Winter-Auszeit Jan 2019 im Indischen Ozean (Teil 1)

von  BiancaSonnenfan 04. Februar 2019 10:07
Winter-Auszeit Jan 2019 im Indischen Ozean (Teil 1)

Anreisetag, Montag 14.01. Unser Flug geht über Nacht, um 20:25 Uhr starten wir ab Düsseldorf. Damit wir frühzeitig (3 Std. vor Abflug) am Flughafen sind, fuhren wir um 16°° los und mit vorheriger Anmeldung beim Valet-Service waren wir pünktlich am Flughafen. Nach dem Check In konnten wir in aller Ruhe unser Urlaubs-Sektchen trinken. Während des Fluges gab es hin und wieder Turbolenzen aber nichts Wildes, so dass wir sogar etwas eher landeten als vorgesehen, mussten jedoch auf dem Rollfeld warten.  

Dienstag, 15.01.  Die Einwanderung in Port Victoria auf Mahé dauerte ähnlich lange wie das letzte Mal in der Dom Rep also ca. 1 Stunde... man ging Schlange für Schlange weiter, bis wir endlich am Ziel waren.  

Das weitere Prozedere verging relativ zügig und schnell und ehe wir uns versahen waren wir schon auf dem Schiff. Es gab viele kleine Transferbusse, die abfuhren, sobald sie voll waren. Am Hafen angekommen, erfolgte die Einschiffung ebenso schnell, Ausweiskontrolle, Abgabe Voucher, Foto per Smartphone für den Check-In und am nächsten Counter gab es die Bordkarte... an das Lanyard damit und ab aufs Schiff.  

Dort stellten wir auf Deck 11 im Konferenzraum unsere Rucksäcke ab, nur die Wertsachen mitgenommen, im California Grill ein Häppchen genommen, durch Zufall an unserer Kabine vorbeigekommen und festgestellt, sie war schon fertig, meinen Koffer hineingestellt, der davor stand und los ging es ins Städtchen Viktoria.  

Ich hatte es mir größer vorgestellt, weitläufiger... man brauche lt. Forum so zwischen 3 - 5 Stunden. Man hält sich vom Hafen ausgesehen rechts bis man ein rundes flügelartiges Denkmal erreicht. Dort geht man links in die Hauptstraße und kann von dort durch die Straßen bummeln. Es gibt diverse Kirchen zu bestaunen (z.B. röm. kath. Diözese Residenz; St. Pauls Cathedral mit Gottesdienst, Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis). Einen Hindu-Tempel gibt es ebenfalls für die nur 3% der Inselbewohner. Gewidmet ist er dem Hindu-Gott der Sicherheit und des Wohlstandes (Vinayagar).  

Bereits von den oberen Decks der Kreuzfahrtschiffe ist der weitläufige Friedhof im Stadtteil Bel Air zu sehen. Er liegt am Hang  und erscheint farbenfroh. Nicht nur ehrbare Bürger, sondern auch Piraten fanden auf Bel Air ihre letzte Ruhe. 

Nach rund 2 Stunden hatten wir soweit Alles gesehen und haben uns in der  Bar mit Aussicht auf den Clocktower (im Jahr 1903 in Betrieb genommener Uhrturm; er ist die Replik einer in London an der Kreuzung Victoria Street /Vauxhall Bridge aufgestellten gleichartigen Uhr. Gewidmet ist sie Großbritanniens langjähriger Königin Victoria. Der Uhrturm steht an der Kreuzung State House Ave/Francis Rachel Street.) und das Museum niedergelassen und das einheimische Bier SeyDrew probiert, lecker!    

Danach ging es zurück Richtung Hafen mit Zwischenstopp im Supermarkt zum Wasser kaufen. Und prompt fing es an zu regnen.  

