SEHR GEEHRTE NUTZER,
am 01.04.2019, wird die Weblounge abgeschaltet. Wie Sie Ihre Berichte und Fotos in die neue AIDA Lounge übertragen können, erfahren Sie hier. Vielen Dank für alles, wir sehen uns in der AIDA Lounge!

Unsere erste Reise mit einer Sphinx - Klasse, in die Norwegischen Fjorde...

von  ron_vos 01. Januar 2019 14:46
Unsere erste Reise mit einer Sphinx - Klasse, in die Norwegischen Fjorde...

Unsere bisherigen Reisen mit AIDA als Familie waren mit AIDAprima und AIDAperla, dieses Mal sollte es zum ersten Mal auf ein kleineres Schiff gehen, der AIDAbella. Ist das mit Kindern nach AIDAprima und AIDAperla überhaupt möglich? Vorab: JA!

 

Nun zur Reise...

 

21.10.2018 - Kiel

Am Ostseekai einbiegend von uns im Bus der Kommentar "Oh, schön klein das Schiff." Und von den Leuten hinter uns "Klein? Das kommt mir gerade total riesig vor." Ja, wir waren halt größere Schiffe gewohnt, so unterschiedlich sind da die Ansichten :-)

 

Die Seenotrettungsübung fand auf den Außendecks auf Deck 5 statt, also gerade zum Herbst und Winter immer mit Jacke zur Übung erscheinen. Weste haben wir vor Ort angelegt, die Crew zeigte jeder Station ihr Boot und wie man die Weste anlegt. Für Passagiere, die nicht so lange stehen konnten (ca. eine halbe Stunde bis alles durch war) waren vorsorglich Liegestühle aufgestellt worden.

 

18:00 Uhr, wir liefen aus und am Abend stieg dann auf dem Pooldeck die Willkommens-Party, mit richtig schöner Stimmung, Musik, Sekt-Empfang und der späteren Durchfahrt unter der Großen Belt - Brücke hindurch.

 

22.10.2018 – Seetag

Am ersten Morgen auf dem Weg zum Frühstück hörten wir die Durchsage des Kapitäns, dass es ab Nachmittag stürmisch werden würde. Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h werden erwartet. Gleich erinnerten wir uns an die Berichte der AIDABella 14 Tage zuvor, als sie durch einen schweren Sturm auf der gleichen Route fuhr und sogar einen halben Tag zu spät in Kiel ankam. Na hoffentlich erwartete uns das jetzt nicht auch.

 

Nach dem Frühstück in einem der Restaurants, in denen wir immer schnell und problemlos zu viert einen Tisch fanden, ging es für uns Eltern zur gebuchten Küchenführung. Der Küchenchef des Rossini. Florian Grill, führte uns dann zusammen mit ein paar anderen Passagieren durch die Bereiche des Schiffes, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt. Mehrere Küchen, Laderäume, Versorgungsaufzüge, der „Papenburg-Highway“ und zum Ende das Rossini selbst standen auf der Tourliste. Wirklich beeindruckend, was man so alles nicht sieht im Hintergrund.

 

Bei den weiteren Erkundungen des Schiffes fiel auf, dass überall im Treppenhaus die Spuckbeutel vorbereitet aufgehängt waren. Sollte es wirklich schlimm werden?

 

Am Nachmittag wurde es dann unruhiger und unruhiger, die Wellen höher und höher und der Wind immer stärker. Das Schiff fing sich an zu „drehen“, nicht zu schwanken von rechts nach links. Die Restaurants wurden leerer und es wurde zum Abend gefühlt richtig heftig. Spät abends konnte man beobachten wie die Crew in den Bars sogar die Kaffeemaschine festhalten musste. Unsere erste richtige Sturmerfahrung auf einem Schiff, die bisherigen Reisen waren fast immer bei Ententeich oder das Schiff lag trotz starker Winde ruhig. Diesmal nicht, die angezeigte Windgeschwindigkeit im Bordcomputer zeigte 113 km/h an. Tags darauf erzählte der Kapitän dann, dass es zwar 14 Tage vorher noch etwas heftiger war, aber man in der Regel solche Stürme nicht erlebt und wir jetzt alle Seefest seien.

