Dienstag, 22.01. Happy Birthday! Die Tabletten helfen, mir geht es besserJ und so freute ich mich auf den kommenden Tag! Wir sind in der Nacht bereits auf Mauritius angekommen, so dass wir direkt am Morgen in unseren Ausflug starten konnten.  

1505 wurde die Insel von den Portugiesen entdeckt, nutzten die Insel jedoch nur als Stützpunkt nicht als Kolonie, bis Ende des Jahrhunderts. Dann kamen die Holländer und nahmen die Insel bis in Besitz. Dürren, Zyklone, Krankheiten forderten ihren Tribut und so gaben sie die Insel 1710 wieder auf. In den folgenden Jahren setzten sich Seeräuber fest, worunter ebenfalls zu leiden hatte… Abholzung und starke Dezimierung der Tierbestände (Ausrottung des Dodo)… Die Franzosen schließlich bekämpften gegen die Piraten. Sie eroberten 1715 die Insel, ließen Zuckerrohrplantagen anlegen, die von Sklaven aus Ostafrika und Madagaskar bewirtschaftet wurden. Port Louis wurde gegründet und Gouverneurssitz.  

1810 besetzten die Briten die Insel, schafften die Sklaverei ab, doch auch nach 150 Jahren der Herrschaft blieb die Insel französisch geprägt. Es kamen mehr und mehr Inder nach Mauritius und arbeiteten auf den Zuckerrohrplantagen. 

Seit 1968 ist Mauritius unabhängig und seit 1992 ist sie eine Republik. 

Unser AIDA-Ausflug in den Süden von Mauritius  startete um 8:15 am Bus. Unsere Gruppe bestand aus ca. 20 Personen und  glücklicherweise hatten wir eine dt. sprachige Reiseleiterin. Ich hatte anfangs die einen oder anderen Probleme ihr Deutsch zu verstehen aber es wurde besser. Sie war nett, hilfsbereit und ließ uns in Ruhe die Aussichten genießen, die wir im Laufe der 6 Stunden hatten. Wir fuhren als 1. zu einer Schiffsmodellbauwerkstatt. Dort konnten wir beim Bau/Modellieren/Anstreichen/Masten setzen/Segelbinden... zuschauen, was ich sehr interessant fand. Natürlich gab es auch einen kleinen Verkaufsraum, jedoch wurde Niemand dazu gedrängt, etwas zu kaufen, sehr schön und sehr angenehm! 

Der 2. Stopp erfolgte hoch oben (auf 650m) auf dem etwa 300m breiten Krater des erloschenen Vulkans Trou aux Cerfs, wo heute dichte Vegetation zu finden ist. Von diesem Aussichtspunkt haben wir einen spektakulären Ausblick auf die Insel und insbesondere den Mont du Rempart genießen können. Die Aussicht war fantastisch, so wohl in die grüne Umgebung als auch auf die umliegenden Berge und Berggipfel, wirklich wunderbar.  

Danach ging es weiter zu einem Minifotostopp bei 2 Hindu-Göttern (Shiva) und wieder weiter zum in der Nähe befindlichen tamilischen Hindu-Tempel. Dieser befindet sich am Ufer des in einem Vulkankrater auf 700m Höhe gelegenen Heiligen Sees „Grand Bassin“.  Den Erzählungen nach besuchten Shiva und seine Frau Satis Parvati mit einem Blumenschiff die schönsten Orte der Erde und kamen auch nach Mauritius. Shiva führte stets Wasser des heiligen Flusses Ganges mit sich, verschüttete versehentlich einige Tropfen und Shiva prophezeite, dass eines Tages Hindus auf Mauritius leben würden und der Wassertropfen zu einem See und Pilgerstätte werden würde. Mehr als ½ Mio. Hindus pilgern Jahr für Jahr hierher. 

Wir konnten uns in aller Ruhe die verschiedenen Götterstatuen anschauen, natürlich vor Betreten des Tempels die Schuhe ausziehen, fotografieren und uns von einem Priester segnen lassen (hierzu wurde man mit roter Pulverfarbe auf der Stirn gekennzeichnet für Glück, Gesundheit und dem dritten Auge, wo man das Zentrum der Energie vermutet zwischen den Augenbrauen).  Ich habe die Augen geschlossen und den Worten des Priesters gelauscht. In dem Moment habe ich tatsächlich nichts Anderes wahrgenommen, obwohl viele Touristen um mich herum waren. 

Im Gegenzug gibt man eine kleine Spende, die zum Erhalt des Tempels verwendet wird.  

