging zu Ende und ich war happy, dass alles so gut geklappt hat und dass das Wetter so gut mitgespielt hat. Wir hatten über 20 ° C und strahlende Sonne. Unglaublich. Aber so war das Wetter in der Umgebung von Reykjavik schon seit 3 Wochen. Glücklich und müde fielen wir ins Bett.

Abenstimmung auf einer Pferdekoppel in Island Abendstimmung auf einer Pferdekoppel in Island Pingvellier Pingvellir

Montag, 16.07.2007 Reykjavik

Aufstehen!! Wir sind in Island und haben nur noch bis 13.00 Uhr ein Auto!! Nachdem alle durch das super Wetter motiviert waren, kamen wir schon ziemlich früh los. Unser Ziel war die Blaue Lagune. Eine Fahrt durch Vulkanlandschaft mit viel Sonne. Angekommen an der Blauen Lagune bekamen wir den Horror, weil dort schon massig Busse standen. Wir wollten sowieso nicht dort baden, sondern uns das nur mal anschauen. Vor einigen Jahren war das noch nicht so kommerziell. Jetzt hat man das Gefühl, dass das ganze nur noch auf Tourismus ausgelegt ist. Schade!!! Das Wasser ist so wunderschön hellblau, aber voll von Leuten.

Blaue Lagune Blaue Lagune  

Wie erholsam war da doch unser Hot Pot am Geysir. Das Wasser dort war sicher auch nicht schlechter. Wir sind dann noch ein Stückchen auf der Halbinsel Reykjanes rumgefahren, mussten aber leider bald aufgeben, weil die Straßen nicht für unser Auto gemacht waren. Schließlich besuchten wir noch Perlan, einen riesigen Wasserspeicher mit dem teuersten Restaurant Islands obendrin. Wenn man seine Hochzeit in diesem Restaurant feiert, findet man seinen Namen in der Eingangshalle auf einer entsprechenden Tafel wieder. Von dort oben konnte man die Stadt überblicken und wir trafen noch die AIDA biking tour. Die Zeit des Auto abgebens war langsam gekommen und so begaben wir uns zur Autovermietung. Nach einer Begutachtung des Wagens von allen Seiten wurde der Zustand für okay befunden und wir setzten unsere Tour durch Reykjavik nun zu Fuß fort. Wir befanden uns genau auf der anderen Seite der Stadt als die AIDAvita und hatten deshalb noch einen schönen Spaziergang vor uns. Wir sind durch die Fußgängerzone geschlendert, haben die Enten im See Tjörnin beobachtet, haben uns im Rathaus eine Kunstausstellung über Island angeschaut und waren natürlich in der Hallgrimskirkja. Vor der Kirche steht eine Statue Leif Erikssons, dem ersten Entdecker Amerikas, der bereits im Jahr 1000 nordamerikanischen Boden betrat. Die Kirche selbst ist innen sehr schlicht aber trotzdem imposant.

Island als Kunstwerk Island als Kunstwerk Hallgrimskirkja in Reykjavik/Island Hallgrimskirkja in Reykjavik/Island

So langsam machten wir uns auf den Rückweg. Nachdem es unterwegs noch sehr viel zu sehen gab, dauerte das natürlich noch eine Weile. Das letzte Highlight war ein Haus im Hafenbereich, das als schönstes Haus Reykjaviks gilt.