Im Anschluss sind wir zur Rezi, haben das Logbuch abgegeben und nach dem Wlan-Login gefragt und eingerichtet (Wlan an, mit AIDA Bordportal verbinden, Chrome öffnen; Anmeldung über Kabine + PIN und Aktivieren; Achtung, abmelden nicht vergessen, wenn fertig!!!). Gerade fertig, wurde zur Seenotrettungsübung aufgerufen... danach haben wir uns fix umgezogen und sind zum Abendessen ins Markt-Restaurant gegangen, wo wir uns mit einem sehr netten älteren Ehepaar unterhalten haben. Ein kurzer Gang durch den Shop war enttäuschend. Ich hatte gelesen, dass man die Shops überarbeitet hat, doch eher zum Schlechten für mein Empfinden. Klamotten findet man kaum noch... Gaastra? Einige wenige Angebote...Schmuck nimmt den Hauptanteil ein und AIDA Produkte auf der anderen Seite. Mmpf... bei der Kleidung habe ich schon mehrmals spontan etwas gefunden aber so... wohl eher nichtL

Zum Welcome Sekt um 21:20 ging es aufs Pooldeck, AIDA Stars Einstand schauen, ein bisschen Zappeln, bis es anfing zu schütten und wir uns untergestellt haben. Die Lasershow wird auf Grund des Wetters auf Morgen verschoben. So sind wir auf die Kabine... Morgen ist auch noch ein Tag und hoffentlich mit wenig Regen! In den letzten 2 Wochen, so erfuhren wir, hat es nur 2x geregnet... Das lässt hoffen. 

Mittwoch, 16.01. Die Nacht war irgendwie unruhig, weil merkwürdige Geräusche der Maschinen (Kabine auf Deck 4, 3 ist Maschinendeck) und es war zusätzlich noch ganz schön windig mit größeren Wellen wie wir erfuhren, und es hat schon ganz schön geschwankt. 

Nun, als wir aufwachten war es auf jeden Fall regnerisch und windig. Somit stand fest, keine Eile an diesem 1. Seetag, in Ruhe frühstücken und überlegen was machen wir. So sind wir in aller Ruhe durchs Schiff geschlendert... Die schönsten Innenplätze waren nach dem Frühstück rund ums Theatrium vergeben, draußen wollte ja Niemand hin... Nee, der 1. Seetag heute war alles andere als schön!!! So fand ich noch ein Plätzchen Nähe des Theatriums am Fenster, wo ich die Beine hochlegen konnte und begann mein Buch zu lesen. 

Um 12°° hatten wir uns für das AIDA Forums-Fantreffen in der Anytime Bar angemeldet.  

Das war wie immer gesellig und einfach schön. Man lernt direkt einige andere Gäste kennen, plauscht hier und da über andere Reisen oder sonstige Dinge. Organisiert hatte das Anja aus dem Forum offiziell bei AIDA angemeldet... es gab kostenlosen Sekt, Sticker mit unserem Namen für 1,50€ auf Bestellung... ihr Mann hat Fotos gemacht und vom Kellner machen lassen. Was für eine schöne Erinnerung! 

So etwa 1 Stunde lang gab es angeregte Gespräche, dann löste sich das Treffen langsam auf und es hatte sich schon manche Gruppe gebildet.  

Wir gingen zum Mittagessen... danach hatte sich das Wetter soweit gebessert, dass wir uns auf dem unteren Pooldeck ein trockenes und windstilles Eckchen gesucht haben. Dort habe ich dann weiter gelesen. Irgendwann wurde mir trotzdem fröstelig und mein Schatz besorgte mir einen schönen heißen Lumumba, während es ihn dann in die Sauna zog.  

Die Prime Time am Abend war mit dem EM Dominic eine Qual, der war selbst mir viel zu gestelzt und völlig unwissend als er den Kapitän interviewt hat. Die anschließende ABBA-Show jedoch war wirklich gut und hat Laune und Spaß gemacht.  

Die nachgeholte Routen-Lasershow fand wie angekündigt um 23°° statt. Die Zeit bis dahin verbrachten wir bei der Pool-Party, wo wir auf einige Gäste aus dem Forum trafen. Das hat echt Spaß gemacht mit „La Bamba“, „Maccarena“ & Co. 

Dann kam die wirklich schöne Lasershow, die natürlich gefilmt wurde und danach ging es noch ein wenig weiter mit der Beach Party. 

Donnerstag, 17.01. Der 1. Ausflug stand an mit „Bakadi Dreams“. Um 9°° lagen wir vor Madagaskar (hatten keine Pest an Bord J), in Antsiranana (früher Diego Suarez). 