Weiter ging es in den Black River Georges Nationalpark, dem Einzigen auf der Insel zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir einen Wahnsinnsblick in die grüne Natur haben. Dschungel so weit man schaut, einfach traumhaft diese Landschaft und einen herab fallenden schmalen Wasserfall gibt es auch noch. Hier kann man sicher ganz hervorragende Wanderungen machen. Allerdings sollten dann nicht Temperaturen an die 30° sein! Wir machen unsere Bilder und schlendern (hier fehlten vielleicht 10-15 Min.) an den Ständen der Händler entlang. Wobei, es handelte sich um Touri-Stände mit Magnet-Pins, T-Shirts, Taschen aber auch Seiden- und Kaschmirschals, Tischdecken und anderlei nette Dinge. Hier hätte ich aber etwas Zeit gebraucht, um in Ruhe etwas zu kaufen. Aber wie gesagt, dass war ja nicht Sinn und Zweck des Stopps, von daher war es in Ordnung.  

Weiter geht’s zu einem kurzen Stopp am Wasserfall von Chamarel, den man jedoch nur aus der Ferne fotografieren kann, der in üppiges Grün eingebettet ist. 

Nun kamen wir zu einem weiteren Highlight, der 7 farbigen Erde, die an eine Mondlandschaft erinnert. Dieser Platz hat einen Wow-Effekt, weil es einfach phänomenal aussieht. Um sich das vorzustellen: 7 verschiedene Farben an Erde, Sand oder Gewürzen aneinandergereiht, die jedoch von einer in die andere Farbe fließend überzugehen scheinen. Da könnte man 50 Fotos von machen, immer aus einer anderen Perspektive, im Hintergrund Wald/Dschungel/Himmel... einfach traumhaft! Weiter gab es noch 3 große Schildkröten, einige schöne Pflanzen, ein Café wo der Zuckerrohr noch mit einer alten Handpresse gepresst wurde und ein kleines Lädchen, wo es Naturprodukte zu kaufen gab, wie z.B. Seife, Öle, Kaffee, Kaffeelikör... und ein paar Souvenirs, wie auch ein Glasröhrchen mit 7 farbiger Erde.  

Wir mussten uns (obwohl ausreichend Zeit) zum Bus eilen, weil ich spontan noch ein Geburtstagsgeschenk bekam J und zwar den Kaffeelikör.  

Unser letzter Fotostopp ist an einem weiteren Souvenirstand, den wir jedoch überhaupt nicht beachten, sondern den Blick auf das Meer und die Farbenpracht der Lagune, die es zu fotografieren galt.  

Damit waren wir mit unserem Programm durch und ich muss sagen, es war ein sehr schöner Geburtstags-Ausflug mit vielen wunderbaren Aussichten und Eindrücken.  

Nun ging es zurück zum Schiff. Hier erwartete mich eine kleine Überraschung. Als Geburtstagsgeschenk bekam ich von AIDA einen Anhänger, ein Cookie mit Muffin und Belgische Schokolade geschenkt und dazu ein Kärtchen. Das finde ich aber sehr nett und freue mich sehrJ

Eigentlich wollten wir eine Kleinigkeit essen und dann erneut losziehen, doch da nur Brauhaus und California Grill offen waren, beschlossen wir, direkt wieder loszugehen und in Port Louis etwas zu essen. Nun, nachdem wir schon eine recht abenteuerliche Fahrt mit dem Wassertaxi für 2€ hatten (wegbringen einiger Arbeiter zu ihren Frachtbooten) und ca. 30 Minuten durch die Straßen Port Louis Richtung China Town gelaufen sind, eine typische Markthalle von innen gesehen, ein Töpfchen Campher-Balsam gekauft hatten und entlang von Müll- und Plastiktüten und Kartons gelaufen sind, hatten wir zum Einen richtig Hunger und zum Anderen auch die Nase voll, weil es uns nicht so wirklich gefiel. So gingen wir zur Caudan Waterfront (mit einem riesigen Einkaufskomplex, dessen Geschäfte jedoch fast alle geschlossen waren) zurück und aßen erst einmal etwas an einem der Imbissstände, wo es aber sauber aussah und uns die Karten ansprachen. Wir bestellten uns chicken Thali + Tandoori mit Reis, Kartoffeln in Soße und Alles war richtig lecker und gut gewürzt. Dazu gab es das einheimische Bier Phoenix

Anschließend suchten wir das Fort Adelaide, lt. AIDA Hafen-Info nicht so weit von der Kathedrale entfernt. Nun, die Kathedrale fanden wir, auch ein Haus Victoria, wo Kanonen vor standen aber hmm, das war kein Fort und nachdem wir hin und her und kreuz und quer gelaufen sind, gaben wir es auf und wollten erneut zurück zur Waterfront, dachten ein anderer Weg könnte vielleicht auch noch was Interessantes bringen. 1. falsch, weil dieser Weg (wie viele  in dieser Stadt) nicht dorthin führte, wie es den Anschein hatte und 2. gab es eher noch mehr Schmuddel zu sehen aber nichts Interessantes. Also gingen wir wieder zurück und den Weg, den wir kannten! An der Waterfront hatten leider alle Geschäfte zu, so dass wir auch kein Wasser kaufen konnten, mmmpf!  