Eines der schönsten Häuser in Reykjavik/Island Eines der schönsten Häuser in Reykjavik/Island

Zurück an Bord genossen wir noch im Whirlpool die Sonne und bereiteten uns auf das Sail Away vor. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer und dementsprechend traurig standen wir an der Reeling und sahen zu, wie Island langsam immer kleiner wurde und schließlich am Horizont verschwand. Aufheitern konnte mich an diesem Tag nur die Tatsache, dass das sicher nicht die letzte Reise nach Island war und Kay Ray! Die Leute standen schon vor dem Theater Schlange, alle wollten ihn sehen. An diesem Abend hatte er seine zweite Show und sollte danach in der AIDA Bar noch ein Liedchen beim Crew-Singen zum Besten geben. Aus dem einen Lied wurden ungefähr zwei bis drei Stunden. Währenddessen war mein Mann allein an Deck und konnte einen der schönsten Sonnenuntergänge der Reise miterleben. Aber man kann ja nicht alles haben und so haben wir uns aufgeteilt;-)))

 

Sonnenuntergang Sonnenuntergang Sonnenuntergang Sonnenuntergang

Dienstag, 17.07.2008 + Mittwoch, 18.07.2007 4. + 5. Seetag/Auf dem Weg nach Invergordon

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir auf dem Meer. Kein Seegang - nichts. Tolles Wetter, Poolbrunch, ausschlafen, alles, was das Herz begehrt. Sport, baden, saunieren, Cocktails trinken und abends lange an Deck sitzen und zusehen, wie die Sonne langsam im Meer versinkt. Langsam kamen wir nämlich wieder in südlichere Gefilde und es wurde nachts für ein paar Stunden dunkel. Durchs Bullauge gesehen Durchs Bullauge gesehen Die Zeit läuft... Die Zeit läuft...

 

                                    

Donnerstag, 19.07.2007/Invergordon

Um 7.00 Uhr machten wir Invergordon fest. Wir hatten hier eine Fahrradtour gebucht. Es wurden Gruppen mit je 20 Leuten eingeteilt und eine kleine, die eine neue Aktiv-Tour erkunden wollte. Das Wetter war durchwachsen, ich war aber optimistisch und fuhr mit kurzen Ärmeln los. Die Regenjacke war im Rucksack und blieb auch dort. Die Tour ging an der Küstenstraße entlang Richtung Barbraville und führte uns zu einem mittelalterlichen Friedhof mit einer alten Kirche. Hier wollten uns die Scouts weismachen, dass Sean Connery hier getauft wurde. Wer's glaubt....

Kirche bei Invergordon/Schottland Kirche bei Invergordon/Schottland Rose von Invergordon/Schottland Rose von Invergordon/Schottland

Weiter gings durch die wundervolle Landschaft nach Alness, einem prämierten Blumendorf Schottlands. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass die Aktiv-Tour-Entdecker-Gruppe nach nicht allzu langer Zeit wieder zu uns stieß, weil der Wanderweg, den sie sich ausgesucht hatten, wirklich ein Wanderweg war und das Zeichen mit dem durchgestrichenen Fahrrad nicht umsonst dortstand;-)) So haben wir uns also vermehrt. Der Besuch der Whiskey-Destillerie musste leider ausfallen, weil diese wegen eines Trauerfalles geschlossen war. Aus diesem Grund fiel dann unsere Fitness-Riegel Pause mitten in der schönsten Natur ein bisschen länger aus. Die Tour dauerte 4 Stunden und war wirklich eine Soft-Tour, die sich jeder zutrauen kann. Vielen Dank an die Fahrrad-Scouts für die tolle Ausarbeitung und Organisation der Tour. Nachdem wir die Fahrräder wieder abgeliefert haben, hatten wir noch Zeit für einen Spaziergang durch Invergordon. Viel gab es dort nicht zu sehen und so waren wir bald wieder zurück auf dem Schiff. Das letzte Ablegmanöver stand an und einer unserer Fahrrad-Scouts ermahnte uns, pünktlich zu sein, da dies das letzte Ablegemanöver unseres Kapitäns sei, und wir ihm dies nicht versauen sollten. Es war die letzte Fahrt von Kapitän Zausch, bevor er sich in seinen wohlverdienten Ruhestand nach 46 Jahren Seefahrt begab. Zum Abschied von Schottland war noch eine schottische Folkloregruppe an Bord, die schottische Tänze, Lieder und Dudelsackstücke zum besten gaben. Pünktlich um 16.00 Uhr hieß es dann "Sail Away". Zum letzten Mal für uns auf dieser Tour, zum allerletzten Mal für unseren Kapitän. Sehr wehmütig standen wir mal wieder an unserem Lieblingsplatz an der Reeling und ließen die letzten Tage Revue passieren. Orinoco Flow, die tiefe und laute Schiffshupe, und eine Bagpipe-Band in Kreisaufstellung am Hafen taten ihr übriges dazu, uns den Abschied nicht einfach zu machen.