Die Stadt liegt an einer wunderschönen 250km² großen Bucht, die nach der Bucht Rio de Janeiros die 2. größte Bucht der Welt ist. Mittendrin liegt der „Zuckerhut“, eine kreisrunde grüne Insel vulkanischen Ursprungs. 

Um 9:30 wurden wir am Ausgang abgeholt (externe Anbieter dürfen nicht in die Hafenzone) bzw. in Empfang genommen und weitergeleitet... erst an eine Frau... dann an einen Mann. Jedenfalls konnten alle Deutsch. Wir wurden auf mehrere Jeeps aufgeteilt. Unsere Gruppe bestand aus 8 Leuten mit 2 Jeeps (je 4 Personen + Fahrer; wir hatten zwar nicht den deutschsprachigen guide aber an den Aussichtspunkten erklärte er ausführlich und das war okay).  

Nach Einteilung der Gruppen gingen wir ein paar Treppenstufen bergauf zu den abgestellten Fahrzeugen und fuhren in den Norden von Madagaskar... erst durch die Stadt und dann auf holprige Nebenstraßen, Schotterpisten mit Schlaglöchern, Wasserpfützen, Matsch...  Unsere Tour hieß zu den schönsten 3 Buchten, die wir nacheinander anfuhren, Fotostopps einlegten und kurze Erläuterungen bekamen (z.B. zu den typischen Baobab-Bäumen auf Madagaskar oder den Lemuren oder auch Leuchtturm mit Festung; rote Farbe an einigen Bäumen als Abgrenzung des Nationalparks) bevor wir weiterfuhren. Die 1. Bucht war die Bucht Diego mit Panoramablick ins Grüne und natürlich die Küste. Die Bucht ist verziert von einer kleinen Insel, die die Form eines Zuckerhutes hat. Auch gibt es viele stattliche Baobab-Bäume, die von ihrer Art etwas ganz Besonderes sind. 

Die Menschen waren nett und freundlich, die Kinder überhaupt nicht aufdringlich und gebettelt hat Niemand. Ich hatte ein paar Kleinigkeiten mitgenommen (Niveaball und Kissen der LTU zum Aufblasen, ein paar Luftballons, Kugelschreiber und ein Kartenspiel für die Kinder). Alle haben große Augen gemacht, als ich die Sachen verteilt habe aber es gab keine Bettelei. Das fand ich bemerkenswert und hat mich tief bewegt.  

Die Sachen hatte ich verteilt, als wir uns den 1000 Jahre alten Baobab-Baum angeschaut haben. Es gab ein paar wenige Stände, an denen man ein paar Souvenirs hätte kaufen können. Wahrscheinlich gehörten die Kinder dazu. 

Danach kam die Bucht von Sakalava, mit einem herrlichen Sandstrand. Leider war es so bedeckt, dass man die Schönheit nicht bei Sonnenlicht betrachten konnte. So haben wir ein paar Fotos gemacht und weiter ging es zu Bucht Nr. 3.  

Dort bei der „Bucht Dunes“ hatten wir unseren etwa 1-stündigen Badestopp. Als wir ankamen, waren wir geschockt, weil der Parkplatz voller Jeeps war, es sah aus wie eine gigantische Safari... Jedoch verteilten sich die Menschen am Strand (der überwiegende Teil der Besucher hatte gelb-weiße AIDA-Handtücher). Der Strand war übrigens sehr schön, nur leider mit vielen Wolken und daher fiel dieser gewisse „Wau-Effekt“ aus. 

Der Himmel sah auf einer Seite bedrohlich dunkel aus, auf der anderen Seite blau mit Schleierwolken, so wusste man nicht, kommt der Regen oder kommt er nicht.  

Unser Jeep entschied sich ein kleines Bad zu nehmen. Unsere Taschen stellten wir an einigen Steinen am Strand ab, mehr oder weniger zugedeckt, um vor einem evtl. Regenschauer zu schützen und hüpften zur Erfrischung ins angenehm etwa 29° warme Wasser. Es fing natürlich an zu regnen, doch nur leichter Regen, so dass unsere Sachen nicht wirklich nass wurden.  