Aus der Waterfront raus Richtung Hafen, dachten wir, es sei nicht mehr weit zur AIDA aber weit gefehlt, wir mussten die Flussseite wechseln... das wiederum war nicht so einfach, weil es keine Brücke gab!!! Wir sahen durch Zufall ein paar Leute an einem Wassertaxi stehen und dachten, da fragen wir Mal, sah so nach weiteren AIDA-Leuten aus. Der Transfer ging tatsächlich auf die andere Seite, normalerweise jedoch nur für Hotelgäste, welches sich auf der gegenüberliegenden Seite befindet. Wir schummelten uns mit den anderen Gästen also durch das Hotel, vom Hintereingang, Treppe hoch, an der Rezi vorbei und am Vordereingang wieder hinaus, durch ein Tor (nur begrenzt offen) und dann waren es nur noch wenige Gehminuten bis zur AIDA. Glück gehabt, sonst wäre der Weg um Einiges weiter geworden und wir noch mind. 1,5 Stunden unterwegs und dann wäre es wohl dunkel gewesen.  

Was heute allerdings keine Rolle gespielt hätte, weil wir overnight haben, doch im Dunkeln durch die uselige Gegend laufen muss auch nicht sein. 

Am Abend haben wir an der Ocean Bar auf meinen Geburtstag angestoßen und ich bekam noch ein Geburtstagsgeschenk, einen Flug  nach Wien über unseren 20. HochzeitstagJ

Mittwoch, 23.01. Das war hart, so früh aufzustehen aber auch Bakadi Dreams warten nicht ewig. Wir hatten Glück, das East Restaurant hatte schon ab 6:30 auf und so konnten wir dort eine Kleinigkeit frühstücken und waren trotzdem 15 Minuten vor der Zeit am Treffpunkt. Heute startete unser Ausflug Exklusive Bootstour an der Ostküste Mauritius

Roman erwartete uns pünktlich um 7:30. Wir waren eine kleine Gruppe mit 8 Leuten, fein, sehr überschaubar!  Er gab uns kurze Infos, wann wir zurück seien und ließ uns dann in der Obhut seines Fahrers, der uns in die etwa 1-stündig entfernte Blue Bay an der Ostküste Mauritius fuhr. Dort liegt eines der am best erhaltenen Riffe der Insel. Hier haben Forscher über 50 verschiedene Korallenarten entdeckt.   

Angekommen hatten wir Zeit für ein paar Fotos von dieser wunderschönen Bucht, bevor es auf ein kleines schnuckeliges Speedboot ging. Unser Kapitän Jeff erläuterte uns kurz den Ablauf des Tages. Sein Englisch war nicht ganz so berauschend aber das Wichtigste haben wir verstanden. Ah, und 2 Leute mussten sich in die Sonne nach vorne setzen, aus Gewichtsverteilungsgründen. Mit mir gesellte sich noch eine weitere Sonnennixe hinzu und wir haben uns den ganzen Tag super unterhalten. Jeff fuhr mit uns an der Ostküste Richtung Norden entlang, erst ganz gemütlich zu einem Wrack direkt am Korallenriff, wo sich die Wellen brechen (kurzer Fotostopp). Während unser Boot ganz gemächlich durch den Indischen Ozean fuhr, genossen wir dieses türkisblaue herrliche, einfach fantastische Wasser mit Blick auf die Berge und das grüne Hinterland. Wir fühlten uns wie im Paradies, einfach unglaublich und traumhaft schön!!! Irgendwann zwischen unseren Gesprächen fragte Jeff, ob oder dass er nun Speed geben würde und wir so joh! Er gab Gas aber hallo! Das war vielleicht ein Feeling, wau!!! Weiter ging es zu der Île aux Aigrettes, die zum Marine Naturschutzgebiet gehört und voller Pflanzen und Tiere ist. Auch große Schildkröten leben auf dieser Insel, wo wir Eine versteckt sehen konnten.  

Etwas weiter hinaus im Meer lag unser nächstes Ziel, die Île aux Fouquets, die felsige Leuchtturminsel.  

Der Leuchtturm wurde 1864 erbaut und führte Schiffe zum Hafen von Mahébourg, was die ursprüngliche französische Siedlung war und blieb bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Hafen, als die Briten alle Hafenoperationen nach Port Louis auf der gegenüberliegenden Seite der Insel verlegten. Mit dem Umzug des Hafens wurde die Lichtstation aufgegeben und verfiel.  