Schottischer Abschied Schottischer Abschied

Freitag, 20.07.2007 6. Seetag/Auf dem Weg nach Hamburg

Unser letzter Seetag. Dieser wurde uns noch mal besonders schön gemacht. Die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie nie etwas anderes gemacht und zum Poolbrunch gab es ein bayrisches Weißwurstfrühstück mit Hefeweizen. Bis hierhin hatten wir 3.338 Seemeilen zurückgelegt. In Kilometern sind das 6.181. Wir sind ganz schön herumgekommen. Nach einem erholsamen Tag auf dem Pooldeck entschieden wir uns für einen Abschieds-Cocktail. Diesen wollten wir im Whirlpool zu uns nehmen. Zu viert nahmen wir mit unseren bunten Getränken Platz in einem der Whirlpools und hatten so unsere eigene kleine Abschiedsparty.

 

Abschiedscocktail im Whirlpool Abschiedscocktail im Whirlpool

Die richtige große sollte noch kommen. Abends im Theater gab es eine Überraschung zum Ruhestand unseres Kapitäns. Am Eingang wurden schon Taschentücher ausgeteilt. WeinenDie haben wir auch dringend benötigt, denn was hier geboten wurde, war echt rührend und gaaanz toll.

 

Verabschiedung unseres Kapitäns Volker Zausch aus Mittenwald Verabschiedung unseres Kapitäns Volker Zausch aus Mittenwald

Anschließend gab es an Deck noch den Farewell-Sekt mit Poolparty. Leider diesmal im Regen, aber was machte das schon? Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Danach dann leider nicht mehr, denn es ging ans Koffer packen. Um 2.00 Uhr sollten die Koffer vor der Kabinentüre stehen, damit sie von Bord gebracht werden konnten. Wir behielten also nur das nötigste bei uns und legten uns ein letztes Mal in unser gemütliches Bett mit dem schönen orangefarbenen Himmel. Mit Erinnerungen an eine traumhafte Reise schliefen wir ein und wurden am nächsten Morgen vom Klingeln des Weckers in die Realität zurückgeholt.

 

 

Fast schon Abschiedsstimmung Fast schon Abschiedsstimmung  Samstag, 21.07.2007/Hamburg

Jetzt war er da: Der Abreisetag. Es ging alles so schnell. Trotz der vielen tollen Erlebnisse und Eindrücke vergingen die zwei Wochen wie im Fluge. Wir frühstückten ein letztes Mal mit unseren neuen Freunden. Mit den beiden haben wir auch jetzt noch Kontakt und schwelgen öfters in AIDA-Erinnerungen. Ein weiteres Pärchen, das wir sehr oft an Bord getroffen hatten, ging am letzten Tag plötzlich mit einem Kind von Bord. Wir haben sie nie mit Kind gesehen. Ich fragte nach: "Hey, wo habt ihr denn das Mädel plötzlich her???" "Das ist unsere Tochter, die war die ganze Zeit im Kids-Club. Das hat den Kids und Teens total gut gefallen."  Diesen Eindruck hatten wir auch, wenn man die Kids gesehen hat. Sie konnten nach Herzenslust ohne Eltern die Tage mit dem Kids-Club erleben. Und die Eltern hatten auch mal frei... Eine sehr schöne Einrichtung, die ich hier noch mal besonders erwähnen möchte.

