Es ist alles Gold was glänzt auf AIDAprima

von  Stephan Hartmann 16. Februar 2016 13:34
Es ist alles Gold was glänzt auf AIDAprima

Was für ein Abenteuer - was für ein Schiff!

Am 8. Januar 2016 um 19.55 Uhr japanischer Ortszeit bin ich endlich da - AIDAprima liegt direkt vor mir. Groß und beeindruckend und wie zum Gruß leuchten mir die vier großen bunten Buchstaben entgegen - aber irgendwas ist anders. Richtig: sie werden nicht wie bisher einfach angestrahlt - sie leuchten von innen heraus. Und das scheint sich durch das ganze Schiff fortzusetzen. Seit diesem Tag gehe ich täglich die Bereiche ab und freue mich über jedes noch so kleine Detail. Hier aufwendige Lampenkonstruktionen, dort hochwertige Fliesen und unglaublich viel Neues, wohin man auch sieht. Und immer wieder die Frage: sieht alles wirklich so aus wie in den Zeichnungen oder Animationen, die seit langem Lust auf unser neues Schiff machen? Und ich kann sagen: Ja, das tut es! Die Farben, die unglaubliche Weitläufigkeit und die Liebe zum Detail machen AIDAprima heute schon zu einem besonderen Schiff. Bei jedem Rundgang sieht und spürt man es - die Liebe und Hingabe der Planer und die Fertigkeit unserer Ausbauer. Aus allen Teilen der Welt - so scheint es - sind die Besten der Besten am Werk, um unserem Schiff Leben einzuhauchen.

Es ist Mitte Januar - 22:45 Uhr und überall wird noch gearbeitet. Ich muss noch einmal ins Theatrium. Ein Gerüst ist praktisch über Nacht entstanden. Und ich bin neugierig. Hinter dünnen Folien wird gearbeitet auf Deck 6 bis Deck 8. Schleifen, Spachteln, wieder Schleifen und viele Menschen mit Lasertechnik und Klebeband. Warum? Ich frage nach und treffe John, den Leiter der Spätschicht. Er kommt ursprünglich aus England und lebt in Finnland. Seit Wochen ist er mit seinem Team hier in Nagasaki. Sie arbeiten nur nachts. "Da staubt es weniger und sie brauchen Ruhe bei der Arbeit", meint er. Wofür? "Wir vergolden das Theatrium" meint er locker und stellt mich Tanja vor, einer Portugiesin. Sie spricht kein Wort Englisch und ich kein Wort Portugiesisch.

John bittet sie, mir von ihrer Arbeit zu erzählen. Und obwohl ich kein Wort verstehe, lasse ich mich von ihrer Begeisterung anstecken. John übersetzt - und sie redet ohne Unterbrechung. Sie erzählt von ihrem Team - über 30 Mitarbeiter - die das neue und noch größere Theatrium von AIDAprima vergolden. 750 Quadratmeter werden von Tanja und ihren Kollegen "vergoldet" - 759.000 Einzelblätter in mühevoller Kleinarbeit Nacht für Nacht aufgetragen. Die Vorbereitungen, das Grundieren des Untergrundes, die Ausrichtung der einzelnen Bahnen usw. nimmt gut 95 Prozent der Arbeit ein. Wenn man in der Mitte des Theatriums steht, so John, soll man das Gefühl haben, dass die einzelnen Bahnen wie die Strahlen der Sonne in alle Richtungen gehen. Genauigkeit und Perfektion - das zeichnet Tanja aus. Normalerweise, so erfahre ich, arbeitet sie für Museen und nimmt Restaurationen vor - aber das hier, so meint sie, wird etwas Besonderes. Gut eine Stunde später und nachdem ich fast alle Mitglieder aus ihrem Team kennengelernt habe, ist die Führung beendet. Sie muss zurück an ihren Platz auf Deck 7 und wird, wie die meisten, den Rest der Nachtschicht auf dem Gerüst im Liegen verbringen.

Zum Abschied nimmt sie mich in den Arm, deutet noch einmal im Theatrium herum und sagt auf Englisch: "For You Stephan!" und geht. Und genau so fühlt es sich an, für mich und für jeden Einzelnen, der bald in diesem Theatrium sitzen wird, um sich unterhalten zu lassen. Darauf freue ich mich. Und hoffentlich jeder, der AIDAprima bald kennenlernen darf.

Bis zum nächsten Mal - "Nagasaki kara no go aisatsu" oder einfach "Grüße aus Nagasaki"

Euer Entertainment Manager und Erklärbär

Stephan

Stephan macht das schon und bringt die Prima nach Hamburg.

von ostsee am 20. Februar 2016 um 13:23 Uhr

Klasse, freu mich auf die weiteren Berichte und die Prima

von Schmidti am 19. Februar 2016 um 21:40 Uhr

Klasse Infos,super Fotos :-)

von Udo am 19. Februar 2016 um 20:15 Uhr

Die Vorfreude auf dieses neue Schiff steigt immer mehr .

von peggymoko am 17. Februar 2016 um 22:27 Uhr

OK. Kein Pflaster! Sondern Blattgold! Wow. Stephan, sieht so aus, als liege dir die prima ein wenig am Herzen...?
Auch von mir... Alles Gute!

von KerstinCz am 17. Februar 2016 um 20:20 Uhr

Habe soeben Aida Teddy gebrieft, dass er auf dich aufpassen soll! Nun heisst es wohl bald , Leinen los in Richtung HAMBURG ..Die Neugier und Freude auf die erste PRIME TIME auf der PRIMA ist schon riesengroß! Hoffentlich bringt der Aida Teddy dir wenigstens deine geliebten " grünen " Süßigkeiten mit. Bis Hamburg ist es ja noch ein gaaanz schön langer Seetörn! Alles Gute und hoffentlich bis bald! Hummel Hummel Monika

von MKAIDAFAN am 17. Februar 2016 um 18:15 Uhr

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