Hier ließ uns Jeff in seichtem Wasser aussteigen (Badeschuhe waren hilfreich) und wir erklommen den kleinen Berg zum Leuchtturm hoch. Der war nicht besteigbar weil Ruine aber die Aussicht war schön...  

weiter ging es nun wieder zwischendurch mit ordentlich Speed zu einem Wasserfall, wo wir langsam durch eine Lagune fuhren, Mangroven am Flusslauf, wild lebende Affen auf einem verlassenen Boot… Natur pur! 

Unser nächstes Ziel war die Île aux Cerf (Hirschinsel, auf Grund der Form) Hier hatten wir eine 1-stündige Badepause. Leider gab es dort keine Fische also Schnorcheln war nix. So spazierten wir ein wenig daher und schon war die Zeit wieder um. Zu den kleinen Verkaufsständen habe ich es noch nicht einmal geschafft. Nach Internetinfos sei die Insel ein absolutes Muss. Das können wir jedoch nicht sagen, finden zumindest den Abschnitt am Steg völlig überlaufen. Angeblich braucht man 3 Stunden für eine Umrundung der Insel. Es gibt einen 18-Loch-Golf-Platz (vom Deutschen Golf Profi Bernhard Langer entworfen), ein Hotel und Bar. Um vielleicht noch etwas unberührte Natur dort zu finden, braucht man also mehr Zeit. 

Rückblickend war es zwar ganz nett aber total überfüllt und das Wasser war schon fast heiß! Auf diese Insel hätten wir gut verzichten können, dafür lieber 1 Stunde mehr Zeit in der wunderschönen Blue Bay, wo so gut wie Nichts los war. Nun fuhren wir zu einer kleinen Insel, auf der wir unser Mittagessen einnahmen. Die war wirklich klein und schnuckelig und das Essen war so was von genial, einfach hyper! Anfangs war unsere Gruppe sogar alleine, später kam noch eine weitere kleine Gruppe hinzu.  

Jeff ließ uns wieder im seichten Wasser aussteigen, der Tisch war schon gedeckt und wir brauchten uns nur noch zu setzen. Wir konnten wählen zwischen Wein, Bier, Wasser oder/und Cola. Das Essen war phänomenal... 1. Gang Blue Marlin oder Hähnchenkeule mit Salat und Knoblauchbrot und beim 2. Gang gab es Riesengarnele/kleiner Hummer und Hähnchenkeule und als Nachtisch flambierte Banane mit Rum und Honig! Der Koch war so was von gut... Da haben wir alle ein dickes Trinkgeld gegeben. 

Satt und glücklich, nur... es fehlte noch das Schnorcheln... so fuhr Jeff uns nun speedymäßig wieder zurück zur Blue Bay, wo wir für ein paar Minuten zu unserem Schnorchelpoint auf ein Glasbodenboot umstiegen. Nach 30-minütigem Schnorcheln fuhren wir wieder an Land, zogen uns kurz um und wurden von unserem Taxifahrer bereits erwartet und wieder zum Hafen gebracht.  

Das war ein wunderbarer Tag mit Traumwetter, Traumumgebung, einer netten Truppe, schönen Unterhaltungen und einem Speedy Jeff, der uns ebenso traumhaft über das Meer fuhr. Und da war er wieder, der besondere unvergessliche Moment!!!  

Um 17°° war nochmals Seenotrettungsübung, nicht nur für die Neuen, sondern für Alle. Danach haben wir uns fertig gemacht und waren gerade pünktlich zum Auslaufen von Mauritius wieder an Deck. 

Wir haben tatsächlich heute einmal draußen zu Abend gegessen, weil es angenehm warm war. Und in diesem Urlaub haben wir auch wieder mehr Glück mit netten Tischgesprächen. Das ließ ja auf den letzten Schiffsreisen eher zu wünschen übrig. 

Anschließend haben wir wieder Fotos geschaut und aussortiert... Morgen müssen wir um 7°° raus. In diesem Sinne, gute Nacht! 

Donnerstag, 24.01. Unser Ausflug mit Bakadi Dreams führte uns heute auf La Reunion in den wilden Süden.  

Der Süden der Insel ist geprägt von den Ausläufern des Vulkans Piton de la Fournaise im Osten und dem Zugang des Cirque de Cilaos (südlichste Vulkankrater des Piton des Neiges).

Wir hatten nicht mitbekommen, dass wir per Shuttlebus zum Hafenausgang kommen und waren 5 Minuten später am Ausgang aber wir waren nicht die Letzten und 2 Personen kamen gar nicht, so dass wir mit 30-minütiger Verspätung losfuhren. Unsere Reiseleiterin Anita ist Deutsche, lebte einige Jahre auf Reunion und arbeitete als Lehrerin, bevor sie nach Italien ging und nun in der dort Reisearmen Zeit auf Reunion als Reiseleiterin arbeitet.