So langsam hieß es dann Abschied nehmen. Von unseren neuen Freunden, vom Schiff, vom Meer, vom lecker Essen und von so vielem anderen. Wir gingen noch einmal durch das Schiff, sahen die Leute von Bord und in die Busse stürmen. An der Steuerbordseite wurden schon wieder Kistenweise Ananas und andere Leckereien für die nächsten Gäste aufgeladen. Wir hatten es nicht eilig. Im Gegenteil. Am liebsten wären wir noch länger geblieben, aber das ging ja leider nicht. Wir verabschiedeten uns von unserer liebgewonnenen AIDAvita und mussten dann doch irgendwann von Bord gehen. Die Koffer standen nach Kabinen aufgereiht im Cruise-Center und wir sammelten alles ein. Beim dreimaligen Hupen zur Verabschiedung des Kapitäns wurden wir noch mal sentimental. Vielen Dank für die traumhafte und perfekte Tour, an AIDA, die Crew und natürlich an unseren Kapitän, Herrn Zausch. Wir wünschen ihm von dieser Stelle aus alles Gute für seinen Ruhestand. Es war eine wunderschöne Reise!

Wir verbrachten den Rest des Tages in Hamburg und machten noch eine Hafenrundfahrt. Dabei kamen wir noch mal an der AIDAvita vorbei und konnten die Kommentare der Mitfahrenden hören. Alle wären sie gerne an Bord. Ja, Leute, macht das! Es ist ein einzigartiges Erlebnis. Das Lächeln ist an Bord. Nehmt es mit in Euren grauen Arbeitsalltag. Es macht vieles leichter! Lächeln

 

AIDA vita zurück in Hamburg AIDA vita zurück in Hamburg

Auf AIDA sehen!

P. S. Vielen Dank an Kapitän Berg für die Hilfeleistung bei der Ermittlung der Koordinaten für die Einleitung

P.S.S. Weitere Bilder gibts in meinem Fotoalbum Nordlandtour 2007 - viel Spass!

Noch 22 Tage...

...bis wir auch hoffentlich so schöne Bilder und Reiseerfahrungen machen können. Ein toller Bericht, der unsere Vorfreude noch weiter anwachsen lässt. Vielen Dank!!! Auch wir haben uns entschieden, einen Mietwagen in Reykjavik  zu nehmen - konnte die Angst, ob alles klappt, sehr gut nachvollziehen, hab ich nämlich schon jetzt!!! Vielleicht kannst Du mir sagen, ob die Sehenswürdigkeiten  gut ausgeschildert sind und eine normale Straßenkarte ausreichend ist.  Das wäre wirklich nett.  Vielen Dank und herzliche Grüße aus Hessen.


 


 

von u10m13 am 13. Juni 2010 um 01:33 Uhr

Schöner Bericht

Wir haben zweimal in Bergen sehr schönes Wetter gehabt- gibt es nämlich auch.


Wunderbare Bilder, weckt  Erinnerungen.


Weiter schöne AIDA-Fahrten wünscht


magdeburg:*

von magdeburg am 25. November 2009 um 22:16 Uhr

Toller Bericht mit schönen Bildern. Für uns Erinnerungen pur. 5***** von mir.
Da werden Erinnerungen an die AIDAblu-Route 2004 wach. Guckst du hier

von AIDAwolf am 06. August 2009 um 17:06 Uhr

Danke
meine Vorfreude wächst bei solchen Berichten ins unendliche... In 3 Wochen geht es los :-)

von Kleinehaie am 25. Juli 2009 um 09:13 Uhr

Reisebericht Nordlandtour

Hallo Babs,


ein wunderschöner Reiebericht, der die Wahl einer nächsten AIDA Reise sehr positiv beeinflusst. Die Sternchen habe ich übrigens jetzt auch gefunden und wie versprochen verteilt.


Gruß Brigitte

von Kipling am 17. November 2008 um 20:35 Uhr

Nordlandtour

Hallo Babs,


was machst Du eigentlich beruflich ?


Bist Du Autorin und schreibst neben Reiseberichten auch Romane ?