 

23.10.2018 – Eidfjord

 

In der Nacht fuhren wir dann in den Eidfjord ein und das Schiff lag ruhig bis zur Ankunft am Morgen im Hafen. In Eidfjord gingen wir gleich von Bord Richtung Touristeninfo, welche bereits gut gefüllt war. Unser Ziel war der Vøringsfossen – Wasserfall und wir wollten uns erkundigen, wie wir dort hinkommen könnten. Die Möglichkeit war ein Reisebus mit Kaffee und Kuchen im Hotel am Wasserfall oder für den gleichen Preis mit einem Taxi dorthin zu kommen, allerdings ohne Kaffee/Kuchen. Wir wählten die entspannte Taxifahrt, bezahlten in der Touristeninfo und warteten auf unseren Fahrer. Dieser erhielt von der Touristeninfo unser Ticket, holte uns ab und fuhr uns hoch. Vorteil vom Bus, denn der Fahrer war nur für uns somit anwesend, erzählte uns auf Englisch viel über die Region und Norwegen selbst und so verging die knapp halbe Stunde Fahrt nach oben über beeindruckenden Straßen und Tunnel sehr schnell. Besonders schön für die Kinder, in Regen in einen Tunnel hinein und als wir raus kamen schneite es und die Landschaft war weiß. Die Wasserfälle waren natürlich dann so beeindruckend wie erwartet.


In Eidfjord luden dann noch der Souvenirshop und der ansässige Supermarkt zum Shoppen ein, aber auch die Möglichkeit das Schiff von Land aus in kompletter Pracht zu fotografieren.

 

 

24.10.2018 – Alesund

 

Zu 14:00 Uhr war die Ankunft in Alesund geplant, ein kurzer Stopp auf der Reise. Bis dahin ging es aber wieder durch den inzwischen leicht abgeschwächten Sturm der Nordsee, das Schiff war wieder deutlich in Bewegung.

 

Da wie erwähnt der Aufenthalt hier nur begrenzt war, schwärmte alles um 14:00 Uhr gleich von Bord. Draußen stand ein Mini-Zug, der hinauf auf den Aussichtspunkt von Alesund fuhr. Die Tickets konnte man an der Touristeninfo buchen, welche leider überfüllt war. Man stand schon außen an, hier wollten wir nicht die begrenzte Zeit verschwenden also ging es zu Fuß Richtung Aussichtspunkt. Während meine Frau und mein Sohn die 418 Stufen hinauf entlang der Felswand stiegen, gingen meine Tochter und ich auf Erkundungstour der Einkaufsstraße von Alesund.

 

 

25.10.2018 – Geiranger

 

AIDA hat den SeaWalk (Anleger-Steg) von Geiranger nicht genutzt, somit wurde getendert. Für uns ein Erlebnis, denn es war die sechste Kreuzfahrt und bisher hatten wir das noch nie mitgemacht. Für die Kinder als auch für uns war es ein spaßiges Erlebnis. Auch mit dem ausgebuchten Schiff mit 2000 Passagieren ging es relativ zügig an Land.

Wir entschieden uns wie im Vorjahr die Treppen entlang der Wasserfälle hinauf zu gehen bis zum Norsk Fjordcenter. Der Aufstieg über die Treppen bot erneut wunderschöne Aufnahmen auf den Fjord und die AIDAbella inmitten desgleichen. Nah an den rauschenden Wassermassen vorbei ist man beeindruckt, welche Kraft Wasser entwickeln kann.

Die Treppen sind war dann nicht wieder runter, sondern die Straße entlang auf der anderen Seite der Wasserfälle. Im Sommer war hier starker Verkehr, somit der Fußweg seitlich der Straße ohne Fußweg zwischen den Autos nicht optimal, diesmal aber war der Verkehr kaum noch spürbar. Die Saison war halt vorbei und man konnte problemlos und entspannt die Straße zurück hinunterlaufen.

Mit den Tenderbooten ging es dann zurück aufs Schiff und ab zum Mittagessen. Zum Essen selbst spare ich mir übrigens große Erwähnungen, es ist ein AIDA-Schiff und wir haben bisher das Essen im Buffet – Restaurant als immer ausreichend von Auswahl und Qualität empfunden. Auch diesmal konnten wir auf der ganzen Reise und in keiner Weise übers Essen beklagen.

 

 

26.10.2018 – Bergen

 

Die regenreichste Stadt Europas erwartete uns, und zwar mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Man muss auch mal Glück haben. Zuvor hatte bereits die AIDAmar ebenfalls hier festgemacht.

 

Unser Plan war hier die Fahrt mit der Fløyenbahn hinauf auf den Fløyen. Die Tickets dazu hatten wir vorab online gekauft, man erhielt einen Barcode per Email den man für den Einlass vor Ort benötigte. Als einer der ersten gingen wir gleich zu 10:00 Uhr von Bord und Richtung Standseilbahn. Hier gab es schon eine riesige Schlange an der Kasse, aber wir durften ja daran vorbei und gingen gleich hinein. Im Gang zur Bahn waren dann die Zugänge, die sich mit dem Barcode auf dem Handy öffnen ließen. Die Fahrt hinauf dauerte keine zwei Minuten und schon konnte man den Blick auf Bergen genießen. Zu unserer Überraschung konnte man aber dort oben noch viel mehr erleben als den wunderschönen Ausblick. Ein großer Spielplatz für Kinder, ein Klettergarten im Wald, Ziegen die einfach so an den Hängen und Wege standen und man streicheln durfte, schöne Spazierwege durch den Wald des Berges und und und… Unsere Zeit war leider begrenzt, weil die Kinder noch mittags den Cocktailkurs an Bord gebucht hatten, sonst wären wir viel länger dort oben geblieben.