Von ihr bekamen wir viele interessante Informationen zur Insel. Einiges habe ich mir behalten: 

* Die Bäume mit den langen dünnen Nadeln, was eigentlich Blätter sind heißen Filau Bäume.

* Die am Stamm trichterförmig und offenen Bäume heißen Bacua Bäume (auch Schraubenbaum), sie werden bis zu 7m groß und seine kugelförmigen Früchte kann man essen, wenn sie gelb sind.

* Der Zuckerrohranbau soll etwas zurückgenommen werden und dafür Ingwer, Kurkuma, Vanille, Kaffee und Kokosnuss angebaut werden.

* 80% der Inselbewohner sind Christen; Der Rest besteht aus Indern, Moslems und Chinesen. 

*Für jede Religion gibt es entsprechende Gebetstätten (Kirchen, Hindu-Tempel, Moscheen, Pagoden).

Unser 1. Fotostopp erfolgte an den Klippen bei Etag-Salé. Der Abgrund ist ein natürlicher Korridor, der aus schwarzen Lavafelsen besteht, in denen die Wellen des Indischen Ozeans zerplatzen. Hier gibt es jährlich viele Selbstmorde von Jugendlichen. Die Arbeitslosigkeit der Jugend ist extrem hoch und sowohl dies als auch der hohe Konsum von Drogen/Alkohol führt zu einer hohen Depressionsrate und damit einhergehend zu vielen Freitoten.  

Weiter ging es… 

Der 2. Stopp zum Fotografieren und Wasserkaufen war am Grand Anse (Strand mit Vulkansand), wo es einen Picknickplatz gab. 

Stopp Nr. 3 war an einem Aussichtspunkt auf ein Naturschwimmbad aus Vulkangestein. 

Kurz vor dem Mittagessen wurde mir auf einmal flau und mein Kreislauf machte schlapp. Anita ließ den Bus anhalten und so konnte ich mich im Schatten (liegend und sitzend) etwas ausruhen. Ich glaube, Sonne und die Kurven haben mir heute zu schaffen gemacht. Mein Mann besorgte mir Cola und ca. 15 Minuten später fuhren wir weiter zum Restaurant „Etoille de mer“, was nicht weit entfernt war und dann ging es mir auch wieder besser.

Das Essen war schmackhaft und lecker, Hähnchen kreolisch mit Reis und Salat und Brot, dazu auch wieder Wein, Bier oder Wasser. Ach ja, als Begrüßung gab es entweder heimischen Saft oder ein Gemisch aus Saft mit Rum. Ist ja Kreislauf stabilisierend, daher habe ich mich für die Variante mit Rum entschieden:) und danach ging es mir wieder gut. Das Currygericht ist typisch kreolisch. Es wird immer in oder mit 4 Töpfchen serviert (Fleisch, Hühnchen, Fisch mit Kartoffeln, Soße und Bohnen). Und es ist in der Regel gut gewürzt. Statt des Desserts bin ich draußen ein wenig spazieren gegangen. Wir waren ja schon etwas höher und so war es nicht mehr so fürchterlich schwül. Es war zwar grau, man sah in den Bergen regnet es, es war auch warm aber eben nicht heiß und daher angenehm, sogar ganz leichter Wind. Füße vertreten, ein paar Fotos von den Klippen, ein Plausch mit anderen Gästen und weiter ging die lange Busfahrt. Ich habe mich direkt auf die Schattenseite gesetzt, Plätze waren ja genug frei. 

Einige Gäste hatten wie wir auch gedacht, es ginge zu einer Vanille Plantage als Anita mit Hilfe des Busfahrers vom Anbau der Vanille erzählte. Wir kamen an einem Verkaufsstand mit  Familienbetrieb vorbei, wo wir für ein paar Minuten anhielten und Vanilleschoten kaufen konnten. Wie ich daheim bei meiner Recherche herausfinde, ist es der Verkaufsstand der Familie, die nun im folgenden Text beschrieben wird. 

Auszug aus einem Artikel der FAZ: 

Die Vanillepflanze wurde 1822 aus Mexiko nach La Reunion eingeführt, wuchs prächtig, trug jedoch keine Schoten. Bienen, die in anderen Vanilleländern die Bestäubung übernehmen, sind auf Réunion zu groß und zu schwer für die zarten Blüten. Und so starben jedes Jahr die Blüten ab und nichts weiter geschah. Die Plantagenbesitzer waren verzweifelt bis…der 12-jährige Sklave Edmond Albius das Geheimnis der fruchtlosen Orchidee entschlüsselte+ und fand heraus, das die Befruchtung per Hand ganz einfach ist. Mit einem Kaktusstachel zerstörte er das Jungfernhäutchen, das die Selbstbefruchtung verhindert und drückte mit den Fingern Pollen und Narbe aufeinander.  