Nun ging es zum letzten Stopp mit Bucht und Mittagessen in das Fischerdorf Ramena mit einem schönen Palmenstrand, wo allerdings auch jede Menge Souvenirstände die Besucher erwarteten. Aber man muss ja nichts kaufen und geht einfach weiter. Man darf sich das aber nicht als Ort vorstellen wie wir einen Ort kennen...  

Madagaskar gilt als Eines der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen wohnen in Wellblechhütten, leben Barfuss oder haben ein paar Flipflops an, die Frauen Tücher um die Hüften... das wilde Afrika aus dem Fernsehen lässt grüßen. Unser Mittagessen war gut und lecker mit sehr einfachen Mitteln. Es gab entweder gebratenen Fisch oder Zebu-Fleisch-Spieße, Gemüse, Reis, Brot, als Nachtisch, Früchte. Wir hatten Bier (3€) oder Cola (2€). Beim Mittagessen kam dann Didier und sammelte die Restzahlung des Ausfluges ein. 

Gekocht wurde auf Miniöfen auf der Erde, wo ebenfalls ein paar Schüsseln standen mit heißem Wasser, in denen hinterher gespült wurde. Die Toilette habe ich auch benutzt, wie vor 18 Jahren in Thailand, große Wasserschüssel und ein Gefäß zum Wasser nachschütten. Nach dem Mittagessen hatten wir noch etwa 30 Minuten Zeit für uns und da es ziemlich warm und schwül war, habe ich mich ein paar Palmen weiter, wo etwas Schatten war und Niemand lag, auf meinem Handtuch lang gemacht. Lange alleine blieb ich nicht, da andere AIDA-GÄSTE die Idee auch gut fanden. So ergab sich, dass das Hagener Pärchen aus dem Forum in dem anderen Jeep sitzt.  Die Welt ist halt manchmal doch kleinJ!!! 

Nach diesem letzten Stopp ging es wieder zurück zum Hafen, wo wir kurz auf die Kabine und danach in den Blubberpool sind, wo wir uns wieder nett unterhalten haben. 

Danach habe ich weitere Collagen gemacht und in Whatsapp gestellt, bis wir uns um 18°° fürs Abendessen fertig gemacht haben. Vorher allerdings waren wir noch um 19°° beim Sailaway. Und hier hat es uns berührt, dass die Ausflugsverkäufer ausgeharrt haben und uns mit schwenkenden Taschenlampen verabschiedet haben (hab ich und einige Andere mit dem Handy auch). Das war schon sehr bewegend! Da war er, der unvergessliche Moment!!! 

Mittlerweile war es 20:30 durch und ein Handballspiel der WM mit dt. Beteiligung war angefangen. Als feststand, dass wir gewinnen, bin ich rüber ins Theatrium und habe mir die Comedy mit Andrea Volk angeschaut und die war richtig gut, die war so gut, dass ich sie mir daheim nochmals anschauen würde, wenn ich es mitbekomme. 

Freitag, 18.01. Wecker auf 8°°, d.h. automatisches Wecken erfolgt wie gestern durch das Telefon. Abholung für unseren Ausflug erneut mit Bakadi Dreams auf Nosy Be war um 9:45, so dass wir auch heute in Ruhe frühstücken konnten. Danach haben wir uns zum Tendern begeben, denn heute liegen wir vor Anker. Zeitlich kam es gut hin, mussten zwar ein paar Minuten warten aber wir hatten genug Puffer eingeplant, so dass wir sogar noch vor der Abholzeit auf der Insel waren.  

Die etwa 10km vor der Nordwestküste Madagaskars gelegene Insel ist vulkanischen Ursprungs und etwa 325km² groß. Ein Ausflug auf der Insel hat uns nicht angesprochen, die mit ihrem tropischen Regenwald im Lokobe Naturreservat sicher auch interessant gewesen wäre. In den Vulkankratern haben sich diverse Kraterseen gebildet, in denen Krokodile leben.  

Die wichtigste der bewohnten Nebeninseln ist Nosy Komba auch Lemureninsel genannt. Und hier führte uns unser Ausflug u.a. hin. 