Man kann merken das Du mit Spaß bei der Sache warst und dann kann das ja nur gut werden !


Wenn ich einen Hut tragen würde müßte ich den jetzt ziehen....


Ansonsten schließe ich mich Jutta an und sage das war schön zu lesen.


Von mir auch 5 *


LG


 

von Gast am 18. September 2008 um 17:42 Uhr

Was war das schön zu lesen!!!
Traumhafter Bericht, total kurzweilig - und dann diese Fotos!!! Ich stimme übrigens Carmen zu: mein Lieblingsfoto ist auch das mit den Pferden und der Abendstimmung :-)) Liebe Grüsse von Jutta
P.S. Ich habe 5 * vergeben...

von Jutta am 17. September 2008 um 19:25 Uhr

Schöne Bilder - flott geschrieben => 5 Sterne

Moin Babs,


wir haben diese Reise in diesem Jahr gemacht und hatten mit dem Wetter auch nicht soviel Glück. Aber schön war es trotzdem und bei Deinem Bericht kommen die Erinnerungen wieder - vielen Dank.


LG nomsoko 

von nomsoko am 13. September 2008 um 21:10 Uhr

sehr schöne Reisebeschreibung

. . .also ich habe Deine Zeilen hier mehrmals gelesen und verarbeitet. Heute erst schreibe ich Dir dazu ein paar Zeilen.


Eine Reise erleben und in Worte fassen ist nicht jeden sein Ding, aber Deine Beschreibung erweckt Sehnsüchte.  


Danke für Deinen Reisebericht.

von Ankerreiniger am 21. August 2008 um 09:44 Uhr

Ghostwriter? ;o)
Hihi...Den gibts nicht - stammt alles aus meiner Feder (Tastatur) ;o) Aber mein Mann würde sicher gerne mit, also bräuchte ich ne Doppelkabine - bitte wieder Innen und mitschiffs *G*

von Nordlys am 20. August 2008 um 22:03 Uhr

Danke für den Link...

... mit den Koordinaten. Is ja echt interessant. Sowas habe ich gesucht!!!


Okay, werde mich morgen mal hinsetzen und an die Verantwortlichen schreiben. Wenn Du die Verantwortung abschiebst... Willst Du dann alleine mit oder fährt Dein Ghostwriter auch mit? Braucht der dann ne Einzelkabine??

von thabsbabs am 20. August 2008 um 21:49 Uhr

Die stimmen...

Hab die mal hier eingegeben :                                                                                 http://www.mapquest.de/mq/maps/mapInput.do?resultId=latlong                                            Und der Punkt der angezeigt wird, ist westlich von Esbjerg und dem Ort, wo wir immer hinfahren ;o) Unterbreite du mal den Vorschlag...hihi *Verantwortung zu dir rüberschieb*

von Nordlys am 20. August 2008 um 16:15 Uhr

Koordinaten
Ich hoffe, Herr Berg hat mir die richtigen Koordinaten genannt. Wer weiß, vielleicht hab ich die Stelle auch falsch erklärt. Na ja, zumindest ist es ja irgendwo in der Nordsee;-)))
Unterbreitest Du den Vorschlag an AC? Ich übernehm das aber auch gerne!!

von thabsbabs am 20. August 2008 um 14:13 Uhr

Jaaaa, Kurztrip oder Sonderreise für Nordland-Fans...