Die Pflanze kann bis zu 30 m hinauf wachsen, daher werden sie nach unten gezogen und festgebunden, die Bestäubung erfolgt zum Zeitpunkt der Blütenöffnung und dies geschieht nur an 1 Tag pro Jahr. Pro Tag können etwa 1000 Blüten per Hand bestäubt werden.Ist die Bestäubung erfolgreich, so wächst aus dieser Blüte eine grüne Schote heran, die nach 9 Monaten reif ist. Dann werden sie mit einem Dreh büschelweise von den Bäumen gepflückt.  

Nun werden sie auf dicke Matten geschüttet. Zu dieser Zeit sind sie noch grün und geruchslos. Das Aroma entfalten sie erst während des Veredelungsprozesses, der wiederum 9 Monate dauert.  

Die unsortierten Stangen werden in einem Schilfkorb gestapelt,der kurz in heißes Wasser getaucht wird, um den Reifungsprozess zu stoppen. Anschließend werden die nun feuchten Schoten in Wolldecken gewickelt und zum Schwitzen für vierundzwanzig Stunden in eine Holzkiste gepackt. Danach geht es für ein paar Tage in die pralle Sonne, später ins aufgeheizte Dachgeschoss, auf einen luftdurchlässigen Rost. 

Nun läuft die für die Aromabildung entscheidende Fermentation ab: Die Samenkapseln schrumpfen, werden dunkel, und Enzyme setzen nach und nach die Aromen frei, besonders das Vanillin. 

In den folgenden Monaten ist Augenmaß gefragt: Trocknen die Früchte zu stark aus, können sie verbrennen. Das Resultat sind verschrumpelte und brüchige Schoten von schlechter Qualität. Nathalie steigt deshalb immer wieder hinauf und frottiert die Stangen, was sie weich und glänzend macht. So entwickele sich auch das Vanillin im Inneren der Frucht besser, sagt sie selbstüberzeugt: „Meine Früchte haben einem Anteil von drei Prozent Vanillin. Das ist Weltspitze. Produkte aus Madagaskar oder Mexiko beispielsweise haben nur halb so viel Vanillin, sind von daher weniger aromatisch und auch preiswerter.“ Es ist eine mühsame Arbeit: Fünf Kilogramm grüner Schoten ergeben ein Kilogramm schwarze Vanille. Eine Bourbon-Schote kostet auf dem Markt, je nach Größe, zwischen 3 und 5 Euro. 

Die Familie Leichnig baut biologisch an, im Gegensatz zu den industriell geführten Plantagen verzichten sie auf chemischen Dünger und verwenden Kokosblätter als Kompost. Festgebunden werden die Lianen an den stützenden Stämmen nicht wie üblich mit Plastikbändern, sondern mit den elastischen Blattfasern des Vacoabaumes.

Die Fahrt führte uns nun zu den Lavaströmen, wo wir ausreichend Zeit hatten zu fotografieren und einen kleinen Spaziergang (wer wollte) zu machen zu einem nahe gelegenen Aussichtspunkt, der oberhalb direkt an der Straße lag. 

Nun wurde die Fahrt lang, erst kurz nach 16°° hatten wir unseren letzten Stopp in St. Denis für einen handwerklichen Markt erreicht. Dort gab es ähnlich wie in Toamasina Alles, was man sich denken kann an Handwerkskunst (aus Bast, Ton, Holz... Schmuck, Küchenutensilien, Seife, Portemonnaies, Taschen...), Gewürze aber auch Sachen aus Indien wie so eine Art Kaftan, T-Shirts...  Unsere 45 Minuten haben wir nicht gebraucht und wir fuhren zum Hafen zurück. Da wäre uns ein Stopp auf der Vanille Plantage der Familie oder wie in der Ausflugsbeschreibung angegeben vielleicht bei einer Rum Brennerei viel lieber gewesen.

Bevor wir zum Abendessen gegangen sind, ist mir noch aufgefallen, dass wir falsche Ausflugstickets für den morgigen Tag haben, denn wir wollten ja nach St. Gilles und nicht nach St. Denis. Ich hatte Glück und konnte diese am Ausflugscounter noch ändern. 

Zwischen Abendessen und Zaubershow spielten wir eine Runde Billard, wobei das mit den Marken für das Spielen nicht so einfach war, weil die Kasse im Casino geschlossen hatte und wir den Wechselautomat erst nicht fanden. Jetzt wissen wir wo er ist und 1€ für 1 Spiel ist auch okay. 

Freitag,  25.01. Der 2. Tag auf La Reunion... mit dem AIDA Shuttletransfer fuhren wir um 9°° ins Städtchen St. Gilles Les Bains (Fischer- und Badeort). Wie sich im Bus herausstellte, musste man sich entscheiden, ob Stadt oder Strand... Mmpf, so hatte ich das nicht im Kopf und wir hatten uns schon so aufs Schnorcheln gefreut. Aber nicht nur wir hatten das so verstanden und so fing im Bus die Diskussion an. 