Wie gestern, fanden wir unseren Bakadi Dreams Ausflug, denn die hochgehaltenen Schilder konnte man nicht verfehlen. Heute erfolgte die Restzahlung vor Beginn der Tour bei unserem Ansprechpartner Didier. Nach Einteilung in Gruppen ging es zum Bootssteg. Dort mussten wir allerdings ein Weilchen warten, es waren noch Einige vor uns dran (war ganz schön heftig in der Schwüle), dann endlich waren wir dran... und auf dem Boot wehte uns ein angenehmer Wind um die Nase. 

Zuerst fuhren wir mit dem Schnellboot nach Nosy Komba, wo wir durch ein kleines Dorf gingen, die vom Anbau der Vanilleschoten, Pfeffer und vom Tourismus leben. Deutsche, Italienische, Holländische und Amerikanische Touristen kommen regelmäßig nach Nosy Be (Große Insel) und machen Ausflüge. Für den Tourismus fertigen sie Tischdecken, Holzdekorationen (viele Holzmagneten, Holzschnitzereien), verkaufen T-Shirts und sonstige Souvenirs, sind jedoch nicht aufdringlich, was ich sehr angenehm fand. Die kleinen Kinder sind einfach süß!  

Unser Reiseleiter erklärte uns ein wenig über das Schulsystem, wir durften sogar ein Foto von der 1. Schulklasse machen. Es gibt eine Schulpflicht vom 1.-9. Schuljahr. In dem Dorf gab es jedoch nur 1 Klassenzimmer, in dem am Vormittag die 1. Klasse unterrichtet wurde. Am Nachmittag dann die Älteren... wie das abläuft, ob dann mehrere Jahrgänge zusammen gefasst werden, haben wir nicht erfahren. Auf kreolisch wurden wir begrüßt, wie es sich früher auch bei uns gehörte „Guten Morgen Frau....Herr...“, im Chor, und dabei sahen sie auch noch so niedlich ausJ mit ihrem Lächeln und den großen Kulleraugen. Das fällt mir immer wieder auf... obwohl die Menschen hier so arm sind, fast Alle lächeln, wenn man sie anlächelt auch zurück. 

Wir gingen durch das Handwerksdorf, das sich in schmalen Pfaden bergan wand und die ganze Zeit Frauen und Männer ihre Ware anboten. Ich hätte schon einiges an Geld dort lassen können... die Tischdecken z.B. gefielen mir wirklich gut und auch die Holzsachen waren hervorragend gearbeitet, selbst die T-Shirts waren von sehr guter Qualität. 

Als wir fast am Ende angekommen waren, kamen wir an einem Bilderstand vorbei, wo ich eigentlich nur wissen wollte, wie viel so ein Bild kostet, eine andere AIDA bekam es mit und fragte einen der Burschen. Der wollte 25€ haben, die ich aber nicht mit hatte, dachte ich hätte noch 15€ und zeige es ihm. Es waren noch 20€... er überlegte, während sein Kumpel ihm riet, das Geschäft zu machen und ehe ich mich versah, hatte ich ein Bild gekauft. Ich könne es auf dem Rückweg mitnehmen, es musste

Nun musste ich mich sputen, denn meine Gruppe war schon ein ganzes Stück weiter. Wir kamen nun zu 2 Chamäleons, einer Schildkröte und den Lemuren.

Sie kommen ausschließlich auf Madagaskar und den kleinen Inseln in der Nähe vor. Sie sind Allesfresser und leben auf Bäumen. Das Dorf, so sagte unser guide, ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und so wurden die Lemuren immer weiter bergauf vertrieben. Man kann nur hoffen, dass sie noch genügend Lebensraum haben, einige Vertreter ihrer Art sind bereits in ihrem Bestand bedroht, Einige in den letzten 2000 Jahren ausgestorben.

Es sind schon putzige Äffchen… Sie wurden von den guides mit Bananen angelockt für Fotos mit den Touristen. Auf ein Foto mit Lemur auf dem Arm habe ich verzichtet, man weiß ja nie... Danach ging es wieder den Berg hinunter und ich bekam auch mein eingerolltes Bild.