Wir sind im Anschluss an den Cocktailkurs noch einmal von Bord gegangen und haben das Hanseviertel und den Fischmarkt erkundet. Schöne norwegische Gebäudestile, viele Einkaufsmöglichkeiten und der Hafen sind jeden Besuch in Bergen wert. Shoppen war dann auch noch einmal angesagt, schließlich hatte AIDA angekündigt, dass am späten Nachmittag vor Auslaufen an Bord die zuvor erwähnten Steuererstattungen durch die norwegischen Behörden direkt in der AIDAbar stattfinden sollten.

 

Zu 18:00 Uhr liefen wir dann aus, vor der AIDAmar die erst eine Stunde später weiterfahren sollte. Eine Verabschiedung zwischen den Schiffen durch „Hupen“ war leider nicht möglich, das ist seitens Bergen nicht erlaubt gewesen. Erst ab der Askøy – Brücke dürfen Schiffe „lauter“ machen, also drückte der Kapitän bei der Durchfahrt der Brücke dreimal schön aufs Horn und startete danach ein letztes Mal die Auslaufmusik auf der Reise. Das ist immer wieder so ein toller Moment, wenn AIDA Sail Away läuft und man oben auf Deck steht, den Blick in die Ferne geschweift und einfach nur genießen.

 

27.10.2018 - Seetag

Der letzte Tag der Reise bescherte uns erneut schönes Wetter und vor allem, eine ruhige See. Im Theater fanden Proben statt (aufgrund eines nicht behebbaren Bühnendefektes zu Beginn der Reise wurden verschiedene Shows und Veranstaltungen wie z.B. Wer wird Millionär Teens abgesagt und die Künstler mussten sich halt umstellen mit ihrem Programm), später wurde dann der große Bingo-Jackpot gespielt, und auf dem Pooldeck gab es wieder leckere Snacks.

Am Abend fand dann die Kids & Teens – Show „Bums“ statt, an der auch unsere Tochter teilnahm. Später fand dann die Verabschiedung durch die Crew im Theatrium statt mit anschließender Musikshow.

 

28.10.2018 – Kiel

 

Zeitumstellung von Sommer auf Winterzeit, somit saßen wir schon sehr zeitig am Frühstückstisch. Auch andere Gäste waren zeitig unterwegs oder schon von Bord, das Schiff wurde schnell leerer und leerer. Wir genossen die letzten Momente an Bord bei einem Gang über die Außendecks und einer Partie Schach am Bug, bevor auch wir dann Abschied nahmen von der traumhaften AIDAbella.

FAZIT: Für Familien ist auch die AIDAbella keine schlechte Wahl. Unsere Kinder haben das Schiff schnell als ihr neues Lieblingsschiff entdeckt, und auch wir als Eltern haben die Gemütlichkeit auf diesem „kleineren“ Schiff schnell zu schätzen gelernt. Auch wenn die Kinder in der kühlen Jahreszeit nicht mehr in die kleinen Außenpools können, so bieten sich genügend andere Aktivitätsmöglichkeiten an Bord. Teens-Veranstaltungen, Kids-Show, Kniffel mit den Gästebetreuern, Bingo, Nautische Stunde, Abendshows, oder einfach als Familie gemeinsam das Auslaufen zu schauen an Deck… es wird nie langweilig.

AIDAbella, LIEBELINGSSCHIFF!

Das Video unserer Reise:   https://youtu.be/Y9R74X91K-o

Vielen Dank für den schönen Reisebicht und das tolle Video! Es ist interessant auch mal einen Beeicht über eine Fjordfahrt im Herbst zu lesen.LG Gaby

von Gaby-05 am 14. Januar 2019 um 21:16 Uhr

Hallo ron_vos, danke für den informativen Reisebericht! Von Warnemünde aus werden wir dieses Jahr auch in die Fjorde fahren. Es wird das Schwesterschiff AIDAdiva sein. Wir lieben diese "kleineren" Schiffe, gerade weil man noch merkt, dass man auf dem Meer ist und das Wasser spüren kann. Nun werde ich mir dein Video anschauen. Die Vorfreude steigt. VG

von fernweh am 01. Januar 2019 um 19:21 Uhr

Die AIDA Community

Alle user