Der Himmel war bewölkt aber es war sehr warm und windig und unser Scout im Bus (der eigentlich gar nicht dort hätte sein sollen) sagte, er sei Tauchlehrer und alle Tauchgänge wären auf Grund des Wetters gecancelt worden. Die See sei zu unruhig und die Strömungen dadurch zu stark. Nun, dann bedeutet das auch, dass das Wasser fürs Schnorcheln nicht geeignet ist und so haben wir uns entschieden, durchs Städtchen zu schlendern. 

Der Fahrer ließ uns am Aquarium aussteigen, was wie sich herausstellte, an einem Ministrand (das Wasser sah herrlich aus, komisch fanden wir nur, dass man nur in einem kleinen abgegrenzten Bereich schwimmen konnte... bei näherer Betrachtung sahen wir, dass Jemand Netze kontrollierte, was für Haischutz steht!) Nahe Stadtzentrum. Dort (also ins Aquarium) strömten eine Menge Menschen hinein und so schauten wir uns zuerst das Stadtzentrum an, machten einen Stadtspaziergang mit Geschäften. Im Anschluss daran gingen wir ins Aquarium und konnten ohne Lärm und Masse an den Becken vorbei schlendern, die jedoch für die Vielzahl der Fische meiner Meinung nach viel zu klein sind. Es gab Erklärungen leider nur auf französisch... doch insgesamt war es nett gemacht. 

Zum Abschluss bis zum Zeitpunkt der Busabholung haben wir uns an ein Restaurant gesetzt und einen Salat geteilt, der richtig lecker war. 

Wieder an Bord haben wir uns aufs Sonnendeck zum Lesen begeben. Zum Auslaufen gab es wieder Cocktails. Dieses Mal jedoch von der Crew, nicht von den Offizieren. Ich habe einen Sex en Moulin Rouge getrunken, der jedoch nicht so lecker war wie der AIDA. Das Auslaufen war wieder idyllisch, nicht nur wegen der Musik, auch die Kulisse, die trotz des Containerhafens zu sehen war mit den Bergen und Schluchten darinnen war schon außergewöhnlich. 

Am Abend war Handball Halbfinale im Brauhaus, Deutschland gegen Norwegen, was unsere Mannschaft leider verloren hat. 

Samstag, 26.01.Seetag Ich werde um ca. 7:30 wach, mache mich fertig und gehe mit unseren Sachen an Deck und suche uns Schattenplätze. Außerdem bleibe ich gleich noch so ein ½ Stündchen auf der Liege und lese, hole meinen Männe um 8:30 ab zum Frühstück. Den Tag haben wir draußen verbracht, das Wetter war hervorragend aber heiß und zwar heftig, so dass auch ich mich zumeist im Schatten aufhielt. 

Die Gastgeber bemerkten auch, dass sehr viele Sonnenliegen frei waren, was an einem Seetag sehr ungewöhnlich ist. Die Gäste verkrochen sich in den noch so geringsten Schatten, selbst der hinter Säulen oder Vorbauten wurde genutzt. 

Vormittags gab es eine Rate Runde auf dem Pooldeck, wo ich einem Vater mit seinem kleinen Sohn weiterhelfen konnte mit dem Namen eines der Clubbies (Achwasachwas, Dodo, Alwine und Izzy) und bekam ebenfalls ein Kinderspielchen, was ich natürlich gleich weitergereicht habe. Schlummern konnte ich mangels Schatten nicht. So habe ich den ganzen Tag gelesen. Am Nachmittag gab es noch eine Schätzrunde in Bezug auf die Gastgeber (Alter...) und 2 für 1 bei Vodka Lemon aber ich konnte nur 1 gebrauchen. Das war blöd aber ich habe mir den Einen trotzdem schmecken lassenJ. Hier wäre schön, wenn es eine Aktion Cocktail für die Hälfte geben würde, denn schließlich gibt es ja auch Single Reisende. 

Beim Abendessen waren wir nicht lange, da wir einen Tisch hatten, wo es wie Hechtsuppe zog! Wir haben in der Lounge die neuesten Fotos angeschaut und Einige aussortiert und ich habe mir Fotos aus dem Kiosk ausgesucht und mir dann die AIDA nova intensiv angeschaut. Was für ein Riesenschiff... 