Da öffentliche Toiletten Mangelware sind, durften wir bei einer der Verkäuferinnen auf die Toilette. Wie gesagt, sehr freundliche Menschen sind uns bisher auf Madagaskar begegnet!

Am Strand angekommen stiegen wir erneut ins Boot und fuhren ca. 30 Minuten bis zur nächsten Insel Nosy Tanikely. Hier hatten wir nun 3 Stunden Bade + Schnorchelaufenthalt. Die Fahrt mit dem Schnellboot war schon cool und als die Insel in Sicht kam, dachte man schon an ein kleines Paradies. Um an Land zu kommen hieß es Schuhe ausziehen und es erwartete uns ein traumhaft schöner Strand, Palmen, die Sonne schien, das Wasser schimmerte in seinen prächtigsten Farben... da wollten wir nur noch eintauchen in dieses Paradies.

Wir suchten uns zusammen mit den Anderen ein Plätzchen unter einer schönen Palme, stellten unsere Taschen ab, cremten uns schnell ein, nahmen unsere Schnorchelsachen und sprangen ins herrlich warme Wasser des Indischen Ozeans; die Einen zum Schwimmen und die Anderen (wie wir) zum Schnorcheln. Und es gab tolle Fische zu sehen; ebenso erfreulich zu sehen, dass es auch einige lebende Korallen gibt. Wir haben in den letzten Jahren so viele tote Korallen gesehen, dass dies mal wieder Hoffnung gibt. Der Fischreichtum hier ist schon erstaunlich und erinnert an die Malediven. Wir haben so viele verschiedene Arten von Fischen gesehen, wirklich schön! Da freuen wir uns doch schon auf die Fotos, ob sie auch so schön geworden sind, wie wir die Fische live erlebt haben, einfach fantastisch.

Mittags gab es etwas zu Essen (Fleisch, Fisch, Krabben, Reis, Brot und als Nachtisch Ananas, die jedoch kaum angerührt wurde, weil seitens AIDA davor gewarnt wurde. Das war sehr schade und ich habe mich hinterher geärgert, dass es so war, denn man hatte vor uns eine Ananas aufgeschnitten... was bitte soll daran schlecht sein?!). Vom Fleisch her hat es uns gestern besser geschmeckt (war zarter) aber man hatte eine Kleinigkeit im Magen und somit war es für uns okay.

Bevor wir zum 2. Schnorchelgang ansetzten, sind mein Mann und ich einen kleinen Weg durch den Regenwald hoch zum Leuchtturm spaziert. Der Weg war durch Stein/Betontreppen einfach zu begehen und man war in ca. 30 Minuten inklusive Leuchtturmbesteigung wieder am Strand. Es war ganz schön schwül aber der Blick auf die Bucht hat sich gelohnt.

Im Anschluss hatten wir immer noch ausreichend Zeit für eine 2. Runde Schnorcheln.

Und wieder war ich fasziniert von der Fischvielfalt, die sich uns hier bot (Doktorfische, Lippfische, Papageifische, Barsche, Soldatenfische, Fledermausfische, Schildkröte, Seegurken, Seeigel...) einfach nur traumhaft schön. Umso wunderbarer, dass wir so viel Zeit hatten, diese fantastische Unterwasserwelt in aller Ruhe genießen zu können.

Nach 3 Stunden auf dieser kleinen idyllischen Trauminsel und einem insgesamt wunderschönen Tag wurden wir auf dem Rückweg zum Hafen von einem kräftigen Schauer erwischt und mein Männe musste schauen, dass er meinen erworbenen Schatz trocken hielt. Dieser Tag bleibt als unvergesslicher Moment in Erinnerung!

Vor dem Tendern bekamen wir von AIDA einen erfrischenden Eistee gereicht.

Wir mussten etwas warten, weil vor uns gerade die Biker ankamen aber um kurz vor 16°° waren wir auf dem Schiff.

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und die Kameras gewässert hatten, sind wir aufs  Pooldeck. Nach einem gemütlichen Getränk haben wir uns fürs Essen fertig gemacht. Später sind wir alle bisher gemachten Bilder durchgegangen und haben viele Schöne gefundenJ!