...und jeder, der schon mal dabei war, darf zum halben Preis mitfahren. Wäre das nicht mal was für uns? Wer unterbreitet AC den Vorschlag? ;o)


Übrigens die Koordinaten aus der Einleitung sind das nicht die westlich von Esbjerg/DK ? Sonntag Morgen hatte Kapitän Berg in seiner Durchsage bei uns nämlich gesagt, wir würden uns so und so viele Seemeilen westlich von Esbjerg befinden...Fand ich sehr interessant, weil wir dort in der Nähe nämlich schon sooooooo viele Urlaube gemacht haben ;o) Und sooooo oft habe ich da am Strand gestanden und aufs Meer rausgeblickt - aber leider nie eine AIDA vorbeifahren sehen *lach*

von Nordlys am 20. August 2008 um 11:55 Uhr

Nächster Bericht

Danke für das viele Lob. Tja, der nächste Bericht muß wohl noch warten, bis ich auf der nächsten Reise war, und die ist noch nichtmal gebucht,-))) Aber vielleicht spendiert AIDA ja den Berichteschreibern mal nen Kurztrip??? Da wären wir dann ja alle dabei!! Gibt dann auch den Spezial-Bericht von allen Reiseteilnehmern.


Grüße an Euch alle


Babs

von thabsbabs am 19. August 2008 um 20:28 Uhr

Weltklasse!

Hallo Babs,


da hast Du Dir ja olympisches Gold verdient für diesen Reisebericht! Mein Lieblingsfoto ist auch dabei (Häuschen am See)!!!!


Wirklich ganz toll geschrieben. Werde ich sicherlich noch mal lesen.


LG dani

von dani78 am 19. August 2008 um 18:51 Uhr

Hammer

Wieder ein superklasse Reisebericht, Babs...mein Lieblingsfoto: Die Abenstimmung auf der Pferdekoppel!!!


Liebe Grüße,


Carmen

von paulaline am 19. August 2008 um 18:24 Uhr

vielleicht sind wir dabei ...

Danke, Babs, für die Erinnerungen an unseren wunderschönen Urlaub vier Wochen nach Eurem. Deine emotionalen Zeilen geben wieder, wie gut es Dir auf Deiner ersten Reise mit der AIDA (es war auch unsere erste) gefallen hat. Erste Klasse, ich freue mich auf Deinen nächsten Bericht - hoffentlich kommt der bald.


I.Ü. ist Sean in der Kirche getauft worden - ich war dabei als Pate ...


Bis dann


Achim

von joachimmeertal am 19. August 2008 um 15:22 Uhr

Noch mehr?
Vielleicht melden sich ja noch mehr, dann können wir gleich ein ganzes Schiff der AIDA-Flotte zum Sonderpreis chartern?

von thabsbabs am 19. August 2008 um 15:00 Uhr

dritte Person gesucht?

Falls ihr noch ne dritte Person sucht (damit das Zimmer günstiger wird) gebt bescheid

LG Scholli

von Scholli am 19. August 2008 um 14:55 Uhr

..ich geh mit zum buchen
Hi Nordlys,
Danke für den tollen Kommentar. Ehrlich gesagt, hab ich mich gar nicht getraut, einen Bericht zu schreiben, nachdem ich Deinen gelesen hatte. Der war ja echt absolut gigantisch!!!
Babs

von thabsbabs am 19. August 2008 um 12:08 Uhr

Ich fang gleich an zu buchen...

Mal ganz ehrlich, Leute : Hier dürfen nicht so viele, gute, sehnsuchtsverbreitende Berichte zu den Nordlandtouren eingestellt werden...da will man ja gleich noch mal buchen !!! Echt egmein von dir babs, mich wieder so ins schwärmen zu verstzen !


Die Islandpony Tour hätte ich übrigens auch evtl. machen wollen, aber mein Liebster ist pferdescheu ;o)


Das mir euer Auslaufdatum ja ganz besonders gefällt, da ich an diesem Tag meinem Süßen das kirchliche Ja-Wort letztes Jahr gegeben hab, hatte ich dir ja eh schon erzählt...da kribbelts immer bei mir, wenn ich dieses Datum sehe :o)

von Nordlys am 19. August 2008 um 12:00 Uhr

Ja ja, die Nordeuropatour...

... einfach ein Traum.


Schöner Reisebericht! Da träumt man doch gleich wieder von der eigenen Tour.


LG Kerstin

von Scholli am 19. August 2008 um 09:55 Uhr

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