Sonntag, 27.01. Seetag  Ja... was soll ich sagen... der letzte Seetag war wie der 1., verregnet. Ich hatte uns ein schönes Plätzchen unterm Pilz besorgt, doch leider kam nach dem Frühstück solch ein heftiger Regenschauer, dass wir uns auf dem unteren Pooldeck 2 Stühle ins Trockene gestellt haben, um wenigstens draußen sein zu können. So haben wir dort gelesen und gespielt bzw. gelesen. Meinem Mann war es irgendwann doch zu frisch und so ist er nach dem Mittagessen in die Sauna gegangen. Ich habe noch ein wenig ausgeharrt, dann wurde es mir aber auch zu windig und zugig und habe eine heiße Dusche genommen und etwas mit dem Kofferpacken angefangen. 

Nach dem Abendessen haben wir uns zum Spielen in die Lounge hinter der AIDA Bar gesetzt... 

Montag, 28.01. Mahé Tja, leider war auch unser letzter Urlaubs- ein Regentag, sehr sehr schade, was mich richtig traurig gemacht hat, denn wir wollten zu 2 Traumstränden (Anse la Mouche und Anse Barbarons). Das Wetter hat uns buchstäblich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Weg vom Schiff zum Busterminal war schon total verregnet und wir waren pläddernass trotz Regenjacken als wir dort ankamen. Am Customer Service haben wir uns durchgefragt, was Busverbindung, Linie und Buskarten angeht. Bezahlt wird im Bus (von 5 auf 7 Rupien gestiegen). Der Busterminal ist nach Plattformen aufgebaut, wir mussten nach Plattform N. Um 10:55 kam der Bus... Zum Einsteigen wird sich in einer Reihe aufgestellt. 

Auf dem Hinweg waren wir die einzigen Touris, bei Aussteigen auf stopp drücken und rufen (aber was?). Wir wussten nicht, wann wir aussteigen mussten, weil keine Durchsagen kamen und es so geschüttet hat, dass man draußen kaum etwas erkennen konnte. So sind wir spontan ausgestiegen, als wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch eine Rückhaltestelle sahen (kurz vor der Endhaltestelle Baie Lazare). Der Strand dort sah wunderschön aus, war sogar fast leer, jedoch kein Restaurant... Und es regnete wieder oder immer noch?? 

Jedenfalls habe ich schnell ein paar Fotos gemacht und da sahen wir, dass ein Bus zurück kam, unsere Linie. Also wacker wieder rein und zurück zum Schiff. Es war tatsächlich der gleiche Bus... 

Wieder in Victoria angekommen, sind wir, so dachten wir, Nähe Hafen ausgestiegen. Wie sich herausstellte, waren wir in der Nähe des Botanischen Gartens. Da Dieser aber bergauf angelegt war und es ziemlich schwül war, weil es ständig schauerte, beschlossen wir, nur ein Foto zu machen und dann zum Schiff zu gehen. Ein Blick auf die Uhr zeigte uns, dass das Mittagessen in Kürze beendet sein würde und California Grill wollten wir Beide nicht.

So entschieden wir, in die Bar mit Aussicht zu gehen und dort zu essen. Wir hatten Glück und bekamen einen schönen Platz am Rand mit Aussicht auf den GlockenturmJ. Das Ganze hat dann 43€ gekostet... nicht gerade preisgünstig... aber mit AussichtJ und so endete der Urlaub, wo er begonnen hatte. 

Bevor wir ins zum Abendessen gegangen sind, haben wir unsere Koffer fertig gepackt, so dass später nur noch die letzten Dinge hinein müssen, bevor wir die Koffer vor die Kabinentür stellen (bis 2°°). 

Da es an Deck fürchterlich nach Fisch stinkt, verzichten wir auf Verabschiedung und Farewell-Sekt auf dem Pooldeck und beenden diese AIDA Reise durch den Indischen Ozean mit einem Zwickel mit einem Spiel in der Destille.  

Es war eine schöne Reise, keine Frage, trotz der Containerhäfen und des vielen Regens. Mit den Seychellen hatten wir nun wirklich Wetter-Pech... so ein Traumziel und dann soviel Regen, das ist schon echt gemein. 

So... jetzt werden nur noch die Koffer raus gestellt und dann geht es ab ins Bett. 

In diesem Sinne... irgendwann mal wieder auf ein AIDA-Sehen!!! 

Dienstag, 29.01. Abreise Die AIDA blu liegt ja seit gestern 8:00 im Hafen Port Victoria auf der Hauptinsel Mahé der Seychellen. Unser Transferbus zum Flughafen fährt zwischen 8+8:30, daher zählt dieser Tag leider nicht mehr als Urlaubs- sondern nur als Abreisetag. 

6:45 Wecker – 7:15 Frühstück – 8°° Transferbus zum Flughafen – 11:15 Abflug mit 25-minütiger Verspätung –Ankunftszeit in Düsseldorf 18°°.

 

ANMERKUNG: Meine Informationen über Land und Leute habe ich teilweise aus verschiedenen Internetseiten wie auch von unseren Reiseleiter/innen zusammengestellt.

 

 

+