Zum Abschluss dieses schönen Tages gab es eine weitere Lasershow. 

Samstag, 19.01. Unser 2. Seetag liegt hinter uns und das mit wunderbarem Wetter, okay am Nachmittag wurde es bewölkter aber das war nicht weiter schlimm. Der Vormittag und Mittag waren super.  Wir hatten einen schönen Platz mit Schatten und Sonne, was bei den Temperaturen und der Sonnenintensität auch sehr gut war. Selbst ich musste mich 2x eincremen mit 20, wo ich sonst immer nur 10 nehme. Wir sind wirklich sehr nah am Äquator. 

Der Tag verlief ruhig weg mit lesen, schlummern… keine hektischen Aufsprünge wegen Schauern, einfach nur in Ruhe liegen oder sitzen, essen und genießen. Zwischendurch wollte ich mir eigentlich ein Eis von der Langnese Station holen, hatte mich irgendwann dann doch mal dazu aufgerafft und was war, dort war Niemand, obwohl geöffnet war lt. AIDA heute. Hmmm, dann dachte ich an einen Eiscafé, war aber zu faul aufzustehen. Die Pool Unterhaltung ging bis zum Nachmittag. Dann wurde es nervig und laut als Spinning Räder an Deck gebracht wurden und die sportlich Aktiven mit den Trainern bei extrem lauter Musik radelten. Da es zu dem Zeitpunkt auch windiger wurde und die Sonne weg war, bin ich auf die Kabine. 

Hier erwarteten uns 2´erlei... Zum Einen war für mich vom Shop-Manager eine Einladung für den Juwelier-Shop mit 10% hinterlegt und zum Anderen 2 Transferbuskarten für Individualausflügler, die also für Toamasina keinen Ausflug gebucht hatten. 

Am Abend wurde die Sportschau im Brauhaus übertragen... Während mein Mann dort geschaut hat, habe ich es mir in einem der gemütlichen Plätze auf Deck 12 bequem gemacht, Tagebuch geschrieben und gelesen. 

Im Hintergrund gab es im Theatrium Programm und kein besonders Interessantes, was auch die Vielzahl von freien Plätzen gezeigt hat. Ruhe wäre mir lieber gewesen aber gut, immerhin hatte ich es bequem. 

Sonntag, 20.01. Die Nacht hatte ich schon leichte Schluckbeschwerden, wachte mit Halsweh auf. 

Heute hatten wir wieder Landgang, d.h. wir waren an unserem 3. Hafen auf Madagaskar Toamasina/Tamatave. Diese Stadt ist ganz schön gebeutelt, wurde 1927 und zuletzt 1986 von einem Wirbelsturm fast vollständig zerstört, was sicher die dort herrschende Armut ein klein wenig erklärt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Bauern, Seefahrer, Fischer und Händler. Mittlerweile hat die Stadt den wichtigsten Handelshafen Madagaskars. 

Hier hatten wir keinen Ausflug gebucht, sondern wollten uns auf eigene Faust das Städtchen anschauen, was in der AIDA heute als ganz nett angepriesen wurde. So konnten wir ausschlafen, in aller Gemütsruhe frühstücken und anschließend mit dem Transferbus vom Schiff bis zum Zentrum der Stadt fahren. 

Dies stellte sich als goldrichtig heraus, weil der Weg durch den Containerhafen nicht schön war und insgesamt bis zum Zentrum ziemlich uselig. Und das sogenannte Zentrum bestand aus einer großen Markthalle mit Touri-Souvenirs aber auch Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürzen und sonstigen Utensilien, leider keine Sonnencreme, die wir gesucht haben. Auf dem Schiff ist sie nämlich ausverkauft, unglaublich aber wahr... Wir befinden uns unweit vom Äquator und so ziemlich das wichtigste Utensil ist ausverkauft, kommt erst im übernächsten Hafen wieder rein! 

Nun denn, es erwarteten uns an der Markthalle dutzende von bettelnden Frauen und Kindern. 

Die liefen neben und hinter uns her, ob wir nein oder non sagten, spielte keine Rolle. Die Tuk-Tuk-Fahrer fuhren einen fast über den Haufen, weil sie unbedingt wollten, dass wir in ihr Gefährt steigen und uns zur Kathedrale oder sonst was kutschieren lassen. Dazu hatte es rund 30° und eine lt. Kapitän Luftfeuchtigkeit von 95%!!! Wir sind trotzdem 1x um die riesige Markthalle gelaufen aber bis auf 1 oder 2 Geschäfte hatten alle Anderen geschlossen. So sind wir dann in die Markthalle und haben eine Runde gedreht, wobei uns der Schweiß die Haut runter lief. T-Shirts kosten 5€ mit sehr guter Qualität, es gibt Gewürze, Obst, Gemüse, Fleisch, Korb- und Holzwaren und Alles was man kennt. Im Markt waren die Menschen freundlich. Klar möchte Einem Jeder etwas verkaufen, wie das in so Märkten halt ist aber wenn man nicht wollte, sagte man nein und ging einfach weiter. 

Wir waren auf jeden Fall klatschnass hinterher, haben an einem Nebengebäude noch wunderbare Holzschränke gesehen und dort ein neues Tischset gekauft aus Bast mit Intarsie, sieht richtig edel ausJ. Danach gingen wir aber zum Shuttle Abfahrtspunkt direkt vor dem Markt. Umringt von einer bettelnden Schar Mütter und Kindern. Wenn es zu bunt wurde beim Einsteigen in den Bus, half die Polizei, die in großer Anzahl vertreten waren. Wir saßen im Bus, Hände kamen von außen hinein... und als ich die Scheibe zuschob, klopften sie an die Scheiben. Dass es auch anders geht, haben wir in den 2 anderen Häfen gesehen. Dort wurde nicht gebettelt wie hier. Nee, ich war froh, als wir wieder auf dem Schiff waren! 

(Das letzte Mal, dass ich so empfunden habe war Ho-Chi-Min, dort jedoch wegen des vielen Verkehrs, Menschen, Gewusel und Mief.) 

Das Liegensuchen hatte sich in Wasser aufgelöst... Es kam ein solch heftiger Regenguss, dass Alles überschwemmt war auf dem Pooldeck. Später war es wieder gut und wir haben einen schönen Sonnenpilzplatz gefunden. Dort haben wir teilweise den Nachmittag verbracht, gelesen, geschlummert... Pünktlich zum Offiziershaken kam der nächste Regenguss, so dass sie Alles abdecken mussten. Nach kurzem Verschieben fand es aber noch gerade rechtzeitig zum Auslaufen statt.

Am Abend haben wir noch Aktiv-Bingo in der AIDA-Bar gespielt... die Preise sind seit unserer letzten Tour erneut gestiegen. Rund 34€ haben wir für 2 Personen bezahlt. Allerdings gab es dabei wiederverwendbare AIDA-Marker. Na ja, ein einfacher Kugelschreiber hätte es auch getan, dafür lieber ein paar Euro weniger.

                                                                             >> Teil 2 folgt <<

 

Wir waren ab 01.01.19 auf der Tour.
Uns hat es auch sehr gefallen.
Positiv: Kabinen waren schon um 9 Uhr fertig und Koffer schnell da.
Crew waren alles sehr nett und im Restaurante wurde diesmal schnell abgeräumt und
hatten immer saubere Tische, was zu früher besser wurde, da wir schon die 14.Reise
machen kennt man die Unterschiede.
Negativ und Positiv: GeschäfteIch muss dir Recht geben, ich wollte mir auch wieder was von
Gaasta oder was anderes kaufen und nichts gefunden und Schmuck fast zu viel, vorne
an der Aida Bar das Geschäft hätten sie sich sparen können.
Liegen: Wie immer, dass es Leute gibt, die die Liegen besetzten.
Bei einigen habe ich mitbekommen, dass 3 Std. keiner drauf lag.
AIDA muss sich was einfallen lassen, auf mein Schiff läuft immer einer rum, der dann Zettel auf die Liege legt und nach 1 Std. dann die Sachen abräumt.

Das Wetter war bei uns super und keine Wellen und hat nur 1x kurz geregnet und da waren wir im Restaurant.

Viele Grüße

von jungfrau12 am 14. Februar 2019 um 13:35 Uhr

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